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Folsäure - Unterschätztes B-Vitamin, besonders in der Schwangerschaft

folsäure
Folsäure ist eine lebenswichtige Substanz, die täglich mit der Nahrung aufgenommen werden muss. Ein Mangel kann Blutarmut hervorrufen.

B-Vitaminkomplex: Folsäuren und Vitamin B12 spielen zusammen

Bei Vitamin B9 handelt es sich um eine synthetische Verbindung, die im Organismus keine direkte Verwendung findet. Erst mit der Umwandlung in bioaktives Folat erfüllt die Substanz enzymatische Funktionen. Vitamine der B-Gruppe spielen eng zusammen. B12-Vitamine sind zum Beispiel zur Aktivierung der Folsäureumwandlung erforderlich. Ohne hinzureichende Vitamin-B12-Versorgung kann Folsäure demzufolge keine enzymatische Funktion erfüllen. Im Organismus erreichen Folsäuren bei Vitamin-B12-Mangelerscheinungen nämlich keine bioaktive Form. Durchschnittlich benötigen Menschen zwischen 400 und 600 Mikrogramm Folsäuren.

Folsäure ist in der Schwangerschaft essentiell

folsäure für ein gesundes baby

Zur Synthese der Erbsubstanz, zum Wachstum und zur Vermehrung von Zellen ist der menschliche Körper auf Folsäure angewiesen. Dasselbe gilt bei der Bildung von roten Blutkörperchen. Ein gewisser Bedarf an Folsäure gilt bereits für das Embryo: Das embryonale Nervengewebe kann sich nur bei hinzureichender Konzentration entwickeln. Aus diesem Grund haben Unterversorgungen in der Embryonalzeit oft Fehlbildungen und Entwicklungsstörungen zur Folge. Für Frauen in der Schwangerschaft spielt das Vitamin daher eine wesentliche Rolle.

Nicht nur bereits Schwangere, sondern auch Frauen mit Kinderwunsch müssen ausreichend Folsäure zu sich nehmen. Ausreichend meint in diesem Kontext etwa um die Hälfte mehr als der Durchschnitt. Ein Mangel an Folat kann dem Kinderwunsch dauerhaft entgegenstehen. Bei extremer Unterversorgung erkennt der Körper, dass derzeit kein gesundes Kind im Körper der Frau wachsen kann. Präventiv unterbindet der Organismus in diesem Fall die Schwangerschaft. Damit ist Folat-Mangel ein häufiger Grund für ausbleibende Schwangerschaften.

Ausgewogene Ernährung schließt Folsäure-Mangel annähernd aus

Der Körper kann rund 10 Milligramm Folsäure speichern. Um einen gesunden Folsäurehaushalt aufrechtzuerhalten, müssen jeden Tag Lebensmittel mit Folsäuregehalt konsumiert werden. Unterschiedliche Nahrungsmittel enthalten einen besonders hohen Folsäuregehalt, zu diesen Lebensmitteln zählen Hefen. Eine folsäurehaltige Ernährung garantieren außerdem Getreidekeime.

Auch Hülsenfrüchte, Leber, Blattgemüse, Petersilie und Eigelb sind Folsäurelieferanten. Dasselbe gilt für Sonnenblumenkerne, Mohnsamen, grünes Gemüse und Spargel. Gesunde Lebensmittel wie Spinat, Tomaten, Brombeeren und Blumenkohl sind ebenfalls für ihren hohen Gehalt an Vitaminen und Folsäuren bekannt. Dass auch Obst wie Orangen für gesunde Ernährung eine wesentliche Rolle spielen, liegt nicht zuletzt an ihrer hohen Folsäurekonzentration. Da die enzymatisch aktive Substanz in ihrer inaktiven Form in derart vielen Lebensmitteln enthalten ist, sind Folsäuremangelerscheinungen bei ausgewogener Ernährung annähernd ausgeschlossen. 

folsäure lieferanten in der nahrung

Folsäure-Mangel liegt in Einzelfällen an Organerkrankungen

Im Einzelfall entstehen Folatmangelerscheinungen durch erhöhten Alkoholkonsum. Der Grund dafür liegt in einer Leberüberlastung. Da aktive Folsäuren vorwiegend in diesem Organ umgesetzt werden, stört die Überlastung die Produktion. Auch andere Leberbelastungen oder -schädigungen können in Folsäurenmangel münden. Ebenso oft sind Erkrankungen des Dünndarms für die Mangelerscheinungen verantwortlich. Bei Dünndarmerkrankungen liegt das Phänomen an der sogenannten Malabsorption. Durch die Darmwand werden Nährstoffe nur noch unzureichend aufgenommen. Abgesehen von Leber- und Darmerkrankungen sind Nierenerkrankungen eine denkbare Ursache für Folatmangel. In diesem Zusammenhang zählt die Erscheinung meist zu den Folgen der Nierenersatztherapie. In seltenen Fällen können Folatmangelerscheinungen das Symptom einer angeborenen oder erworbenen Stoffwechselerkrankung sein. Noch seltener hängt Folatmangel mit starkem Tabakkonsum zusammen.

Folsäuremangelerscheinungen äußern sich in Blutarmut

Eine unzureichende Zufuhr an Folsäure beeinträchtigt die Gesundheit und ruft unterschiedlichste Beschwerden hervor. Da die Substanz für die Herstellung von roten Blutkörperchen eine bedeutende Rolle spielt, stellt der Organismus bei unzureichender Aufnahme nur noch defekte Erythrozyten her. Die roten Blutkörperchen sind nicht nur in ihrer Funktion beeinträchtigt. Leitsymptomatisch entsteht außerdem eine Blutarmut, die als Folsäuremangelanämie bezeichnet wird. Meist äußert sich der Mangel in Frühsymptomen wie Müdigkeit und ähnlichen Allgemeinsymptomen. Zusätzliche Beschwerden können folgende Symptome sein:

  • Blässe
  • Durchfall
  • Atembeschwerden
  • Schleimhautentzündungen
  • Zungenbrennen
  • Appetitverlust
  • Blutungsneigung
  • Depression
  • Herzkreislauferkrankungen

In der Schwangerschaft haben Mangelerscheinungen besonders weitreichende Folgen. Wird das Ungeborene über die Mutter nicht hinzureichend mit aktiven Folsäuren versorgt, kann es an Entwicklungsstörungen des Nervensystems erkranken. Krankheitsbilder wie Spina bifida können die Folge sein. Bei dieser Erscheinung schließt sich die Wirbelsäule nicht, wie physiologisch eigentlich vorgesehen. Um derartigen Erscheinungen vorzubeugen, sollten werdende Mütter Rücksprache mit ihrem behandelnden Gynäkologen nehmen. Der Arzt versorgt sie mit Informationen über das Vitamin und hilft ihnen, einer drohenden Mangelversorgung vorzubeugen.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Folsäure

Die beiden Vitamine der B-Gruppe sind gemeinsam an unterschiedlichen Prozessen mit lebenswichtigem Potenzial beteiligt. Dazu zählen Blutbildung, Eiweißstoffwechsel, Zellteilung, Fettstoffwechsel, Schleimhautaufbau und DNA-Synthese. Der enge Zusammenhang zwischen den Vitamin B12 und B9 spielt im Stoffwechsel außerdem für die Methionin-Synthase eine Rolle. Diese Synthase verwandelt schädliches Homocysteins in Methionin und schützt dadurch den menschlichen Organismus.
Wesentlich häufiger als Männer leiden Frauen an Folsäuremangelerscheinungen. Für sie spielt es daher eine wesentliche Rolle, ausreichend folsäurehaltige Lebensmittel wie Gemüse zu konsumieren. Besonders wesentlich ist folsäurehaltige Nahrung, wie erwähnt, für Frauen mit Kinderwunsch. In Deutschland treten Folsäuremangelerscheinung am häufigsten in der Schwangerschaft auf. In dieser Zeit besteht ein doppelter Bedarf, da der Organismus das ungeborene Kind mit versorgen muss.

Die Bedarfserhöhung reicht bis in die Stillzeit hinein und bezieht sich nicht nur auf Folsäuren, sondern auch auf andere B-Vitamine. Bei der Ernährung sollen Schwangere daher idealerweise auch auf eine hinzureichende Versorgung mit Vitaminen wie B12 achten, die zur Synthese von aktiven Folsäuren benötigt werden. Folsäurehaltige Lebensmittel wie Gemüse stehen nicht nur für alle Schwangeren und Stillenden, sondern auch für Empfängnisverhütende auf dem Speiseplan. Aber Vorsicht: Der Folsäureumsatz der Leber ist begrenzt. Maximal sollten 1000 Mikrogramm täglich auf dem Speiseplan stehen.

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