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Hersteller/Vertrieb
Grünwalder Gesundheitsprodukte GmbH
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Verschreibungspflicht
rezeptfrei
PZN
03240176
Indikation

Zur Vorbeugung und Behandlung von Übelkeit und Erbrechen unterschiedlichen Ursprungs, insbesondere bei Reisekrankheit. Hinweis: …

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Produktinformation zu RODAVAN S Grünwalder Tabletten, 20 ST

Indikation

  • Zur Vorbeugung und Behandlung von Übelkeit und Erbrechen unterschiedlichen Ursprungs, insbesondere bei Reisekrankheit.
  • Hinweis:
    • Dimenhydrinat ist zur alleinigen Behandlung von Übelkeit und Erbrechen im Gefolge einer medikamentösen Krebsbehandlung (Zytostatika-Therapie) nicht geeignet.

Kontraindikation

  • Sie dürfen das Arzneimittel nicht einnehmen bei:
    • Überempfindlichkeit gegenüber Dimenhydrinat, anderen Antihistaminika bzw. einem anderen Bestandteil des Arzneimittels
    • akutem Asthma-Anfall
    • grünem Star (Engwinkelglaukom
    • Nebennieren-Tumor (Phäochromozytom)
    • Störung der Produktion des Blutfarbstoffs (Porphyrie)
    • Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostata-hyperplasie) mit Restharnbildung
    • Krampfanfällen (Epilepsie, Eklampsie).

Dosierung

  • Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt das Präparat nicht anders verordnet hat.
  • Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da das Arzneimittel sonst nicht richtig wirken kann!
  • Soweit nicht anders verordnet, wird wie folgt eingenommen:
    • zur Vorbeugung von Reisekrankheiten:
      • Erwachsene und Jugendliche über 14 Jahren:
        • 3 mal täglich 1 - 2 Tabletten; die erste Tablette sollte 30 min vor Reisebeginn eingenommen werden.
    • zur Behandlung von Reisekrankheiten, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen:
      • 4-stündlich 1 - 2 Tabletten, jedoch nicht mehr als 6 Tabletten am Tag.
    • Dosierung bei Kindern:
      • Kinder ab 6 bis zu 14 Jahren nehmen 1/2 bis 1 Tablette alle 6 - 8 Stunden ein, jedoch nicht mehr als 3 Tabletten täglich.
  • Wie lange sollten Sie das Arzneimittel einnehmen?
    • Das Präparat ist, wenn vom Arzt nicht anders verordnet, nur zur kurzzeitigen Anwendung vorgesehen. Bei anhaltenden Beschwerden und spätestens nach zweiwöchiger Anwendung sollte deshalb ein Arzt aufgesucht werden, damit dieser über eine Weiterbehandlung entscheiden kann.
  • Was ist zu tun, wenn das Arzneimittel in zu großen Mengen eingenommen wurde (beabsichtigte oder versehentliche Überdosierung)?
    • Im Falle einer Überdosierung oder Vergiftung mit dem Präparat ist in jedem Fall unverzüglich ein Arzt (Vergiftungsnotruf z. B.) um Rat zu fragen.
    • Eine Überdosierung mit dem Arzneimittel ist in erster Linie - abhängig von der aufgenommenen Dosis - durch die verschiedenen Stadien einer Bewusstseinstrübung gekennzeichnet, die von starker Schläfrigkeit bis zu Bewusstlosigkeit reichen kann.Daneben werden Zeichen des sogenannten "anticholinergen Syndroms" beobachtet: Pupillenerweiterung, Sehstörungen, beschleunigte Herztätigkeit, Fieber, heiße, gerötete Haut und trockene Schleimhäute, Verstopfung, Erregungszustände, gesteigerte Reflexe und Wahnvorstellungen. Darüber hinaus sind Krämpfe und Atemstörungen möglich, die nach hohen Dosen bis hin zu Atemlähmung und Herz-Kreislauf-Stillstand führen können.
    • Die Beurteilung des Schweregrades der Vergiftung und die Festlegung der erforderlichen Maßnahmen erfolgt durch den Arzt. Bei erhaltenem Bewusstsein sollte möglichst frühzeitig Erbrechen ausgelöst werden. Weitere Maßnahmen zur Verringerung der Resorption: gegebenenfalls Magenspülung, Gabe von Aktivkohle und Beschleunigung der Magen-Darm-Passage (Natriumsulfat).
    • Die weitere Therapie orientiert sich an den jeweils vorliegenden Symptomen: Bei Krämpfen Diazepam, erforderlichenfalls temperatursenkende Maßnahmen, künstliche Beatmung bei drohender Atemlähmung. Als Gegenmittel bei anticholinergen Erscheinungen wird Physostigminsalicylat (nach Physostigmintest) empfohlen.
  • Was müssen Sie beachten, wenn Sie zu wenig des Arzneimittels eingenommen oder eine Einnahme vergessen haben?
    • Bitte holen Sie die versäumte Dosis nicht nach, sondern setzen Sie die Einnahme des Präparates, wie von Ihrem Arzt verordnet, fort.
  • Was müssen Sie beachten, wenn Sie die Behandlung unterbrechen oder vorzeitig beenden?
    • Bitte unterbrechen oder beenden Sie die Einnahme des Arzneimittels nicht, ohne mit Ihrem Arzt zuvor darüber zu sprechen.

Patientenhinweise

  • Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und Warnhinweise
    • Im Folgenden wird beschrieben, wann Sie das Arzneimittel nur unter bestimmten Bedingungen und nur mit besonderer Vorsicht einnehmen dürfen. Befragen Sie hierzu bitte Ihren Arzt. Dies gilt auch, wenn diese Angaben bei Ihnen früher einmal zutrafen.
    • Das Präparat darf nur nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden bei:
      • eingeschränkter Leberfunktion
      • Herzrhythmusstörungen (z.B. Herzjagen)
      • chronischen Atembeschwerden und Asthma
      • Verengung am Ausgang des Magens (Pylorusstenose)
  • Was müssen Sie im Straßenverkehr sowie bei der Arbeit mit Maschinen und bei Arbeiten ohne sicheren Halt beachten?
    • Schläfrigkeit, Gedächtnisstörungen und verminderte Konzentrationsfähigkeit können sich nachteilig auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Arbeiten mit Maschinen auswirken. Dies gilt in besonderem Maße nach unzureichender Schlafdauer, bei Behandlungsbeginn und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Schwangerschaft

  • Schwangerschaft
    • Das Arzneimittel sollte während der letzten Schwangerschaftswochen wegen möglicher Auslösung vorzeitiger Uteruskontraktionen nicht angewendet werden. Während der ersten sechs Monate der Schwangerschaft sollte das Präparat nur angewendet werden, wenn nichtmedikamentöse Maßnahmen keinen Erfolg gezeigt haben und der Arzt dazu rät.
  • Stillzeit
    • Dimenhydrinat geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Bisher sind keine langfristigen, negativen Auswirkungen auf Säuglinge beschrieben. Sollte ein gestilltes Kind Anzeichen für erhöhte Unruhe zeigen, ist auf Flaschennahrung umzustellen oder die Behandlung mit dem Arzneimittel abzusetzen.
  • Bei Kleinkindern sollte die Dosierung exakt beachtet werden (zentrale Erregung möglich).

Einnahme Art und Weise

  • Die Einnahme soll vor den Mahlzeiten mit reichlich Flüssigkeit erfolgen.

Wechselwirkungen

  • Welche anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung des Präparates, und was müssen Sie beachten, wenn Sie zusätzlich andere Arzneimittel einnehmen?
    • Bei gleichzeitiger Anwendung des Präparates mit anderen zentral dämpfenden Arzneimitteln (Arzneimitteln, die die Psyche beeinflussen, Schlaf-, Beruhigungs-, Schmerz- und Narkosemittel) kann es zu einer gegenseitigen Verstärkung der Wirkungen kommen.
    • Die "anticholinerge" Wirkung des Arzneimittels kann durch die gleichzeitige Gabe von anderen Stoffen mit anticholinergen Wirkungen (z. B. Atropin, Biperiden oder bestimmte Mittel gegen Depressionen [trizyklische Antidepressiva]) in nicht vorhersehbarer Weise verstärkt werden.
    • Bei gleichzeitiger Gabe des Präparates mit sogenannten Monoaminoxidase-Hemmern (Arzneimitteln, die ebenfalls zur Behandlung von Depressionen eingesetzt werden) kann sich u.U. eine lebensbedrohliche Darmlähmung, Harnverhalten oder eine Erhöhung des Augeninnendruckes entwickeln. Außerdem kann es zum Abfall des Blutdruckes und zu einer verstärkten Funktionseinschränkung des Zentralnervensystems und der Atmung kommen. Deshalb darf das Arzneimittel nicht gleichzeitig mit Hemmstoffen der Monoaminoxidase angewendet werden.
    • Die Anwendung des Präparates zusammen mit Arzneimitteln gegen erhöhten Blutdruck kann zu verstärkter Müdigkeit führen.
    • Der Arzt sollte vor der Durchführung von Allergie-Tests über die Einnahme des Arzneimittels informiert werden, da falsch-negative Testergebnisse möglich sind.
    • Weiterhin ist zu beachten, dass durch das Präparat die während einer Behandlung mit bestimmten Antibiotika (Aminoglykosiden) eventuell auftretende Gehörschädigung u.U. verdeckt werden kann.
  • Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.

Wirksame Bestandteile und Inhaltsstoffe


Calcium hydrogenphosphat 2-Wasser
Hilfstoff
Carboxymethylstärke, Natriumsalz
Hilfstoff
Cellulose Pulver
Hilfstoff
Lactose 1-Wasser
Hilfstoff
Magnesium stearat
Hilfstoff
Silicium dioxid, hochdispers
Hilfstoff


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