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Zahnerkrankungen: Plaque, Karies und Parodontose erkennen & behandeln

Autor: medizinfuchs Redaktion
Plaque: Wenn Krankheitsgefahr auf den Zähnen lauert
Da hilft auch die beste Zahnpflege nicht: Schon kurz nach dem Zähneputzen bildet sich auf der Zahnoberfläche Zahnbelag in Form von Proteinen. Wird der schützende Belag gelblich fest, spricht die Zahnmedizin von einem Bakterienbelag auf der Oberfläche der Zähne. Diese Plaque ist eine Hauptursache für Krankheiten wie Parodontitis, Karies und Gingivitis.

Plaque

Plaque was ist das

Bei Plaque handelt es sich um lebendigen Belag auf den Zähnen. Der Film enthält Bakterien der natürlichen Mundflora und dient ihnen als Lebensraum. Im Speichel jedes Menschen sind Millionen von Bakterien enthalten, die sich an die Zahnoberfläche heften und sich dort stark vermehren. Jeder Zahn entwickelt auf der Oberfläche permanent einen Biofilm. Putzen Betroffene ihre Zähne nicht hinreichend, um den Biofilm regelmäßig zu entfernen, so bleibt die Schicht in Form von Plaque lange liegen und wird zu festem Zahnstein. Dem Zahnarzt ist Plaque nicht nur als Ursache für Mundgeruch, sondern als Anbeginn unterschiedlicher Zahnerkrankungen bekannt. Die richtige Mundhygiene ist eine wichtige Prophylaxe.

Beschwerden bei Plaque

Die Beschwerden bei Plaquebildung unterscheiden sich von Stadium zu Stadium. Der natürliche Biofilm ist das erste Stadium der Plaque und führt in der Regel nicht zu Symptomen. Der Film ist lediglich mit der Zunge tastbar und lässt sich mit der Zahnbürste entfernen. Die Entfernung von ausgereifter Plaque ist mit Zahnpasta und Zahnbürste nicht mehr möglich. Zahnfleischreizungen sind im Laufe der Zeit genauso zu erwarten wie Karieslöcher.

Behandlung bei Plaque

Solange der Zahnbelag weich ist, reicht eine professionelle Mundhygieneberatung zur Behandlung der Zähne oft aus. Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Reinigung von schwer erreichbaren Gebissbereichen. Zahnseide entfernt beispielsweise Speisereste aus Zahnzwischenräumen, die für Plaquebildung besonders anfällig sind. Auch die richtige Zahnputztechnik ist für präventive Mundhygiene entscheidend. Sobald der Zahnbelag durch Speichelmineralien erhärtet, entwickelt sich ehemalige Plaque zu Zahnstein. Nach der Erhärtung lässt sich Plaque weder mit spezieller Zahnpasta noch Spezialzahnbürsten entfernen. Die Plaqueentfernung übernimmt ab diesem Stadium ein Profi.

Karies

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Die medizinische Bezeichnung Karies (Caries dentum) kommt vom lateinischen Wort caries (Fäulnis) und beschreibt den Zersetzungsprozess der Zahnsubstanz durch Bakterien. Die auch Zahnfäule genannte Erkrankung gehört in den westlichen Industriestaaten zu den am weitesten verbreiteten Zahnkrankheiten. Leidet eine Person an Karies, ist vor allem die Kaufläche davon betroffen. Wird das Loch dann größer, greift sie auch auf die Zahnzwischenräume über. In besonders schweren Fällen wird sogar der Zahnnerv angegriffen. Das ist besonders bei älteren Patienten der Fall.

Doch auch die Milchzähne sind heutzutage nicht mehr vor Karies sicher: Fast die Hälfte aller Kinder unter sieben Jahren musste sich bereits wegen eines Loches im Zahn behandeln lassen. Ein erhöhtes Risiko, an Zahnfäule zu erkranken, haben Personen, deren Kaufläche stark gefurcht ist und Patienten mit Zahnfehlstellungen (zu eng stehenden Zähnen). Außerdem tragen genetisch bedingte oder im Laufe des Lebens erworbene Mineralisierungsstörungen, eine verringerte Speichel-Qualität und Menge und eine zuckerreiche Ernährung zur Bildung kariöser Stellen bei.

Symptome bei Karies

Eine beginnende Karies zeigt sich mit einer weißen bis hellbraunen kleinflächigen Verfärbung. Sie wird im weiteren Verlauf immer dunkler. Aus dem schwarzen Fleck entsteht ein Loch, das in der Folgezeit sogar bis ins darunter befindliche Zahnbein hineinreichen kann. Kariöse Stellen können Schmerzen verursachen. Ist die Zahnsubstanz durch die Kariesbakterien so geschädigt, dass sogar der Zahnhalteapparat (Zahnwurzel, Kieferknochen, Zahnfleisch) betroffen ist, kommt es zur Zahnbettentzündung (Parodontitis). Der Zahn lockert sich und fällt schließlich aus.

karies symptome und ursachen

Karies behandeln

Wird der Zahn frühzeitig behandelt, lässt sich die Entmineralisierung noch aufhalten. Der Zahnarzt führt dem leicht geschädigten Zahn mithilfe eines Fluoridgels Mineralien zu, die seinen Schmelz widerstandsfähiger machen. Tiefere Löcher lassen sich nur durch Ausbohren beseitigen. Anschließend erhält der Zahn eine Füllung. Als Füllmaterial verwendet man meist Spezialkunststoff, Keramik und Edelmetall.
Größere Schäden werden mit einer Teilkrone überdeckt oder vollständig überkront. Hat die Zahnfäule bereits den Zahnnerv beeinträchtigt, ist eine Wurzelbehandlung erforderlich. Bei Zähnen, die nicht mehr aufgebaut werden können, besteht die Kariesbehandlung aus dem Ziehen der Zähne.

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Parodontose

parodontose erkennen

Als Parodontose oder Parodontitis bezeichnet man eine bakterielle Entzündung des Zahnhalteapparats. Sie gehört zu den am häufigsten vorkommenden Zahnerkrankungen. Der Zahnhalteapparat hat die Aufgabe, die Zähne fest im Kieferknochen zu verankern. Im Laufe des Lebens kommt es naturgemäß zu Veränderungen an Zähnen und Zahnfleisch. Von einer Parodontose betroffen sind daher meist Patienten über 40. Die entzündliche Erkrankung tritt vor allem an den vorderen Backen- und Frontzähnen beider Kiefer auf und umfasst den eigentlichen Zahnhalteapparat und das Zahnbett. Eine unbehandelte Parodontose hat im weiteren Verlauf den Verlust von Zähnen und möglicherweise sogar Herzerkrankungen zur Folge. Wird sie erst spät erkannt, ist die Prognose ungünstiger.

Symptome bei Parodontose

Die Erkrankung entwickelt sich schleichend. Das entzündete Zahnfleisch ist gerötet, geschwollen, uneben und liegt nicht wie normalerweise üblich eng an den Zähnen an. Es kommt immer häufiger zu Zahnfleischbluten. Bei manchen Patienten sind außerdem noch verdickte Zahnfleischränder (McGall-Girlanden) und Spalten im Zahnfleisch zu erkennen. Die bakterielle Infektion macht sich mit einem unangenehm süßlichen Mundgeruch bemerkbar.

Bei einer fortgeschrittenen Parodontitis hat der Betroffene an der entzündeten Stelle starke Schmerzen. Werden die Zahnfleischtaschen immer tiefer, liegen auch die sehr empfindlichen Zahnhälse frei. Berührt man sie mit der Zahnbürste oder trinkt man etwas Heißes oder Kaltes, verspürt man einen heftigen, stechenden Schmerz. Mitunter geht die Entzündung des Zahnhalteapparats auch noch mit Zahnfleisch-Abszessen und einem vereiterten Zahnfleischsaum einher.

Parodontose behandeln

Parodontose behandeln

Vor der eigentlichen Behandlung entfernt der Zahnarzt den bakteriellen Zahnbelag und Zahnstein von der Zahnoberfläche und aus dem Bereich direkt unterhalb des Zahnfleischsaums. Sind die vorhandenen Zahnfleischtaschen nicht allzu tief, nimmt er eine geschlossene Kürettage (Ausschabung) vor. Bei dieser gewebeschonenden Methode hebt er die Plaques mithilfe einer Kürette oder mittels Ultraschall von ihrem Untergrund ab.

Da die Parodontitisbehandlung unter lokaler Betäubung durchgeführt wird, verspürt der Betroffene meist keine Schmerzen. Anschließend kann es allerdings zu Zahnfleischblutungen kommen.

Zahnerkrankungen vorbeugen

Zahnerkrankungen vorbeugen

Zu den wichtigsten Präventivmaßnahmen im Kontext von Plaque und Folgeerkrankungen zählt neben richtiger Mundhygiene vor allem die Ernährung. Wer viel Süßes ist, versorgt etwaige Bakterien mit umso besserem Nährboden. Nicht umsonst erzieht man Kinder dazu, besonders nach dem Verzehr von Süßigkeiten die Zähne zu putzen. Über Plaque-Färbetabletten aus der Apotheke lässt sich Zahnbelag in Anfangsstadien sichtbar machen, um persönliche Problemzonen zu erkennen und gezielter in die Mundhygiene miteinzubeziehen. Aktuelle Studien und Spezialseiten empfehlen zur Vorbeugung von Plaque und so bedingten Zahnerkrankungen außerdem, den natürlichen Zahnbiofilm mit regelmäßig professioneller Zahnreinigung vollständig zu entfernen. Der Grund: Beim Zähneputzen bleiben Reste des Biofilms in den Zwischenräumen erhalten, um dort Karieserkrankungen auszulösen.

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