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Indikation

  • Das Arzneimittel enthält den Wirkstoff Aficamten. Aficamten ist ein reversibler kardialer Myosin-Inhibitor, was bedeutet, dass es die Wirkung des Eiweißstoffs Myosin in Herzmuskelzellen verändert.
  • Das Präparat wird angewendet zur Behandlung von Erwachsenen mit einer Art von Herzerkrankung, die als hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie (HOCM) bezeichnet wird. Es wird angewendet bei Erwachsenen mit Symptomen der Erkrankung (Klasse II oder Klasse III HOCM). Die „Klasse" spiegelt die Schwere der Erkrankung wider: „Klasse II" bedeutet eine leichte Einschränkung der körperlichen Aktivität und „Klasse III" eine deutliche Einschränkung der körperlichen Aktivität.
  • Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) ist eine Erkrankung, bei der sich die Wände der linken Herzkammer (Ventrikel) stärker zusammenziehen und dicker werden als normal. Wenn sich die Wände verdicken, kann dies den Blutfluss aus dem Herzen blockieren und auch dazu führen, dass der Herzmuskel steifer wird. Diese Blockade (Obstruktion) erschwert den Ein- und Austritt von Blut in das Herz und aus dem Herzen, wodurch dessen Fähigkeit, Blut in den restlichen Körper zu pumpen, verringert wird. Diese Erkrankung wird als hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie (HOCM) bezeichnet. Zu den Symptomen der HOCM gehören Brustkorbschmerz und Kurzatmigkeit (insbesondere bei körperlicher Betätigung), Müdigkeit, Herzrhythmusstörungen, Schwindelgefühl, Ohnmachtsgefühl, Ohnmacht (Synkope) und Schwellungen der Knöchel, Füße, Beine, des Bauchs und/oder der Halsvenen.
  • Aficamten, der in diesem Arzneimittel enthaltene Wirkstoff, bindet an den Eiweißstoff Myosin im Herzmuskel. Dadurch wird die übermäßige Kontraktion des Herzens verringert, das Herz kann leichter pumpen, die Blockade des Blutflusses wird verringert und die Symptome von HOCM können sich bessern.

Kontraindikation

  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
    • wenn Sie allergisch gegen Aficamten oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
    • wenn Sie die folgenden Arzneimittel einnehmen:
      • mehr als 1 Dosis Fluconazol (ein Arzneimittel, das häufig zur Behandlung von Pilzinfektionen eingesetzt wird).
      • Adagrasib (ein Arzneimittel, das zur Behandlung bestimmter Krebserkrankungen eingesetzt wird)
      • Rifampicin (ein Antibiotikum gegen Infektionen wie Tuberkulose).
      • Johanniskraut (ein pflanzliches Ergänzungsmittel gegen Depression).
  • Fragen Sie Ihren Arzt, ob das Arzneimittel, das Sie einnehmen, ein Grund ist, Aficamten nicht einzunehmen. Siehe Kategorie "Wechselwirkungen".
  • Sie dürfen das Präparat nicht einnehmen, wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft.
  • Wenn Sie sich nicht sicher sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Präparat einnehmen.

Dosierung von MYQORZO 5 mg Filmtabletten

  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. Die Behandlung mit diesem Präparat muss unter der Aufsicht eines Arztes begonnen werden, der Erfahrung in der Behandlung von Patienten mit Kardiomyopathie hat.
  • Ihr Arzt wird Ihnen eine tägliche Einzeldosis von entweder 5 mg, 10 mg, 15 mg oder 20 mg verschreiben. Die Einzelhöchstdosis beträgt 20 mg einmal täglich.
  • Die empfohlene Anfangsdosis beträgt eine 5-mg-Filmtablette, die einmal täglich eingenommen wird. Nachdem Sie die Behandlung begonnen haben, wird Ihr Arzt Ihre Dosis alle 2 bis 8 Wochen um 5 mg erhöhen, bis eine regelmäßige tägliche Dosis (Erhaltungsdosis) oder die Tageshöchstdosis erreicht ist.
  • Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie viel Sie einnehmen sollen.
  • Echokardiographien
    • Während Sie das Arzneimittel einnehmen, wird Ihr Arzt mittels Echokardiographie überwachen, wie gut Ihr Herz arbeitet, und kann Ihre Dosis gemäß den Ergebnissen der Echokardiographie anpassen (Ihre Dosis erhöhen oder senken oder die Behandlung vorübergehend aussetzen).
    • Die erste Echokardiographie wird vor Beginn der Behandlung durchgeführt, weitere folgen bei den Nachbeobachtungsbesuchen alle 2 bis 8 Wochen, um zu beurteilen, wie Sie auf das Präparat ansprechen. Wenn Ihr Arzt Ihre Dosis zu irgendeinem Zeitpunkt ändert, wird innerhalb von 8 Wochen danach eine Echokardiographie durchgeführt, um sicherzustellen, dass Sie die richtige Dosis erhalten. Wenn Sie eine regelmäßige tägliche Dosis (Erhaltungsdosis) erreicht haben, werden alle 3 Monate oder 6 Monate Echokardiographien durchgeführt.
  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • Wenn Sie mehr Tabletten eingenommen haben, als Sie sollten, wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt oder suchen Sie sofort ein Krankenhaus auf. Wenn möglich, nehmen Sie die Arzneimittelpackung und die Gebrauchsinformation mit.
  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Wenn Sie die Einnahme zur üblichen Zeit vergessen haben, nehmen Sie Ihre Dosis ein, sobald Sie sich am selben Tag daran erinnern, und nehmen Sie Ihre nächste Dosis am nächsten Tag ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
  • Wenn Sie die Einnahme abbrechen
    • Brechen Sie die Einnahme nicht ab, es sei denn, Ihr Arzt ordnet es an. Wenn Sie die Einnahme abbrechen, können Ihre HCM-Symptome zurückkehren. Wenn Sie die Einnahme beenden möchten, informieren Sie Ihren Arzt, um die beste Vorgehensweise zu besprechen.
  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Patientenhinweise

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen.
    • Informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eines dieser Symptome während Ihrer Behandlung bei Ihnen neu auftritt oder sich verschlechtert:
      • unregelmäßiger Herzschlag (Arrhythmie)
      • Kurzatmigkeit (Dyspnoe)
      • Brustkorbschmerz
      • Müdigkeit oder
      • Schwellung der Beine.
    • Dies könnten Anzeichen und Symptome einer systolischen Dysfunktion sein, einer Erkrankung, bei der das Herz nicht mit ausreichender Kraft pumpen kann, was lebensbedrohlich sein und zu Herzversagen führen kann.
    • Informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie eine schwerwiegende Infektion entwickeln oder ein unregelmäßiger Herzschlag (Arrhythmie) neu auftritt oder sich verschlechtert, da dies Ihr Risiko für die Entwicklung einer systolischen Dysfunktion und von Herzversagen erhöhen könnte. Ihr Arzt muss möglicherweise zusätzliche Untersuchungen durchführen, um zu beurteilen, wie gut Ihr Herz arbeitet.
    • Routineuntersuchungen
      • Ihr Arzt wird mithilfe der Echokardiographie (einer Ultraschalluntersuchung, bei der Bilder von Ihrem Herzen gemacht werden) beurteilen, wie gut Ihr Herz arbeitet (Ihre Herzfunktion), und dazu Ihre linksventrikuläre Auswurffraktion (oder linksventrikuläre Ejektionsfraktion, LVEF; die Menge an Blut, die bei einem Herzschlag von der unteren linken Kammer aus dem Herzen gepumpt wird) überprüfen. Diese Untersuchung wird vor Ihrer ersten Dosis und regelmäßig während der Behandlung durchgeführt. Es ist sehr wichtig, dass Sie diese Echokardiographie-Termine wahrnehmen, da Ihr Arzt die Wirkung des Präparates auf Ihr Herz überprüfen muss. Ihre Behandlungsdosis muss möglicherweise angepasst werden, um Ihr Ansprechen zu verbessern oder Nebenwirkungen zu verringern.
    • Kinder und Jugendliche
      • Dieses Arzneimittel darf nicht an Kinder und Jugendliche (unter 18 Jahren) verabreicht werden, da die Wirksamkeit und Sicherheit von dem Arzneimittel in dieser Altersgruppe nicht untersucht wurde.
  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Das Präparat kann sich geringfügig auf Ihre Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen auswirken. Wenn Ihnen während der Einnahme dieses Arzneimittels schwindelig wird, führen Sie kein Fahrzeug, fahren Sie nicht Rad und bedienen Sie keine Werkzeuge oder Maschinen (Siehe Kategorie "Nebenwirkungen").

Schwangerschaft

  • Schwangerschaft
    • Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.
    • Es liegen keine Erfahrungen mit der Anwendung des Arzneimittels bei schwangeren Frauen vor. Es ist nicht geklärt, ob es Ihrem ungeborenen Kind schaden könnte. Sie dürfen dieses Arzneimittel während der Schwangerschaft nicht anwenden, es sei denn, Ihr Arzt beurteilt Ihre Erkrankung und verschreibt es Ihnen. Wenn Sie schwanger sind, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt. Ihr Arzt wird mit Ihnen die möglichen Risiken der Einnahme während der Schwangerschaft besprechen und entscheiden, ob die Behandlung begonnen bzw. fortgesetzt werden sollte. Wenn Sie während der Schwangerschaft mit diesem Präparat behandelt werden, wird Ihr Arzt Ihre Herzfunktion und die Ihres Babys mittels Echokardiographie sorgfältig überwachen. Wenn sich Ihre Herzfunktion oder die Ihres Kindes verändert, kann Ihr Arzt Ihre Dosis anpassen oder die Behandlung beenden.
  • Stillzeit
    • Wenn Sie beabsichtigen zu stillen, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Der Grund dafür ist, dass nicht bekannt ist, ob das Arzneimittel in die Muttermilch übergeht oder welche Auswirkungen dies auf das Kind haben könnte.

Einnahme Art und Weise

  • Schlucken Sie die Tablette jeden Tag im Ganzen mit einem Glas Wasser. Sie dürfen die Tablette nicht zerdrücken, zerkauen oder zerteilen. Sie können dieses Arzneimittel mit oder ohne Nahrung einnehmen.

Wechselwirkungen bei MYQORZO 5 mg Filmtabletten

  • Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen. Der Grund dafür ist, dass einige andere Arzneimittel die Wirkungsweise von Aficamten beeinflussen können.
    • Einige Arzneimittel können die Menge an Aficamten in Ihrem Körper erhöhen, wodurch es wahrscheinlicher wird, dass bei Ihnen Nebenwirkungen auftreten, die schwer sein können. Andere Arzneimittel können die Menge an Aficamten in Ihrem Körper und damit auch seine positive Wirkung verringern.
    • Aficamten darf nicht eingenommen werden, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:
      • mehr als 1 Dosis Fluconazol (ein Arzneimittel, das zur Behandlung von Pilzinfektionen eingesetzt wird).
      • Adagrasib (ein Arzneimittel, das zur Behandlung bestimmter Krebserkrankungen eingesetzt wird)
      • Rifampicin (ein Antibiotikum gegen Infektionen wie Tuberkulose)
      • Johanniskraut (ein pflanzliches Ergänzungsmittel gegen Depression)
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker vor der Einnahme von Aficamten, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel anwenden, kürzlich angewendet haben oder die Dosis geändert haben:
      • Einige Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen, z. B. Voriconazol
      • Arzneimittel zur Behandlung bestimmter Angststörungen, z. B. Fluvoxamin, Fluoxetin
      • Einige Arzneimittel zur Behandlung bakterieller Infektionen, z. B. Sulfaphenazol
      • Arzneimittel zur Behandlung von Krebs, wie Apalutamid, Enzalutamid, Mitotan
      • Einige Arzneimittel zur Behandlung von Krampfanfällen, z. B. Carbamazepin, Phenytoin
    • Wenn Sie eines dieser Arzneimittel anwenden oder angewendet haben oder die Dosis geändert haben, muss Ihr Arzt Sie engmaschig überwachen, möglicherweise Ihre Aficamten-Dosis ändern oder alternative Behandlungen in Betracht ziehen.
    • Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie eines der oben genannten Arzneimittel erhalten, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie Aficamten einnehmen.
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie die Einnahme eines Arzneimittels beenden oder ändern oder mit der Einnahme eines neuen Arzneimittels beginnen.
    • Wenden Sie keines der oben genannten Arzneimittel gelegentlich oder ab und zu (nicht regelmäßig) an, da dies die Menge an Aficamten in Ihrem Körper verändern könnte.

Wirkstoffe & Inhaltsstoffe

  • 5 mg
  • Carmin
    Hilfsstoff
  • Cellulose, mikrokristallin
    Hilfsstoff
  • Croscarmellose, Natriumsalz
    Hilfsstoff
  • Hyprolose
    Hilfsstoff
  • Indigocarmin
    Hilfsstoff
  • Macrogol-Poly(vinylalkohol)-Pfropfcopolymer
    Hilfsstoff
  • Magnesium stearat
    Hilfsstoff
  • Mannitol
    Hilfsstoff
  • Natrium dodecylsulfat
    Hilfsstoff
  • Poly(vinylalkohol)
    Hilfsstoff
  • Speisefettsäuren, Mono- und Diglyceride
    Hilfsstoff
  • Talkum
    Hilfsstoff
  • Titan dioxid
    Hilfsstoff
  • Gesamt Natrium Ion
    1 mmol Hilfsstoff
  • Gesamt Natrium Ion
    mg Hilfsstoff
Quelle: ifap Service-Institut für Ärzte und Apotheker GmbH3

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

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