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HEXAL AG
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Produktinformation zu BISOHEXAL 7,5 mg Filmtabletten, 100 ST

Indikation

  • Das Arzneimittel gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Betablocker bezeichnet werden. Diese Arzneimittel schützen das Herz vor übermäßiger Aktivität.
  • Das Arzneimittel wird angewendet
    • zur Behandlung von Herzschwäche mit Atemnot bei Anstrengung oder mit Wassereinlagerung im Körper. In diesem Fall wird Bisoprolol zusätzlich zu anderen Arzneimitteln gegen Herzschwäche verordnet.

Kontraindikation

  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
    • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Bisoprolol oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels sind.
    • wenn Sie einen kardiogenen Schock erleiden (eine schwere Herzkrankheit mit schnellem, schwachem Puls, niedrigem Blutdruck, kaltschweißiger Haut, Schwäche und Bewusstlosigkeit).
    • wenn Sie eine stark keuchende Atmung oder starkes Bronchialasthma haben oder schon einmal hatten. In diesem Fall kann die Einnahme von Bisoprolol Ihre Atmung beeinflussen.
    • wenn Sie Arzneimittel mit dem Wirkstoff Sultoprid einnehmen, der zur Behandlung schwerer psychiatrischer Erkrankungen angewendet wird, oder wenn Sie Schmerzmittel mit dem Wirkstoff Floctafenin einnehmen.
    • wenn Sie einen langsamen Puls haben (weniger als 60 Schläge pro Minute). Fragen Sie Ihren be-handelnden Arzt, wenn Sie sich nicht sicher sind.
    • wenn Sie einen sehr niedrigen Blutdruck haben.
    • wenn Sie starke Durchblutungsstörungen haben, so dass Ihre Finger und Zehen manchmal kribbeln oder blass oder blau werden.
    • wenn Sie unter bestimmten Formen von schweren Herzrhythmusstörungen leiden.
    • wenn Sie an einer erst kürzlich aufgetretenen Herzschwäche leiden oder wenn Ihre Herzschwäche nicht stabil ist oder eine stationäre Behandlung erfordert.
    • wenn Sie unter einer Übersäuerung des Körpers leiden (einer so genannten metabolischen Azidose). Hierzu kann Ihr Arzt Sie beraten.
    • wenn Sie an einem bestimmten Tumor in der Nebenniere, bekannt als Phäochromozytom, leiden und deswegen noch nicht behandelt wurden.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie sich über einen der oben genannten Punkte nicht im Klaren sind.

Dosierung

  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Grundsätzlich sollte die Behandlung mit niedrigen Dosen einschleichend begonnen und langsam gesteigert werden. In jedem Fall sollte die Dosierung individuell, vor allem nach der Pulsfrequenz und dem Behandlungserfolg, festgelegt werden.
  • Die übliche Dosis beträgt
    • Herzschwäche (verminderte Pumpleistung des Herzens)
      • Bevor Sie mit der Einnahme des Arzneimittels beginnen, sollten Sie bereits eine Therapie mit einem ACE-Hemmer, einem Diuretikum und eventuell einem Herzglykosid (Herz-/Blutdruckmittel) erhalten.
      • Die Dosis wird schrittweise erhöht, bis die für Sie geeignete Dosis erreicht worden ist:
        • 1,25 mg 1-mal täglich für eine Woche. Wenn diese Dosis gut vertragen wird, Steigerung auf:
        • 2,5 mg 1-mal täglich während der nächsten Woche. Wenn diese Dosis gut vertragen wird, Steigerung auf:
        • 3,75 mg 1-mal täglich während der nächsten Woche. Wenn diese Dosis gut vertragen wird, Steigerung auf:
        • 5 mg 1-mal täglich während der nächsten 4 Wochen. Wenn diese Dosis gut vertragen wird, Steigerung auf:
        • 7,5 mg 1-mal täglich während der nächsten 4 Wochen. Wenn diese Dosis gut vertragen wird, Steigerung auf:
        • 10 mg 1-mal täglich als Erhaltungsdosis.
      • Maximaldosis: 1-mal täglich 10 mg
      • Ihr Arzt legt die für Sie geeignete Dosis unter anderem aufgrund der möglichen Nebenwirkungen fest.
      • Nach der allerersten Dosis von 1,25 mg wird der Arzt Blutdruck und Pulsfrequenz messen und Sie auf mögliche Störungen der Herztätigkeit hin untersuchen.
    • Leber- oder Nierenfunktionsstörungen
      • Ihr Arzt wird bei der Steigerung der Dosis besonders sorgfältig vorgehen.
    • Ältere Patienten
      • In der Regel ist keine besondere Dosisanpassung erforderlich.
    • Kinder
      • Da bisher keine Studien zur Wirkung von Bisoprolol bei Kindern durchgeführt wurden, wird die Anwendung von Bisoprolol in dieser Altersgruppe nicht empfohlen.
  • Wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Bisoprolol zu stark oder aber nicht ausreichend stark ist, fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Dauer der Behandlung
    • Das Arzneimittel wird gewöhnlich zur Dauerbehandlung angewendet.
  • Wenn Sie eine größere Menge des Arzneimittels eingenommen haben, als Sie sollten
    • Wenn Sie versehentlich mehr als die verschriebene Dosis eingenommen haben, nehmen Sie bitte sofort Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Nehmen Sie die restlichen Filmtabletten oder diese Packungsbeilage mit, so dass das medizinische Personal genau weiß, was Sie eingenommen haben. Mögliche Anzeichen einer Überdosierung sind Schwindelgefühl, Benommenheit, Müdigkeit, Atemnot und/oder keuchende Atmung. Außerdem können eine verlangsamte Pulsfrequenz, erniedrigter Blutdruck, ungenügende Herztätigkeit und ein niedriger Blutzuckerspiegel (mit Hungergefühl, Schweißausbruch und Herzklopfen) auftreten.
  • Wenn Sie die Einnahme des Arzneimittels vergessen haben
    • Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Nehmen Sie die vergessene Dosis ein, sobald Sie daran denken, und fahren Sie dann mit der üblichen Dosis am nächsten Tag fort.
  • Wenn Sie die Einnahme des Arzneimittels abbrechen
    • Die Behandlung mit dem Arzneimittel darf nicht abrupt abgebrochen werden, denn wenn Sie die Einnahme des Arzneimittels plötzlich beenden, kann sich Ihr Zustand verschlechtern. Vielmehr müssen Sie die Dosis entsprechend der Anordnung des Arztes schrittweise über mehrere Wochen verringern.
  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Patientenhinweise

  • Besondere Vorsicht bei der Einnahme des Arzneimittels ist erforderlich,
    • wenn Sie unter keuchender Atmung und Kurzatmigkeit (Asthma) leiden. Es sollte gleichzeitig eine bronchialerweiternde Behandlung erfolgen. Möglicherweise wird eine höhere Dosis von Beta-2-Sympathomimetika benötigt.
    • wenn Sie zuckerkrank sind: Die Tabletten können die Anzeichen einer Unterzuckerung (wie beschleunigter Herzschlag, Herzklopfen oder Schwitzen) verschleiern.
    • wenn Sie fasten und dabei keine feste Nahrung zu sich nehmen.
    • wenn Sie wegen Überempfindlichkeitsreaktionen (Allergien) in Behandlung sind: Bisoprolol kann Ihre Überempfindlichkeit gegenüber Substanzen, auf die Sie allergisch reagieren, erhöhen und die Schwere der allergischen Reaktionen steigern. Eine Behandlung mit Adrenalin (Epinephrin) führt in diesem Fall möglicherweise nicht zum gewünschten Erfolg und muss eventuell höher als üblich dosiert werden.
    • wenn Sie einen Herzblock ersten Grades (eine bestimmte Reizleitungsstörung des Herzens) haben.
    • wenn Sie an einer sogenannten Prinzmetal-Angina leiden (d. h. an Herzschmerzen, die durch zeitweilige Verkrampfungen der Herzkranzgefäße, die den Herzmuskel versorgen, verursacht werden).
    • wenn Sie Durchblutungsstörungen der Glied-maßen (z. B. in Händen und Füßen) haben.
    • wenn Sie beim Arzt, im Krankenhaus oder beim Zahnarzt unter Narkose operiert werden müssen. Informieren Sie in diesem Fall bitte die Ärzte darüber, welche Medikamente Sie einnehmen.
    • wenn Sie eine Psoriasis (wiederkehrende Haut-erkrankung mit Schuppenbildung und trockenem Hautausschlag) haben oder schon einmal hatten.
    • wenn Sie ein Phäochromozytom (bestimmter Tumor des Nebennierenmarks) haben. Bevor Ihr Arzt Ihnen Bisoprolol verschreibt, muss zuerst diese Erkrankung behandelt werden.
    • wenn Sie eine Schilddrüsenfunktionsstörung haben. Die Filmtabletten können die Anzeichen einer Schilddrüsenüberfunktion verschleiern.
  • Bisher gibt es zu Bisoprolol noch keine Erfahrungen zur Behandlung einer Herzschwäche bei Patienten mit den folgenden Krankheiten und Beschwerden:
    • Zuckerkrankheit, die mit Insulin behandelt wird (Diabetes Typ I)
    • schwere Nierenerkrankung
    • schwere Lebererkrankung
    • bestimmte Herzkrankheiten
    • Herzinfarkt innerhalb der letzten drei Monate
  • Die Behandlung einer Herzinsuffizienz mit Bisoprolol erfordert regelmäßige ärztliche Überwachung. Dies ist unbedingt notwendig, insbesondere zu Beginn der Behandlung.
  • Die Behandlung mit Bisoprolol darf nicht abrupt beendet werden, es sei denn, es liegen zwingende Gründe vor.
  • Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
    • Die Anwendung des Arzneimittels kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.
    • Eine missbräuchliche Anwendung des Arzneimittels zu Dopingzwecken kann zu einer Gefährdung Ihrer Gesundheit führen.
  • Sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, wenn einer der genannten Warnhinweise auf Sie zutrifft oder früher einmal auf Sie zugetroffen hat.
  • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
    • Es wurden keine speziellen Studien zu den Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt. Die Einnahme dieser Filmtabletten kann zu Müdigkeit, Schläfrigkeit oder Schwindelgefühl führen. Wenn Sie derartige Nebenwirkungen bei sich feststellen, dürfen Sie kein Kraftfahrzeug führen und/oder keine Maschinen bedienen. Denken Sie vor allem zu Beginn und bei Änderungen der Behandlung so wie bei gleichzeitigem Alkoholgenuss daran, dass diese Nebenwirkungen auftreten können.

Schwangerschaft

  • Das Arzneimittel kann schädliche Auswirkungen auf die Schwangerschaft und/oder das ungeborene Kind haben. Das Risiko für eine Frühgeburt oder Fehlgeburt oder für einen erniedrigten Blutzuckerspiegel und verlangsamten Puls beim Kind ist erhöht. Das Wachstum des Babys kann beeinträchtigt sein. Aus diesen Gründen sollte das Arzneimittel in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden.
  • Es ist nicht bekannt, ob Bisoprolol in die Muttermilch übertritt. Deshalb ist die Einnahme des Arzneimittels während der Stillzeit nicht zu empfehlen.
  • Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Einnahme Art und Weise

  • Nehmen Sie das Arzneimittel immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
  • Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie viele Filmtabletten Sie einnehmen sollen. Nehmen Sie das Arzneimittel morgens vor, zu oder nach dem Frühstück ein. Nehmen Sie die Filmtablette(n) mit etwas Wasser ein und zerkauen oder zerkleinern Sie diese nicht.

Wechselwirkungen

  • Bei Einnahme des Arzneimittels mit anderen Arzneimitteln
    • Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
    • Bestimmte Arzneimittel dürfen nicht gleichzeitig mit Bisoprolol angewendet werden, während bei anderen eventuell bestimmte Änderungen, z. B. eine Dosisänderung, erforderlich werden.
    • Informieren Sie grundsätzlich Ihren Arzt, wenn Sie eines der im Folgenden genannten Arzneimittel zusätzlich zu diesem Arzneimittel anwenden oder erhalten:
      • Arzneimittel zur Behandlung des Blutdrucks oder Arzneimittel gegen Herzkrankheiten, die die folgenden Wirkstoffe enthalten: Amiodaron, Amlodipin, Clonidin, Digitalisglykoside, Diltiazem, Disopyramid, Felodipin, Flecainid, Lidocain, Methyldopa, Moxonidin, Phenytoin, Propafenon, Chinidin, Rilmenidin, Verapamil
      • Beruhigungsmittel oder Arzneimittel gegen Psychosen (eine bestimmte Art seelischer Erkrankungen), z. B. Barbiturate (die auch bei Epilepsien angewendet werden) oder Phenothiazine (die auch bei Erbrechen und Übelkeit angewendet werden) oder Sultoprid
      • Arzneimittel gegen Depressionen, z. B. trizyklische Antidepressiva oder MAO-A-Hemmer
      • Arzneimittel, die für die Narkose während einer Operation verwendet werden
      • bestimmte Schmerzmittel (z. B. Acetylsalicylsäure, Diclofenac, Floctafenin, Indometacin, Ibuprofen oder Naproxen)
      • Arzneimittel gegen Asthma oder verstopfte Nase sowie Arzneimittel, die bei bestimmten Augenerkrankungen wie Glaukom (erhöhtem Augeninnendruck) oder zur Dilatation (Erweiterung) der Pupille angewendet werden
      • bestimmte Arzneimittel zur Behandlung eines Schocks (z. B. Adrenalin, Dobutamin, Noradrenalin)
      • Mefloquin, ein Arzneimittel gegen Malaria
      • das Antibiotikum Rifampicin
      • Ergotaminderivate gegen Migräne
    • Alle diese Arzneimittel können, genauso wie Bisoprolol, den Blutdruck oder die Herztätigkeit beeinflussen.
    • Insulin oder andere Mittel gegen Diabetes (Zuckerkrankheit). Die blutzuckersenkende Wirkung dieser Arzneimittel kann durch Bisoprolol verstärkt werden. Warnzeichen einer Unterzuckerung können verschleiert werden.
  • Bei Einnahme des Arzneimittels zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
    • Das Arzneimittel kann zum Essen oder unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden. Die Filmtablette ist unzerkaut mit Wasser zu schlucken.
    • Bisoprolol kann Benommenheit und Schwindelgefühl auslösen und diese Beschwerden können durch Alkohol verstärkt werden. Wenn Sie darunter leiden, sollten Sie vermeiden, Alkohol zu trinken.

Wirksame Bestandteile und Inhaltsstoffe

6,36 mg

Calcium hydrogenphosphat
Hilfstoff
Cellulose, mikrokristallin
Hilfstoff
Croscarmellose, Natriumsalz
Hilfstoff
Eisen (III) hydroxid oxid x-Wasser
Hilfstoff
Hypromellose
Hilfstoff
Lactose 1-Wasser
1,77 mg Hilfstoff
  = Lactose
Hilfstoff
Macrogol 4000
Hilfstoff
Magnesium stearat
Hilfstoff
Maisstärke, vorverkleistert
Hilfstoff
Silicium dioxid, hochdispers
Hilfstoff
Titan dioxid
Hilfstoff


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