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Hersteller/Vertrieb
Biogen GmbH
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6 Stück | N3
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verschreibungspflichtig
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Rezeptgebühr (10,00 €)
PZN
10318565
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Produktinformation zu PLEGRIDY 125 ug 3 Mon.Inj.-Lsg.in einer Fertigspr., 6 ST

Indikation

  • Was ist das Arzneimittel?
    • Der Wirkstoff in diesem Arzneimittel ist Peginterferon beta-1a. Peginterferon beta-1a ist eine modifizierte langwirkende Form des Interferons. Interferone sind natürlich vorkommende Substanzen, die im Körper gebildet werden, um zum Schutz vor Infektionen und Krankheiten beizutragen.
  • Wofür wird das Arzneimittel angewendet?
    • Dieses Arzneimittel wird zur Behandlung der schubförmig remittierenden Multiplen Sklerose (MS) bei Erwachsenen ab 18 Jahren angewendet.
      • MS ist eine chronische Erkrankung, die das Zentralnervensystem (ZNS), einschließlich des Gehirns und Rückenmarks, betrifft. Hierbei schädigt das Immunsystem des Körpers (seine natürliche Abwehr) die Schutzschicht (das Myelin), die die Nerven im Gehirn und Rückenmark umgibt. Dadurch werden die Botschaften zwischen dem Gehirn und anderen Körperteilen unterbrochen und so die MS-Symptome verursacht. Patienten mit schubförmig remittierender MS haben zwischen dem Aufflackern von Symptomen (Schub) Phasen, in denen die Krankheit nicht aktiv (Remission) ist.
    • Jeder hat seine eigene Kombination von MS-Symptomen. Dazu können zählen:
      • Gleichgewichtsstörungen oder Benommenheit, Gehstörungen, Steifheit und Muskelkrämpfe, Taubheitsgefühl in Gesicht, Armen oder Beinen
      • akute oder chronische Schmerzen, Blasen- und Darmprobleme, sexuelle Probleme und Sehstörungen
      • Denk- und Konzentrationsschwierigkeiten, Depression.
  • Wie das Arzneimittel wirkt
    • Das Arzneimittel scheint das Immunsystem des Körpers davon abzuhalten, Ihr Gehirn und Rückenmark zu schädigen. Dies kann helfen, die Zahl der Schübe, die bei Ihnen auftreten, zu senken und die behindernden Auswirkungen der MS zu verlangsamen. Eine Behandlung mit dem Arzneimittel kann helfen, eine Verschlechterung Ihres Gesundheitszustands zu verhindern, auch wenn es die MS nicht heilen kann.

Kontraindikation

  • Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden
    • wenn Sie allergisch gegen Peginterferon beta-1a, Interferon beta-1a oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Siehe Kategorie "Nebenwirkungen" für die Symptome einer allergischen Reaktion.
    • wenn Sie an schweren Depressionen leiden oder Suizidgedanken haben.
    • wenn Sie bereits schwanger sind, dürfen Sie nicht mit der Anwendung des Arzneimittels beginnen.

Dosierung

  • Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker an.
  • Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Die empfohlene Dosis beträgt:
    • Eine Injektion mit 125 Mikrogramm alle 14 Tage (alle zwei Wochen). Versuchen Sie das Arzneimittel immer am gleichen Wochentag zur gleichen Tageszeit zu injizieren.
  • Beginn der Behandlung mit dem Arzneimittel
    • Wenn Sie mit der Behandlung beginnen, kann es sein, dass Ihr Arzt Ihnen rät, Ihre Dosis stufenweise zu steigern, damit Sie sich an die Wirkungen des Arzneimittels gewöhnen können, bevor Sie die volle Dosis anwenden. Sie erhalten dann eine Starterpackung, die die ersten beiden Injektionen enthält: eine Fertigspritze mit 63 Mikrogramm (für Tag 1) und eine Fertigspritze mit 94 Mikrogramm (für Tag 14).
    • Danach werden Sie eine Packung zur weiteren Behandlung erhalten, die Fertigspritzen mit 125 Mikrogramm (für Tag 28 und danach für eine Injektion alle zwei Wochen) enthält.
  • Wie lange ist das Arzneimittel anzuwenden?
    • Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie lange Sie das Arzneimittel anwenden sollen. Es ist wichtig, dass Sie das Arzneimittel regelmäßig anwenden. Nehmen Sie keine Änderungen vor, es sein denn, Ihr Arzt sagt es Ihnen.
  • Wenn Sie eine größere Menge angewendet haben, als Sie sollten
    • Sie dürfen das Arzneimittel nur einmal alle 2 Wochen injizieren.
      • Wenn Sie mehr als eine Injektion des Arzneimittels innerhalb von 7 Tagen angewendet haben, informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal.
  • Wenn Sie die Anwendung vergessen haben
    • Sie müssen das Arzneimittel alle 2 Wochen einmal injizieren. Dieser regelmäßige Zeitplan hilft Ihnen, die Behandlung so regelmäßig wie möglich durchzuführen.
    • Wenn Sie Ihre Injektion am üblichen Tag vergessen haben, holen Sie die Injektion so bald wie möglich nach und fahren Sie wie gewohnt fort. Injizieren Sie jedoch nicht mehr als einmal innerhalb von 7 Tagen. Wenden Sie nicht zwei Injektionen an, um die versäumte Injektion nachzuholen.
  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

Patientenhinweise

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Wenn bei Ihnen Folgendes in der Vergangenheit vorlag:
      • Depression oder Probleme, die Ihren Gemütszustand beeinträchtigen
      • Suizidgedanken
    • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Ihr Arzt kann Ihnen trotzdem dieses Arzneimittel verordnen; es ist aber wichtig, dass Sie Ihren Arzt darüber informieren, wenn Sie in der Vergangenheit unter Depressionen oder ähnlichen Problemen, die Ihren Gemütszustand beeinträchtigt haben, gelitten haben.
    • Wenn Sie unter einer der unten aufgeführten Beschwerden leiden:
      • Schwere Leber- oder Nierenerkrankungen
      • Reizung an der Injektionsstelle, die zu Haut- und Gewebeschädigungen (Nekrose an der Injektionsstelle) führen kann. Wenn Sie zur Injektion bereit sind, befolgen Sie bitte sorgfältig die Anweisungen in der Gebrauchsinformation. Dadurch kann das Risiko von Reaktionen an der Injektionsstelle reduziert werden.
      • Epilepsie oder andere Krampfanfälle, die nicht medikamentös kontrolliert sind.
      • Herzerkrankungen, die Beschwerden wie Schmerzen in der Brust (Angina pectoris), insbesondere nach körperlicher Betätigung, geschwollene Knöchel, Kurzatmigkeit (kongestive Herzinsuffizienz) oder unregelmäßigen Herzschlag (Arrhythmie) hervorrufen können.
      • Schilddrüsenerkrankung
      • Eine niedrige Anzahl von weißen Blutkörperchen oder Blutplättchen, was zu einem erhöhten Infektionsrisiko und Blutungen führen kann.
    • Wenn einer der Punkte bei Ihnen zutrifft, informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal bevor Sie das Arzneimittel injizieren. Diese Beschwerden können sich bei der Anwendung des Arzneimittels verschlimmern.
    • Was ist während der Anwendung des Arzneimittels noch zu beachten?
      • Es müssen bei Ihnen Blutuntersuchungen durchgeführt werden, um die Anzahl der Blutzellen, die Blutchemie und die Werte der Leberenzyme zu bestimmen. Diese Untersuchungen werden vor Behandlungsbeginn mit dem Arzneimittel, nach Behandlungsbeginn in regelmäßigen Abständen und während der Behandlung in längeren Abständen durchgeführt, auch wenn Sie keine bestimmten Symptome aufweisen. Diese Blutuntersuchungen werden zusätzlich zu den Untersuchungen durchgeführt, die standardmäßig zur Kontrolle Ihrer MS-Erkrankung gemacht werden.
      • Die Schilddrüsenfunktion wird in regelmäßigen Abständen untersucht werden oder wann immer Ihr Arzt es aus sonstigen Gründen für erforderlich hält.
      • Während der Behandlung mit dem Arzneimittel kann es nach einigen Wochen bis Jahren nach Behandlungsbeginn zur Bildung von Blutgerinnseln in den kleinen Blutgefäßen kommen. Ihr Arzt wird Ihren Blutdruck, Ihr Blut (Blutplättchenanzahl) und Ihre Nierenfunktion überwachen.
    • Wenn Sie sich selbst oder eine andere Person versehentlich mit der Nadel des Arzneimittels stechen, sollte der betroffene Bereich sofort mit Wasser und Seife gewaschen werden und ein Arzt oder medizinisches Fachpersonal sollte so schnell wie möglich kontaktiert werden.
  • Kinder und Jugendliche
    • Das Arzneimittel darf bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht angewendet werden. Die Sicherheit und Wirksamkeit des Arzneimittels sind in dieser Altersgruppe nicht bekannt.
  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Das Arzneimittel kann Übelkeit hervorrufen. Wenn dies bei Ihnen der Fall ist oder irgendetwas auftritt, das Ihre Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen könnte, dürfen Sie kein Fahrzeug führen und keine Maschinen bedienen.

Schwangerschaft

  • Schwangerschaft
    • Wenn Sie bereits schwanger sind, dürfen Sie nicht mit der Anwendung des Arzenimittels beginnen.
    • Wenn Sie schwanger werden könnten, müssen Sie während der Anwendung des Arzneimittels Verhütungsmaßnahmen ergreifen.
    • Wenn Sie beabsichtigen schwanger zu werden oder schwanger werden, während Sie das Arzneimittel anwenden, müssen Sie Ihren Arzt informieren. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob Sie die Behandlung fortsetzen sollten.
  • Stillzeit
    • Wenn Sie während der Behandlung mit dem Arzneimittel stillen möchten, sprechen Sie zuerst mit Ihrem Arzt.

Einnahme Art und Weise

  • Lesen Sie die Anweisung in der Gebrauchsinformation durch, bevor Sie mit der Anwendung des Arzneimittels beginnen.
  • Selbstinjektion
    • Das Arzneimittel wird unter die Haut injiziert (subkutane Injektion). Wechseln Sie regelmäßig die Injektionsstelle. Verwenden Sie für aufeinanderfolgende Injektionen nicht dieselbe Stelle.
    • Sie können sich das Arzneimittel selbst, ohne Hilfe Ihres Arztes, injizieren, wenn Sie in diese Art der Anwendung eingewiesen wurden.
    • Bevor Sie mit der Selbstinjektion beginnen, lesen und befolgen Sie bitte sorgfältig die Anweisungen in der Gebrauchsinformation.
    • Wenn Sie Schwierigkeiten mit der Handhabung der Spritze haben, fragen Sie Ihren Arzt oder dasmedizinische Fachpersonal, die Ihnen helfen können.

Wechselwirkungen

  • Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Das Arzneimittel sollte zusammen mit Arzneimitteln, die im Körper von der ?Zytochrom P450" genannten Proteinfamilie (z. B. einige Arzneimittel gegen Epilepsie oder Depression) gespalten werden, mit Vorsicht angewendet werden.
      • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen, insbesondere Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie oder Depression. Dies gilt auch für Arzneimittel, die ohne Rezept erhältlich sind.
    • Manchmal müssen Sie fremdes medizinisches Fachpersonal darauf hinweisen, dass Sie mit diesem Arzneimittel behandelt werden. Beispielsweise, wenn Ihnen andere Arzneimittel verordnet werden oder wenn bei Ihnen eine Blutuntersuchung durchgeführt wird. Das Arzneimittel kann andere Arzneimittel oder das Untersuchungsergebnis beeinflussen.

Wirksame Bestandteile und Inhaltsstoffe


Arginin hydrochlorid
Hilfstoff
Essigsäure 99%
Hilfstoff
Natrium acetat 3-Wasser
Hilfstoff
Polysorbat 20
Hilfstoff
Wasser, für Injektionszwecke
Hilfstoff
Gesamt Natrium Ion
0,13 mg Hilfstoff


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