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Stillprobleme: Wenn Milchstau zu Schmerzen & Problemen führt

Stillprobleme, wenn Milchstau zu Schmerzen & Problemen führt
Probleme beim Stillen stellen nicht nur für den Säugling, sondern auch für die Mutter ein Hindernis dar. Eines der häufigsten Stillprobleme ist ein Milchstau.
Dieser wiederum kann eine Entzündung der Brust hervorrufen, die mit Schmerzen und zusätzlichen Stillproblemen einhergeht. Gegen diese Symptome gibt es einige Selbsthilfemaßnahmen, die relativ früh zu einer Entlastung führen können. In schwereren Fällen können auch spezielle Medikamente zum Einsatz kommen. Mit verschiedenen Verfahren lässt sich Stillproblemen darüber hinaus recht einfach vorbeugen.

Typische Ursachen für Stillprobleme

Ein häufiges Problem beim Stillen ist ein sogenannter Milchstau. Dieser wiederum kann zu wunden Brustwarzen führen, was in einer Brustentzündung münden kann.

Auch andere Komplikationen können zu Problemen beim Stillen führen:
  • Viele junge Mütter sind unsicher, wie sie das Stillen am besten umsetzen sollen. In diesem Fall ist ein aufklärendes Gespräch mit einer Hebamme oder einer ausgebildeten Stillberaterin sinnvoll.
  • Sollte die junge Mutter unter Schlupfwarzen bzw. Hohlwarzen leiden, kann der Stillvorgang für den Säugling erschwert sein, da die Brustwarze vom Mund des Kindes nicht richtig umfasst werden kann. In diesem Fall können Stillhütchen Abhilfe schaffen, die über die mütterliche Brustwarze gestülpt werden.
  • Auch akute oder chronische Erkrankungen oder Medikamente, die von der Mutter eingenommen werden müssen, können zu Stillproblemen führen.

Vom Milchstau zur Brustentzündung

mlchstau und Brustentzündungen Stillprobleme belasten

Wunde Brustwarzen können die Folge eines Milchstaus sein. Diese wunden Brustwarzen wiederum können sich entzünden, was für die junge Mutter äußerst schmerzhaft sein kann. In der Folge kann es auch beim Stillen zu Schmerzen kommen, was wiederum einen erneuten Milchstau verursachen kann. Es ist daher wichtig, diesen verhängnisvollen Kreislauf möglichst frühzeitig zu unterbrechen.

In der Regel entsteht ein Milchstau dann, wenn die Brust nicht ausreichend entleert wurde. Mit einfachen Mitteln kann einer Entzündung vorgebeugt werden. Durch warme Umschläge oder das Abpumpen der Milch werden die Brüste entlastet und ein Milchstau kann verhindert werden.

Ursachen für Stillprobleme

  • zu eng sitzender BH
  • falsche Technik beim Anlegen des Kindes
  • psychische Belastungen, die einen ungünstigen Einfluss auf den Milchflussreflex haben
  • Ungleichgewicht zwischen dem Hunger des Säuglings und der Milchbildung in der Brust

Vermeidung von Milchstau

  • häufiges Anlegen des Säuglings
  • zusätzliches Ausstreichen der Milch unter der Dusche
  • Abpumpen mithilfe einer Milchpumpe
  • warme Umschläge

Symptome für einen Milchstau

Ein typisches Symptom für einen Milchstau ist eine prall gespannte und schmerzende Brust. Durch das mit Milch gefüllte Drüsengewebe werden die Milchgänge abgedrückt, sodass die Milch immer schlechter abfließen kann. Das Kind wird in der Folge Schwierigkeiten haben, den kompletten Warzenhof mit seinem Mund zu umfassen. Dies wiederum kann zur Folge haben, dass die Brustwarzen wund werden. Eine falsche Stilltechnik kann dies noch weiter verstärken. Aufgrund der Schmerzen beim Stillen wird sich die junge Mutter immer mehr verkrampfen, sodass der Milchfluss immer schwerer in Gang gesetzt werden kann.

Therapiemöglichkeiten bei Stillproblemen

Stillprobleme belasten

Vom Milchstau zur Brustentzündung kommt es nicht von heute auf morgen. In den frühen Stadien der Entzündung kann die Brust mit Quarkkompressen gekühlt werden. Zudem sollte die junge Mutter stets dafür sorgen, die Brust leer zu halten. Darüber hinaus hat es sich vor dem Anlegen des Säuglings bewährt, den Milchfluss in Gang zu bringen.

Dies kann durch ein manuelles Ausstreichen der Brust oder warme Umschläge geschehen. Auf diese Weise wird das Ansaugen des Säuglings immer weniger Schmerzen bereiten.

Wie lässt sich Stillproblemen vorbeugen?

Stillproblemen, und im speziellen einem Milchstau, lässt sich gut vorbeugen. Am besten achtet man hierbei bereits auf erste Anzeichen. Sollte sich die Brust regelmäßig unangenehm prall gefüllt anfühlen und die Brustwarzen zum Wundwerden neigen, können oben beschriebene Therapiemöglichkeiten angewendet werden. Sollte sich zu den genannten Symptomen auch noch Fieber gesellen, ist es ratsam, sich sofort an einen Arzt oder besser noch die Hebamme zu wenden.

Gegen wunde Brustwarzen helfen spezielle Salben aus der Apotheke oder dem Drogeriemarkt. Für den Säugling sind solche Salben unbedenklich. Um die Brust nicht zu überreizen, kann es auch hilfreich sein, den Säugling über einen gewissen Zeitraum hinweg kürzer, aber dafür häufiger, an die Brust anzulegen.

Milchabpumpen bei Stillproblemen

Selbst entlasten lässt sich eine prall gefüllte Brust ganz einfach. Abhilfe schafft es hierbei, die Brust etwas auszustreichen. Hierzu fährt man kräftig mit der flachen Hand von der Achsel bis zur Brustwarze. Dies genügt in den meisten Fällen, damit die Milch in einem kräftigen Strahl abfließen lässt. Hat die junge Mutter das Gefühl, dass die Brust entlastet ist, wird ein Finger einige Sekunden lang auf die Brustwarze gehalten, bis die Milch wieder versiegt ist.

Eine andere Möglichkeit, um eine prall gefüllte Brust zu entlasten, ist der Einsatz einer Milchpumpe. Sinnvoll ist es vor dem Kauf einer solchen Milchpumpe, sich in der Apotheke, von einer Stillberaterin oder einer Hebamme beraten zu lassen, welches Modell am besten geeignet ist. Sollte der Arzt ein entsprechendes Rezept ausstellen, werden die Kosten für eine Milchpumpe häufig von den Krankenkassen übernommen. In diesem Fall kann die Milchpumpe dann über einen bestimmten Zeitraum aus der Apotheke ausgeliehen werden.

Häufige Fragen zum Thema Stillprobleme

Wenn durch die kleinen Hautverletzungen im Bereich der wunden Brustwarze Keime eindringen, kann es zu einer Entzündung der Brust kommen. In der Folge schmerzt die Brust, ist gerötet und geschwollen. Zudem kann Fieber bis 40 Grad Celsius bei der betroffenen Frau auftreten.
Sollten sich die Beschwerden nicht innerhalb eines Tages bessern, können stillfreundliche Antibiotika oder entzündungshemmende Medikamente zum Einsatz kommen. Unter Umständen kann der Arzt über einen gewissen Zeitraum einen Prolaktinhemmer verschreiben, mit dem die Milchbildung reduziert wird. Meistens ist es danach aber immer noch möglich, den Säugling zu stillen. Solange der Stillwunsch der Mutter besteht, wird dies von Stillberaterinnen und Hebammen grundsätzlich auch empfohlen.

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