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Brustschmerzen: Unangenehm, aber häufig ohne Folgen

Brustschmerzen: Unangenehm, aber häufig ohne Folgen
Die meisten Frauen leiden einmal im Monat an Brustschmerzen. Es gibt auch Brustschmerzen, die nicht harmlos sind und untersucht werden müssen.
Die meisten Frauen leiden einmal im Monat an Schmerzen in den Brüsten. Diese von den Schwankungen des Hormonspiegels abhängigen Beschwerden sind oft mit einem Schwere- und Spannungsgefühl verbunden und für viele Betroffene ausgesprochen unangenehm. Im Gegensatz zu dieser Form von Brustschmerzen sind Beschwerden, die nicht mit dem weiblichen Monatszyklus verbunden sind, in vielen Fällen überhaupt nicht harmlos: Um Brustkrebs, bestimmte Herzkrankheiten, Nervenentzündungen und Schäden an der Wirbelsäule auszuschließen, bedarf es umfassender medizinischer Untersuchungen. Daher sollten Patienten mit dieser Schmerzform möglichst sofort einen Facharzt aufsuchen.

Ursachen

  • Brustkrebs (Mammakarzinom)
  • Herzkrankheiten
  • Erkrankungen der Lunge
  • Entzündungen des Brustfells, der Nerven
  • Rippen-Verletzungen
  • Wirbelsäulenschädigungen
  • Schilddrüsenerkrankungen (Kropf)

Symptome

  • Spannungsgefühl
  • das Gefühl von schwereren Brüsten
  • vermehrte Wassereinlagerung
  • Ziehen oder Brennen in der Brust
  • Schmerzen bis in den Arm oder die Finger
  • Druckgefühl in der Brust
  • Schmerzen beim Atmen

Was sind Brustschmerzen?

Spricht der Mediziner von Brustschmerzen, versteht er darunter immer Beschwerden, die vom Drüsengewebe der weiblichen Brüste hervorgerufen werden. Treten sie im Zusammenhang mit dem weiblichen Monatszyklus auf, gehören sie zu den funktionellen Störungen und werden als Mastodynie bezeichnet. Wie andere funktionelle Störungen haben sie keine körperlichen Ursachen. Zeigen sich die Beschwerden jedoch unabhängig von der Menstruation, werden sie von anderen Faktoren (Erkrankungen, Verletzungen) ausgelöst. In diesem Fall nennt man sie Mastalgien.

Wie entstehen Brustschmerzen?

Brustschemrzen Entstehung

Der zyklusabhängige Brustschmerz ist grundsätzlich hormonell bedingt und gilt nicht als Krankheit. Etwa eine Woche vor und zu Beginn der Monatsblutung haben die Betroffenen Schmerzen, die von einer Vergrößerung der Brüste begleitet werden. Sie entsteht infolge einer östrogenbedingten Einlagerung von Wasser in das Brustgewebe. Die Mastodynie ist Teil des sogenannten prämenstruellen Syndroms (PMS), das vielen Frauen zu schaffen macht. Betroffene, die die Wechseljahre bereits hinter sich haben, leiden nicht mehr an dieser Schmerzform, es sei denn, dass sie eine Mastopathie (gutartige Veränderung des Brustgewebes) haben oder weibliche Geschlechtshormone verordnet bekommen.

Außerdem kann eine übermäßige Freisetzung des milchbildenden Hormons Prolaktin schuld an den Brustschmerzen sein. Bei einer Corpus-luteum-Schwäche produziert der weibliche Körper zu wenig Gelbkörperhormone. Dieser Mangel hemmt das Heranwachsen befruchtungsfähiger Eizellen. Sind die Beschwerden nicht mit dem Monatszyklus verbunden, kommen für sie diverse Ursachen infrage

Häufige Fragen zum Thema Brustschmerzen

Die weiblichen Brüste bestehen aus der Brustwarze, dem Warzenvorhof und dem Brustdrüsenkörper. Er setzt sich aus Fett- und Bindegewebe sowie etwa 20 einzelnen Brustdrüsen zusammen. Sie führen zu den Hauptmilchgängen, die sich wiederum in kleinere Milchgänge verästeln. Die Brustdrüsen der Frau unterliegen je nach Lebensalter Veränderungen, die durch hormonelle Schwankungen bedingt sind (Monatsblutung, Schwangerschaft, Stillperiode, Wechseljahre). Die zyklusabhängige Mastodynie verursacht im Laufe des Lebens bis zur Menopause immer stärkere Beschwerden und kommt wesentlich häufiger vor als die von anderen Ursachen ausgelöste Mastalgie.
Sind die zwischen den Rippen im Brustkorb befindlichen Nerven geschädigt, kann es zu einer Interkostalneuralgie kommen, die sich mit Brustschmerzen äußert. Weitere, jedoch seltener belegte Ursachen sind das Tietze- und das Mondor-Syndrom. Als Tietze-Syndrom bezeichnet der Mediziner eine Verdickung vor allem des zweiten und dritten Rippenansatzes am Brustbein, in der sich eine schmerzhafte Entzündung bildet. Die Schmerzen strahlen bis in den Brustbereich aus. Patienten mit Mondor-Syndrom leiden an einer entzündlichen Verhärtung einer direkt unter der Haut befindlichen Vene. Die Verdickung kommt durch ein Blutgerinnsel zustande.

Wie diagnostiziert man Brustschmerzen?

Um herauszufinden, welche Ursachen der zyklusunabhängige Brustschmerz seiner Patientin hat, bedient sich der untersuchende Facharzt nach beendeter Anamnese verschiedener bildgebender Techniken. Grundlegende Informationen über die Lokalisation der Beschwerden erhält er bereits durch die obligatorische Anamnese. Durch sie erfährt er auch, ob der Schmerz zyklusabhängig ist oder nicht. Tritt er nur bei einer Brust und unabhängig von der Monatsblutung auf und kann die Patientin den Entstehungsort genau beschreiben, lässt der Mediziner eine Mammografie machen. Sie zeigt, ob sie einen Knoten in der Brust hat oder nicht an Brustkrebs erkrankt ist. In manchen Fällen sind auch Röntgenbilder und Ultraschallaufnahmen hilfreich. Eine Blutuntersuchung gibt Auskunft über die Höhe des Prolaktin-, Gestagen- und Östrogenspiegels.

Wie behandelt man Brustschmerzen?

zyklusbedingte Brustschmerzen behandeln

Schwere Verläufe zyklusabhängiger Brustschmerzen lassen sich gut mit Hormongaben behandeln. Eine übermäßige Prolaktin-Produktion wird mit prolaktinhemmenden Mitteln reguliert. Um die störenden Wassereinlagerungen zu reduzieren, lassen Sie sich am besten Antiöstrogene verschreiben. Da ein zu hohes Körpergewicht das Entstehen eines Östrogen-Überschusses und von Schmerzen in der Brust begünstigt, empfiehlt es sich, Übergewicht zu vermeiden oder abzubauen. Leiden Sie an Gestagen-Mangel, ist das Auftragen eines gestagenhaltigen Gels auf die Brüste hilfreich.

Den Mangel an Gelbkörperhormonen können Sie mit der Verabreichung von Progesteron beheben. Jüngere Patientinnen lassen sich stattdessen die Minipille verschreiben oder nehmen pflanzliche Arzneimittel ein, die Phytohormone enthalten. Leichtere Beschwerden können Sie bereits mit einer Umstellung der Ernährung oder einem die Brüste besser stützenden Büstenhalter lindern. Bei einer Mastalgie richtet sich die Art der Behandlung danach, welche Grunderkrankung für sie verantwortlich ist.

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