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Produktinformation zu FERRO SANOL duodenal


Die FERRO SANOL duodenal Hartkapseln von der UCB Pharma GmbH sind ein orales Präparat zur Behandlung und Vorbeugung von Eisenmangel. Die Eisentabletten enthalten einen arzneilich wirksamen Eisen(II)glycinsulfat-Komplex. Eisen benötigt der menschliche Körper unter anderem für den Sauerstofftransport, zur Blutbildung, für die Immunabwehr sowie die Aktivität von Herz, Leber und Muskulatur. Abgeschlagenheit, Konzentrationsprobleme, brüchige Nägel und stumpfes Haar sind oftmals die ersten Symptome eines Eisenmangels. Eine Eisenunterversorgung kann hierbei auf eine geringe Eisenaufnahme (u.a. durch ungesunde, eisenarme Ernährung, aber auch Blutungen bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen), einen erhöhten Eisenbedarf (u.a. während der Menstruation, Schwangerschaft und Stillzeit, bei Sportlern, in kindlichen Wachstumsphasen) oder erhöhten Eisenverlust (u.a. häufige Blutspenden, chronische und akute Blutverluste) zurückgeführt werden.

FERRO SANOL duodenal kommt bei Eisenmangel, insbesondere bei einer Eisenmangelanämie, sowie bei erhöhtem Eisenbedarf zur Anwendung.

Sie dürfen FERRO SANOL duodenal nicht anwenden, wenn bei Ihnen eine der folgenden Erkankungen vorliegt:

  • Überempfindlichkeit (Allergie) gegenüber dem Wirkstoff oder einem der anderen Bestandteile des Präparats
  • Speiserörenverengung
  • erblich bedingte Eisenspeicherkrankheit (Hämochromatose)
  • Eisenüberladung (chronische Hämolyse, Thalassämie oder andere Hämoglobinopathien
  • Eisenverwertungsstörung (sideroachrestische Anämie, Bleianämie)
Zudem ist das Arzneimitteln bei wiederholten bzw. chronischen Bluttransfusionen und bei Kindern vor dem vollendeten 6. Lebensjahr kontraindiziert.
Anwendung
Soweit nicht anders verordnet, nehmen Erwachsene und Kinder ab dem 6. Lebensjahr 1 Hartkapsel täglich. Bei einem schweren Eisenmangel nehmen Erwachsene und Jugendliche ab dem 12. Lebensjahr bzw. 50 kg Körpergewicht 2 bis 3 Hartkapseln täglich über den Tag verteilt in der Anfangsphase der Behandlung. Dabei sollten Sie die tägliche Höchstmenge von 5 mg Fe2+/kg Körpergewicht nicht überschreiten. Eine Überdosierung verstärkt mögliche Nebenwirkungen. Bei Kindern ist bei Überdosierung umgehend ein Arzt zu informieren. Sollten Sie eine viel größere Menge eingenommen haben, konsultieren Sie bitte umgehend einen Arzt und nehmen Sie zur Verzögerung der Eisenaufnahme Milch oder Hühnereiweiß ein. Setzen Sie die Behandlung bei einer vergessenen Einnahme einfach wie vorgesehen fort.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Sie an Erkrankungen des Verdauungstrakts wie Darmverengungen, Darmausstülpungen (Divertikel), chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen oder Magenschleimhautentzündung (Gastritis) leiden. Bei einer chronischen Nierenerkrankung mit Erythropoetin-Gaben ist eine intravenöse Anwendung vorzuziehen, da oral eingenommes Eisen schlecht absorbiert wird. Bei älteren Menschen bedarf jeder unklarer Eisenmangel einer sorgfältigen ärztlichen Abklärung. Darüber hinaus stellen Nahrungsergänzungsmittel keinen Ersatz für eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung dar.

Nehmen Sie die FERRO SANOL duodenal Tabletten nüchtern etwa 1 Stunde vor Ihrem Frühstück oder 2 Stunden vor oder nach einer Ihrer Mahlzeiten unzerkaut und mit ausreichend Flüssigkeit (am besten ein Glas Wasser) ein. Sie können die Kapseln auch durch Auseinanderziehen der Kapselhälften über einem Löffel öffnen und die darin befindlichen Pellets mit diesem einnehmen. Trinken Sie anschließend ein Glas Wasser.

Die Behandlungsdauer wird von Ihrem Arzt festgelegt und liegt in Abhängigkeit von der Ausprägung Ihrer Blutarmut zwischen 3 und 6 Monaten. Ein vorzeitiger Behandlungsabbruch kann den Therapieerfolg gefährden.

Zusammenfassung:
  • zur Anwendung bei Eisenmangel, insbesondere bei einer Eisenmangelanämie, sowie bei erhöhtem Eisenbedarf

Produktinformation zu FERRO SANOL DUODENAL magens.res.Pellets in Kapseln, 50 ST

Indikation

  • Das Arzneimittel ist ein orales Eisenpräparat gegen Eisenmangel.
  • Das Arzneimittel wird angewendet bei Eisenmangel, insbesondere Eisenmangelanämie, während der Schwangerschaft und Stillzeit; im Kindesalter; bei eisenarmer Diät, nach chronischen und akuten Blutverlusten.

Kontraindikation

  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden
    • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels sind.
    • wenn Sie eine Speiseröhrenverengung haben.
    • wenn Sie unter einer erblichen Eisenspeicherkrankheit (Hämochromatose) leiden.
    • wenn Sie unter Eisenüberladung (chronische Hämolysen, Thalassämie, andere Hämoglobinopathien) leiden.
    • wenn Sie unter Eisenverwertungsstörungen (z. B. sideroachrestische Anämie, Bleianämie) leiden.
    • wenn Sie wiederholt oder chronisch Bluttransfusionen erhalten.
    • von Kindern unter 6 Jahren.

Dosierung von FERRO SANOL DUODENAL magens.res.Pellets in Kapseln

  • Nehmen Sie das Arzneimittel immer genau nach der Anweisung in dieser Packungsbeilage ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
  • Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis
    • bei Erwachsenen und Kindern ab 6 Jahren: 1 Hartkapsel täglich.
    • bei ausgeprägtem Eisenmangel bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 15 Jahren oder 50 kg Körpergewicht in der Anfangsphase: 2 bis 3 Hartkapseln täglich, die über den Tag verteilt einzunehmen sind.
    • Eine tägliche Einnahme von 5 mg Fe2+/kg Körpergewicht sollte nicht überschritten werden.
  • Dauer der Anwendung
    • Die Dauer der Anwendung bestimmt der Arzt.
    • Das Auffüllen der Körpereisenspeicher kann - abhängig vom Schweregrad der Blutarmut und den individuellen Gegebenheiten - zwischen 3 bis 6 Monate dauern.
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung des Arzneimittels zu stark oder zu schwach ist.
  • Wenn Sie eine größere Menge des Arzneimittels eingenommen haben, als Sie sollten
    • Wenn Sie das Arzneimittel in zu großen Mengen eingenommen haben, sollten Sie umgehend einen Arzt informieren. Um die Aufnahme des Eisens in den Körper zu verzögern bzw. zu verhindern, sollten Sie Milch trinken oder Hühnereiweiß einnehmen.
    • Bei einer beabsichtigten oder versehentlichen Überdosierung treten die Nebenwirkungen verstärkt in den Vordergrund. Sollte es zu einer Überdosierung mit klinischen Zeichen einer Vergiftung kommen, wenden Sie sich umgehend an einen Arzt.
    • Eine Überdosierung kann vor allem bei Kindern Vergiftungen verursachen.
  • Wenn Sie die Einnahme des Arzneimittels vergessen haben
    • Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
    • Sollten Sie die Einnahme des Arzneimittels versehentlich ein- oder mehrmals vergessen haben, so verlängert sich hierdurch die Gesamttherapiedauer.
  • Wenn Sie die Einnahme des Arzneimittels abbrechen
    • Wenn Sie die Einnahme des Arzneimittels abbrechen, ist der Therapieerfolg gefährdet.
  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Patientenhinweise

  • Besondere Vorsicht bei der Einnahme des Arzneimittels ist erforderlich,
    • wenn Sie an bestehenden Erkrankungen des Verdauungstraktes wie chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Darmverengungen, Ausstülpungen des Darmes (Divertikeln), Magenschleimhautentzündung (Gastritis), Magen- und Darmgeschwüren leiden.
    • wenn Sie an chronischer Nierenerkrankung leiden und Erythropoetin benötigen, dann sollte Ihnen Eisen intravenös verabreicht werden, da oral verabreichtes Eisen bei urämischen Individuen schlecht aufgenommen wird.
    • bei älteren Menschen mit zunächst nicht erklärbarem Eisenmangel bzw. Blutarmut. Hier muss sorgfältig nach der Ursache des Eisenmangels bzw. der Blutungsquelle gesucht werden.
    • bei Kindern, da eine Überdosierung zu einer Vergiftung führen kann.
    • Hinweis
      • Verfärbungen der Zähne können bei einer Behandlung mit dem Arzneimittel auftreten. Gemäß der wissenschaftlichen Literatur können sich diese Zahnverfärbungen spontan nach Absetzen des Arzneimittels zurückbilden oder müssen durch Verwendung einer schleifenden Zahnpasta oder durch eine professionelle Zahnreinigung entfernt werden.
  • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
    • Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

Schwangerschaft

  • Schwangerschaft und Stillzeit
    • Da in der Schwangerschaft und während der Stillzeit ein erhöhter Bedarf an Eisen für den Körper besteht, ist während dieser Zeit besonders sorgfältig darauf zu achten, dass das Arzneimittel regelmäßig in der vom Arzt festgelegten Dosierung eingenommen wird.

Einnahme Art und Weise

  • Nehmen Sie das Arzneimittel unzerkaut mit ausreichend Wasser (vorzugsweise 1 Glas) ein.
  • Die Einnahme sollte entweder morgens nüchtern (ca. 1 Stunde vor dem Frühstück) oder in ausreichendem Abstand von etwa 2 Stunden vor oder nach einer Mahlzeit erfolgen.
  • Falls Probleme beim Schlucken bestehen oder ein Verschlucken der Kapsel nicht gewünscht ist, kann der Inhalt der Kapsel auch ohne die Kapselhülle eingenommen werden. Hierzu zieht man mit beiden Händen die Kapselhüllen über einem Löffel vorsichtig auseinander und sammelt den Kapselinhalt in dem Löffel. Nach der Einnahme des Kapselinhalts soll genügend Wasser getrunken werden.

Wechselwirkungen bei FERRO SANOL DUODENAL magens.res.Pellets in Kapseln

  • Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
  • Verstärkung der Wirkung und mögliche Verstärkung von Nebenwirkungen
    • Schmerz- und Rheumamittel (z. B. Salicylate und Phenylbutazon): können eine schleimhautreizende Wirkung im Magen-Darm-Trakt des Arzneimittels verstärken.
    • Intravenöse Formulierungen von Eisen: Die gleichzeitige Verabreichung von intravenösen Formulierungen von Eisen zusammen mit oralen Darreichungsformen von Eisen kann einen Abfall des Blutdrucks (Hypotonie) oder auch einen Kollaps auf Grund der zu schnellen Eisen-Freisetzung und Sättigung des Transferrins hervorrufen. Die Kombination wird nicht empfohlen.
  • Abschwächung der Wirkung
    • Tetracycline (bestimmte Antibiotika, z. B. Doxycyclin) oder Bisphosphonate (Arzneimittel zur Behandlung der Osteoporose): sowohl die Resorption von Eisen als auch die der Tetracycline bzw. Bisphosphonate wird vermindert.
    • Colestyramin oder Ca2+-, Mg2+-, Al3+-haltige Arzneimittel (z. B. Antazida, Calcium- und Magnesiumsalze zur Substitution): hemmen die Eisenresorption.
    • Penicillamin, orale Goldverbindungen, L-Methyldopa, Levodopa und L-Thyroxin: werden bei gleichzeitiger Verabreichung von Eisen schlechter resorbiert.
    • Bestimmte Antibiotika (Fluorchinolone wie z. B. Ciprofloxacin, Levofloxacin, Norfloxacin, Gatifloxacin und Ofloxacin): Eisen vermindert die Resorption dieser Arzneimittel stark.
    • Zwischen der Einnahme des Arzneimittels und den oben genannten Arzneimitteln sollte ein Abstand von mindestens 2 Stunden eingehalten werden.
  • Sonstige mögliche Wechselwirkungen
    • Es kann zu einer Dunkelverfärbung des Stuhls kommen, der keine Magen-Darm-Blutung zugrunde liegt.
    • Die heute üblichen Tests auf Blutspuren im Stuhl können falsch positiv ausfallen.
  • Bei Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
    • In pflanzlichen Nahrungsmitteln (z. B. Getreideprodukten und Gemüse) enthaltene Substanzen, die mit Eisen Komplexe bilden (z. B. Phytate, Oxalate und Phosphate), sowie Bestandteile von Kaffee, Tee, Milch und Colagetränken hemmen die Aufnahme von Eisen ins Blut.

Wirksame Bestandteile und Inhaltsstoffe

100 mg

2-Acetyltriethylcitrat
Hilfstoff
Ascorbinsäure
Hilfstoff
Cellulose, mikrokristallin
Hilfstoff
Eisen (II,III) oxid
Hilfstoff
Eisen (III) hydroxid oxid x-Wasser
Hilfstoff
Eisen (III) oxid
Hilfstoff
Eudragit L 100 - 55
Hilfstoff
Gelatine
Hilfstoff
Hyprolose
Hilfstoff
Hypromellose
Hilfstoff
Natrium dodecylsulfat
Hilfstoff
Polysorbat 80
Hilfstoff
Talkum
Hilfstoff
Titan dioxid
Hilfstoff


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