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Berlin-Chemie AG
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Produktinformation zu SYMPAL Injekt 50 mg Injektionslösung, 5X2 ML

Indikation

  • Das Präparat ist ein schmerzstillendes Arzneimittel aus der Gruppe der nichtsteroidalen Analgetika/Antirheumatika (NSAR - nicht zu den Kortikoiden gehörende Mittel gegen Schmerzen, Fieber, Entzündungen oder Rheuma).
  • Es wird angewendet zur symptomatischen Behandlung mäßiger bis starker akuter Schmerzen, wie z. B. Schmerzen nach Operationen, Nierenkoliken und Rückenschmerzen, wenn eine Einnahme von Tabletten nicht geeignet erscheint.

Kontraindikation

  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden
    • wenn Sie allergisch gegen Dexketoprofen oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
    • wenn Sie allergisch gegen Acetylsalicylsäure oder andere nichtsteroidale Schmerz- und Entzündungshemmer (NSAR) sind
    • wenn Sie Asthma haben oder nach der Einnahme von Acetylsalicylsäure oder anderen NSAR unter Asthmaanfällen, akuter allergischer Rhinitis (kurzzeitige Entzündung der Nasenschleimhaut), Nasenpolypen (allergiebedingte Ausstülpungen der Nasenschleimhaut), Urtikaria (Nesselsucht), angioneurotischen Ödemen (Schwellungen des Gesichts, der Augenlider, der Lippen und/oder der Zunge, oder Atemnot) oder einem pfeifenden Atemgeräusch in der Brust gelitten haben
    • wenn Sie während einer Behandlung mit Ketoprofen (ein NSAR) oder Fibraten (Arzneimittel zur Senkung der Blutfettwerte) bereits einmal an fotoallergischen bzw. fototoxischen Reaktionen (eine bestimmte Form der Rötung/Blasenbildung von Hautpartien, die dem Sonnenlicht ausgesetzt sind) gelitten haben
    • wenn Sie ein Magen-/Zwölffingerdarm-Geschwür oder Magen-Darm-Blutungen haben oder wenn Sie in der Vergangenheit unter einer Magen-Darm-Blutung, einem Magen-Darm-Geschwür oder einem Magen-Darm-Durchbruch (Perforation) gelitten haben
    • wenn Sie im Zusammenhang mit der Anwendung von NSAR unter Magen-Darm-Blutungen oder ein Magen-Darm-Durchbruch (Perforation) leiden oder gelitten haben
    • wenn Sie unter chronischen Verdauungsbeschwerden (z. B. Verdauungsstörungen [Dyspepsie], Sodbrennen [Refluxkrankheit]) leiden
    • wenn Sie an chronisch-entzündlichen Darm-Erkrankungen (Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa) leiden
    • bei schwerer Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz), bei mäßiger bis schwerer Nierenfunktionsstörung oder bei schwerer Leberfunktionsstörung
    • bei krankhafter Blutungsneigung oder anderen Blutgerinnungsstörungen
    • wenn Sie stark dehydriert sind (erheblicher Flüssigkeitsverlust des Körpers), z. B. durch Erbrechen, Durchfall oder unzureichende Flüssigkeitsaufnahme
    • wenn Sie sich in den letzten drei Monaten der Schwangerschaft befinden oder stillen

Dosierung

  • Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Ihr Arzt wird Ihnen sagen, welche Dosis Sie unter Berücksichtigung der Art, des Schweregrades und der Dauer Ihrer Symptome benötigen.
  • Die empfohlene Dosis beträgt im Allgemeinen 50 mg Dexketoprofen (1 Ampulle) alle 8 bis 12 Stunden. Falls erforderlich, kann die Anwendung bereits nach 6 Stunden wiederholt werden. Die Tagesmaximaldosis von 150 mg Dexketoprofen (3 Ampullen) darf keinesfalls überschritten werden.
  • Das Arzneimittel soll nur kurzzeitig und nur während der akuten Schmerzphase (d. h. nicht länger als 2 Tage) angewendet werden. Es sollte sobald wie möglich auf die Behandlung mit einem Schmerzmittel zum Einnehmen umgestellt werden.
  • Bei älteren Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion und Patienten mit Nieren- und Leberproblemen sollte die Tagesmaximaldosis auf 50 mg Dexketoprofen (1 Ampulle) reduziert werden.
  • Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
    • Dieses Arzneimittel sollte nicht bei Kindern und Jugendlichen (unter 18 Jahren) angewendet werden.
  • Wenn mehr angewendet wurde, als vorgesehen
    • Wenn das Arzneimittel in zu großer Menge angewendet wurde, benachrichtigen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker unverzüglich darüber oder begeben Sie sich zur Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses. Bitte vergessen Sie nicht die Arzneimittelpackung oder die Gebrauchsinformation mitzunehmen.
  • Wenn die Anwendung vergessen wurde
    • Es soll nicht die doppelte Menge angewendet werden, wenn die vorherige Anwendung vergessen wurde. Die nächste reguläre Dosis soll angewendet werden, wenn sie fällig ist.
  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Patientenhinweise

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor das Arzneimittel bei Ihnen angewendet wird
      • wenn Sie in der Vergangenheit unter chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) gelitten haben
      • wenn Sie derzeit unter anderen Magen-Darm-Beschwerden leiden oder in der Vergangenheit gelitten haben
      • wenn Sie gleichzeitig andere Arzneimittel einnehmen, die das Risiko für Magen-Darm-Geschwüre/-Blutungen erhöhen, wie z. B. orale Steroide, bestimmte Antidepressiva (vom SSRI-Typ, d. h. selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer), Arzneimittel zur Verhinderung von Blutgerinnseln (z. B. Acetylsalicylsäure) oder blutgerinnungshemmende Mittel (z. B. Warfarin). In diesem Fall sollten Sie vor der Anwendung des Arzneimittels Ihren Arzt konsultieren, der Ihnen möglicherweise zusätzlich einen Magenschleimhaut-schützenden Wirkstoff verordnet (z. B. Misoprostol oder ein Arzneimittel, das die Magensäureproduktion hemmt).
      • wenn Sie Herzprobleme haben, bereits einen Schlaganfall erlitten haben oder denken, dass Sie ein Risiko für diese Erkrankungen aufweisen könnten (z. B. wenn Sie hohen Blutdruck, Diabetes oder hohe Cholesterinwerte haben oder Raucher sind), sollten Sie Ihre Behandlung mit Ihrem Arzt oder Apotheker besprechen. Arzneimittel wie dieses sind möglicherweise mit einem geringfügig erhöhten Risiko eines Herzinfarktes oder Schlaganfalls verbunden. Jedwedes Risiko ist wahrscheinlicher mit hohen Dosen und länger dauernder Behandlung. Überschreiten Sie nicht die empfohlene Dosis oder Behandlungsdauer!
      • wenn Sie älter sind: Bei älteren Patienten können Nebenwirkungen häufiger auftreten. Wenn diese auftreten, sollte sofort ein Arzt konsultiert werden;
      • wenn Sie unter Allergien leiden oder gelitten haben
      • wenn Sie leber-, nieren- oder herzkrank (Bluthochdruck und/oder Herzmuskelschwäche) sind, bei Wasseransammlungen im Körper (Ödemen), oder wenn Sie in der Vergangenheit unter solchen Problemen gelitten haben
      • wenn Sie harntreibende Mittel (Diuretika) erhalten oder zu Flüssigkeitsmangel und verringertem Blutvolumen aufgrund von übermäßigem Flüssigkeitsverlust (z. B. wegen sehr häufigen Wasserlassens, Durchfalls oder Erbrechens) neigen;
      • wenn Sie Probleme haben schwanger zu werden (das Präparat kann es Ihnen erschweren, schwanger zu werden weshalb Sie es nicht anwenden sollten, wenn Sie planen, schwanger zu werden oder sich Untersuchungen zur Fruchtbarkeit unterziehen)
      • im ersten und zweiten Drittel der Schwangerschaft
      • wenn Sie unter Blutbildungsstörungen leiden
      • bei systemischem Lupus erythematodes oder Mischkollagenosen (Erkrankungen des Immunsystems, die das Bindegewebe betreffen);
      • wenn Sie an einer Varizellen-Infektion (Windpocken-Infektion) leiden, da NSAR in Ausnahmefällen die Infektion verschlechtern können
      • wenn Sie an Asthma in Verbindung mit chronischem Schnupfen, chronischer Nasennebenhöhlenentzündung und/oder Nasenpolypen leiden, weil Sie ein höheres Allergierisiko gegenüber Acetylsalicylsäure und/oder NSAR als der Rest der Bevölkerung haben. Die Anwendung dieses Arzneimittels kann Asthmaanfälle oder Atemnot durch Verengung der Luftwege (Bronchospasmus) verursachen, insbesondere bei Patienten, die allergisch gegen Acetylsalicylsäure oder NSAR sind.
    • Kinder und Jugendliche
      • Die Anwendung des Arzneimittels bei Kindern und Jugendlichen wurde nicht untersucht. Da demnach die Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen sind, sollte das Arzneimittel bei Kindern und Jugendlichen nicht angewendet werden.
  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Das Arzneimittel kann, bedingt durch die möglichen Nebenwirkungen Schwindel oder Schläfrigkeit, einen leichten Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen haben. Sollten Sie solche Nebenwirkungen bemerken, fahren Sie nicht und bedienen Sie keine Maschinen, bis diese Symptome abgeklungen sind. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat.

Schwangerschaft

  • Das Präparat darf nicht in den letzten drei Monaten der Schwangerschaft oder während der Stillzeit angewendet werden. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat.
  • Wenn Sie schwanger sind oder vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, da das Präparat möglicherweise für Sie nicht geeignet ist.
  • Die Anwendung sollte vermieden werden bei Frauen, die eine Schwangerschaft planen oder schwanger sind. Eine Behandlung darf, zu jedem Zeitpunkt einer Schwangerschaft, nur auf Anweisung eines Arztes erfolgen.
  • Die Anwendung wird bei einem Versuch, schwanger zu werden, oder Untersuchungen zu Unfruchtbarkeit nicht empfohlen.

Einnahme Art und Weise

  • Das Arzneimittel kann entweder intramuskulär oder intravenös angewendet werden.
  • Wenn es intramuskulär verabreicht wird, sollte die Lösung unmittelbar nach dem Aufziehen aus der Ampulle langsam tief in den Muskel gespritzt werden.

Wechselwirkungen

  • Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
    • Einige Arzneimittel sollten nicht zusammen angewendet werden und bei anderen muss bei gleichzeitiger Anwendung die Dosis angepasst werden.
    • Bitte informieren Sie immer Ihren Arzt, Zahnarzt oder Apotheker, wenn Sie neben dem Präparat eines der folgenden Arzneimittel anwenden oder erhalten haben:
      • Nicht zu empfehlende Kombinationen:
        • Acetylsalicylsäure, Kortikosteroide oder andere NSAR
        • Warfarin, Heparin oder andere zur Verhinderung von Blutgerinnseln eingesetzte Arzneimittel
        • Lithium (zur Behandlung einiger psychischer Erkrankungen)
        • Methotrexat (zur Behandlung rheumatischer Erkrankungen und von Krebs)
        • Hydantoine und Phenytoin (zur Behandlung von Epilepsie)
        • Sulfonamide (zur Behandlung bakterieller Infektionen)
    • Kombinationen, die eine vorsichtige Anwendung erfordern:
      • ACE-Hemmer, Diuretika, Betablocker und Angiotensin-II-Antagonisten (zur Behandlung von Bluthochdruck und Herzerkrankungen)
      • Pentoxifyllin (zur Behandlung bestimmter Durchblutungsstörungen)
      • Zidovudin (zur Behandlung von Virusinfektionen)
      • Aminoglykosid-Antibiotika (zur Behandlung bakterieller Infektionen)
      • Chlorpropamid und Glibenclamid (zur Behandlung von Diabetes mellitus)
    • Kombinationen, die berücksichtigt werden müssen:
      • Chinolone (z. B. Ciprofloxacin, Levofloxacin) (zur Behandlung bakterieller Infektionen)
      • Ciclosporin oder Tacrolimus (zur Behandlung bestimmter Immunerkrankungen und zur Verhinderung einer Transplantat-Abstoßungen)
      • Streptokinase und andere thrombolytisch oder fibrinolytisch wirksame Arzneimittel (zur Auflösung von Blutgerinnseln)
      • Probenecid (zur Behandlung von Gicht)
      • Digoxin (zur Behandlung von Herzmuskelschwäche)
      • Mifepriston (zum Schwangerschaftsabbruch)
      • Antidepressiva vom Typ selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI)
      • Thrombozyten-Aggregationshemmer zur Verhinderung von Blutgerinnseln
  • Wenn Sie Zweifel bezüglich der Anwendung von anderen Arzneimitteln zusammen mit dem Präparat haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Warnhinweise bei Hilfsstoffen

Enthält 0,05-0,5 g Alkohol pro Einzelgabe. Ein potenzielles gesundheitliches Risiko besteht u. a. bei Leberkranken, Alkoholkranken, Epileptikern, Hirngeschädigten, Schwangeren und Kindern.

Wirksame Bestandteile und Inhaltsstoffe

50 mg

Ethanol 96% (V/V)
200 mg Hilfstoff
Natrium chlorid
8 mg Hilfstoff
Natrium hydroxid
Hilfstoff
Wasser, für Injektionszwecke
Hilfstoff


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