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Hersteller/Vertrieb
Verla-Pharm Arzneimittel
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Verschreibungspflicht
rezeptfrei
PZN
07244946
Indikation

Bei Abortneigung; Frühgeburtsbestrebungen; fetaler Hypotrophie, wenn diese durch eine Verminderung der magnesiumabhängigen Enzymaktivität…

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Produktinformation zu MAGNESIUM VERLA i.v. 50% Infus.-Lsg., 5 ST

Indikation

  • Bei Abortneigung; Frühgeburtsbestrebungen; fetaler Hypotrophie, wenn diese durch eine Verminderung der magnesiumabhängigen Enzymaktivität der Plazenta bedingt ist.
  • Bei schwerem Magnesiummangel (Normalwerte von Magnesium im Serum 0,8-1,1 mmol/l).

Kontraindikation

  • Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
    • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Magnesiumsulfat oder einen der sonstigen Bestandteile sind.
    • bei ausgeprägter Bradykardie (verlangsamter Herztätigkeit),
    • bei Myasthenia gravis (Muskelschwäche)
    • bei AV-Block (Unterbrechung des Reizleitungssystems im Herzen)
    • bei Neigung zu Infektsteinen (Calcium-Magnesium-Ammoniumphosphatsteine).

Dosierung

  • Wenden Sie das Arzneimittel immer genau nach der Anweisung an. Bitte fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
  • Dosierung
    • Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
      • Die Dosierung ist abhängig von der Indikation und vom Magnesium-Serumspiegel.
      • Bei Abortneigung, Frühgeburtsbestrebungen, fetaler Hypotrophie, als Zusatztherapie zur Tokolyse mit Betamimetika: 4-8 mmol Magnesium / Stunde.
      • Bei schwerem Magnesium-Mangel: 20 mmol Magnesium / Tag.
  • Wenn Sie eine größere Menge angewendet haben, als Sie sollten:
    • Hauptsymptome und allgemeine Zeichen einer Überdosierung sind Muskelschwäche, Verschwinden der tiefen Sehnenreflexe, Abfall des Blutdruckes und der Herzfrequenz, Steigerung der Hautdurchblutung, EKG-Veränderungen, Erbrechen, Sedation und Verwirrung.
    • Wenn die Plasma-Magnesium-Konzentration 2 mmol/l überschreitet, sind die tiefen Sehnenreflexe abgeschwächt, bei ca. 5 mmol/l sind sie nicht mehr vorhanden und es kommt zu einer Atemdepression. Bei 6,0 - 7,5 mmol/l kommt es zum Koma und ab 8 mmol/l zur Atemlähmung und zum diastolischen Herzstillstand.
    • Eine Magnesiumintoxikation ist mit intravenöser Calcium-Zufuhr - als Antidot - zu behandeln (z.B. langsame i.v.-Gabe von 10 ml einer 10 %igen Calciumglukonat-Lösung). Zusätzlich sollte der Cholinesterase-Blocker Neostigmin verabreicht werden, da er die Acetylcholin-Konzentration erhöht und die muskelrelaxierende Wirkung von Magnesium antagonisiert.
  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Patientenhinweise

  • Besondere Vorsicht bei der Anwendung ist erforderlich,
    • Bei schweren Ausscheidungsstörungen der Nieren. Eine Dosis-Anpassung an den Grad der Ausscheidungsstörung ist nötig.
    • Während der hochdosierten parenteralen Magnesiumtherapie sollen folgende Überwachungs- und Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden:
      • Kontrolle der Herz-Kreislauf- und Atemfunktion (Atemfrequenz nicht unter 16/min),
      • Prüfung der Auslösbarkeit der Patellarsehnenreflexe,
      • Bestimmung der Urinausscheidung (nicht unter 25 ml/h),
      • Bereithaltung von Ampullen von Calciumgluconat, 10%ig als Antidot
      • Gewährleistung intensivmedizinischer Maßnahmen, wenn das Antidot allein nicht ausreicht.
    • Das Arzneimittel sollte - wegen möglicher Ausfällungen - grundsätzlich nicht mit Calcium-, Phosphat-, Tetracyclin- haltigen oder alkoholischen Lösungen gemischt werden.
  • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
    • Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

Schwangerschaft

  • Es liegen keine Hinweise auf ein Fehlbildungsrisiko vor. Die dokumentierten Erfahrungen beim Menschen mit der Anwendung in der Frühschwangerschaft sind jedoch sehr gering. Das Arzneimittel sollte daher nur nach entsprechender Nutzen-Risiko Abwägung durch den behandelnden Arzt angewendet werden.
  • Wird Magnesium parenteral kurz vor der Geburt verabreicht, sollte das Neugeborene während der ersten 24-48 Lebensstunden auf Anzeichen von Toxizität (neurologische Depression mit Atemdepression, Muskelschwäche, Verlust von Reflexen) überwacht werden. Die Gabe von Aminoglykosid-Antibiotika sollte in diesem Zeitraum vermieden werden, da Hinweise auf Wechselwirkungen vorliegen. Bei parenteraler Anwendung von Magnesium zur Wehenhemmung über einen längeren Zeitraum in hoher Dosierung ist über Störungen der Skelettverknöcherung bei Neugeborenen berichtet worden. Bei der Anwendung in der angegebenen therapeutischen Dosierung bestehen dahingehend jedoch keine Bedenken.

Einnahme Art und Weise

  • Das Infusionslösungskonzentrat soll verdünnt und anschließend intravenös infundiert werden.
  • Als Verdünnungslösungen eignen sich z.B.: 5 %ige Glukose- und 0,9 %ige Natriumchlorid-Lösung.
  • Als Zusatztherapie zur Tokolyse mit Betamimetika sollte wegen der hyperglykämischen Wirkung der Tokolytika statt der 5 %igen Glucose-Lösung 0,9 %ige Natriumchlorid-Lösung als Verdünnungslösung verwendet werden.
  • Die gebrauchsfertige Infusionslösung ist unmittelbar nach Verdünnung anzuwenden.
  • Parenterale Magnesiumsulfat-Darreichungen sollten - wegen möglicher Ausfällungen - grundsätzlich nicht mit Calcium-, Phosphat-, Tetracyclin-haltigen oder alkoholischen Lösungen gemischt werden.
  • Bei Abortneigung, Frühgeburtsbestrebungen, fetaler Hypotrophie, als Zusatztherapie zur Tokolyse mit Betamimetika: Zur Herstellung der Infusionslösung z.B. 2 Ampullen des Arzneimittels mit 480 ml Verdünnungslösung mischen.
  • Bei schwerem Magnesium-Mangel: Zur Herstellung der Infusionslösung z.B. 1 Ampulle mit 990 ml Verdünnungslösung mischen. Die Dosierung ist abhängig vom Anwendungsgebiet bzw. vom Magnesium-Serumspiegel.
  • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist.

Wechselwirkungen

  • Bei Anwendung mit anderen Arzneimitteln:
    • Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
    • Diuretika, Aminoglykosid-Antibiotika (wie Gentamycin, Tobramycin, Amphotericin B), Immunsuppressiva (wie Cyclosporin A), Zytostatika (wie Cisplatin) und Digitalisglykoside verursachen eine verstärkte Ausscheidung von Magnesium über die Nieren.
    • Folgende Arzneimittel sollen nicht gleichzeitig gegeben werden:
      • Muskelrelaxantien vom Curaretyp - diese verstärken die Wirkung von Magnesium an der motorischen Endplatte; Barbiturate, Narkotika oder andere Hypnotika - diese erhöhen das Risiko der Atemdepression;
      • Calciumsalze - diese vermindern die Wirkung von Magnesium.

Sonstiges

Während der hochdosierten intravenösen Magnesiumtherapie sollen folgende Überwachungs- und Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden:
- Kontrolle der Herz-Kreislauf- und Atemfunktion (Atemfrequenz nicht unter 16/min)
- Prüfung der Auslösbarkeit der Patellarsehnenreflexe
- Bestimmung der Urinausscheidung (nicht unter 25 ml/h)
- Bereithaltung von Ampullen von Calciumgluconat, 10%ig als Antidot (Gegengift)
- Gewährleistung intensivmedizinischer Maßnahmen, wenn das Antidot allein nicht ausreicht.

Wirksame Bestandteile und Inhaltsstoffe

20 mmol
486,1 mg
20 mmol
1921,35 mg

Wasser, für Injektionszwecke
Hilfstoff


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