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Inresa 25 mg/ml Inj.lös. in Dfl.

PZN: 16021234
5x10 ml
  • Arzneimittel
  • apothekenpflichtig
  • verschreibungspflichtig
  • Injektionslösung
  • PZN: 16021234
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Esketamin Inresa 25 mg/ml Inj.lös. in Dfl.

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Inresa Arzneimittel GmbH

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Produktinformation zu Esketamin Inresa 25 mg/ml Inj.lös. in Dfl. 3

Indikation

  • Dieses Arzneimittel enthält Esketamin, ein Narkosemittel (angewendet um während einer Operation Schlaf zu erzeugen) mit schmerzstillender Wirkung.
  • Es wird angewendet bei Erwachsenen
    • zur Einleitung und Durchführung einer Allgemeinanästhesie (Vollnarkose), gegebenenfalls gemeinsam mit Schlafmitteln
    • zur Ergänzung bei örtlicher Betäubung (Lokal- oder Regionalanästhesie)
    • zur Narkose und Schmerzbekämpfung (Analgesie) in der Notfallmedizin
    • zur Narkose bei asthmatischen Patienten, wenn eine Intubation notwendig ist
    • zur Schmerzbekämpfung bei künstlicher Beatmung (Intubation)

Kontraindikation

  • Dieses Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
    • wenn Sie allergisch gegen Esketamin oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
    • wenn Sie an Erkrankungen leiden oder früher gelitten haben, bei denen ein erhöhter Blutdruck oder gesteigerter Hirndruck schädlich sein könnte.
    • als alleiniges Narkosemittel, wenn Sie an einer bestehenden Herzerkrankung mit Minderdurchblutung leiden.
    • wenn Sie während einer Schwangerschaft eine Erhöhung des Blutdrucks mit Eiweißausscheidung über den Urin (Präeklampsie) oder mit Krämpfen (Eklampsie) hatten.
    • gemeinsam mit Xanthinderivaten (Arzneimittel zur Behandlung von Asthma oder COPD, z.B. Aminophyllin, Theophyllin).
    • gemeinsam mit Ergometrin (Arzneimittel, das in der Geburtshilfe angewendet wird)

Dosierung von Esketamin Inresa 25 mg/ml Inj.lös. in Dfl.

  • Esketamin darf nur durch einen erfahrenen Anästhesisten (Narkosearzt) oder Notfallmediziner oder unter dessen Aufsicht angewendet werden.
  • Die genaue Dosis hängt ab von der Art der Anwendung und ist je nach Patient unterschiedlich. Ihr Arzt wird die korrekte Dosis festlegen.
  • Vor Ihrer Operation erhalten Sie üblicherweise ein Arzneimittel (z.B. Atropin), um die Bildung übermäßigen Sekrets (Körperflüssigkeiten wie Speichel und Tränen) zu vermeiden, und auch ein anderes Arzneimittel, „Benzodiazepin" genannt. Benzodiazepine helfen Ihnen sich zu entspannen und sogenannte „Aufwachreaktionen" zu vermeiden.
  • Ihr Narkosearzt wird die Narkose aufrechterhalten:
    • mit einem anderen Narkosemittel
    • mit mehr Esketamin, das Sie durch eine Injektion in einen Muskel oder in eine Vene erhalten
    • mit Esketamin zusammen mit einem anderen Narkosemittel
  • Wenn Sie eine größere Menge erhalten haben, als Sie sollten,
    • könnten Sie Atemschwierigkeiten bekommen. Ihr Arzt wird Ihre Atemtätigkeit in diesem Fall mit Geräten unterstützen.
  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

Patientenhinweise

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor das Präparat angewendet wird.
    • Esketamin darf nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden,
      • wenn Sie eine Herzschwäche haben oder unbehandelten Bluthochdruck.
      • wenn Sie an Brustschmerzen aufgrund unzureichender Durchblutung der Herzkranzgefäße (instabile Angina pectoris) leiden oder innerhalb der letzten 6 Monate einen Herzinfarkt hatten.
      • wenn Sie einen erhöhten Druck im Gehirn haben, außer unter angemessener Beatmung, und/oder wenn Sie Verletzungen oder Erkrankungen des zentralen Nervensystems haben.
      • wenn Sie einen erhöhten Augeninnendruck (z.B. Glaukom) oder eine Augenverletzung haben, sowie in Verbindung mit Augenuntersuchungen oder chirurgischen Eingriffen am Auge, bei denen der Augeninnendruck nicht steigen darf.
      • wenn Sie alkoholisiert sind.
      • wenn Sie an schweren psychischen Störungen leiden oder einmal gelitten haben.
      • wenn Ihre Schilddrüsenüberfunktion unzureichend behandelt wird.
      • in Situationen, die eine entspannte Gebärmuttermuskulatur erfordern (z.B. drohender Riss der Gebärmutterwand, Nabelschnurvorfall).
      • Dieses Präparat soll nicht angewendet werden (aufgrund des Gehalts eines sonstigen Bestandteiles der Durchstechflaschen, genannt Benzethoniumchlorid):
        • bei Kindern und Jugendlichen
        • als Infusion (bei allen Patientengruppen)
        • in Volumina größer als 15 ml pro Einzeldosis (bei allen Patientengruppen)
    • Esketamin wird über die Leber abgebaut (metabolisiert). Bei Patienten mit Leberzirrhose oder anderen Formen von eingeschränkter Leberfunktion kann eine Verlängerung der Wirkdauer auftreten. In diesen Fällen wird der Arzt eine Reduzierung der Dosis in Erwägung ziehen.
    • Bei Gabe von hohen Dosen und schneller Anwendung in eine Vene kann es zu einer abgeflachten Atmung bis hin zum Atemstillstand kommen.
    • Das Eindringen von flüssigen oder festen Stoffen in die Atemwege (Aspiration) kann nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden. Deshalb, und wegen einer möglichen Einschränkung der Atemfunktion, muss die Möglichkeit zur Intubation und Beatmung des Patienten gegeben sein.
    • Zur Vermeidung einer gesteigerten Speichelsekretion wird man Sie vorbeugend mit Atropin behandeln.
    • Falls Sie bestimmte Herzerkrankungen haben (Hypertonie oder kardiale Dekompensation) wird man Ihre Herzfunktion während des Eingriffs kontinuierlich überwachen.
    • Bei diagnostischen und therapeutischen Eingriffen im Bereich der oberen Atemwege ist, insbesondere bei Kindern, mit sensibleren Reflexen (Hyperreflexie) und Stimmritzenkrampf (Laryngospasmus) zu rechnen. Bei Eingriffen an Rachen, Kehlkopf und Bronchialbaum können daher die Gabe muskelentspannender Arzneimittel sowie eine entsprechende Beatmung erforderlich sein.
    • Bei chirurgischen Eingriffen mit viszeralen (die Eingeweide betreffenden) Schmerzen, wird Esketamin gemeinsam mit einem muskelentspannenden Arzneimittel und zusätzlicher Schmerzbekämpfung (kontrollierte Beatmung und Gabe von Distickstoffmonoxid (Lachgas)/Sauerstoff) angewendet.
    • Lassen Sie sich nach einer ambulant durchgeführten Narkose nach Hause begleiten und verzichten Sie während der ersten 24 Stunden auf den Konsum von Alkohol.
    • Langzeitanwendung
      • Wenn Esketamin für eine längere Zeit angewendet wird, kann es leberschädigend wirken.
      • Eine Blasenentzündung (auch mit Blut im Harn) oder eine Erkrankung der Nieren können auftreten.
    • Arzneimittelmissbrauch und -abhängigkeit
      • Bei Missbrauch von Esketamin kam es zu Beschwerden wie Wiedererleben früherer Gefühlszustände („Flashbacks"), Halluzinationen, depressive Verstimmung, Angstzuständen, Schlaflosigkeit, Desorientiertheit, Blasenentzündung und Leberschädigung.
      • Wenn Sie an Arzneimittelmissbrauch oder -abhängigkeit leiden oder gelitten haben, kann es zur Entwicklung einer Abhängigkeit oder Toleranz von Esketamin kommen.
  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Esketamin kann das Reaktionsvermögen herabsetzen, was in Verbindung mit Situationen bedacht werden sollte, die besondere Wachsamkeit erfordern, wie z.B. die Teilnahme am Straßenverkehr.
    • Sie dürfen nach einer Narkose mit Esketamin für mindestens 24 Stunden nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen, keine Maschinen bedienen und nicht in gefährlichen Situationen arbeiten.
    • Lassen Sie sich nach einer ambulant durchgeführten Narkose nach Hause begleiten und verzichten Sie während der ersten 24 Stunden auf den Konsum von Alkohol.

Schwangerschaft

  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Schwangerschaft
    • Dieses Arzneimittel darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, der Arzt kommt nach sorgfältiger Abwägung zu dem Entschluss, dass der Nutzen für die Mutter den möglichen Schaden für das Kind überwiegt. Esketamin kann einen negativen Einfluss auf die Atmung des Neugeborenen haben (Atemdepression), wenn es während des Geburtsvorganges angewendet wird.
  • Stillzeit
    • Esketamin geht in die Muttermilch über, jedoch scheint eine Wirkung auf das Kind bei therapeutischen Dosierungen unwahrscheinlich. Wenn möglich, wird Esketamin in der Stillzeit vermieden.

Einnahme Art und Weise

  • Das Arzneimittel wird langsam in eine Vene oder in einen Muskel injiziert (intravenöse oder intramuskuläre Anwendung).

Wechselwirkungen bei Esketamin Inresa 25 mg/ml Inj.lös. in Dfl.

  • Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/ anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
    • Esketamin wird für gewöhnlich während der Operation zusammen mit anderen Arzneimitteln angewendet.
      • Wenn Esketamin für eine Operation im Brust- oder Bauchraum angewendet wird, wird es für gewöhnlich gemeinsam mit einem Schmerzmittel angewendet.
      • Teilen sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie folgende Arzneimittel einnehmen:
        • Barbiturate (bestimmte Schlafmittel, z.B. Thiopental)
        • Betäubungsmittel (Morphin-ähnliche Substanzen)
      • Die Aufwachphase nach der Narkose kann dadurch verlängert sein.
    • Eine gleichzeitige Anwendung ist kontraindiziert:
      • In Kombination mit Xanthinderivaten (z.B. Aminophyllin, Theophyllin) kommt es möglicherweise zu einer Absenkung der Krampfschwelle. Eine gleichzeitige Gabe muss daher vermieden werden.
      • Esketamin darf nicht in Kombination mit Ergometrin (Arzneimittel, das Kontraktionen der Gebärmutter auslöst) angewendet werden.
    • Eine gleichzeitige Anwendung muss mit besonderer Vorsicht erfolgen:
      • Die Einnahme von Schilddrüsenhormonen und direkt oder indirekt wirkenden Sympathomimetika kann im Zusammenhang mit der Gabe von Esketamin zu einer Blutdrucksteigerung (arterielle Hypertonie) und einer Herzfrequenzbeschleunigung (Tachykardie) führen.
      • In Kombination mit Sedativa, z.B. insbesondere Benzodiazepinen oder Neuroleptika, kommt es während der Anwendung von Esketamin zu einer Abschwächung der Nebenwirkungen, aber auch zu einer Verlängerung der Wirkdauer.
      • Barbiturate und Opiate können in Kombination mit Esketamin die Aufwachphase verlängern.
      • Von Diazepam ist bekannt, dass es die Halbwertszeit von Esketamin erhöht und dessen Wirkung verlängert. Aus diesem Grund kann bei Esketamin eine Dosisanpassung erforderlich werden.
      • Die anästhetische Wirkung von halogenierten Kohlenwasserstoffen (z.B. Isofluran, Desfluran, Sevofluran) wird durch Gabe von Esketamin verstärkt, sodass niedrigere Dosierungen von halogenierten Kohlenwasserstoffen ausreichend sein können.
      • Die Wirkung bestimmter Arzneimittel, die eine Muskelentspannung bewirken (depolarisierende Muskelrelaxantien, z.B. Suxamethonium, oder nicht depolarisierende Muskelrelaxantien, z.B. Pancuronium), kann verlängert sein.
      • Das Risiko für Herzrhythmusstörungen nach der Gabe von Adrenalin kann sich durch die gleichzeitige Anwendung von Esketamin und halogenierten Kohlenwasserstoffen erhöhen.
      • Bei gleichzeitiger Gabe von Esketamin und Vasopressin wurde ein erhöhter Blutdruck beobachtet.
      • Im Allgemeinen bewirken Hemmstoffe eines bestimmten wirkstoffabbauenden Enzyms (sogenannte CYP3A4-Hemmer) eine erhöhte Plasmakonzentration von Arzneimitteln wie Esketamin. Die gleichzeitige Anwendung von Esketamin mit Arzneimitteln, die das Enzym CYP3A4 hemmen, kann eine Reduzierung der Esketamin-Dosierung erforderlich machen, um die erwünschte klinische Wirkung zu erzielen.
      • Im Allgemeinen bewirken Induktoren eines bestimmten wirkstoffabbauenden Enzyms (sogenannte CYP3A4-Induktoren) eine verringerte Plasmakonzentration von Arzneimitteln wie Esketamin. Die gleichzeitige Anwendung von Esketamin mit Arzneimitteln, die das Enzym CYP3A4 induzieren, kann eine Erhöhung der Esketamin-Dosierung erforderlich machen, um die erwünschte klinische Wirkung zu erzielen.
  • Anwendung zusammen mit Alkohol
    • Trinken Sie während der ersten 24 Stunden nach der Esketamin-Anwendung keinen Alkohol.
Quelle: ifap Service-Institut für Ärzte und Apotheker GmbH3

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

Weitere Produkteigenschaften
Packungsgröße: 5x10 ml; verschreibungspflichtiges Medikament: ja

Wirkstoffe & Inhaltsstoffe

Esketamin hydrochlorid
28,83 mg
Esketamin
25 mg
Benzethonium chlorid
Hilfsstoff
Natrium chlorid
Hilfsstoff
Natrium hydroxid Lösung
Hilfsstoff
Salzsäure, konzentriert
Hilfsstoff
Wasser, für Injektionszwecke
Hilfsstoff
Gesamt Natrium Ion
1,2 mg Hilfsstoff

Erfahrungsberichte zu Esketamin Inresa 25 mg/ml Inj.lös. in Dfl., 5x10 ml

Die Produktbewertungen zu Esketamin Inresa 25 mg/ml Inj.lös. in Dfl. beinhalten die persönlichen Erfahrungen der Medizinfuchs-Nutzer. Sie dienen nicht als Ersatz für eine persönliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

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