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Hersteller/Vertrieb
Orifarm GmbH
Packung
Typ
Reimport
Verschreibungspflicht
verschreibungspflichtig
Rezeptgebühr
Rezeptgebühr (10,00 €)
PZN
06077417
Indikation

Was ist das Arzneimittel? Der Wirkstoff des Arzneimittels ist ein Eiweiß namens Interferon beta-1a. Interferone sind natürlich vorkommende…

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Produktinformation zu AVONEX 30 ug/0,5 ml Luer Lock Inj.Lsg.i.e.Fert.-S., 4 ST

Indikation

  • Was ist das Arzneimittel?
    • Der Wirkstoff des Arzneimittels ist ein Eiweiß namens Interferon beta-1a. Interferone sind natürlich vorkommende Substanzen, die der Körper bildet, um zum Schutz gegen Infektionen und Krankheiten beizutragen. Das in dem Arzneimittel enthaltene Eiweiß besteht aus genau den gleichen Bestandteilen wie das Interferon beta im menschlichen Körper.
  • Wofür wird das Arzneimittel angewendet?
    • Das Arzneimittel wird zur Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) angewendet. Die Behandlung mit dem Arzneimittel kann helfen, eine Verschlechterung von MS zu verhindern, jedoch wird die Krankheit nicht geheilt.
    • Jeder hat seine eigene Kombination von MS-Symptomen. Dazu können zählen:
      • Gleichgewichtsstörungen oder Benommenheit, Gangstörungen, Steifigkeit und Muskelspasmen, Müdigkeit, Taubheitsgefühl in Gesicht, Armen oder Beinen
      • akute oder chronische Schmerzen, Blasen- und Darmprobleme, sexuelle Probleme und Probleme, Dinge zu sehen
      • Denk- und Konzentrationsschwierigkeiten, Depression.
    • MS neigt außerdem dazu, von Zeit zu Zeit aufzuflackern: dies nennt man einen Schub.
    • (Hinweise zur Information)
      • Das Arzneimittel wirkt am besten, wenn Sie es regelmäßig einmal wöchentlich zur selben Zeit anwenden.
      • Setzen Sie Ihre Interferon beta-1a-Behandlung nicht ab, ohne vorher mit Ihrem Neurologen zu sprechen.
    • Das Arzneimittel kann helfen, die Zahl der Schübe, die bei Ihnen auftreten, zu senken und die behindernden Auswirkungen der MS zu verlangsamen. Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie lange Sie das Arzneimittel anwenden können oder wann Sie es absetzen sollen.
  • Wie wirkt das Arzneimittel?
    • Multiple Sklerose geht mit einer Nervenschädigung (Gehirn oder Rückenmark) einher. Bei MS agiert der körpereigene Abwehrmechanismus gegen sein eigenes Myelin - die Markscheide, also die ?Isolierschicht", die die Nervenfasern umgibt. Wenn das Myelin geschädigt wird, werden die Botschaften zwischen dem Gehirn und anderen Körperteilen unterbrochen. Dadurch werden die Symptome von MS verursacht. Die Wirkung des Arzneimittels besteht offenbar darin, den körpereigenen Abwehrmechanismus daran zu hindern, das Myelin anzugreifen.

Kontraindikation

  • Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
    • wenn Sie allergisch gegen Interferon beta, Humanserumalbumin oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
    • wenn Sie schwanger sind, dürfen Sie nicht mit der Anwendung des Arzneimittels beginnen
    • wenn Sie an schweren Depressionen leiden oder Suizidgedanken haben.
  • Sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt, wenn eine dieser Situationen auf Sie zutrifft.
  • (Hinweise zur Information)
    • Dieses Arzneimittel und allergische Reaktionen. Da dieses Arzneimittel auf einem Eiweiß basiert, besteht ein kleines Risiko einer allergischen Reaktion.
    • Weitere Informationen zu Depressionen. Wenn Sie eine schwere Depression oder Suizidgedanken haben, dürfen Sie das Arzneimittel nicht verwenden.
    • Wenn Sie unter einer Depression leiden, kann Ihr Arzt Ihnen dennoch das Arzneimittel verordnen, aber es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt wissen lassen, wenn Sie eine Depression oder ähnliche Probleme hatten, die die Stimmungslage beeinträchtigen.

Dosierung von AVONEX 30 ug/0,5 ml Luer Lock Inj.Lsg.i.e.Fert.-S.

  • Die empfohlene Dosis für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren beträgt
    • Eine Interferon beta-1a-Injektion einmal wöchentlich.
    • Sie sollten das Arzneimittel, wenn möglich, in jeder Woche immer am gleichen Wochentag zur gleichen Tageszeit anwenden.
  • Nicht für Kinder
    • Das Arzneimittel ist bei Kindern unter 12 Jahren nicht anzuwenden.
  • Wenn Sie sich für eine Behandlung mit dem Arzneimittel entschieden haben, kann Ihnen Ihr Arzt ein Titrations-Kit geben. Es wird Ihnen dadurch ermöglicht, Ihre Interferon beta-1a-dosis zu Behandlungsbeginn stufenweise zu steigern. Dies dient dazu, die grippeähnlichen Symptome zu mildern, die bei einigen Personen auftreten, wenn sie die Behandlung mit dem Arzneimittel beginnen. Ihr Arzt oder das medizinische Fachpersonal werden Ihnen beim Gebrauch des Titrations-Kits helfen.
  • Anwendungsdauer
    • Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie lange Sie die Anwendung des Arzneimittels fortführen müssen. Es ist wichtig, dass Sie die Anwendung des Arzneimittels regelmäßig fortführen. Nehmen Sie, wenn vom Arzt nicht anders verordnet, keine Änderungen vor.
  • Wenn Sie eine größere Menge angewendet haben, als Sie sollten
    • Das Arzneimittel soll nur einmal wöchentlich injiziert werden. Fragen Sie, wenn Sie sich mehr als eine Injektion innerhalb von drei Tagen verabreicht haben, unverzüglich Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Wenn Sie die Anwendung vergessen haben
    • Wenn Sie einmal Ihre übliche wöchentliche Injektion vergessen haben, holen Sie die Injektion so bald wie möglich nach. Mit der nächsten Injektion ist dann wieder eine Woche zu warten. Für die weiteren wöchentlichen Injektionen gilt dann der ?neue" Wochentag. Wenn Sie einen bevorzugten Tag für die Verwendung des Arzneimittels haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Handhabung der Dosis, um zu Ihrem bevorzugten Tag zurückzukehren.
    • Wenden Sie nicht die doppelte Menge an, wenn Sie die vorherige Injektion vergessen haben.

Patientenhinweise

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie das Arzneimittel anwenden.
    • Wenn bei Ihnen Folgendes vorliegt oder in der Vergangenheit vorlag:
      • Depressionen oder Probleme, die Ihre Gemütslage beeinträchtigen
      • Suizidgedanken.
    • Über Stimmungsveränderungen, Suizidgedanken, ungewöhnliche Gefühle von Traurigkeit, Angst oder Wertlosigkeit müssen Sie Ihren Arzt unverzüglich in Kenntnis setzen.
      • Epilepsie oder andere Krampfleiden, die sich nicht durch Medikamente kontrollieren lassen
      • schwere Nieren- bzw. Lebererkrankungen
      • geringe Anzahl weißer Blutkörperchen oder Blutplättchen, die ein erhöhtes Risiko für Infektionen, Blutungen oder Blutarmut (Anämie) mit sich bringt
      • Herzerkrankungen, die möglicherweise Beschwerden wie Schmerzen in der Brust (Angina), insbesondere nach körperlicher Betätigung, geschwollene Knöchel, Kurzatmigkeit (kongestive Herzinsuffizienz) oder Herzrhythmusstörungen (Arrhythmie) hervorrufen.
    • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn eine dieser Situationen bei Ihnen vorliegt oder wenn diese sich unter dem Arzneimittel verschlechtern.
    • Während der Behandlung können Blutgerinnsel in den kleinen Blutgefäßen auftreten. Diese Blutgerinnsel können Auswirkungen auf Ihre Nieren haben. Dies kann mehrere Wochen bis mehrere Jahre nach Beginn der Behandlung mit dem Arzneimittel auftreten.
    • Ihr Arzt wird Ihren Blutdruck, Ihr Blut (Anzahl der Blutplättchen) und Ihre Nierenfunktion überwachen.
    • Informieren Sie Ihren Arzt, dass Sie das Arzneimittel anwenden
      • wenn bei Ihnen Bluttests vorgenommen werden. Das Arzneimittel kann die Ergebnisse beeinflussen.
      • (Hinweise zur Information)
        • Bei manchen Gelegenheiten müssen Sie anderes medizinisches Fachpersonal informieren, dass Sie mit dem Arzneimittel behandelt werden. Wenn Ihnen zum Beispiel andere Arzneimittel verordnet werden oder wenn bei Ihnen ein Bluttest durchgeführt wird, kann das Arzneimittel die anderen Arzneimittel oder Testergebnisse beeinflussen.
  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Wenn Ihnen schwindelig ist, dürfen Sie nicht fahren. Das Arzneimittel kann bei einigen Menschen Schwindelgefühle verursachen. Wenn dies bei Ihnen der Fall ist oder wenn bei Ihnen andere Nebenwirkungen auftreten, die Ihre Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen, dürfen Sie sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen und keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen.

Schwangerschaft

  • Schwangerschaft
    • Wenn Sie schwanger sind, dürfen Sie nicht mit der Anwendung des Arzneimittels beginnen.
    • Wenn Sie schwanger werden könnten, müssen Sie während der Einnahme des Arzneimittels Verhütungsmaßnahmen ergreifen.
    • Wenn Sie Nachwuchs planen oder wenn Sie schwanger werden, während Sie das Arzneimittel anwenden, müssen Sie Ihren Arzt informieren. Sie können mit Ihrem Arzt besprechen, ob Sie die Behandlung fortsetzen sollten.
    • Wenn Sie bereits schwanger sind oder eine Schwangerschaft vermuten, sprechen Sie umgehend mit Ihrem Arzt.
  • Stillzeit
    • Wenn Sie stillen möchten, sprechen Sie zunächst Ihren Arzt darauf an.

Einnahme Art und Weise

  • Selbstinjektion
    • Sie können das Arzneimittel selbst ohne die Hilfe Ihres Arztes injizieren, wenn dieser Sie entsprechend eingewiesen hat. Die Anleitung zur Selbstinjektion finden Sie in der Gebrauchsinformation.
    • Wenn Sie Schwierigkeiten mit der Handhabung der Spritze haben, sprechen Sie Ihren Arzt an. Diese Probleme sollten sich lösen lassen.
    • (Hinweise zur Information)
      • Weitere Einzelheiten zur Injektion des Arzneimittels finden Sie in der Gebrauchsinformation.
      • Nadelalternativen:
        • Ihre Interferon beta-1a-Packung enthält bereits eine Injektionsnadel. Je nach Körperbautyp verordnet Ihr Arzt Ihnen möglicherweise eine kürzere und dünnere Nadel. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob dies für Sie in Frage kommt.
      • Wenn Sie Probleme mit der Handhabung der Spritze haben, sprechen Sie Ihren Arzt darauf an, ob die Verwendung eines Spritzengriffs in Frage kommt. Dies ist eine eigens konzipierte Halterung, die Ihnen bei der Injektion des Arzneimittels helfen soll.
  • Injektionsort
    • Das Arzneimittel wird in einen Muskel injiziert, z. B. den Oberschenkelmuskel. Von einer Injektion des Arzneimittels ins Gesäß wird abgeraten.
    • Verwenden Sie jede Woche einen anderen Injektionsort. Dadurch werden Haut und Muskel weniger gereizt.
    • Injizieren Sie nicht in einen Hautbereich, der blaue Flecke aufweist, wund oder infiziert ist oder eine offene Wunde hat.

Wechselwirkungen bei AVONEX 30 ug/0,5 ml Luer Lock Inj.Lsg.i.e.Fert.-S.

  • Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, insbesondere solche zur Behandlung von Epilepsie oder Depression. Das Arzneimittel kann andere Arzneimittel beeinflussen oder durch sie beeinflusst werden. Dies betrifft alle Arzneimittel, auch nicht verschreibungspflichtige.

Wirksame Bestandteile und Inhaltsstoffe

6e+006 IE

Arginin hydrochlorid
Hilfstoff
Essigsäure 99%
Hilfstoff
Natrium acetat 3-Wasser
Hilfstoff
Polysorbat 20
Hilfstoff
Wasser, für Injektionszwecke
Hilfstoff


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