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Preisvergleich Rabipur Tollwut PCEC Vaccine Plv.+LM.z.H.e.Inj.-L., 1 ST

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Produktinformation zu Rabipur Tollwut PCEC Vaccine Plv.+LM.z.H.e.Inj.-L., 1 ST

Indikation

  • Was ist das Arzneimittel?
    • Das Präparat ist ein Impfstoff, der abgetötete Tollwutviren enthält. Nach Verabreichung des Impfstoffes bildet das Immunsystem (das natürliche Abwehrsystem des Körpers) Antikörper gegen Tollwutviren. Diese Antikörper schützen vor Infektionen oder Erkrankungen durch das Virus, das Tollwut verursacht. Keiner der Inhaltsstoffe des Impfstoffes kann Tollwut hervorrufen.
  • Wofür wird das Arzneimittel angewendet?
    • Das Arzneimittel kann bei Personen aller Altersstufen angewendet werden.
    • Es gibt 2 Anwendungsmöglichkeiten:
      • Zur Vorbeugung von Tollwut bei Personen, bevor diese möglicherweise Kontakt mit dem Tollwutvirus bekommen können (präexpositionelle Prophylaxe), oder
      • zur Behandlung von Personen, die vermutlich oder tatsächlich Kontakt mit dem Tollwutvirus hatten (postexpositionelle Prophylaxe).
    • Tollwut ist eine Infektion, die übertragen werden kann, wenn man von einem infizierten Tier gebissen, gekratzt oder sogar nur abgeleckt wird, vor allem wenn die Haut bereits verletzt ist. Auch der Kontakt mit Tierfallen, die von infizierten Tieren abgeleckt oder angebissen wurden, kann beim Menschen Infektionen auslösen.

Kontraindikation

  • Das Arzneimittel darf vor einem möglichen Kontakt mit dem Tollwutvirus nicht verabreicht werden, wenn Sie/Ihr Kind:
    • bekanntermaßen schwere allergische Reaktionen gegen einen der Bestandteile dieses Impfstoffes bekommen;
    • eine akute Erkrankung haben, die behandelt werden muss. Die Impfung wird dann gewöhnlich um mindestens 2 Wochen nach der Genesung verschoben. Wenn es sich nur um eine leichte Infektion, zum Beispiel eine Erkältung handelt, muss die Impfung nicht verschoben werden, aber sprechen Sie vorher mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal darüber.
  • Nach einem vermuteten oder tatsächlichen Kontakt mit dem Tollwutvirus darf das Arzneimittel auch dann verabreicht werden, wenn Sie/Ihr Kind
    • überempfindlich (allergisch) gegen einen Bestandteil des Impfstoffes sind oder akut behandlungsbedürftig erkrankt sind. Dies liegt daran, dass Tollwut eine sehr schwerwiegende Krankheit ist.
    • Auch Schwangere oder Stillende dürfen nach vermutetem oder tatsächlichem Kontakt mit dem Tollwutvirus mit diesem Präparat geimpft werden, um eine Tollwutinfektion zu behandeln.
  • Schwere allergische Reaktionen (Überempfindlichkeit)
    • Falls ein Risiko bekannt ist, dass Sie/Ihr Kind gegen den Impfstoff oder einen seiner Bestandteile schwer allergisch reagieren, kann Ihnen/Ihrem Kind ein anderer Tollwutimpfstoff verabreicht werden, der diese Bestandteile nicht enthält. Wenn kein alternativer Impfstoff zur Verfügung steht, wird Ihr Arzt oder das medizinische Fachpersonal mit Ihnen die Risiken der Impfung und einer Infektion mit dem Tollwutvirus besprechen, bevor Sie oder Ihr Kind den Impfstoff erhalten.

Dosierung von Rabipur Tollwut PCEC Vaccine Plv.+LM.z.H.e.Inj.-L.

  • Die empfohlene Dosis bei Erwachsenen und Kindern jeden Alters ist ein Milliliter (1,0 ml) pro Injektion.
  • Ihr Arzt entscheidet, wie viele Dosen Sie/Ihr Kind erhalten. Dies hängt davon ab, ob Sie/Ihr Kind dieses Arzneimittel vor oder nach einem möglichen Kontakt mit dem Virus erhalten.
  • Der Impfstoff wird als Injektion in einen Muskel verabreicht (üblicherweise in den Oberarmmuskel oder bei kleinen Kindern in den Muskel des Oberschenkels). Der Impfstoff darf nicht in das Gesäß, unter die Haut oder in ein Blutgefäß injiziert werden.
  • Vor einem möglichen Kontakt mit dem Virus
    • Falls bei Ihnen/Ihrem Kind noch nie zuvor eine Impfung mit Tollwutimpfstoff durchgeführt wurde, erhalten Sie/Ihr Kind insgesamt 3 Dosen an den Tagen 0, 7 und 21 (oder 28).
    • Falls Sie/Ihr Kind einen Impftermin versäumen, sollten Sie so bald wie möglich einen neuen Termin vereinbaren.
    • Ob Auffrischimpfungen nötig sind, hängt von dem Risiko eines Kontakts mit dem Tollwutvirus ab. Ihr Arzt wird Ihnen auf Grundlage der offiziellen Empfehlungen zur Tollwutimpfung sagen, wenn eine Auffrischimpfung nötig wird.
    • Falls bei Ihnen ein andauerndes, hohes Infektionsrisiko besteht, kann Ihr Arzt Sie zu regelmäßigen Blutuntersuchungen bitten, um die Menge an Antikörper gegen Tollwut in Ihrem Blut zu bestimmen, damit Auffrischimpfungen so bald wie möglich gegeben werden können. Die Erfahrung zeigt, dass Auffrischimpfungen im Allgemeinen alle 2 - 5 Jahre erforderlich sind.
  • Nach einem vermuteten oder tatsächlichen Kontakt mit dem Virus
    • Geimpfte Personen
      • Falls Sie/Ihr Kind bereits vollständig gegen Tollwut geimpft sind und/oder Auffrischimpfungen erhalten haben und in Kontakt mit einem tatsächlich oder vermutlich tollwütigen Tier waren, erhalten Sie/Ihr Kind üblicherweise 2 weitere Impfdosen (je 1,0 ml). Die erste Dosis wird sobald wie möglich nach dem Kontakt gegeben, die zweite Dosis 3 Tage später.
    • Nicht geimpfte Personen
      • Falls Sie/Ihr Kind zuvor nicht geimpft wurden oder eine unzureichende Grundimmunisierung erhalten haben, werden entweder 4 oder 5 Dosen (von je 1,0 ml) gegeben.
      • Bei einem Impfschema mit 4 Impfdosen werden die ersten 2 Impfdosen sobald wie möglich nach dem Kontakt an Tag 0 und je eine weitere Impfdosis 7 bzw. 21 Tage nach der ersten Dosis gegeben.
      • Bei einem Impfschema mit 5 Impfdosen wird die erste Dosis sobald wie möglich nach dem Kontakt an Tag 0 und die anderen Impfdosen 3, 7, 14 und 28 Tage nach der ersten Dosis gegeben.
      • Nach einem möglichen Kontakt mit dem Tollwutvirus wird Ihr Arzt je nach Art des Kontakts, den Sie/Ihr Kind hatten, das Infektionsrisiko einschätzen. Falls Sie z. B. von einem möglicherweise infizierten Tier gebissen oder gekratzt wurden oder Sie Kontakt mit Fledermäusen hatten, ist bei Ihnen das Risiko einer Tollwutinfektion viel größer als bei jemandem, der mit unverletzter Haut abgeleckt wurde.
      • Falls eine Impfung nötig ist, wird die erste Dosis sobald wie möglich nach dem Kontakt verabreicht und die Wunden werden folgendermaßen behandelt:
        • Gründliches Spülen und Waschen der Wunde mit Seife und Wasser.
        • Aufbringen einer antiseptischen Lösung auf die Wunde.
        • Wenn Seife oder Antiseptikum nicht verfügbar sind, sollte die Wunde gründlich und ausgiebig mit Wasser ausgewaschen werden.
    • Personen mit geschwächtem Immunsystem (wenig Widerstandskraft gegen Infektionen)
      • Falls bei Ihnen/Ihrem Kind ein erhöhtes Risiko einer Tollwutinfektion besteht, weil Ihr Immunsystem beeinträchtigt ist, benötigen Sie/Ihr Kind nach Kontakt mit einem tatsächlich oder vermutlich tollwütigen Tier fünf oder sechs Dosen (mit je 1,0 ml) eines Tollwutimpfstoffes. Die Impfung erfolgt zusammen mit einer örtlichen Behandlung der Wunde sowie Tollwut-Immunglobulin.
      • Wenn sechs Dosen gegeben werden, werden die ersten beiden Dosen sobald wie möglich nach dem Kontakt und dann je eine weitere Dosis an den Tagen 3, 7, 14 und 28 nach der ersten Dosis gegeben.
      • Wenn fünf Dosen gegeben werden, wird die erste Dosis sobald wie möglich nach dem Kontakt und die anderen Dosen an den Tagen 3, 7, 14 und 28 nach der ersten Dosis gegeben.
      • Für Sie/Ihr Kind können auch Blutuntersuchungen zur Bestimmung des Antikörpertiters gegen den Tollwutvirus erforderlich sein, damit bei Bedarf zusätzliche Dosen an Impfstoff gegeben werden können. Ihr Arzt wird Ihnen die nötigen Schritte erklären und Ihnen mitteilen, wenn Sie an zusätzlichen Untersuchungen teilnehmen sollen, oder zusätzliche Impfungen notwendig sind.

Patientenhinweise

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Nach Impfung mit diesem Arzneimittel sind schwere allergische Reaktionen einschließlich anaphylaktischer Schock (eine lebensbedrohliche allergische Reaktion, die den ganzen Körper betrifft und bei der der Blutdruck gefährlich absinkt) vorgekommen. Wie bei allen Impfstoffen, die gespritzt werden, muss für den Fall einer seltenen schweren allergischen Reaktion auf den Impfstoff eine geeignete medizinische Behandlung und Überwachung bereit stehen.
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Ihnen oder Ihrem Kind dieses Präparat verabreicht wird, wenn Sie bzw. Ihr Kind
      • eine schwerwiegende Allergie gegen Eier oder Eiprodukte (zu den Symptomen siehe Kategorie "Nebenwirkungen") haben. Das Arzneimittel enthält herstellungsbedingte Rückstände von Hühnereiweiß;
      • eine schwerwiegende Allergie gegen die Antibiotika Neomycin, Chlortetracyclin oder Amphotericin B haben. Diese Antibiotika können in sehr geringen Mengen im Impfstoff enthalten sein;
    • Es liegen Berichte von sehr seltenen, aber schwerwiegenden Erkrankungen des Nervensystems nach der Verabreichung dieses Arzneimittels vor. Siehe Kategorie "Nebenwirkungen". Entzündungshemmende Arzneimittel (Steroide), die oftmals zur Behandlung solcher Erkrankungen verwendet werden, können die Wirksamkeit des Impfstoffes beeinträchtigen (siehe Karegorie "Wechselwirkungen"). Ihr Arzt oder das medizinische Fachpersonal wird entscheiden, wie unter diesen Umständen vorzugehen ist.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
    • Es ist nicht bekannt, ob der Impfstoff Auswirkungen auf Ihre Fahrtüchtigkeit oder Ihre Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen hat. Einige der in Kategorie "Nebenwirkungen" beschriebenen Nebenwirkungen können jedoch die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinflussen.

Schwangerschaft

  • Auch wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, sollten Sie trotzdem den Tollwutimpfstoff verabreicht bekommen, wenn Sie sicher oder wahrscheinlich mit dem Virus in Kontakt gekommen sind.
  • Sie können auch während der Schwangerschaft oder Stillzeit mit diesem Präparat geimpft werden, bevor Sie Kontakt mit dem Virus hatten, wenn das Risiko eines Kontakts mit dem Virus erheblich ist. Ihr Arzt wird Ihnen in diesem Fall die Risiken einer Impfung und einer Tollwutinfektion mit Ihnen besprechen und Sie über den besten Zeitpunkt der Impfung mit diesem Arzneimittel beraten.

Einnahme Art und Weise

  • Das Arzneimittel wird Ihnen/Ihrem Kind von einem Arzt oder von medizinischem Fachpersonal verabreicht, das speziell darin ausgebildet ist, Impfungen durchzuführen. Eine eventuell notwendige Behandlung gegen sehr schwerwiegende allergische Reaktionen, die nach der Impfung auftreten können, sollte bereit stehen. Die Impfung sollte in einem Krankenhaus oder einer Arztpraxis durchgeführt werden, wo die nötige Ausrüstung zur Behandlung dieser Reaktionen vorhanden ist.
  • Eine für Ärzte und medizinisches Fachpersonal bestimmte Anleitung zum Auflösen des Impfstoffes befindet sich in der Gebrauchsinformation.

Wechselwirkungen bei Rabipur Tollwut PCEC Vaccine Plv.+LM.z.H.e.Inj.-L.

  • Bei Verabreichung mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie oder Ihr Kind andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen, auch wenn diese nicht verschreibungspflichtig sind. Wenn Ihr Arzt Ihnen keine andere Auskunft gibt, sollten Sie/Ihr Kind alle verschriebenen Arzneimittel wie üblich weiter einnehmen.
    • Wenn Ihr Immunsystem/das Immunsystem Ihres Kindes geschwächt ist oder wenn Sie/Ihr Kind bereits Arzneimittel einnehmen, die die Abwehr gegen Infektionen schwächen, können Sie/kann Ihr Kind dennoch mit diesem Präparat geimpft werden, allerdings ist der Schutz bei Ihnen/Ihrem Kind möglicherweise nicht so gut wie bei anderen Personen. In diesem Fall kann Ihr Arzt nach der Impfung Blutuntersuchungen durchführen, um zu überprüfen, ob der Körper genug Antikörper gegen das Virus gebildet hat. Falls erforderlich bekommen Sie/Ihr Kind zusätzliche Dosen des Impfstoffes.
    • Es kann nötig sein, dass Sie/Ihr Kind eine Injektion mit Antikörpern gegen Tollwut erhalten (sogenanntes „Tollwut-Immunglobulin"), wenn Sie/Ihr Kind nicht vollständig gegen Tollwut geimpft waren und es sehr wahrscheinlich ist, dass Sie/Ihr Kind sich mit dem Virus infiziert haben. In diesem Fall werden das Tollwut-Immunglobulin (das nur einmal und meist zusammen mit der ersten Dosis des Impfstoffes gegeben wird) und der Impfstoff an verschiedenen Körperstellen injiziert. Normalerweise wird so viel Tollwut-Immunglobulin wie möglich an die Körperstelle injiziert, die in Kontakt mit dem Tier gekommen ist. Restliches Tollwut-Immunglobulin wird an einer separaten Stelle verabreicht.

Warnhinweise bei Hilfsstoffen

Enthält Fructose, Invertzucker (Honig), Lactitol, Maltitol, Isomaltitol, Saccharose oder Sorbitol. Darf bei Patienten mit erblich bedingter Fructose-Unverträglichkeit nicht angewendet werden.

Wirksame Bestandteile und Inhaltsstoffe


Amphotericin B
Hilfstoff
Chlortetracyclin
Hilfstoff
Dinatrium edetat
Hilfstoff
Kalium L-glutamat
Hilfstoff
Natrium chlorid
Hilfstoff
Neomycin
Hilfstoff
Polygelin
Hilfstoff
Protein (vom Huhn)
Hilfstoff
Saccharose
Hilfstoff
Serumalbumin (human)
Hilfstoff
Trometamol
Hilfstoff
Wasser, für Injektionszwecke
Hilfstoff


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