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ratiopharm GmbH
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60 Milliliter | N1
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03120532
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Produktinformation zu CLARITHROMYCIN ratiopharm 125 mg/5 ml Gr.Sus.-Hst., 60 ML

Indikation

  • Das Arzneimittel ist ein Antibiotikum, das zur Gruppe der sogenannten Makrolid-Antibiotika gehört. Antibiotika hemmen das Wachstum von Bakterien (Krankheitserreger), die Infektionen hervorrufen.
  • Clarithromycin wird angewendet
    • zur Behandlung folgender akuter und chronischer bakterieller Infektionen:
      • akute Verschlimmerung einer chronischen Bronchitis
      • ambulant erworbene Lungenentzündung (Pneumonie)
      • Mandelentzündung
      • Rachenentzündung (Pharyngitis)
      • akute, bakterielle Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)
      • akute Mittelohrentzündung bei Kindern
      • leichte bis mittelschwere Haut- und Bindegewebsinfektionen
    • In geeigneter Kombination mit einem antibakteriellen Behandlungsschema und einem geeigneten Ulkustherapeutikum zur Beseitigung des Bakteriums Helicobacter pylori bei Patienten mit Magengeschwüren (Ulzera), die durch H. pylori verursacht wurden.

Kontraindikation

  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
    • wenn Sie allergisch gegen Clarithromycin, andere sogenannte Makrolid-Antibiotika, wie z. B. Erythromycin, oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
    • wenn Sie die folgenden Arzneimittel einnehmen:
      • Terfenadin und Astemizol (Arzneimittel zur Behandlung von Allergien)
      • Cisaprid (Arzneimittel zur Anregung der Darmbewegung)
      • Pimozid (Arzneimittel zur Behandlung bestimmter seelischer Erkrankungen)
      • Ticagrelor oder Ranolazin (Arzneimittel zur Behandlung von koronaren Herzerkrankungen)
      • Ergotamin oder Dihydroergotamin (Arzneimittel zur Behandlung von Migräne bzw. bestimmten Kreislaufstörungen)
      • Lovastatin oder Simvastatin (Statine, Arzneimittel zur Senkung des Cholesterinspiegels) wegen des zunehmenden Risikos einer Muskelerkrankung (Myopathie), einschließlich Muskelzerfall (Rhabdomyolyse)
      • Colchicin (Herbstzeitlosen-Extrakt) (Arzneimittel zur Behandlung von Gicht). Es liegen vereinzelte Berichte von Colchicin-Vergiftungen bei gleichzeitiger Einnahme von Clarithromycin und Colchicin vor, insbesondere bei älteren Patienten. Einige der Colchicin-Vergiftungen traten bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen auf. Es wurde über Todesfälle bei einigen solcher Patienten berichtet.
    • wenn Sie unter bestimmten Herzrhythmusstörungen leiden (QT-Intervallverlängerung, ?Torsade de pointes").
    • wenn Sie unter einem unbehandelten Kaliummangel leiden.
    • wenn Sie an einer schweren Leberfunktionsstörung mit gleichzeitiger Nierenfunktionsstörung leiden.

Dosierung von CLARITHROMYCIN ratiopharm 125 mg/5 ml Gr.Sus.-Hst.

  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Die empfohlene Dosis beträgt:
    • Im Allgemeinen beträgt die Tagesdosis für Kinder ab dem 1. Lebenstag bis zum Alter von 12 Jahren 15 mg Clarithromycin/kg Körpergewicht, verteilt auf zwei Einzelgaben.
    • Die Einnahme erfolgt im Abstand von 12 Stunden.
    • Zur Dosierung bei Frühgeborenen liegen zurzeit keine ausreichenden Daten vor.
    • Ergebnisse aus einer pharmakokinetischen Untersuchung lassen darauf schließen, dass bei Frühgeborenen, je nach klinischer Situation, eine Erhöhung der Tagesdosis auf bis zu 30 mg Clarithromycin/kg Körpergewicht erforderlich sein kann.
  • Dosierung
    • 8 - 11 kg; 1 - 2 Jahre
      • 2,5 ml 2-mal täglich
    • 12 - 19 kg; 2 - 4 Jahre
      • 5,0 ml 2-mal täglich
    • 20 - 29 kg; 4 - 8 Jahre
      • 7,5 ml 2-mal täglich
    • 30 - 40 kg; 8 - 12 Jahre
      • 10,0 ml 2-mal täglich
    • Kinder, die weniger als 8 kg wiegen, sollten entsprechend Ihrem Körpergewicht behandelt werden.
    • Die tägliche Maximaldosis beträgt 2-mal 500 mg Clarithromycin.
    • Für Erwachsene und Kinder über 12 Jahren stehen auch andere Darreichungsformen zur Verfügung.
  • Beseitigung (Eradikation) von Helicobacter pylori bei Erwachsenen
    • Bei Patienten mit Magen-Darm-Geschwüren (gastroduodenalen Ulzera) aufgrund einer Helicobacter-pylori-Infektion wird Clarithromycin als Teil einer Dreifachtherapie in einer Dosierung von 2-mal täglich 500 mg (entsprechend 2-mal täglich 20 ml Suspension) gegeben. Die nationalen Empfehlungen zur Eradikation von Helicobacter pylori müssen beachtet werden.
    • Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen und einer Kreatinin-Clearance von weniger als 30 ml/min sollte eine Dosisreduzierung um die Hälfte der Standarddosis vorgenommen werden. Bei schweren Infektionen kann die Standarddosis verabreicht werden. Die Behandlungsdauer sollte 14 Tage nicht überschreiten.
    • Bei Patienten, die gleichzeitig mit Ritonavir behandelt werden, ist in Abhängigkeit von der Kreatinin-Clearance die Dosis wie folgt zu reduzieren:
      • Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance 30 - 60 ml/min) sollte eine Dosisreduzierung um die Hälfte der Standarddosis vorgenommen werden.
    • Bei schweren Infektionen wird die Standarddosis verabreicht.
    • Bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance weniger als 30 ml/min) ist die Dosis auf 25%, bei schweren Infektionen auf 50% der angegebenen Standarddosierung zu reduzieren.
    • Bei Patienten mit normaler Nierenfunktion ist keine Dosisreduktion erforderlich, jedoch sollte die tägliche Dosis 1 g Clarithromycin nicht überschreiten.
  • Dauer der Anwendung
    • Nach Abklingen der Krankheitserscheinungen soll die Behandlung noch mindestens 2 Tage fortgesetzt werden. Bei Streptokokken-Infektionen beträgt die Behandlungsdauer gemäß den WHO-Richtlinien 10 Tage.
    • Die Dauer der Anwendung sollte 14 Tage nicht überschreiten.
    • Die Kombinationstherapie zur Beseitigung der Helicobacter-pylori-Infektion, z. B. mit 2-mal täglich 500 mg Clarithromycin (entsprechend 2-mal täglich 20 ml Suspension) in Kombination mit 2-mal täglich 1.000 mg Amoxicillin und 2-mal täglich 20 mg Omeprazol, sollte 7 Tage lang durchgeführt werden.
  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • Wenn Sie zu viel eingenommen haben, verständigen Sie bitte sofort Ihre Ärztin/Ihren Arzt oder suchen Sie ein Krankenhaus auf.
    • Dort kann das Ausmaß der Überdosierung festgestellt und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. Bitte nehmen Sie die Packung mit, damit Ihre Ärztin/Ihr Arzt sich über das Arzneimittel informieren kann.
    • Eine Überdosierung führt in der Regel zu Beschwerden im Magen-Darm Bereich. Innerhalb der ersten zwei Stunden nach Einnahme ist eine Magenspülung in Betracht zu ziehen.
    • Eine Blutwäsche (Hämo- und Peritonealdialyse) ist nicht ausreichend. Maßnahmen, die eine weitere Aufnahme des Wirkstoffs in den Körper verhindern, werden empfohlen.
  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, holen Sie die Einnahme so schnell wie möglich nach. Wenn der nächste Einnahmezeitpunkt bereits erreicht ist, nehmen Sie jedoch nicht die doppelte Dosis ein, sondern setzen Sie die Behandlung, wie oben in der Gebrauchsinformation (siehe ?Wie ist Clarithromycin einzunehmen") beschrieben, fort.
    • Bitte achten Sie unbedingt auf eine regelmäßige Einnahme über die gesamte, vorgesehene Behandlungsdauer. Sie tragen damit wesentlich zum Behandlungserfolg bei.
  • Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Patientenhinweise

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Clarithromycin einnehmen.
    • Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Clarithromycin ist erforderlich
      • bei Verdacht auf Leberfunktionsstörungen.
        • Brechen Sie die Einnahme von Clarithromycin sofort ab, wenn Anzeichen und Symptome einer Hepatitis wie Appetitlosigkeit (Anorexie), Gelbsucht (Ikterus), dunkler Urin, Juckreiz (Pruritus) oder Bauchschmerzen (empfindliches Abdomen) auftreten.
      • bei Nierenfunktionsstörungen.
        • Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz ist Vorsicht geboten. Bei Vorliegen einer schweren Störung der Nierenfunktion (Niereninsuffizienz: Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) sollte Clarithromycin nur unter genauer ärztlicher Beobachtung eingenommen werden.
      • bei Einnahme anderer Makrolid-Antibiotika sowie der Antibiotika Lincomycin und Clindamycin.
      • bei der Anwendung von antimikrobiellen Therapien (wie z. B. Clarithromycin) zur Behandlung von H.-pylori-Infektionen kann es zur Selektion von Antibiotikaresistenten Organismen kommen.
      • bei der gleichzeitigen Anwendung von Clarithromycin und Triazolobenzodiazepinen, wie Triazolam (Schlafmitteln) und Midazolam, ist Vorsicht geboten.
      • aufgrund des Risikos einer QT-Intervallverlängerung ist Vorsicht bei der Einnahme von Clarithromycin geboten, wenn
        • Sie an einer Erkrankung der Herzkranzgefäße leiden
        • Sie eine schwere Herzschwäche (Herzinsuffizienz) haben
        • Sie unter Magnesiummangel leiden
        • bei Ihnen eine Verlangsamung der Herzschlagfolge (Bradykardie, < 50 Herzschläge/min) vorliegt
      • bei ambulant erworbener Lungenentzündung (Pneumonie) sollten Empfindlichkeitstests aufgrund der wachsenden Resistenz des Keimes Streptococcus pneumoniae gegenüber Makroliden durchgeführt werden, wenn Clarithromycin verordnet wird. Bei stationär erworbener Pneumonie sollte Clarithromycin in Kombination mit zusätzlichen geeigneten Antibiotika verabreicht werden.
      • wenn Sie unter Infektionen der Haut und Weichteile von leichtem bis mäßigem Schweregrad leiden, die durch die Keime Staphylococcus aureus und Streptococcus pyogenes ausgelöst wurden. Da die vorgenannten Keime gegen Makrolide resistent sein können, sollten zur Überprüfung einer geeigneten Therapie Empfindlichkeitstests durchgeführt werden.
      • bei gleichzeitiger Anwendung von Clarithromycin und Arzneimitteln, die zur Induktion des Cytochrom-CYP3A4-Enzyms führen.
      • bei gleichzeitiger Einnahme von Clarithromycin und oralen Antidiabetika und/oder Insulin, da das Risiko einer erheblichen Unterzuckerung besteht.
      • bei gleichzeitiger Einnahme von Clarithromycin und Arzneimitteln zur Hemmung der Blutgerinnung (orale Antikoagulantien), wie Warfarin, da das Risiko einer schwerwiegenden Blutung besteht.
      • bei gleichzeitiger Einnahme von Clarithromycin und Lovastatin oder Simvastatin. Eine gleichzeitige Gabe dieser Arzneimittel mit Clarithromycin erhöht ihre Plasmakonzentration, wodurch das Risiko einer Muskelerkrankung (Myopathie) zunimmt, einschließlich des Auftretens eines Muskelzerfalls (Rhabdomyolyse). Falls eine Behandlung mit Clarithromycin nicht vermieden werden kann, muss eine Therapie mit Lovastatin und Simvastatin während des Behandlungszeitraumes ausgesetzt werden. In Fällen, in denen eine gleichzeitige Gabe von Clarithromycin und Statinen nicht vermieden werden kann, wird empfohlen, die niedrigste zugelassene Dosierung des Statins einzunehmen. Die Verwendung eines anderen Statins (z. B. Fluvastatin) kann in Betracht gezogen werden.
      • bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln zur Behandlung von Innenohrbeschwerden insbesondere bei Aminoglykosiden (bestimmte Gruppe von Antibiotika).
      • wenn Sie unter einer schweren Muskelschwäche (Myasthenia gravis) leiden, weil sich diese verschlechtern kann.
      • Die Langzeitanwendung von Antibiotika kann zu einer erneuten Infektion (Superinfektion) mit unempfindlichen Erregern führen. Anzeichen einer möglichen Zweitinfektion sind Fieber und eine Verschlechterung Ihres Allgemeinzustandes. Wenn sich bei Ihnen eine Superinfektion entwickelt, kontaktieren Sie bitte unverzüglich Ihren Arzt.
      • Bei schweren und langanhaltenden Durchfällen besteht der Verdacht auf eine schwerwiegende Darmentzündung (pseudomembranöse Kolitis). In diesem Fall suchen Sie bitte sofort Ihren Arzt auf.
  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Es liegen keine Erfahrungen hinsichtlich der Beeinträchtigung der Verkehrstüchtigkeit und der Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen vor. Jedoch können im Zusammenhang mit dem Arzneimittel Nebenwirkungen auftreten, wie Benommenheit, Schwindel, Verwirrtheit und Desorientierung, die die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen negativ beeinflussen. Bis Sie wissen, wie Sie auf Clarithromycin reagieren, seien Sie bitte vorsichtig beim Führen eines Fahrzeuges und beim Bedienen von Maschinen

Schwangerschaft

  • Schwangerschaft
    • Die Sicherheit von Clarithromycin bei der Einnahme während der Schwangerschaft wurde noch nicht nachgewiesen. Daten aus der Einnahme von Clarithromycin während des 1. Drittels einer begrenzten Anzahl an Schwangerschaften ergaben keine eindeutigen Hinweise auf fruchtschädigende (teratogene) Effekte oder andere schädliche Wirkungen auf die Gesundheit des Neugeborenen. Zurzeit sind keine anderen relevanten epidemiologischen Daten verfügbar. In Tierstudien wurden schädigende Wirkungen auf die Nachkommen beobachtet, wie z. B. erhöhte Raten von Fehlgeburten. Das Risiko für den Menschen ist unbekannt.
    • Eine Einnahme von Clarithromycin während der Schwangerschaft, insbesondere im ersten Drittel einer Schwangerschaft, sollte nur nach strenger Indikationsstellung erfolgen. Daher wird die Einnahme während der Schwangerschaft ohne vorherige sorgfältige Nutzen- Risiko-Abwägung durch den Arzt nicht empfohlen. Wenn Sie schwanger sind, sollten Sie Clarithromycin nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt einnehmen.
  • Stillzeit
    • Bitten Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, bevor Sie Arzneimittel einnehmen. Clarithromycin und sein aktives Abbauprodukt gehen in die Muttermilch über. Deshalb kann es bei gestillten Säuglingen zu Veränderungen der Darmflora mit Durchfällen und Sprosspilzbesiedlung (Hefen und hefeähnliche Pilze) kommen, so dass das Stillen eventuell unterbrochen werden muss.
    • Beim gestillten Säugling ist die Möglichkeit einer Antikörperbildung nach Kontakt mit dem Arzneistoff (Sensibilisierung) ebenfalls zu berücksichtigen. Bei Stillenden sollte der Nutzen der Behandlung für die Mutter sorgfältig gegen das potentielle Risiko für das Kind abgewogen werden.

Einnahme Art und Weise

  • Die gebrauchsfertige Suspension kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.
  • Zubereitung der gebrauchsfertigen Suspension
    • Füllen Sie die Flasche bis zur Markierung mit kaltem Wasser. Verschließen Sie die Flasche sorgfältig und schütteln Sie sie kräftig.
    • Lassen Sie die Flasche kurz stehen, bis sich die Suspension gesetzt hat und der Füllstand erkennbar ist.
    • Füllen Sie dann noch einmal kaltes Wasser bis zur Markierung ein und schütteln Sie die Flasche erneut.
    • Die Suspension ist jetzt gebrauchsfertig. Sie ist weiß bis beige. Vor jedem Gebrauch ist die Flasche kräftig zu schütteln.
  • Hinweis für Apotheker: Insgesamt werden für die Zubereitung 35,4 ml Wasser benötigt. Das Granulat der Suspension kann einen bitteren Nachgeschmack hervorrufen, wenn es im Mund verbleibt. Um dies zu vermeiden, sollte direkt nach der Einnahme etwas gegessen oder getrunken werden.

Wechselwirkungen bei CLARITHROMYCIN ratiopharm 125 mg/5 ml Gr.Sus.-Hst.

  • Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/ anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
    • Folgende Arzneimittel dürfen Sie nicht gleichzeitig mit Clarithromycin einnehmen/anwenden:
      • Cisaprid (Arzneimittel zur Anregung der Darmbewegung)
      • Pimozid (Arzneimittel zur Behandlung bestimmter seelischer Erkrankungen)
      • Astemizol, Terfenadin (Arzneimittel zur Behandlung von Allergien)
      • Ticagrelor oder Ranolazin (Arzneimittel zur Behandlung koronarer Herzkrankheiten)
      • Ergotamin, Dihydroergotamin (Arzneimittel zur Behandlung von Migräne und bestimmten Kreislaufstörungen)
      • Lovastatin oder Simvastatin (Statine, Arzneimittel zur Senkung des Cholesterinspiegels)
      • Colchicin (Herbstzeitlosen-Extrakt) (Arzneimittel zur Behandlung von Gicht).
    • Einfluss anderer Arzneimittel auf die Wirkung des Wirkstoffs Clarithromycin
      • Folgende Arzneimittel können die Wirkung von Clarithromycin beeinflussen. Eine Anpassung der Dosierung von Clarithromycin oder eine alternative Behandlung ist zu erwägen.
      • Die Wirkung von Clarithromycin kann verändert werden durch:
        • Arzneimittel, die durch das CYP3A-Enzym verstoffwechselt werden (z. B. Rifampicin, Phenytoin, Carbamazepin, Phenobarbital, Johanniskraut)
        • Arzneimittel zur Behandlung von Pilzerkrankungen (Fluconazol)
        • Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen/AIDS, sogenannte Protease- Inhibitoren (Ritonavir, einschließlich Atazanavir und Saquinavir). Wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist, sollte die Dosierung von Clarithromycin entsprechend den Anweisungen Ihres Arztes vermindert werden. Es stehen andere Clarithromycin-Darreichungsformen mit einem geringeren Wirkstoffgehalt zur Verfügung.
        • Bei gleichzeitiger Einnahme von sogenannten Protease-Inhibitoren sollte eine Tagesdosis von 1 g Clarithromycin nicht überschritten werden.
        • andere Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen (Efavirenz, Nevirapin, Etravirin) und bestimmte Antibiotika (Rifampicin, Rifabutin und Rifapentin)
    • Einfluss des Wirkstoffs Clarithromycin auf die Wirkung anderer Arzneimittel
      • Bei der gleichzeitigen Einnahme eines der nachfolgenden Arzneimittel mit Clarithromycin sollte die Dosierung oder das Dosierungsschema dieser Arzneimittel angepasst werden. Sie sollten besonders sorgfältig überwacht und bestimmte Blutwerte sollten bei Ihnen kontrolliert werden.
      • Arzneimittel, deren Wirkung durch Clarithromycin verstärkt werden kann:
        • Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika): Bei der gleichzeitigen Anwendung mit den Arzneistoffen Chinidin oder Disopyramid wurde über lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen (Torsade de pointes) berichtet. Bei gleichzeitiger Einnahme von Clarithromycin und diesen Arzneistoffen sollten Ihr Elektrokardiogramm (QTc-Verlängerung) und die Konzentrationen dieser Wirkstoffe in Ihrem Blut kontrolliert werden. Bei gleichzeitiger Anwendung von Disopyramid und Clarithromycin sollten außerdem die Blutzuckerspiegel überwacht werden, da niedrige Blutzuckerwerte auftreten können.
        • Orale Antidiabetika und/oder Insulin. Sie sollten Ihren Blutzucker sorgfältig kontrollieren und auf Anzeichen für niedrige Blutzuckerwerte achten.
        • Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie (Carbamazepin)
        • Arzneimittel zur Behandlung von Herzschwäche (Digoxin)
        • Arzneimittel zur Behandlung von Potenzstörungen (Sildenafil, Tadalafil, Vardenafil)
        • Arzneimittel zur Behandlung von Asthma (Theophyllin)
        • Arzneimittel zur Behandlung von erhöhtem Harndrang (Tolterodin)
        • Schlafmittel (Triazolobenzodiazepine, wie z. B. Alprazolam, Midazolam, Triazolam)
      • Arzneimittel, deren Wirkung durch Clarithromycin abgeschwächt werden kann:
        • Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen (Zidovudin) Um eine Abschwächung der Wirkung zu vermeiden, sollten Sie zwischen der Einnahme dieser Arzneimittel und Clarithromycin einen Abstand von 4 Stunden einhalten.
      • Weitere Wechselwirkungen sind mit folgenden Arzneimitteln möglich:
        • Arzneimittel zur Behandlung von Magen-/Darmbeschwerden (Omeprazol)
        • Arzneimittel gegen Übelkeit und Erbrechen während einer Krebsbehandlung (Aprepitant)
        • Arzneimittel gegen Migräne (Eletriptan)
        • Arzneimittel gegen Malaria (Halofantrin)
        • Arzneimittel bei seelischen Erkrankungen (Ziprasidon)
        • Arzneimittel gegen Parkinson (Bromocriptin)
        • Arzneimittel zur Unterdrückung der körpereigenen Abwehr (Ciclosporin, Sirolimus, Tacrolimus)
        • Corticosteroid (Methylprednisolon)
        • Arzneimittel bei Krebserkrankungen (Vinblastin)
        • Arzneimittel bei Durchblutungsstörungen (Cilostazol)
        • Aminoglykoside (bestimmte Gruppe von Antibiotika)
        • Blutverdünnende Arzneimittel (orale Antikoagulantien) vom Cumarin-Typ. Wenn Clarithromycin gleichzeitig mit Phenprocoumon oder Warfarin angewendet wird, kann dies zu einer erhöhten Blutungsneigung führen. Die Blutungszeit (Thromboplastinzeit) sollte daher regelmäßig gemessen werden.
        • Narkosemittel (Hexobarbital)
        • Arzneimittel bei Epilepsie (Phenytoin, Valproat)
        • Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen/AIDS (Atazanavir, Saquinavir)
        • Arzneimittel zur Behandlung oder Vorbeugung von Tuberkulose-Infektionen bei HIV-Patienten (Rifabutin)
        • Arzneimittel bei Pilzerkrankungen (Itraconazol)
        • Arzneimittel bei bestimmten Herzerkrankungen (Verapamil, Amlodipin, Diltiazem)
      • Wechselwirkungen bei der Beseitigung von Helicobacter pylori
        • Es gibt keine relevanten Wechselwirkungen mit wichtigen Arzneimitteln, die bei der Behandlung von Magengeschwüren eingesetzt werden, obwohl die Blutplasmakonzentration von Clarithromycin erhöht sein kann, wenn Clarithromycin gleichzeitig mit Omeprazol, Lansoprazol, Antazida oder Ranitidin eingenommen wird. Es gibt keine Wechselwirkungen mit wichtigen Antibiotika, die bei der H.-pylori Eradikationstherapie eingesetzt werden.

Warnhinweise bei Hilfsstoffen

Enthält Fructose, Invertzucker (Honig), Lactitol, Maltitol, Isomaltitol, Saccharose oder Sorbitol. Darf bei Patienten mit erblich bedingter Fructose-Unverträglichkeit nicht angewendet werden.

Wirksame Bestandteile und Inhaltsstoffe


Eudragit L 100 - 55
Hilfstoff
Glycerol monostearat
Hilfstoff
Hypromellose
Hilfstoff
Macrogol 6000
Hilfstoff
Maltodextrin
Hilfstoff
Poloxamer 188
Hilfstoff
Polysorbat 80
Hilfstoff
Povidon K30
Hilfstoff
Saccharose
2,4 g Hilfstoff
  = Gesamt Kohlenhydrate
0,2 BE Hilfstoff
Silicium dioxid, hochdispers
Hilfstoff
Titan dioxid
Hilfstoff
Triethyl citrat
Hilfstoff
Xanthan gummi
Hilfstoff
Kalium sorbat
Hilfstoff
Fruchtpunsch Aroma, trocken, 204264, Haarmann & Reimer
Hilfstoff
  = Maltodextrin
Hilfstoff
  = Silicium dioxid, hochdispers
Hilfstoff
  = Maltol
Hilfstoff


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