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Hersteller/Vertrieb
Haemato Pharm GmbH
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1 Stück | N1
Typ
Reimport
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verschreibungspflichtig
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PZN
11857608
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Produktinformation zu LUCENTIS 10 mg/ml Injek.-Lsg.1,65 mg Fertigspr., 1 ST

Indikation

  • Was ist das Arzneimittel?
    • Das Arzneimittel ist eine Lösung, die ins Auge injiziert wird. Es gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die antineovaskuläre Mittel genannt werden. Die darin enthaltene aktive Substanz wird Ranibizumab genannt.
  • Wofür wird das Arzneimittel angewendet?
    • Das Arzneimittel wird bei Erwachsenen zur Behandlung von verschiedenen Augenerkrankungen angewendet, die zu einer Beeinträchtigung des Sehvermögens führen.
    • Diese Erkrankungen resultieren aus Schäden der Netzhaut (lichtempfindliche Schicht im hinteren Abschnitt des Auges), die folgende Ursachen haben können:
      • Wachstum von undichten, krankhaften Blutgefäßen (chorioidale Neovaskularisation, CNV). Dies wird bei Erkrankungen wie der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) oder der pathologischen Myopie (PM) beobachtet.
      • Makulaödem (Schwellung im Zentrum der Netzhaut). Diese Schwellung kann durch Diabetes (eine Erkrankung, die diabetisches Makulaödem (DMÖ) genannt wird) oder durch eine Verstopfung von retinalen Venen in der Netzhaut (eine Erkrankung, die retinaler Venenverschluss (RVV) genannt wird) hervorgerufen werden.
  • Wie das Arzneimittel wirkt
    • Das Arzneimittel erkennt und bindet speziell an ein Protein, das vaskulärer endothelialer Wachstumsfaktor A (VEGF-A) genannt wird und im Auge vorhanden ist. Zuviel VEGF-A bewirkt ein krankhaftes Wachstum von Blutgefäßen und eine Schwellung im Auge, was bei Erkrankungen wie AMD, PM, DMÖ oder RVV zu einer Beeinträchtigung des Sehvermögens führen kann. Durch seine Bindung an VEGF-A kann das Arzneimittel dessen Aktivität hemmen und dadurch dieses krankhafte Wachstum und die Bildung von Schwellungen verhindern.
    • Bei solchen Erkrankungen kann dieses Arzneimittel dabei helfen, Ihr Sehvermögen zu erhalten und in vielen Fällen zu verbessern.

Kontraindikation

  • Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
    • wenn Sie allergisch gegen Ranibizumab oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
    • wenn Sie eine Augeninfektion oder eine Infektion in der Umgebung des Auges haben.
    • wenn Sie Schmerzen oder eine Rötung (schwere intraokulare Entzündung) im Auge haben.

Dosierung

  • Das Arzneimittel wird Ihnen von Ihrem Augenarzt unter örtlicher Betäubung als Injektion ins Auge verabreicht. Die übliche Dosis einer Injektion beträgt 0,05 ml (welche 0,5 mg Wirkstoff enthält). Die Fertigspritze enthält mehr als die empfohlene Dosis von 0,5 mg. Das entnehmbare Volumen darf nicht vollständig verwendet werden. Die überschüssige Menge ist vor der Injektion zu verwerfen. Die Injektion des gesamten Volumens kann eine Überdosierung zur Folge haben.
  • Der zeitliche Abstand zwischen zwei Injektionen sollte 1 Monat nicht unterschreiten. Alle Injektionen werden Ihnen von Ihrem Augenarzt verabreicht.
  • Wenn Sie wegen feuchter altersabhängiger Makuladegeneration (feuchte AMD) behandelt werden
    • Die Behandlung wird anfänglich einmal monatlich durchgeführt. Wenn Ihre Sehschärfe unter der Behandlung mit dem Arzneimittel gleich bleibt, wird Ihr Arzt sich möglicherweise dazu entschließen, die Behandlung zu beenden. Ihr Arzt wird weiterhin Ihre Sehschärfe überprüfen und entscheiden, ob die Behandlung mit dem Arzneimittel wieder aufgenommen werden sollte oder nicht.
  • Wenn Sie wegen einer Visusbeeinträchtigung infolge eines diabetischen Makulaödems (DMÖ) oder eines Makulaödems aufgrund eines retinalen Venenverschlusses (RVV) behandelt werden
    • Die Behandlung wird anfänglich einmal monatlich durchgeführt. Wenn Ihre Sehschärfe unter Behandlung mit diesem Arzneimittel gleich bleibt, wird Ihr Arzt sich möglicherweise dazu entschließen, die Behandlung zu beenden. Ihr Arzt wird weiterhin Ihre Sehschärfe überprüfen und entscheiden, ob die Behandlung mit dem Arzneimittel wieder aufgenommen werden sollte oder nicht. Ihr Arzt wird darüber entscheiden, ob Sie auch eine Laserbehandlung benötigen. Falls ja, so kann eine Laserbehandlung zusammen mit diesem Arzneimittel durchgeführt werden.
  • Wenn Sie wegen einer Visusbeeinträchtigung infolge einer chorioidalen Neovaskularisation (CNV) aufgrund einer pathologischen Myopie (PM) behandelt werden
    • Die Behandlung beginnt mit einer Einzelinjektion. Ihr Arzt wird anschließend den Zustand Ihres Auges überprüfen und abhängig davon, wie Sie auf die Behandlung ansprechen, entscheiden, ob und wann Sie eine weitere Behandlung benötigen.
    • Detaillierte Anweisungen zur Handhabung des Arzneimittels werden Ihnen in der Gebrauchsinformation gegeben.
  • Ältere Menschen (65 Jahre und älter)
    • Das Arzneimittel kann bei Personen, die 65 Jahre oder älter sind, ohne Dosisanpassung verabreicht werden.
  • Wenn eine Ranibizumab-Dosis nicht gegeben wurde
    • Setzen Sie sich sobald als möglich mit Ihrem Arzt oder Ihrer Klinik in Verbindung, um einen neuen Termin für die Behandlung festzulegen.
  • Wenn Sie die Anwendung abbrechen
    • Wenn Sie in Erwägung ziehen, die Behandlung abzubrechen, besprechen Sie diese Entscheidung bei Ihrem nächsten Termin mit Ihrem Arzt. Ihr Arzt wird Sie beraten und entscheiden, wie lange Sie mit dem Arzneimittel behandelt werden müssen.
  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Patientenhinweise

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor das Arzneimittel bei Ihnen angewendet wird.
      • Das Präparat wird als Injektion direkt ins Auge gespritzt. Nach der Behandlung mit diesem Arzneimittel können gelegentlich eine Infektion des hinteren Auges, Schmerzen oder Rötung (Entzündung), Abheben oder Einreißen einer der Schichten im hinteren Auge (Netzhautablösung oder Netzhauteinriss, retinale Pigmentepithelabhebung oder Einriss des rentinalen Pigmentepithels) oder Trübung der Linse (Katarakt) auftreten. Es ist wichtig, dass Entzündungen oder Netzhautablösungen möglichst schnell erkannt und behandelt werden. Bitte wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt, sobald Anzeichen wie Augenschmerzen, zunehmende Beschwerden oder Rötung, verschwommenes oder schlechteres Sehen, vermehrtes Sehen kleiner Partikel oder verstärkte Lichtempfindlichkeit auftreten.
      • Bei einigen Patienten kann direkt nach der Injektion der Augeninnendruck für kurze Zeit ansteigen. Es kann sein, dass Sie das nicht bemerken und deshalb Ihr Arzt den Augeninnendruck nach jeder Injektion kontrolliert.
      • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eine zurückliegende Augenbehandlung oder Augenerkrankung hatten oder wenn Sie einen Schlaganfall gehabt haben oder vorübergehende Anzeichen für einen Schlaganfall aufgetreten sind (Schwäche oder Lähmungen der Gliedmaßen oder des Gesichts, Schwierigkeiten beim Sprechen oder Verstehen). Diese Informationen werden bei der Beurteilung, ob dieses Präparat die geeignete Behandlung für Sie ist, berücksichtigt.
  • Kinder und Jugendliche (unter 18 Jahren)
    • Die Anwendung dieses Arzneimittels wurde bei Kindern und Jugendlichen nicht untersucht und wird deshalb nicht empfohlen.
  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Nach der Behandlung mit dem Arzneimittel kann es zu vorübergehenden Sehstörungen kommen. In diesem Fall sollten Sie so lange nicht Auto fahren oder Maschinen bedienen, bis sich dies gebessert hat.

Schwangerschaft

  • Schwangerschaft
    • Frauen im gebährfähigen Alter müssen während der Behandlung eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.
    • Es liegen keine Erfahrungen über die Anwendung des Arzneimittels bei Schwangeren vor. Das potenzielle Risiko ist deshalb unbekannt. Wenn Sie schwanger sind, vermuten schwanger zu sein oder beabsichtigen schwanger zu werden, fragen Sie vor der Behandlung Ihren Arzt um Rat.
  • Stillzeit
    • Das Arzneimittel wird während der Stillzeit nicht empfohlen, da nicht bekannt ist, ob das Arzneimittel in die Muttermilch übergeht. Fragen Sie vor der Behandlung Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Einnahme Art und Weise

  • Das Arzneimittel wird Ihnen von Ihrem Augenarzt unter örtlicher Betäubung als Injektion ins Auge verabreicht. Die Fertigspritze enthält mehr als die empfohlene Dosis von 0,5 mg. Das entnehmbare Volumen darf nicht vollständig verwendet werden. Die überschüssige Menge ist vor der Injektion zu verwerfen. Die Injektion des gesamten Volumens kann eine Überdosierung zur Folge haben.
  • Zum Schutz vor Infektionen wird Ihnen der Arzt vor der Injektion das Auge gründlich reinigen. Damit Sie möglichst keine oder nur geringe Schmerzen haben, wird Ihr Arzt die Einstichstelle vor der Injektion örtlich betäuben.

Wechselwirkungen

  • Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden.

Wirksame Bestandteile und Inhaltsstoffe


Histidin
Hilfstoff
Histidin hydrochlorid 1-Wasser
Hilfstoff
Polysorbat 20
Hilfstoff
Trehalose 2-Wasser
Hilfstoff
Wasser, für Injektionszwecke
Hilfstoff


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