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Glutenunverträglichkeit bedeutet Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel!

Glutenunverträglichkeit
Auch wenn eine Unverträglichkeit gegen Gluten recht selten ist, schränkt sie die Lebensqualität der davon Betroffenen stark ein.
Ernähren sie sich weiter wie bisher, haben sie starke Beschwerden und ein erhöhtes Risiko für schwerere Erkrankungen. Verzichten sie auf Lebensmittel, die ihr Allergen beinhalten, bedeutet dies zwar eine Umstellung ihrer Ernährungsgewohnheiten, dafür sind sie jedoch dauerhaft beschwerdefrei.

Was ist eine Glutenallergie?

Eine Glutenallergie (Zöliakie, einheimische Sprue) ist eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, bei der der Betroffene auf glutenhaltige Lebensmittel überempfindlich reagiert. Sein Dünndarm kann Gluten nicht verwerten. Als Gluten bezeichnet man das in vielen einheimischen Getreidearten (Gerste, Weizen, Hafer, Roggen, Dinkel) vorkommende Kleber-Eiweiß. Es sorgt dafür, dass die mit dem Mehl hergestellten Kuchen und Brote locker und saftig werden. Das besondere Eiweiß verbindet bei der Herstellung des Teiges Mehl und Wasser zu einer stabilen und elastischen Masse, die man auseinanderziehen kann.

Welche Symptome können bei einer Glutenunverträglichkeit auftreten?

unmittelbare Symptome

  • Völlegefühl
  • Übelkeit & Erbrechen
  • Bauchschmerzen im Bereich des Unterbauchs
  • Durchfall
  • Blähungen
  • Meteorismus

sekundäre Symptome

  • Schmerzen in Knochen und Muskeln
  • blasse Haut (Blutarmut)
  • Appetitmangel
  • Müdigkeit
  • Reizbarkeit
  • Stimmungsschwankungen

Wie entsteht eine Glutenunverträglichkeit?

wärme und tee

Die Unverträglichkeit von Getreideeiweiß hat medizinischen Untersuchungen zufolge offenbar eine genetische Ursache: Die Allergie tritt familiär gehäuft auf. Wegen des Vorhandenseins von Antikörpern im Blut wird sie den Autoimmunerkrankungen zugeordnet. Wie bei der Entstehung von Allergien üblich, reagiert das menschliche Immunsystem auf den Erstkontakt mit dem Auslöser, indem es spezielle Antikörper herstellt. Führt der Betroffene seinem Körper danach glutenhaltige Speisen zu, kommt es jedes Mal zu einer allergischen Reaktion (Entzündung). Versuchen die in der Dünndarmschleimhaut befindlichen Zellen, das Kleber-Eiweiß zu resorbieren, greifen die Immunzellen sie an. Es kommt zu einer Entzündung der Dünndarmschleimhaut. Sie führt zum Absterben der betroffenen Zellen und zum Auftreten der typischen Zöliakie-Symptome. Außerdem vermuten die Mediziner Enzym-Defekte als weitere Ursache der erblich bedingten Unverträglichkeit.

Häufige Fragen zum Thema Glutenunverträglichkeit

Spezielle Funktionstests dienen dazu, die Richtigkeit der Anfangsdiagnose zu überprüfen. Dazu gehören der Laktose- und der D-Xylose-Test. Ist der Laktose-Test positiv, bedeutet das, dass die Darmschleimhaut bereits so beeinträchtigt ist, dass sie Milchzucker nicht mehr ordnungsgemäß verstoffwechseln kann. Auch der D-Xylose-Test gibt Aufschluss darüber, ob der Patient an einer Resorptionsstörung im Bereich des Dünndarms leidet.
Da viele Fertigprodukte unter Verwendung der genannten Getreide hergestellt werden, enthalten sie natürlich ebenfalls (verstecktes) Gluten. Nach neuesten Schätzungen leidet in Europa jeder hundertste bis zweitausendste Bürger an einer Zöliakie. Wie hierzulande durchgeführte Screenings zeigten, erkrankt jedoch nur höchstens jeder zehnte Mensch mit Antikörpern gegen Gluten tatsächlich an der Gluten-Unverträglichkeit.
Kleine Kinder, die an der Autoimmunerkrankung leiden, zeigen im weiteren Verlauf eine gestörte Entwicklung des Gehirns und ein verlangsamtes körperliches Wachstum (Kleinwuchs). Außerdem lässt sich bei ihnen ein Eiweiß-, Mineralstoff- und Vitaminmangel nachweisen. Die erheblich gestörte Dünndarm-Tätigkeit führt dazu, dass der Körper nur noch in eingeschränktem Umfang mit wichtigen Nährstoffen versorgt wird.
Die Leitsymptome der Erkrankung sind allerdings nur bei jedem zehnten bis zwanzigsten Betroffenen manifest. In der Mehrzahl der Fälle haben sie keine Beschwerden oder Symptome, die auch im Rahmen anderer Erkrankungen auftreten.

Wie diagnostiziert man eine Glutenallergie?

magen darm trakt

Nach Erstellen einer Verdachtsdiagnose anhand der typischen Zöliakie-Symptome lässt der behandelnde Facharzt bei dem Erkrankten eine Biopsie durchführen: Im Rahmen einer Darmspiegelung entnimmt man ihm eine geringe Menge Schleimhautgewebe aus dem Dünndarm. Außerdem kann der Mediziner während der Endoskopie erkennen, ob die Schleimhaut so verändert ist, dass sie keine oder nur noch wenige Zotten aufweist.
Zotten sind spezielle Strukturen, die die Oberfläche der Schleimhaut vergrößern und so die Aufnahme der Nährstoffe über die Darmwand verbessern. Noch mehr Informationen erhält der Arzt durch einen Blut-Antikörper-Test: Je mehr Immunzellen im Blut des Betroffenen vorhanden sind, desto größer ist die Schleimhautschädigung.

Wie behandelt man eine Glutenunverträglichkeit?

Da es sich bei der Glutenallergie um eine Form der Nahrungsmittelunverträglichkeit handelt, die keiner medikamentösen Behandlung bedarf, muss der Allergiker zeit seines Lebens auf die Aufnahme von Getreideprodukten verzichten. Außer Brot gehören natürlich auch Mehl, Paniermehl, Nudeln, Kuchen, Müsli und Bier zu den Nahrungsmitteln, die er zu meiden hat. Hält er sich streng an diese Diät, ist er bereits innerhalb einiger Tage beschwerdefrei: Die Schleimhaut im Darm regeneriert sich und die Entzündung klingt ab. Eine mit der Zöliakie verbundene Laktose-Intoleranz geht ebenfalls vorüber, da der Darm nun wieder ausreichende Mengen des Enzyms Laktase produziert, welches den Milchzucker abbaut.
glutenfreie produkte
Statt der herkömmlichen Getreidesorten verwendet der Betroffene nunmehr Hirse, Reis, Quinoa, Amaranth, Reis und Soja. Auch Buchweizen ist eine gesunde Alternative zum herkömmlichen kleberhaltigen Getreide. Leidet er noch zusätzlich an einer Laktoseintoleranz, muss er darüber hinaus auf den Konsum von Milch und Milcherzeugnissen verzichten.

Glutenfreie Nahrungsmittel, Brote, Suppen und Soßen sind mittlerweile in vielen gut sortierten Supermärkten und Reformhäusern erhältlich. Sie sind mit einem speziellen Label (durchgestrichene Ähre) gekennzeichnet. Glutenfrei bedeutet, dass das derart etikettierte Produkt weniger als 20 mg Gluten pro Kilogramm enthält.

Halten sich die Patienten strikt an ihre glutenfreie Ernährungsweise, verringern sie im Übrigen sogar ihr krankheitsbedingt erhöhtes Risiko, an Darmkrebs zu erkranken.

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