Hilfe zum Preisvergleich Tel: 030 - 94 888 740 Di-Do von 10-15 Uhr

nach oben

Karies: Süßes verursacht Löcher und Schmerzen

Karies süßes schokolade
Karies kennt wohl jeder aus eigener Erfahrung. Sogar Kinder, die noch über Milchzähne verfügen, haben oft schon Löcher in ihren Zähnen.
Werden diese größer und tiefer, sind schwere Zahnschäden die Folge. Gefördert wird die Entstehung der Zahnfäule durch eine zuckerhaltige Ernährung und eine mangelhafte Zahnhygiene. Entfernt man den Zahnbelag nicht häufig genug, vermehren sich die darin lebenden Bakterien übermäßig und stellen beim Abbau der Nahrungsmittel zu viele aggressive Säuren her. Diese schädigen die Zahnhartsubstanz nachhaltig.

Was ist Karies?

Die medizinische Bezeichnung Karies (Caries dentum) kommt vom lateinischen Wort caries (Fäulnis) und beschreibt den Zersetzungsprozess der Zahnsubstanz durch Bakterien. Die auch Zahnfäule genannte Erkrankung gehört in den westlichen Industriestaaten zu den am weitesten verbreiteten Zahnkrankheiten. Leidet eine Person an Karies, ist vor allem die Kaufläche davon betroffen. Wird das Loch dann größer, greift sie auch auf die Zahnzwischenräume über. In besonders schweren Fällen wird sogar der Zahnnerv angegriffen. Das ist besonders bei älteren Patienten der Fall.

Doch auch die Milchzähne sind heutzutage nicht mehr vor Karies sicher: Fast die Hälfte aller Kinder unter sieben Jahren musste sich bereits wegen eines Loches im Zahn behandeln lassen. Ein erhöhtes Risiko, an Zahnfäule zu erkranken, haben Personen, deren Kaufläche stark gefurcht ist und Patienten mit Zahnfehlstellungen (zu eng stehenden Zähnen). Außerdem tragen genetisch bedingte oder im Laufe des Lebens erworbene Mineralisierungsstörungen, eine verringerte Speichel-Qualität und Menge und eine zuckerreiche Ernährung zur Bildung kariöser Stellen bei.

Wie entsteht Karies?

richtige Zahnpflege schützt vor Karies

Karies entsteht durch eine bakterielle Infektion der Zähne mit Streptococcus mutans. Die zur normalen Mundflora gehörenden Bakterien haben die Aufgabe, den täglich zugeführten Zucker aufzuspalten. Dabei setzen sie Säuren und andere Stoffwechselprodukte frei. Nahrungsmittelreste, Säuren und die Bakterien selbst bilden auf dem sichtbaren Teil des Zahnes einen klebrigen Biofilm (Plaque), der im Normalfall regelmäßig durch eine gründliche Mundhygiene und Zahnpflege beseitigt wird. Bei Menschen, die sich gesund ernähren und den entstandenen Zahnbelag häufig entfernen, herrscht ein Gleichgewicht zwischen den entmineralisierenden Säuren und den Mineralien, die sie mithilfe des Speichels zuführen und die in den Zahnschmelz eingelagert werden. Die Mikronährstoffe schützen den Schmelz und tiefer liegende Bereiche des Zahnes wie Zahnbein (Dentin) und Zahnmark (Pulpa) vor den aggressiven Säuren. Wird das Gleichgewicht jedoch gestört, können sich die Mikroorganismen stark vermehren und den gesamten Zahn zerstören.

Zuerst entsteht ein kleines Loch. Es wird unbehandelt immer größer. Die Bakterien können dann in tiefere Zahnbereiche vordringen. Weitere Ursachen für das Zustandekommen von Karies sind eine veränderte Zusammensetzung des Speichels und eine verringerte Speichelproduktion. Wird zu wenig Speichelsekret hergestellt, verbleiben manche Nahrungsreste in der Mundhöhle. Eine andere Zusammensetzung des Speichels hat eine verringerte antibakterielle Wirkung zur Folge.

Welche Symptome treten bei Karies auf?

Eine beginnende Karies zeigt sich mit einer weißen bis hellbraunen kleinflächigen Verfärbung. Sie wird im weiteren Verlauf immer dunkler. Aus dem schwarzen Fleck entsteht ein Loch, das in der Folgezeit sogar bis ins darunter befindliche Zahnbein hineinreichen kann. Kariöse Stellen können Schmerzen verursachen. Ist die Zahnsubstanz durch die Kariesbakterien so geschädigt, dass sogar der Zahnhalteapparat (Zahnwurzel, Kieferknochen, Zahnfleisch) betroffen ist, kommt es zur Zahnbettentzündung (Parodontitis). Der Zahn lockert sich und fällt schließlich aus.

Häufige Fragen zum Thema Karies

Greifen die Mikroorganismen auch noch den Zahnnerv an, hat der Patient heftige Zahnschmerzen. In einem späteren Stadium kann die Zahnfäule den Bereich unter Zahnfüllungen schädigen, sodass das Inlay herausfällt. Außerdem kommt es dann oft zur Überempfindlichkeit der Zähne: Trinkt oder isst der Betroffene etwas Heißes, Kaltes oder Süßes, tritt ein stechender Schmerz auf.
Kariöse Stellen lassen sich meist schon beim genauen Anschauen der Zähne erkennen. Außerdem hilft der Einsatz dünner Sonden, undichte Zahnfüllungen, weicheren Zahnschmelz und schmerzende Bereiche zu finden. Zur Sicherung der Diagnose lässt der Zahnarzt noch eine Röntgenaufnahme machen. Sie zeigt befallene Stellen, die er mit dem bloßen Auge nicht sehen kann.

Wie behandelt man Karies?

Wird der Zahn frühzeitig behandelt, lässt sich die Entmineralisierung noch aufhalten. Der Zahnarzt führt dem leicht geschädigten Zahn mithilfe eines Fluoridgels Mineralien zu, die seinen Schmelz widerstandsfähiger machen. Tiefere Löcher lassen sich nur durch Ausbohren beseitigen. Befürchtet der Patient Schmerzen, kann er sich vor der Behandlung eine örtliche Betäubung verabreichen lassen. Anschließend erhält der Zahn eine Füllung. Als Füllmaterial verwendet man meist Spezialkunststoff, Keramik und Edelmetall.

Größere Schäden werden mit einer Teilkrone überdeckt oder vollständig überkront. Hat die Zahnfäule bereits den Zahnnerv beeinträchtigt, ist eine Wurzelbehandlung erforderlich. Bei Zähnen, die nicht mehr aufgebaut werden können, besteht die Kariesbehandlung aus dem Ziehen der Zähne.
mundhygiene und zahnseide zum schutz vor karies

Wie kann man Karies vorbeugen?

Um Karies vorzubeugen, sollten Sie Ihre Zähne mehrmals täglich nach den Mahlzeiten gründlich putzen und dabei auch die Zahnzwischenräume mit Zahnseide und einer Interdentalbürste reinigen. Verwenden Sie beim Zähneputzen am besten eine Zahnpasta mit Fluorid. Außerdem ist es hilfreich, einmal pro Woche Fluoridgel auf die Zähne aufzutragen. Besteht einmal keine Möglichkeit, sich die Zähne zu putzen, können Sie ein zuckerfreies Kaugummi mit Xylit verwenden.

Außerdem empfiehlt es sich, zweimal jährlich eine Kontrolluntersuchung in der Zahnarztpraxis durchführen zu lassen. Eine dabei vorgenommene professionelle Zahnreinigung beseitigt Plaques gründlicher als es die Zahnbürste kann. Zur Erhaltung Ihrer Zahngesundheit ist es ratsam, seltener süße Speisen zu verzehren.

Artikel empfehlen:

Bestseller Karies

› mehr