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Hersteller/Vertrieb
neuraxpharm Arzneimittel GmbH
Packung
5X1 Milliliter | N1
Verschreibungspflicht
verschreibungspflichtig
Rezeptgebühr
Rezeptgebühr (5,00 €)
PZN
03831428
Indikation

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Produktinformation zu BIPERIDEN neuraxpharm Injektionslösung, 5X1 ML

Indikation

  • Arzneimittel zur Behandlung von bestimmten Bewegungsstörungen (Anticholinergikum, Parkinsonmittel).
  • Anwendungsgebiete:
    • Biperiden-neuraxpharm wird angewendet zur Behandlung von:
      • Parkinson-Syndromen, insbesondere Rigor und Tremor,
      • medikamentös bedingten extrapyramidalen Symptomen,
      • Nikotinvergiftung.
  • Hinweis:
    • Die Injektionslösung ist insbesondere geeignet, wenn ein rascher Wirkungseintritt erforderlich ist, oder zur einleitenden Therapie in schweren Fällen von Parkinsonismus.

Kontraindikation

  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden:
    • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Biperiden oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels sind,
    • bei unbehandeltem grünem Star (Engwinkelglaukom),
    • bei mechanischen Verengungen (Stenosen) im Magen-Darm-Kanal,
    • bei Erweiterung des Dickdarms (Megakolon),
    • bei Darmverschluss (Ileus).

Dosierung von BIPERIDEN neuraxpharm Injektionslösung

  • Wenden Sie das Arzneimittel immer genau nach der Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
  • Dieses Arzneimittel muss individuell dosiert werden. Die Behandlung sollte mit der niedrigsten Dosis begonnen und dann bis zu der für den Patienten günstigsten Dosis gesteigert werden.
  • Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
    • Parkinsonismus:
      • Zu Beginn einer Behandlung können 2 - 4 ml Injektionslösung (entsprechend 10 - 20 mg Biperidenlactat) intramuskulär oder langsam intravenös, auf mehrere Einzelgaben über den Tag verteilt, verabreicht werden.
    • Medikamentös bedingte extrapyramidale Symptome:
      • Erwachsene:
        • 2,5 - 5 mg Biperidenlactat (entsprechend 0,5 - 1 ml Injektionslösung) als Einzeldosis intramuskulär oder langsam intravenös injizieren.
        • Bei Bedarf kann die Injektion der gleichen Dosis nach 30 Minuten wiederholt werden. Die Tageshöchstdosis beträgt 2 - 4 ml Injektionslösung (entsprechend 10 - 20 mg Biperidenlactat).
      • Kinder:
        • Kinder bis zu 1 Jahr: 1 mg Biperidenlactat (0,2 ml)
        • Kinder bis zu 6 Jahren: 2 mg Biperidenlactat (0,4 ml)
        • Kinder bis zu 10 Jahren: 3 mg Biperidenlactat (0,6 ml)
        • langsam intravenös injizieren.
      • Verschwinden die Symptome während der Injektion, so sollte sie abgebrochen werden.
      • Bei Bedarf kann die Injektion der gleichen Dosis nach 30 Minuten wiederholt werden.
    • Nikotinvergiftung:
      • 1 - 2 ml Injektionslösung (entsprechend 5 - 10 mg Biperidenlactat) intramuskulär.
      • In bedrohlichen Fällen ist 1 ml Injektionslösung (entsprechend 5 mg Biperidenlactat) intravenös (zusätzlich zu den sonst üblichen Maßnahmen) zweckmäßig.
    • Hinweis:
      • Für eine orale Fortführung der Behandlung stehen Tabletten zur Verfügung.
  • Dauer der Anwendung:
    • Nur der behandelnde Arzt kann entscheiden, wie lange die Behandlung mit dem Arzneimittel dauert und wann sie zu beenden ist. Dies richtet sich nach Art und Verlauf der Erkrankung und ist meist kurzfristig (insbesondere bei Kindern), bis die Behandlung mit oralen Darreichungsformen fortgeführt werden kann oder beendet werden kann.
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung des Arzneimittels zu stark oder zu schwach ist.
  • Wenn Sie eine größere Menge des Arzneimittels angewendet haben, als Sie sollten:
    • Das Vergiftungsbild gleicht im Prinzip einer Atropinvergiftung.
    • Als Folge einer Überdosierung können die unter den Nebenwirkungen beschriebenen unerwünschten Wirkungen verstärkt auftreten. Verständigen Sie bei Verdacht auf eine Überdosierung sofort Ihren Arzt, damit dieser über das weitere Vorgehen entscheiden kann.
    • Als Gegenmittel empfehlen sich Acetylcholinesterasehemmer, besonders das liquorgängige Physostigmin, das auch die zentral ausgelöste Symptomatik beeinflusst (bzw. Physostigminsalicylat bei positivem Physostigmintest). Bei Bedarf sind, den Symptomen entsprechend, Unterstützung der Herz-Kreislauf- und Atemfunktion (Sauerstoff-Beatmung), Wärmeabfuhr bei Fieber und das Anlegen eines Blasenkatheters vorzunehmen.
  • Wenn Sie die Anwendung von des Arzneimittels abbrechen:
    • Keinesfalls dürfen Sie die Behandlung mit dem Arzneimittel eigenmächtig beenden.
    • Sprechen Sie bitte auf jeden Fall vorher mit Ihrem Arzt, z. B. wenn Nebenwirkungen oder Änderungen in Ihrem Krankheitsbild auftreten.
  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Patientenhinweise

  • Besondere Vorsicht bei der Anwendung des Arzneimittels ist erforderlich:
    • Im Folgenden wird beschrieben, wann das Arzneimittel nur unter bestimmten Bedingungen und nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden darf. Befragen Sie hierzu bitte Ihren Arzt.
    • Dies gilt auch, wenn diese Angaben bei Ihnen früher einmal zutrafen:
      • Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostataadenom) mit Restharnbildung,
      • Harnverhaltung,
      • Erkrankungen, die zu bedrohlicher Beschleunigung des Herzschlags (Tachykardien) führen können,
      • Myasthenia gravis,
      • Schwangerschaft.
    • Bei Patienten mit erhöhter Krampfbereitschaft ist das Arzneimittels vorsichtig zu dosieren.
    • Außer beim Auftreten lebensgefährlicher Komplikationen ist ein plötzliches Absetzen des Arzneimittels zu vermeiden.
    • Bei bestehenden Blasenentleerungsstörungen sollte der Patient vor der Injektion des Arzneimittels die Blase entleeren.
    • Der Augeninnendruck sollte regelmäßig durch den Augenarzt kontrolliert werden.
    • Kinder:
      • Die Erfahrungen mit Biperiden bei Kindern sind begrenzt und erstrecken sich in erster Linie auf die zeitlich befristete Anwendung bei medikamentös ausgelösten Dystonien (anhaltende Muskelkontraktionen z. B. durch Neuroleptika oder Metoclopramid und analoge Verbindungen), die als Nebenwirkungen oder Intoxikationssymptom auftreten können.
    • Ältere Menschen:
      • Die Gefahr des Auftretens von Nebenwirkungen ist bei älteren Patienten größer.
      • Bei älteren Patienten, insbesondere bei solchen mit hirnorganischer Symptomatik (bestimmten Hirnleistungsstörungen), ist eine vorsichtige Dosierung erforderlich.
  • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
    • Das Auftreten von zentralnervösen und peripheren Nebenwirkungen, wie z. B. Müdigkeit, Schwindel und Benommenheit, kann das Reaktionsvermögen auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch des Arzneimittels- unabhängig von der durch das zu behandelnde Grundleiden gegebenen Einschränkung - so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zur Bedienung von elektrischen oder motorgetriebenen Werkzeugen und Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt vermindert wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei gleichzeitiger Anwendung mit anderen zentralwirksamen Arzneimitteln, Anticholinergika und insbesondere mit Alkohol.
    • Deshalb sollten Sie das Führen eines Fahrzeuges, das Bedienen von Maschinen oder sonstige gefahrvolle Tätigkeiten ganz, zumindest jedoch während der ersten Tage der Behandlung unterlassen bzw. nicht ohne ärztlichen Rat ausüben.

Schwangerschaft

  • Schwangerschaft:
    • Das Arzneimittel sollte während der Schwangerschaft nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko- Abschätzung angewendet werden, weil keine klinischen Erfahrungen über die Anwendung bei Schwangeren vorliegen.
  • Stillzeit:
    • Anticholinergika (wie Biperiden) können die Milchbildung und -absonderung hemmen. Biperiden geht in die Muttermilch über, gleiche Konzentrationen wie im mütterlichen Plasma können erreicht werden. Daher sollte das Arzneimittel in der Stillzeit nicht angewendet werden.
  • Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Einnahme Art und Weise

  • Die Injektionslösung wird intramuskulär oder langsam intravenös injiziert oder intravenös infundiert.
  • Die chemische und physikalische Stabilität der gebrauchsfertigen Zubereitung wurde für 24 Stunden bei Raumtemperatur nachgewiesen. Aus mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige Zubereitung sofort verwendet werden.
  • Wenn die gebrauchsfertige Zubereitung nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender für die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich.

Wechselwirkungen bei BIPERIDEN neuraxpharm Injektionslösung

  • Bei Anwendung des Arzneimittels mit anderen Arzneimitteln:
    • Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
    • Die gleichzeitige Anwendung des Arzneimittels und anderen auf das Nervensystem wirkenden Arzneimitteln (z. B. Psychopharmaka, Mittel gegen Allergien [Antihistaminika], Antiparkinsonmittel und krampflösende Arzneimittel [Spasmolytika]) kann zu einer Verstärkung der zentralen und peripheren Nebenwirkungen führen.
    • Bei gleichzeitiger Einnahme von Chinidin (Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen) kann es zur Verstärkung der Herz-Kreislauf-Wirkungen kommen.
    • Levodopa (Arzneimittel zur Behandlung der Parkinsonkrankheit) und gleichzeitige Gabe von Biperidenneuraxpharm können unwillkürliche Bewegungen (Dyskinesien) verstärken.
    • Durch Neuroleptika (Arzneimittel zur Behandlung von psychischen Erkrankungen) ausgelöste Spätdyskinesien (Bewegungsstörungen) können durch das Arzneimittel verstärkt werden. Gelegentlich sind Parkinson-Symptome bei bestehenden unwillkürlichen Bewegungen (Spätdyskinesien) so schwerwiegend, dass eine anticholinerge Therapie notwendig bleibt.
    • Die Wirkung von Metoclopramid (Arzneimittel zur Behandlung von Übelkeit oder anderen Magen- Darm-Störungen) und Mitteln mit ähnlicher Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt wird durch Anticholinergika wie Biperiden-neuraxpharm abgeschwächt.
    • Eine Zunahme der Alkoholwirkungen unter dem Arzneimittel kann auftreten.
    • Anticholinergika können die zentralnervösen Nebenwirkungen von Pethidin (starkes Schmerzmittel) verstärken.
  • Bei Anwendung des Arzneimittels zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken:
    • Die Wirkungen von Alkohol und Biperiden können bei gleichzeitiger Anwendung in nicht vorhersehbarer Weise verändert und verstärkt werden. Trinken Sie daher während der Behandlung mit dem Arzneimittel keinen Alkohol.

Wirksame Bestandteile und Inhaltsstoffe

3,9 mg

(RS)-Milchsäure, Natriumsalz
Hilfstoff
Wasser, für Injektionszwecke
Hilfstoff


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