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Pilzinfektionen: Von der Diagnose bis zur Behandlung & Vorbeugung

Pilzinfektionen Diagnose und Analsye
Pilzinfektionen zählen zu den besonders häufig vorkommenden Krankheiten. Jeder Mensch leidet in seinem Leben wenigstens einmal darunter.

In der Fachwelt unterteilt man die verschiedenen Arten von Pilzerkrankungen in zwei Oberkategorien: die oberflächlichen und lokalen Pilzinfektionen sowie die systemischen Pilzinfektionen. Was man genau darunter versteht, wissen die Wenigsten. In diesem Beitrag geht es folglich darum, möglichst umfangreiche Informationen zu Ursachen, Symptomatik und Behandlungsmöglichkeiten von Mykosen zu liefern, um diese offensichtliche Wissenslücke zu schließen.

Mykosen: ein allgemeiner Zugang zu einem komplexen Phänomen

Während sich systemische Pilzerkrankungen im Inneren des Körpers ausbreiten, befallen lokale Mykosen Nägel, Haut und Schleimhäute. Zu den Erregergruppen zählen allen voran die sogenannten Fadenpilze, in der medizinischen Fachsprache Dermatophyten genannt, gefolgt von den Hefe- und Schimmelpilzen. Um angesichts der verschiedenen Arten von Mykosen den Überblick zu behalten, werden sie von Experten nach dem jeweiligen Erreger sowie dem Ort des Befalls bestimmt. Bei oberflächlichen Pilzinfektionen spricht man daher auch von sogenannten Dermatomykosen, da sie in erster Linie die Haut befallen.

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Systemische Pilzerkrankungen: Entstehung, begünstigende Faktoren und Beispiele

Mykosen, die die inneren Organe angreifen, kommen selten vor. Sie werden über den Blutkreislauf übertragen und enden im schlimmsten Fall tödlich. Zu den Risikogruppen zählen in erster Linie Personen, deren Abwehrsystem aufgrund ernster Erkrankungen extrem geschwächt ist. Schwere Operationen und Transplantationen sowie Erkrankungen wie Krebs und Aids bilden den Nährboden für eine systematische Mykose. Bei der sogenannten Blastomykose handelt es sich beispielsweise um eine Krankheit, die Haut und Lunge befällt. Die Histoplasmose, auch unter dem Begriff Darling-Krankheit bekannt, breitet sich ebenfalls in der Lunge aus, während die Aspergillose vornehmlich in Ohren, Haut oder Lunge zu finden ist.

Häufige Fragen zum Thema Pilzinfektion

Die Infizierung mit Dermatophyten bzw. Fadenpilzen erfolgt durch eine direkte oder indirekte Schmierinfektion. Im ersten Fall erfolgt die Übertragung durch den direkten Kontakt mit einer infizierten Person. Bei einer indirekten Schmierinfektion erfolgt diese durch die Berührung eines infizierten Gegenstandes. Das Einatmen der Sporen von Hefe- bzw. Schimmelpilzen führt hingegen zu einer systematischen Pilzinfektion, die sich im Inneren des Körpers ausbreitet. Durch das Einatmen oder alternativ den Verzehr von infizierten Speisen gelangen die Sporen ins Blut. Die Erkrankung von einem oder mehreren Organen ist die Folge.
Um die im konkreten Fall wirkungsvolle Therapiemethode zu finden, ist eine genaue Kenntnis der jeweiligen Pilzerreger notwendig. Die größte Gruppe, die Dermatophyten, lässt sich nochmals in die besonders häufig auftretenden Gattungen Mikrosporum, Epidermophyton und Trichophyten aufteilen.

Dabei handelt es sich um Pilzerreger, die ausschließlich die äußeren Körperschichten angreifen. Nagelpilz, im Fachjargon Onychomykose, und Fußpilz bzw. Tinea pedis gehören zu den beiden Pilzerkrankungen, die durch Dermatophyten verursacht werden. Sogenannte Hefepilze wiederum sind unter anderem für die Entstehung der im Mund- und Rachenraum auftretenden Candidose sowie des Scheidenpilzes, auch Vaginalmykose genannt, verantwortlich. Schimmelpilze befallen in der Regel nur das Körperinnere.

Abgrenzung zwischen harmlosen und krankmachenden Pilzen

 Natürlich erweisen sich nicht alle Pilze als gefährlich. Vielmehr sind sie ein unentbehrlicher Bestandteil der körpereigenen Flora und befinden sich folglich sowohl im Darm als auch auf der Haut und den Schleimhäuten. Zur Erkrankung kommt es erst, wenn die Abwehrkräfte so geschwächt sind, dass sie die Pilze nicht mehr unter Kontrolle halten bzw. deren Ausbreitung nicht verhindern können. Diabetes, starkes Übergewicht, Chemotherapie sowie die Einnahme bestimmter Medikamente: So lauten nur einige der Beispiele, die die Entstehung einer Infektion mit krankmachenden Pilzen fördern können. Dabei zählen Scheidenpilz, Fuß- und Nagelpilz zu den besonders häufig auftretenden Erkrankungen. Art und Umfang der Behandlung richtet sich nach der jeweiligen Pilzerkrankung.

Exkurs Fußpilz (Tinea pedis)

Exkurs Fußpilz (Tinea pedis)

Der Verlauf einer Fußpilzerkrankung ist oftmals chronischer Natur. Auslöser sind in erster Linie Fadenpilze. In selteneren Fällen sind Hefe- und Schimmelpilze für die Fußpilzinfektion verantwortlich. Rötungen, Schuppenbildung und das Entstehen kleiner Bläschen sind die markantesten Hinweise auf eine Fußpilzerkrankung. Sie treten vornehmlich zwischen den Zehen, an der Fußsohle und in schweren Fällen am Fußrücken auf. Bei mangelnder Behandlung kann sich Fußpilz unter anderem auf die Nägel ausbreiten. Mit speziellen Salben und Cremes, die pilzabtötende Wirkstoffe enthalten, lässt sich Fußpilz in der Regel effektiv und nachhaltig behandeln.

Exkurs Scheidenpilz (Vaginalmykose)

Wie die Bezeichnung bereits vorschlägt befällt der Scheidenpilz den Genitalbereich bei Frauen. Als Haupterreger, der die Beschwerden bei dieser ganz besonderen Form der Schleimhautmykose verursacht, gilt der Hefepilz Candida albicans. Eine Infektion sollte man unbedingt von dem Arzt abklären lassen. Erste Symptome einer Vaginalmykose sind Rötungen, Schwellungen, Schmerzen beim Wasserlassen sowie ein anhaltendes Brennen in Scheidengegend. Behandelt wird diese Variante der Pilzerkrankungen ebenfalls mithilfe von einschlägigen Vaginalsalben, Vaginaltabletten und Tinkturen. Clotrimazol: So heißt der Wirkstoff, der im Rahmen der Scheidenpilz-Therapie unverzichtbar ist.

Risikofaktoren, die es zu vermeiden gilt

Die beste Vorbeugungsmaßnahme ist bekanntermaßen das Ausschalten von potentiellen Gefahrenquellen. In Bezug auf das Thema Pilzinfektionen bedeutet dies unter anderem: Sie lassen bei der Nutzung von öffentlichen Bädern oder Umkleidekabinen besondere Vorsicht walten. Hautdesinfektionssprays und Schuhe erweisen sich hier als besonders wirkungsvolle Mittel der Prävention gegen Fußpilz. Zudem vermeiden Sie ein feucht-warmes Klima. Sie stärken Ihre Haut als natürlichen Schutzmantel durch eine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und eine optimale Hautpflege. Abgesehen davon vermeiden Sie die gemeinsame Nutzung von Handtüchern, Socken und/oder Schuhen mit potentiell infizierten Personen.

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