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Hersteller/Vertrieb
kohlpharma GmbH
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Reimport
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verschreibungspflichtig
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Rezeptgebühr (5,00 €)
PZN
07202327
Indikation

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Produktinformation zu AKINETON retard Tabletten, 30 ST

Indikation

  • Das Präparat ist ein sogenanntes ?Anticholinergikum", ein Arzneimittel zur Behandlung der Parkinson-Krankheit
  • Es beeinflusst Erkrankungen, die durch eine Störung der Erregungsübertragung zwischen den Nerven und der Muskulatur hervorgerufen werden. Dadurch kann es zu Störungen im Bewegungsablauf (z. B. Probleme beim Gehen und Zittern der Hände) kommen.
  • Hierzu zählen die Parkinson-Krankheit und durch bestimmte Arzneimittel (insbesondere Neuroleptika - Arzneimittel zur Behandlung von psychischen Erkrankungen) ausgelöste Beschwerden.

Kontraindikation

  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
    • wenn Sie allergisch gegen Biperidenhydrochlorid oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
    • bei unbehandeltem grünen Star (Engwinkelglaukom),
    • bei mechanischen Verengungen (Stenosen) im Magen-Darm-Trakt,
    • bei Erweiterung des Dickdarms (Megakolon),
    • bei Darmverschluss (Ileus).

Dosierung von AKINETON retard Tabletten

  • Dieses Arzneimittel muss individuell dosiert werden. Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Die Behandlung sollte mit der niedrigsten möglichen Dosis begonnen und dann bis zu der für Sie günstigsten Dosis gesteigert werden.
  • Die Behandlung mit Biperidenhydrochlorid erfolgt in der Regel einschleichend. Dafür stehen andere Darreichungsformen zur Verfügung.
  • Im Allgemeinen werden Sie zunächst auf 2 mg Tabletten eingestellt, um den individuellen täglichen Bedarf an diesem Präparat zu ermitteln.
  • Vor einer Umstellung auf Retardtabletten muss zunächst die für Sie günstigste Dosis von Ihrem Arzt ermittelt werden, abhängig vom therapeutischen Effekt und den Nebenwirkungen.
  • Die empfohlene Dosis beträgt:
    • Anwendung bei Erwachsenen
      • Parkinson-Krankheit:
        • Die durchschnittliche Tagesdosis beträgt 1 - 2 Retardtabletten (entsprechend 4 - 8 mg Biperidenhydrochlorid).
        • Die Tageshöchstdosis beträgt 3 Retardtabletten (entsprechend 12 mg Biperidenhydrochlorid) und darf nicht überschritten werden.
      • Medikamentös bedingte Bewegungsstörungen (?extrapyramidale Symptome"):
        • Zur Behandlung medikamentös bedingter Bewegungsstörungen wird begleitend zum Neuroleptikum (Arzneimittel zur Behandlung von Psychosen und Erregungszuständen) 1 Retardtablette täglich (entsprechend 4 mg Biperidenhydrochlorid) eingenommen.
        • Die benötigte Dosis kann je nach Stärke der Beschwerden, variieren. Ihr Arzt wird Ihren individuellen Bedarf ermitteln. Sollte dieser niedriger oder höher als 4 mg Biperidenhydrochlorid (= 1 Retardtablette) pro Tag sein, stehen zur Behandlung 2 mg Tabletten zur Verfügung.
    • Anwendung bei Kindern und Jugendlichen (bis 18 Jahre)
      • Die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen (bis 18 Jahre) wird nicht empfohlen, da die Erfahrungen in dieser Altersgruppe begrenzt sind.
    • Anwendung bei älteren Patienten
      • Eine vorsichtige Dosierung ist erforderlich. Ihr Arzt wird die für Sie richtige Dosierung wählen.
    • Anwendung bei Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion
      • Die Anwendung bei Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion wird nicht empfohlen, da keine pharmakokinetischen Daten vorliegen.
  • Dauer der Anwendung
    • Die Dauer der Anwendung bestimmt der behandelnde Arzt. Sie kann von einer kurzfristigen Gabe (z. B. bei medikamentös bedingten Bewegungsstörungen) bis zu einer Dauermedikation (z. B. bei Parkinson-Krankheit) reichen.
    • Außer beim Auftreten lebensgefährlicher Komplikationen ist ein plötzliches Absetzen des Arzneimittels zu vermeiden.
    • Das Absetzen einer Behandlung mit diesem Arzneimittel sollte schrittweise erfolgen.
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist.
  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • Informieren Sie unverzüglich einen Arzt oder das nächstgelegene Krankenhaus, da es sich um einen Notfall handeln kann. Beschwerden einer Überdosierung sind weite, träge Pupillen, Trockenheit der Schleimhäute, Gesichtsröte, Erhöhung der Herztätigkeit, Störung der Entleerung des Darmes oder der Harnblase, erhöhte Temperatur, Erregung, Bewusstseinsstörung, Verwirrtheitszustände und Wahnvorstellungen. Bei schweren Vergiftungen besteht das Risiko eines Kreislaufversagens und eines Atemstillstandes.
    • Weitere Informationen für medizinisches Fachpersonal finden Sie in der Gebrauchsinformation.
  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern setzen Sie die Behandlung mit der verordneten Dosis fort.
  • Wenn Sie die Einnahme abbrechen
    • Keinesfalls dürfen Sie die Behandlung mit dem Arzneimittel eigenmächtig beenden (siehe auch Dauer der Anwendung).
    • Sprechen Sie auf jeden Fall vorher mit Ihrem Arzt, z. B. wenn Nebenwirkungen oder Änderungen in Ihrem Krankheitsbild auftreten.
  • Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Patientenhinweise

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt bevor Sie das Arzneimittel einnehmen, bei
      • Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostataadenom) mit Restharnbildung,
      • Harnverhaltung, Blasenentleerungsstörungen,
      • Erkrankungen, die zu Beschleunigung des Herzschlags, Herzrasen (Tachykardien) führen können,
      • Myasthenia gravis (eine schwere Form von Muskelschwäche),
      • Schwangerschaft und Stillzeit (siehe Abschnitt 2., Schwangerschaft und Stillzeit),
      • Patienten mit erhöhter Krampfbereitschaft.
    • Bei bestehenden Blasenentleerungsstörungen sollten Sie vor der Anwendung des Arzneimittels Ihre Blase entleeren.
    • Sie sollten Ihren Augeninnendruck regelmäßig durch den Augenarzt kontrollieren lassen.
    • Bei Einnahme des Arzneimittels können Gedächtnisstörungen auftreten.
    • Missbrauch und Abhängigkeitsentwicklung von Biperiden sind vereinzelt beobachtet worden. Dies könnte mit der gelegentlich beobachteten Stimmungsaufhellung und unnatürlich gehobenen Stimmungslage in Zusammenhang stehen.
    • Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre
      • Die Erfahrungen mit diesem Arzneimittel bei Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahre sind begrenzt.
      • Eine Anwendung in dieser Altersgruppe wird daher nicht empfohlen.
    • Ältere Patienten
      • Die Gefahr des Auftretens von Nebenwirkungen ist bei älteren Patienten erhöht. Wenn Sie an bestimmten Hirnleistungsstörungen leiden, wird Ihr Arzt die für Sie richtige Dosierung wählen.
  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Bei Einnahme des Arzneimittels kann es zu Nebenwirkungen, wie z. B. Müdigkeit, Schwindel und Benommenheit kommen. Eine Verstärkung dieser Nebenwirkungen ist durch Alkohol und bestimmte Arzneimittel, die auf das Nervensystem wirken (Anticholinergika, zentral wirkende Arzneimittel) möglich.
    • Dies sollten Sie beim Führen eines Fahrzeuges, Bedienen von Maschinen oder sonstigen gefahrvollen Tätigkeiten berücksichtigen und vorab mit Ihrem Arzt abklären.

Schwangerschaft

  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme aller Arzneimittel Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Schwangerschaft
    • Es liegen keine Erfahrungen mit der Anwendung des Arzneimittels in der Schwangerschaft vor.
    • Daher soll das Präparat in der Schwangerschaft nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abschätzung durch Ihren Arzt eingenommen werden.
  • Stillzeit
    • Der Wirkstoff des Arzneimittels kann die Milchbildung hemmen. Es ist auch anzunehmen, dass das Arzneimittel in die Muttermilch übergeht. Daher soll das Präparat während der Stillzeit nicht angewendet oder abgestillt werden.
  • Zeugungs-/Gebärfähigkeit
    • Die Wirkung des Arzneimittels auf die Zeugungs- und Gebärfähigkeit des Menschen ist nicht bekannt.

Einnahme Art und Weise

  • Bei Einnahme einer Retardtablette pro Tag sollte diese am Morgen eingenommen werden.
  • Bei Dosierung mit zwei Retardtabletten täglich wird Ihr Arzt individuell für Sie entscheiden, ob die Einnahme von
    • a) einer Retardtablette morgens und einer Retardtablette abends oder
    • b) zwei Retardtabletten morgens
  • zu einem besseren Behandlungsergebnis führt.
  • Falls in Ausnahmefällen drei Retardtabletten täglich eingenommen werden müssen, so sollte eine Einzeldosis von zwei Retardtabletten (entsprechend 8 mg Biperidenhydrochlorid) nicht überschritten werden.
  • Die Retardtabletten sind mit ausreichend Flüssigkeit unzerkaut und ohne zu teilen während oder nach einer Mahlzeit einzunehmen.
  • Nebenwirkungen auf den Magen-Darm-Trakt lassen sich durch die Einnahme unmittelbar nach den Mahlzeiten vermindern.

Wechselwirkungen bei AKINETON retard Tabletten

  • Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
    • Die gleichzeitige Einnahme dieses Arzneimittels und anderen auf das Nervensystem wirkenden Arzneimitteln (z. B. Psychopharmaka, Mittel gegen Allergien [Antihistaminika], Antiparkinsonmittel und krampflösenden Arzneimitteln [Spasmolytika]) kann zu einer Verstärkung der Nebenwirkungen führen.
    • Bei gleichzeitiger Einnahme von Chinidin (Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen) kann es zur Verstärkung der Herz-Kreislauf-Wirkungen kommen.
    • Levodopa (Arzneimittel zur Behandlung der Parkinson-Krankheit) und gleichzeitige Anwendung dieses Arzneimittels können unwillkürliche Bewegungen (Dyskinesien) verstärken. Besondere Bewegungsstörungen (tanzähnliche Bewegungen) wurden bei gleichzeitiger Anwendung von Biperiden und Levodopa/Carbidopa-Arzneimitteln bei Patienten mit der Parkinson-Krankheit beobachtet.
    • Durch Neuroleptika (Arzneimittel zur Behandlung von psychischen Erkrankungen) ausgelöste unwillkürliche Bewegungen vor allem im Hand-, Fuß- und Gesichtbereich wie z. B. Schmatz- und Kaubewegungen können durch Akineton verstärkt werden. In diesen Fällen informieren Sie Ihren Arzt. Er wird Sie über die weiterführende Behandlung beraten.
    • Die Wirkung von Metoclopramid (Arzneimittel zur Behandlung von Übelkeit oder anderen Magen-Darm-Störungen) und Arzneimitteln mit ähnlicher Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt wird durch Anticholinergika wie dieses abgeschwächt.
    • Biperidenhydrochlorid kann die Nebenwirkungen von Pethidin (starkes Schmerzmittel) auf das Nervensystem verstärken.
  • Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol
    • Die Wirkungen von Alkohol können bei gleichzeitiger Anwendung von Biperidenhydrochlorid verstärkt werden. Trinken Sie daher während der Behandlung mit dem Arzneimittel keinen Alkohol.

Wirksame Bestandteile und Inhaltsstoffe

3,6 mg

Carnaubawachs
Hilfstoff
Cellulose, mikrokristallin
Hilfstoff
Docusat, Natriumsalz
Hilfstoff
Eisen (III) hydroxid oxid x-Wasser
Hilfstoff
Hyprolose
Hilfstoff
Hypromellose
Hilfstoff
Lactose 1-Wasser
252 mg Hilfstoff
Macrogol 400
Hilfstoff
Macrogol 6000
Hilfstoff
Magnesium stearat
Hilfstoff
Maisstärke
Hilfstoff
Povidon K30
Hilfstoff
Silicium dioxid, hochdispers
Hilfstoff
Talkum
Hilfstoff
Titan dioxid
Hilfstoff
Wasser, gereinigt
Hilfstoff


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