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Produktinformation zu TRIARESE

PDFBeipackzettel TRIARESE

Indikation

  • Das Präparat ist ein Arzneimittel zur Verstärkung der Wasserausscheidung und gegen hohen Blutdruck.
  • Das Arzneimittel wird angewendet bei
    • Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)
    • krankhaften Flüssigkeitsansammlungen (Ödeme) bei Herz-, Leber- oder Nierenerkrankungen
    • chronischer Herzinsuffizienz.

Kontraindikation

  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
    • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Triamteren, Hydrochlorothiazid und andere Thiazide sowie Sulfonamide (Kreuzreaktion) oder einen der sonstigen Bestandteile sind
    • wenn Sie eine schwere Störung Ihrer Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min und/oder Serumkreatinin über 1,8 mg/dl) haben
    • wenn Sie unter einer schweren Störung Ihrer Leberfunktion (Praecoma/Coma hepaticum) leiden
    • wenn Ihr Arzt bei Ihnen einen erhöhten oder erniedrigten Kaliumgehalt, einen erniedrigten Natriumgehalt oder erhöhten Kalziumgehalt im Blut festgestellt hat
    • wenn Ihr Blutvolumen vermindert ist (Hypovolämie)
    • bei fehlender oder stark verminderter Harnausscheidung (Anurie)
    • bei akuter Nierenentzündung (Glomerulonephritis)
    • wenn Sie schwanger sind oder stillen.

Dosierung von TRIARESE

  • Nehmen Sie das Arzneimittel immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
  • Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis
    • Bluthochdruck
      • Nehmen Sie zu Beginn der Behandlung morgens und mittags jeweils 1 Tablette ein.
      • Zur Dauertherapie genügt meist 1/2 oder 1 Tablette morgens.
    • Ödeme
      • Nehmen Sie zu Beginn der Behandlung morgens und mittags jeweils 1 - 2 Tabletten ein.
      • Die Dosierung bei Dauerbehandlung richtet sich nach dem Grad der Ausschwemmung. Als Erhaltungsdosis genügt 1/2 Tablette täglich bzw. 1 Tablette jeden 2. Tag (morgens).
      • Diese Dosis kann bis auf 2 Tabletten täglich (1 Tablette morgens und mittags) erhöht werden.
    • Herzinsuffizienz
      • Die Dosierung sollte in Abhängigkeit vom Untersuchungsbefund variiert werden. Dabei spielen eine regelmäßige Gewichtskontrolle und die Festlegung eines Sollgewichtes eine dominierende Rolle. 1- bzw. 2-mal 1 Tablette täglich morgens bzw. morgens und mittags sollten diesen Anforderungen gerecht werden, um einen ausgeglichenen Hydratationsgrad herbeizuführen.
  • Dosierung bei geringgradig eingeschränkter Nierenfunktion
    • Kreatinin-Clearance: 100 - 75 (ml/min) / Serumkreatinin: bis 1,3 (mg/dl)
      • (maximal) 2-mal 1 Tablette / Tag
    • Kreatinin-Clearance: 75 - 50 (ml/min) / Serumkreatinin: 1,3 - 1,5 (mg/dl)
      • (maximal) 1-mal 1 Tablette / Tag
    • Kreatinin-Clearance: 50 - 30 (ml/min) / Serumkreatinin: 1,5 - 1,8 (mg/dl)
      • (maximal) 1-mal 1/2 Tablette / Tag
    • Bei nachlassender Nierenleistung (Serumkreatinin 1,5 - 1,8 mg/dl bzw. Kreatinin-Clearance 50 - 30 ml/min) Dosierung von ½ Tablette pro Tag nicht überschreiten.

 

  • Dauer der Anwendung
    • Die Behandlung mit dem Arzneimittel ist in der Regel eine Langzeitbehandlung. Ihr Arzt wird Ihnen mitteilen, wie lange Sie das Arzneimittel einnehmen sollen.
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben als Sie sollten
    • Verständigen Sie bitte umgehend einen Arzt. Er wird die notwendigen Maßnahmen ergreifen.

 

  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.Nehmen Sie beim nächsten Mal die gleiche Tablettenmenge wie verordnet. Sollten Sie unsicher sein, was zu tun ist, sprechen Sie bitte auf jeden Fall mit Ihrem Arzt.

 

  • Wenn Sie die Einnahme abbrechen
    • Sollten Sie die Behandlung unterbrechen oder vorzeitig beenden wollen, z. B. weil Ihnen die auftretenden Nebenwirkungen zu stark erscheinen, so sprechen Sie bitte vorher mit Ihrem Arzt.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Patientenhinweise

  • Besondere Vorsicht bei der Einnahme ist erforderlich,
    • wenn Sie eine geringgradig eingeschränkte Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance 30 - 60 ml/min) haben
    • wenn Ihr Blutdruck zu niedrig ist
    • bei Durchblutungsstörungen der Hirngefäße (Zerebralsklerose) oder der Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit)
    • bei Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
    • bei Gicht oder erhöhtem Harnsäuregehalt im Blut
    • bei eingeschränkter Leberfunktion
    • bei Verdacht auf Folsäuremangel (z. B. bei schwerer Lebererkrankung oder chronischem Alkoholmissbrauch).
  • Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden könnten).
  • Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
    • Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion muss die Dosierung entsprechend den Dosierungsanweisungen angepasst werden.
    • Bei schweren Nierenfunktionsstörungen (Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min) darf das Arzneimittel nicht eingenommen werden, da es dann weniger wirksam und sogar schädlich sein kann.
  • Was sollten Sie noch beachten?
    • Eine latente oder manifeste Zuckerkrankheit oder Gicht kann sich bei Dauerbehandlung verschlechtern.
    • Es empfiehlt sich, bei längerfristiger Anwendung die Blutzucker- und Harnsäurewerte, die Serumelektrolyte (vor allem Kalium-, Natrium- und Kalzium-Ionen), Kreatinin, Harnstoff und die Serumlipide (Cholesterin und Triglyceride) regelmäßig vom Arzt kontrollieren zu lassen.
    • Während der Therapie mit dem Arznemittel sollten Sie auf ausreichende Flüssigkeitsaufnahme achten.
  • Kinder
    • Die Wirksamkeit und Verträglichkeit des Arzneimittels wurde bei Kindern nicht untersucht, daher können für diese Altersgruppe keine Empfehlungen gegeben werden.
  • Ältere Menschen
    • Für ältere Menschen gelten keine speziellen Vorsichtsmaßnahmen.
  • Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
    • Die Anwendung des Arzneimittels kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen. Eine missbräuchliche Anwendung des Arzneimittels zu Dopingzwecken kann zu einer Gefährdung Ihrer Gesundheit führen.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
    • Die Behandlung mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle.
    • Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann Ihr Reaktionsvermögen so weit verändert sein, dass Ihre Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird.
    • Dies gilt in verstärktem Maße zu Behandlungsbeginn, bei Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenhang mit Alkohol.

Schwangerschaft

  • Schwangerschaft
    • Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden könnten). Ihr Arzt wird Ihnen empfehlen, das Arzneimittel vor einer Schwangerschaft bzw. sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, abzusetzen, und er wird Ihnen ein anderes Arzneimittel empfehlen, denn die Einnahme von des Arzneimittels kann zu schweren Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen.
  • Stillzeit
    • Während der Stillzeit dürfen Sie das Arzneimittel nicht einnehmen.

Einnahme Art und Weise

  • Nehmen Sie die Tabletten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (vorzugsweise ein Glas Trinkwasser) nach den Mahlzeiten ein.
  • Nehmen Sie die Tabletten nicht im Liegen ein.

Wechselwirkungen bei TRIARESE

  • Bei Einnahme mit anderen Arzneimitteln
    • Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
    • Die Wirkung des Arzneimittels wird wie folgt beeinflusst:
      • Verstärkung der Wirkung und möglicherweise Verstärkung der Nebenwirkungen
        • Die blutdrucksenkende Wirkung des Arzneimittels kann durch andere entwässernde oder blutdrucksenkende Arzneimittel, Mittel bei Erkrankungen der Herzkranzgefäße (Nitrate), Mittel gegen Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen (Betarezeptorenblocker), gefäßerweiternde Mittel (Vasodilatatoren), bestimmte Schlaf- oder Narkosemittel (Barbiturate), Mittel zur Behandlung seelischer Erkrankungen (Phenothiazine, trizyklische Antidepressiva) und Alkohol verstärkt werden.
        • Bei gleichzeitiger Behandlung mit einem ACE-Hemmer (Mittel gegen Bluthochdruck und Herzmuskelschwäche, z. B. Captopril, Enalapril) sind zu Behandlungsbeginn ein stark überschießender Blutdruckabfall sowie eine Verschlechterung der Nierenfunktion möglich. Eine Behandlung mit dem Arzneimittel sollte daher 2 - 3 Tage vor Beginn einer Therapie mit einem ACE-Hemmer abgesetzt werden. Der ACE-Hemmer ist entsprechend vorsichtig zu dosieren.
        • Bei gleichzeitiger Gabe von Kaliumsalzen oder anderen kaliumsparenden Arzneimitteln sowie ACE-Hemmern wird die Gefahr eines zu hohen Serumkaliumspiegels erhöht.
        • Bei zusätzlicher Gabe von Arzneimitteln, die zu einem Natriummangel führen können, wird besonders bei älteren Patienten die Gefahr eines schweren Natriummangels erhöht.
      • Abschwächung der Wirkung
        • Die Kombination mit bestimmten schmerz- und entzündungshemmenden Mitteln (Salicylate oder nichtsteroidale Antirheumatika, z. B. Indometacin, Diclofenac) kann die blutdrucksenkende und entwässernde Wirkung des Arzneimittels vermindern.
        • Bei Patienten, bei denen unter der Therapie mit dem Präparat aufgrund starker Entwässerung die zirkulierende Blutmenge vermindert ist, kann die gleichzeitige Gabe von nichtsteroidalen entzündungshemmenden Medikamenten ein akutes Nierenversagen auslösen.
        • Colestipol und Colestyramin (Mittel zur Cholesterinspiegelsenkung) vermindern die Aufnahme von Triarese.
    • Das Präparat beeinflusst die Wirkung folgender Arzneimittel:
      • Verstärkung der Wirkung und möglicherweise Verstärkung der Nebenwirkungen
        • Bei Kombination mit Arzneimitteln, die zu Kalium- und Magnesiumverlusten führen, z. B. kaliumausscheidende entwässernde Arzneimittel, Kortikosteroide, ACTH (Hormon), Abführmittel (chronischer Gebrauch), Amphotericin B (Mittel gegen Pilze), Carbenoxolon (Mittel gegen Mundschleimhautentzündungen), Penicillin G (Antibiotikum) und Salicylate (Schmerzmittel), können die Wirkungen und Nebenwirkungen von Herzglykosiden verstärkt werden.
        • Bei gleichzeitiger Einnahme mit Zytostatika (z. B. Cyclophosphamid, Fluorouracil, Methotrexat) kann deren knochenmarkschädigende Wirkung verstärkt sein.
        • Bei Kombination mit Lithium (Mittel gegen Depressionen) kann die herz- und nervenschädigende Wirkung von Lithium verstärkt sein.
        • Hochdosiertes Salicylat in Kombination mit dem Arzneimittel kann zu einer verstärkten Schädigung des Zentralnervensystems führen.
        • Die gleichzeitige Einnahme mit Mitteln zur Muskelentspannung (curareartige Muskelrelaxanzien) verstärkt und verlängert deren Wirkung. Für den Fall, dass das Arzneimittel vor der Anwendung dieser Arzneimittel nicht abgesetzt werden kann, muss der Narkosearzt über die Behandlung mit dem Arzneimittel informiert
          werden.
        • Es besteht ein erhöhtes Risiko für das Auftreten einer Blutzuckerspiegelerhöhung bei gleichzeitiger Einnahme mit Betarezeptorenblockern.
      • Abschwächung der Wirkung
        • Die Wirksamkeit von Insulin, oralen blutzucker- und harnsäuresenkenden Medikamenten sowie von Sympathomimetika (Adrenalin, Noradrenalin) kann durch das Präparat abgeschwächt werden.
    • Sonstige mögliche Wechselwirkungen
      • Bei gleichzeitiger Anwendung von Methyldopa (Mittel gegen Bluthochdruck) sind in Einzelfällen Hämolysen (Schädigung der roten Blutkörperchen) durch Bildung von Antikörpern gegen Hydrochlorothiazid beschrieben worden.
      • Die gleichzeitige Einnahme mit Chinidin vermindert die Chinidinausscheidung.
  • Bei Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
    • Während der Behandlung mit dem Arzneimittel sollten Sie möglichst keinen Alkohol trinken, da Alkohol Ihr Reaktionsvermögen herabsetzt.

Wirksame Bestandteile und Inhaltsstoffe


Carboxymethylstärke, Natriumsalz Typ A
Hilfstoff
Cellulose, mikrokristallin
Hilfstoff
Lactose 1-Wasser
80 mg Hilfstoff
Magnesium stearat
Hilfstoff
Maisstärke
Hilfstoff
Polysorbat 60
Hilfstoff
Povidon K25
Hilfstoff
Silicium dioxid, hochdispers
Hilfstoff


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