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Hersteller/Vertrieb
Eurimpharm Arzneimittel GmbH
Packung
Typ
Reimport
Verschreibungspflicht
verschreibungspflichtig
Rezeptgebühr
Rezeptgebühr (5,44 €)
PZN
09000036
Indikation

Das Arzneimittel dient zur Behandlung des Diabetes mellitus. Die Wirkung des Arzneimittels setzt rascher ein als die des menschlichen…

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Produktinformation zu HUMALOG 100 E/ml Patrone Injektionslösung, 5X3 ML

Indikation

  • Das Arzneimittel dient zur Behandlung des Diabetes mellitus. Die Wirkung des Arzneimittels setzt rascher ein als die des menschlichen Insulins, da das Insulinmolekül leicht verändert wurde.
  • Sie entwickeln dann Diabetes, wenn Ihre Bauchspeicheldrüse nicht genug Insulin produziert, um den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren. Das Arzneimittel ist ein Ersatz für ihr eigenes Insulin und wird dazu verwendet, eine langfristige Blutzuckerkontrolle zu erzielen. Sein Wirkeintritt ist sehr rasch und die Wirkung hält kürzere Zeit an als bei Normalinsulin (2 - 5 Stunden). Üblicherweise sollten Sie das Arzneimittel 15 min vor oder nach einer Mahlzeit anwenden.
  • Ihr Arzt kann Ihnen zusammen mit dem Arzneimittel ein länger wirkendes Insulin verschreiben. Jedes dieser Arzneimittel enthält eine eigene Gebrauchsinformation als Anleitung. Wechseln Sie nicht von sich aus Ihr Insulin, bis es Ihr Arzt für notwendig erachtet. Falls Sie Ihr Insulin wechseln sollten, seien Sie besonders vorsichtig.
  • Das Arzneimittel wird zur Behandlung von Erwachsenen und Kindern eingesetzt. Das Arzneimittel kann bei Kindern verwendet werden, wenn ein Vorteil gegenüber der Gabe von Normalinsulin zu erwarten ist, wie z.B. in einer Verkürzung des Spritz-Ess-Abstandes.

Kontraindikation

  • Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
    • falls Sie vermuten, einen niedrigen Blutzuckergehalt (Hypoglykämie) zu bekommen.
    • wenn sie überempfindlich gegen Insulin lispro oder einen der sonstigen Bestandteile sind.

Dosierung

  • Die 3ml Patrone darf nur mit einem 3ml Pen verwendet werden. Sie darf nicht mit 1,5ml Pens verwendet werden.
  • Überprüfen Sie bitte jedesmal die Packung und das Patronenetikett auf Namen und Insulinart, wenn Sie es aus der Apotheke holen. Vergewissern Sie sich, dass Sie das von Ihrem Arzt verschriebene Arzneimittel erhalten haben.
  • Wenden Sie das Arzneimittel immer genau nach Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
  • Dosierung
    • Üblicherweise sollten Sie das Arzneimittel innerhalb von 15 Minuten vor einer Mahlzeit injizieren. Falls nötig, können Sie unmittelbar nach einer Mahlzeit injizieren. Ihr Arzt wird Ihnen aber sicher genau gesagt haben, wieviel, wann und wie oft Sie das Arzneimittel anwenden sollten. Diese Anleitungen gelten nur für Sie persönlich. Folgen Sie diesen genau und suchen Sie regelmäßig Ihren behandelnden Arzt auf.
    • Falls Sie von Ihrem Arzt auf einen andere Insulinart umgestellt werden (z. B. von tierischem oder menschlichen Insulin auf dieses) könnten Sie mehr oder weniger davon benötigen als zuvor. Dies kann möglicherweise nur bei der 1. Injektion sein oder ein stufenweiser Übergang über mehrere Wochen oder Monate.
    • Injizieren Sie das Arzneimittel unter die Haut. Sie sollten es nur dann in einen Muskel injizieren, wenn Ihr Arzt es Ihnen gesagt hat.
  • Wenn Sie eine größere Menge des Arzneimittels anwenden, als Sie sollten
    • Wenn Sie sich mehr von dem Arzneimittel spritzen als Sie sollten, kann es zu einem niedrigeren Blutzuckerspiegel kommen. Überprüfen Sie Ihren Blutzucker.
    • Wenn Ihr Blutzuckergehalt zu niedrig ist, essen sie bitte Traubenzuckertabletten, Zucker oder trinken Sie ein zuckerhaltiges Getränk. Danach essen Sie bitte Früchte, Kekse oder einen Sandwich, so wie es Ihr Arzt empfohlen hat, und ruhen sich danach aus. Dies wird Ihnen sehr oft über einen leichten Blutzuckerabfall oder eine kleinere Insulinüberdosierung hinweghelfen. Falls es Ihnen schlechter gehen sollte und Ihr Atem verflacht und Sie blass werden, teilen Sie dies Ihrem Arzt sofort mit. Eine Glukagoninjektion kann einen schweren Blutzuckerabfall beheben. Essen Sie nach der Glukagoninjektion Traubenzucker oder Zucker. Falls Sie auf Glukagon nicht ansprechen sollten, müssen Sie im Krankenhaus behandelt werden. Fragen Sie Ihren Arzt, er wird Sie über Glukagon aufklären.
  • Wenn Sie die Anwendung des Arzneimittels vergessen haben
    • Wenn Sie sich weniger von dem Arzneimittel spritzen, als Sie sollten, kann es zu einem hohen Blutzuckerspiegel kommen. Überprüfen Sie Ihren Blutzucker.
    • Falls Hypoglykämien (niedriger Blutzuckerspiegel) oder Hyperglykämien (hoher Blutzuckerspiegel) nicht behandelt werden, können sie schwerwiegende Folgen haben und Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Flüssigkeitsverlust, Bewusstlosigkeit, Koma oder sogar Tod verursachen.
      • Halten Sie immer Spritzen und 1 Fläschen des Arzneimittels oder einen Pen und Patronen in Reserve, falls Sie Ihren Pen oder Ihre Patrone verlieren oder diese beschädigt wreden.
    • Tragen Sie Ihren Diabetikerausweis immer bei sich.
    • Halten Sie immer Traubenzucker bereit.
  • Wenn sie die Anwendung des Arzneimittels abbrechen
    • Wenn Sie sich weniger von dem Arzneimittel spritzen, als Sie sollten, kann es zu einem hohen Blutzuckerspiegel kommen. Überprüfen Sie Ihren Blutzucker.
    • Wechseln Sie nicht von sich aus Ihr Insulin, bis es Ihr Arzt für notwendig erachtet.
  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Patientenhinweise

  • Besondere Vorsicht bei der Einnahme des Arzneimittels ist erforderlich:
    • Falls Ihr Blutzucker durch Ihre augenblickliche Insulintherapie gut unter Kontrolle ist, können Sie - falls Ihr Blutzuckergehalt einen zu niedrigen Spiegel erreicht - möglicherweise die Warnsymptome nicht mehr spüren. Sie sollten sorgfältig planen, wann Sie Mahlzeiten einnehmen, wie oft und wie intensiv sie Sport treiben. Sie sollten auch regelmäßig Ihre Blutzuckerspiegel kontrollieren, indem Sie häufig den Blutzucker messen.
    • Einige wenige Patienten, bei denen nach der Umstellung von tierischem auf menschlichem Insulin eine Unterzuckerung (Hypoglycämie) eintrat, berichteten, dass die Frühwarnsymptome geringer ausgeprägt oder andersartig waren. Falls Sie häufiger Unterzuckerungen (Hypoglcämien) haben sollten oder sie diese nur schwer erkennen können, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
    • Fall Sie einige dieser Fragen mit "ja" beantworten können, teilen Sie dies bitte ihrem Arzt, Apotheker oder Diabetesberater mit
      • Wurden Sie kürzlich krank?
      • Haben Sie Probleme mit Ihren Nieren oder der Leber?
      • Treiben Sie mehr Sport als üblich?
    • Der Insulinbedarf kann sich auch durch den Genuss von Alkohol verändern.
    • Sie sollten Ihrem Arzt, Apotheker oder Diabetesberater auch mitteilen, wenn Sie eine Reise planen. Die Zeitverschiebung zwischen verschiedenen Ländern kann bedeuten, dass Sie Ihre Injektionen und Mahlzeiten zu anderen Zeitpunkten als zu Hause einnehmen müssen.
    • Einige Patienten mit schon lange bestehendem Typ 2 Diabetes mellitus, die auch unter einer Herzerkrankung litten oder bereits einen Schlaganfall hatten, entwickelten unter einer Kombinationsbehandlung von Pioglitazon und Insulin eine Herzinsuffizienz. Sprechen Sie so schnell wie möglich mit Ihrem Arzt, wenn bei Ihnen Symptome einer Herzinsuffizienz auftreten, dies können eine ungewöhnliche Atemnot, eine schnelle Gewichtszunahme oder lokale Schwellungen (Ödeme) sein.
  • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
    • Ihre Reaktions- oder Konzentrationsfähigkeit kann im Fall des Auftretens einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) verringert sein. Bedenken Sie dies bitte in allen Situationen, in denen Sie sich und andere Personen einem Risiko aussetzen könnten (z.B. beim Fahren eines Autos oder dem Bedienen von Maschinen).
    • Sie sollten mit Ihrem Arzt über die Ratsamkeit des Führens eines Kraftfahrzeugs sprechen, wenn bei Ihnen:
      • häufige Hypoglykämie-Episoden auftreten
      • die Hypoglykämie-Warnzeichen vermindert sind oder fehlen.

Schwangerschaft

  • Der Insulinbedarf sinkt meistens während der ersten drei Schwangerschaftsmonate und steigt danach für die restlichen sechs Monate an.
  • Wenn Sie stillen kann eine Anpassung der Insulindosierung und der Diät notwendig sein.
  • Fragen Sie Ihren Arzt um Rat.

Einnahme Art und Weise

  • Injizieren Sie das Arzneimittel unter die Haut. Sie sollten es nur dann in einen Muskel injizieren, wenn Ihr Arzt es Ihnen gesagt hat.
  • Zubereitung des Arzneimittels
    • Das Arzneimittel ist bereits in Wasser gelöst, so dass Sie es nicht mehr mischen müssen. Sie dürfen es aber nur dann verwenden, wenn es wie Wasser aussieht. Es muss klar, farblos und ohne feste Bestandteile sein. Überprüfen Sie dies vor jeder Injektion.
  • Vorbereitung des Pens
    • Waschen Sie zuerst Ihre Hände. Desinfizieren Sie den Gummistopfen der Patrone.
    • Sie dürfen das Arzneimittel nur mit geeigneten CE zertifizierten Pens verwenden. Bitte versichern Sie sich, dass in der beigepackten Bedienungsanleitung des Pens dieses Arzneimittel erwähnt ist. Die 3ml Patrone passt nur in einen 3ml Pen.
    • Beachten Sie die Bedienungsanleitungen der Pens. Legen Sie die Patrone in den Pen ein.
    • Stellen Sie 1 oder 2 Einheiten am Pen ein. Halten Sie den Pen nun aufrecht und klopfen Sie leicht an den Pen, so dass eventuell vorhandene Luftbläschen nach oben steigen. Halten Sie den Pen weiterhin aufrecht und drücken sie den Injektionsknopf. Setzen sie dies so lange fort, bis das Arzneimittel von der Spitze der Nadel austritt. Es können trotzdem noch kleine Luftbläschen im Pen verbleiben. Diese sind harmlos, aber falls sie zu groß sind, kann es vorkommen dass die injizierte Dosis nicht mehr genau stimmt.
  • Anwendung des Arzneimittels
    • Säubern Sie Ihre Haut, wie es Ihnen gelehrt wurde, bevor Sie injizieren. Injizieren Sie unter die Haut, so wie Sie es gelernt haben. Injizieren Sie nicht direkt in eine Vene. Belassen Sie die Nadel nach der Injektion für 5 Sekunden in der Haut, um sicherzustellen, dass Sie die gesamte Dosis injiziert haben. Massieren den Injektionsort nicht. Vergewissern Sie sich, dass Sie zumindest 1cm vom letzten Injektionsort injizieren und dass Sie die Injektionsorte laufend wechseln, so wie es Ihnen gelehrt wurde. Es spielt keine Rolle, welche Injektionsstelle Sie benutzen; egal ob am Oberarm, Oberschenkel, Gesäß oder Bauch, die Injektion mit diesem Arzneimittel wird immer schneller wirken als Normalinsulin.
    • Sie dürfen das Arzneimittel nicht intravenös spritzen. Injizieren Sie es so, wie es Ihnen Ihr Arzt oder Ihre Diabetesberaterin gezeigt haben. Ausschliesslich Ihr Arzt darf das Arzneimittel intravenös injizieren. Er wird das allerdings nur unter besonderen Umständen tun, wie bei einer Operation oder wenn Sie erkrankt sind und Ihr Blutglucosespiegel zu hoch ist.
  • Nach der Injektion
    • Sobald Sie die Injektion beendet haben, entfernen Sie die Nadel mit Hilfe der äußeren Schutzkappe vom Pen. Dies hält das Arzneimittel steril und verhindert ein Auslaufen der Flüssigkeit. Es verhindert ebenso ein Eindringen von Luft in den Pen und eine Verstopfen der Nadel. Verwenden Sie nur Ihre eigenen Nadeln! Verwenden Sie nur Ihren eigenen Pen! Setzen Sie die Schutzkappe wieder auf Ihren Pen auf.
  • Weitere Injektionen
    • Lassen Sie die Patrone im Pen. Vor der nächsten Injektion stellen Sie 1 oder 2 Einheite ein, halten Sie den wieder aufrecht und veranlassen Sie durch Drücken des Injektionsknopfes wieder den Austritt des Arzneimittels aus der Spitze der Nadel. Sie können die noch vorhandene Menge des Arzneimittels erkennen, indem Sie von der Seite der Patrone auf die Skala schauen. Der Abstand zwischen jeder Marke auf der Skala beträgt 20 Einheiten. Falls nicht mehr genug für Ihre Dosis vorhanden ist, wechseln Sie die Patrone aus.
  • Mischen Sie kein anderes Insulin in Ihrer Patrone. Wenn die Patrone leer ist, verwenen Sie sie nicht noch einmal.
  • Anwendung des Arzneimittels mittels einer Infusionspumpe
    • Zur Infusion des Arzneimittels können nur bestimmte CE zertifizierte Insulin-Infusionspumpen verwendet werden. Bevor Sie das Arzneimittel infundieren, studieren Sie die Bedienungsanleitungen des Herstellers, um sicher zu sein, ob sich Ihre Pumpe eignet oder nicht. Lesen und befolgen Sie die in den Infusionspumpen beigelegten Anweisungen.
    • Vergewissern Sie sich, dass Sie die für diese Pumpe vorgesehenen Vorratsbehälter und Katheter benutzen.
    • Wechseln Sie das Infusionsset alle 48 Stunden aus. Legen Sie das Infusionset unter aseptischen Bedingungen an.
    • Im Falle einer hyperglykämischen Episode sollte die Infusion unterbrochen werden, bis die Episode behoben ist. Falls wiederholte oder schwere niedrige Blutzuckerspiegel auftreten, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Ihr Krankenhaus und ziehen Sie die Notwendigkeit einer Reduktion oder einer Unterbechung der Insulininfusion in Betracht.
    • Ein Defekt an der Pumpe oder ein Verschluss des Infusionssets kann zu einem raschen Anstieg des Blutzuckerspiegels führen. Falls Sie vermuten, dass der Insulinfluss unterbrochen ist, folgen Sie den Hinweisen und informieren Sie - wenn nötig - Ihren Arzt oder Ihr Krankenhaus.
    • Wenn das Arzneimittel mittels einer Insulin-Infusionspumpe verabreicht wird, sollte es nicht mit einem anderen Insulin gemischt werden.

Wechselwirkungen

  • Ihr Insulinbedarf kann sich verändern, falls Sie die Antibabypille, Steroide, Schilddrüsenersatzhormone, Tabletten gegen erhöhten Blutzucker, Acetylsalicylsäure, Sulfonamide, Octreotid, beta-2-Antisympathomimetika (z.B. Ritodrin, Salbutamol oder Terbutalin), beta-Blocker, bestimmte Arzneimittel gegen Depression (Monoaminoxidaseinhibitoren oder selektive Serotoninwiederaufnahmehemmer), Danazol, bestimmte ACE-Hemmer (= Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmer) wie z.B. Captopril oder Enalapril, oder Angiotensin II-Rezeptorenblocker nehmen.
  • Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden oder vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Wirksame Bestandteile und Inhaltsstoffe


Dinatrium hydrogenphosphat 7-Wasser
Hilfstoff
Glycerol
Hilfstoff
Natrium hydroxid
Hilfstoff
Salzsäure, konzentriert
Hilfstoff
Wasser, für Injektionszwecke
Hilfstoff
Zink oxid
Hilfstoff
m-Cresol
3,15 mg Hilfstoff


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