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Schmerzen in der Kniekehle: Eine mögliche Folge von Sportverletzungen

Schmerzen Kniekehle: Zerrungen, Meniskusriss, Thrombose
Schmerzen in der Kniekehle sind häufig die Folge einer Sportverletzung. Die Behandlungsmöglichkeiten sind breit gefächert.
Häufig erleiden sportlich aktive Menschen eine Überlastung oder Reizung des Knies bzw. der Kniekehle durch falsche Bewegungen oder Überanstrengung. Handelt es sich jedoch um einen Kreuzbandriss oder eine Meniskus-Ruptur oder werden die Schmerzen durch eine Beinvenenthrombose verursacht, sollte sich der Betroffene möglichst bald in ärztliche Behandlung begeben.
Die Wahl der Therapie erfolgt nach einer gründlichen körperlichen Untersuchung und dem Einsatz bildgebender Verfahren. Bei leichten Fällen reicht oft schon eine mehrtägige Schonung des Knies und die Anwendung eines stabilisierenden Druckverbandes oder Kinesio-Tapes. Abhängig von den Schmerzen kann man sich auch selbst helfen, ohne den Arzt aufzusuchen.

Wissenswertes über die Anatomie der Kniekehle

Schmerzen Kniekehle

Als Kniekehle (Fossa poplitea) bezeichnet man in der Medizin die Rückseite des Knies. Hier befindet sich zunächst der zweiköpfige Oberschenkelmuskel (Musculus biceps femoris) und darunter zwei weitere Muskeln. Sie ermöglichen innere Rotationen und die Beugung des Kniegelenks. Innerhalb der Kniekehle verläuft der Ischiasnerv. Er teilt sich dort in zwei weitere Nerven, die die Muskulatur des Unterschenkels versorgen. Neben dem Ischiasnerv verlaufen eine Kniekehlen-Vene und eine Arterie. Mehrere Nerven enden in der sehr dünnen Haut. Bei akuten Schmerzen wird häufig eine MRT vorgenommen. Mithilfe dieser Untersuchung lassen sich bspw. Meniskusschäden und Baker-Zysten feststellen.

Wie werden Schmerzen in der Kniekehle verursacht?

Kniekehlen-Schmerzen haben verschiedene Ursachen. Dazu gehören bspw. Verletzungen, die durch einen Unfall, falsche Belastung, Überlastung oder durch akute und chronische Erkrankungen, wie:

  • Meniskusriss
  • Kreuzbandriss
  • Kniearthrose
  • Muskelzerrung
  • Reizung des Ischiasnervs
  • eine Baker-Zyste
  • Thrombose
  • rheumatoide Arthritis
  • Längenwachstum bei Kindern
verursacht werden. Liegt der Entstehungsort der Beschwerden nicht in der Kniekehle, handelt es sich um ausstrahlende Schmerzen, die von Wade, Schienbein, Kniescheibe oder Kniegelenk ausgehen.

Welche Erkrankungen können mit Schmerzen in der Kniekehle einhergehen?

Verletzungen bei sportlich aktiven Menschen und/ oder Erkrankungen

  • Zerrung 
    • Symptom: schmerzende Schwellung 
    • Therapie: Ruhe, Kühlung, Druckverband, Kinesio-Tape
  • Meniskusschaden - Verdrehung des Kniegelenks
    • Symptom: stechender Schmerz in der Kniekehle
    • Therapie: Physiotherapie, Schmerzmittel, operativer Eingriff
  • Reizung Oberschenkel-Muskulatur (Sehnenentzündung)
    • Symptom: Druckschmerzen und Schmerzen in der Kniekehle bei gestrecktem Bein
    • Therapie: entzündungshemmende Schmerzmittel
  • Beinthrombose
    • Symptom: starke Schmerzen von der Wade ausgehend
    • Therapie: blutverdünnende Medikamente per Injektion, ggfs. Operation
  • Wachstumsschmerzen
    • Symptom: überwiegend nachts auftretender, harmloser Schmerz bei Kindern zwischen zwei und acht Jahren
    • Therapie: keine Therapie nötig, schmerzlindernd wirken warme Wickel, Körnerkissen und Massagen
Behandlung Kniekehle und Knie

Wie kann man Schmerzen in der Kniekehle vorbeugen?

Sind Sie sportlich aktiv, können Sie Verletzungen vorbeugen, indem Sie Ihre Workouts wie vom Trainer beschrieben ausführen und sich vor dem Sport entsprechend aufwärmen. Vermeiden Sie Übergewicht, da es die Kniegelenke unnötig belastet. Achten Sie darauf, sich vor dem Sport geeignetes Schuhwerk anzuziehen. Haben Sie eine Beinfehlstellung, helfen Einlagen in den Schuhen. Erleiden Sie dennoch einen Sportunfall, können Sie eine Verschlimmerung Ihrer Beschwerden vermeiden, indem Sie nach der PECH-Regel vorgehen:
  • Legen Sie eine Pause ein.
  • Kühlen Sie Ihre Verletzung mit einem Eisbeutel.
  • Legen Sie einen Druckverband (Compression) an.
  • Lagern Sie das Bein hoch.
Helfen diese Maßnahmen nicht, ist es ratsam, die Beschwerden vo einem Facharzt und/ oder Orthopäden abklären zu lassen.

Häufige Fragen zu Schmerzen in der Kniekehle

Eine angeschwollene Kniekehle deutet auf das Vorhandensein einer Baker-Zyste hin. Sie kommt durch eine Entzündung im Kniegelenk zustande, in deren Verlauf übermäßig viel Gelenkflüssigkeit hergestellt wird. Die krankhaft vergrößerte Gelenkkapsel ist als Kniekehlen-Schwellung zu erkennen. Drückt sie auf umliegende Blutgefäße und Nerven, kann es zu einer schmerzhaften Unterschenkel-Lähmung kommen.
Baker-Zysten entstehen oft im Zusammenhang mit einer Arthrose des Kniegelenks oder rheumatoiden Arthritis und zeigen sich mit Spannungsgefühlen im Knie und einem ziehenden, drückenden und langsam stärker werdenden Schmerz. Überwiegend tritt er beim Strecken und Beugen des Gelenks auf.
Wird eine Baker-Zyste nicht ärztlich behandelt, kann sie platzen. Ergießt sich die Synovialflüssigkeit dann in das Unterschenkelgewebe, droht das Bein abzusterben. Dann muss der Patient schnellstens operiert werden.

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