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Herzinfarkt: Immer ein medizinischer Notfall

Herzinfarkt: Immer ein medizinischer Notfall
Herzinfarkt (Myokardinfarkt) nennt man in der Medizin das Absterben eines Teils der Herzmuskelzellen.
Patienten, die einen Herzinfarkt erleiden, benötigen schnellstmöglich medizinische Hilfe. Denn die durch ein Blutgerinnsel gehemmte Durchblutung eines oder mehrerer Herzkranzgefäße führt unbehandelt zur Vernarbung des nicht mehr ausreichend versorgten Herzgewebes. Im Extremfall kommt es sogar zu Komplikationen und der Erkrankte stirbt plötzlich. Personen mit bestimmten Erkrankungen und ältere Menschen haben ein erhöhtes Infarkt-Risiko. Außerdem können sich ein Übermaß an Stress und Genussgifte negativ auf die Herzgesundheit auswirken.

Was ist ein Herzinfarkt?

Er wird durch den Verschluss mindestens eines Herzkranzgefäßes verursacht. Die Durchblutungsstörung des Herzmuskels ist ein medizinischer Notfall. Daher sollte man stets die Notrufnummer wählen und den Betroffenen schnellstens in die örtliche Klinik bringen lassen. Statistisch gesehen erleiden mehr Männer einen Infarkt als Frauen und bekommen ihn häufig auch früher als weibliche Patienten. Frauen haben jedoch ein höheres Todesfall-Risiko, da der Infarkt bei ihnen wegen seiner unspezifischen Symptome oft nicht als solcher erkannt wird. Der Herzinfarkt ist in den westlichen Industrienationen eine der häufigsten Todesursachen.

Wie entsteht ein Herzinfarkt?

ungesunde ernährung fördert herzinfarkt

Der Herzmuskel (Myokard) ist von Koronararterien umgeben, die ihn mit Sauerstoff und lebenswichtigen Nährstoffen versorgen. Verschließt sich eines dieser Herzkranzgefäße oder ein ganzer Gefäßast durch einen Thrombus (Blutgerinnsel), wird das Herz nicht mehr ausreichend durchblutet. Die nicht mehr versorgten Gewebezellen sterben ab und bilden Narbengewebe. Um eine dauerhafte Schädigung des betroffenen Bereiches zu vermeiden, muss der Kranke schnellstmöglich intensivmedizinisch behandelt werden.

Hauptursache für die lebensbedrohliche Durchblutungsstörung ist Arteriosklerose. Sie wird meist durch eine fett- und zuckerhaltige Ernährung, eine genetisch bedingte Neigung zu Gefäßerkrankungen und ein höheres Lebensalter ausgelöst und geht oft einher mit einem zu hohen Blutfettspiegel, Bluthochdruck und Diabetes mellitus.

Ursachen

  • Übergewicht, Adipositas
  • Rauchen
  • dauerhaft starker Stress
  • zu wenig körperliche Bewegung
  • Diabetes mellitus
  • Durchblutungsstörung
  • Bluthochdruck

Symptome

  • Gesichtsblässe
  • starke innere Unruhe, Todesangst
  • Atemnot
  • kalte Schweißausbrüche
  • niedriger Blutdruck
  • Übelkeit
  • Erbrechen

Welche Symptome können noch beim Herzinfarkt auftreten?

erste Beschwerden in den Morgenstunden

Hauptsymptom eines Infarkts sind meist in den frühen Morgenstunden auftretende, länger als fünf Minuten andauernde, starke Schmerzen im Brustkorb, die vom Betroffenen als ziehend, stechend oder drückend wahrgenommen werden. Sie strahlen in die Schulter, den linken Arm und den Hals bis zu den Wangen hin aus. Der Patient hat ein beklemmendes Gefühl der Enge in der Herzgegend. Die Symptome ähneln denen eines Angina pectoris Anfalls. Dieser dauert jedoch nur wenige Minuten, ist mit nicht so starken Schmerzen verbunden und lässt sich rasch mit dem Einsatz des Nitro-Notfall-Sprays beheben, was bei einem Myokardinfarkt nicht möglich ist.

Kommt es zu einem stummen Herzinfarkt, was oft bei Frauen und Diabetes-Kranken der Fall ist, verspürt der Betroffene entweder überhaupt keine oder nur leichte Herzschmerzen. Er zeigt sich mit Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen.

Wie behandelt man einen Herzinfarkt?

Die medizinische Notfallversorgung im Krankenhaus besteht darin, den Untergang der geschädigten Herzmuskelzellen in den ersten Stunden nach dem Infarkt zu verhindern. Der Patient erhält blutverdünnende Medikamente (Thrombolyse-Behandlung). Mitunter dehnt man auch das blockierte Blutgefäß mithilfe eines Herzkatheters. Da während der ersten 48 Stunden Komplikationen auftreten können, behält man den Kranken auf der Intensivstation. In bestimmten Fällen ist eine Bypass-Operation erforderlich. Dabei setzt der Herzchirurg ein körpereigenes Gefäß zur Umgehung des blockierten Gefäßes ein. Außerdem müssen die chronischen Erkrankungen, an denen der Patient leidet, bestmöglich therapiert werden. Die Prognose ist generell günstiger, wenn der Myokardinfarkt früh erkannt und rechtzeitig behandelt wird und beim Patienten nicht mehr als ein Risikofaktor vorliegt. Manche Betroffene versterben jedoch noch auf dem Weg ins Krankenhaus an plötzlichem Herztod.
vorbeugung durch umstellung

Wie kann man einem Herzinfarkt vorbeugen?

Um einem Herzinfarkt vorzubeugen, empfiehlt es sich, das Arteriosklerose-Risiko zu verringern und das Herz nicht übermäßig zu belasten. Sind Sie übergewichtig, ist es ratsam, Gewicht zu reduzieren, sich in Zukunft gesund zu ernähren und auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und genügend körperliche Bewegung zu achten. Gut geeignet sind Sportarten wie Schwimmen, Radfahren und Skilanglauf. Versuchen Sie bitte, Stress zu reduzieren und verzichten Sie am besten auf das Rauchen. Leiden Sie an Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes, sollten Sie diese unbedingt behandeln lassen. Als Herzinfarkt-Patient können Sie einem weiteren Infarkt vorbeugen, indem Sie sich regelmäßig ärztlich untersuchen lassen.

Häufige Fragen zum Thema Herzinfarkt

Bei der Arteriosklerose werden die Ablagerungen auf den Gefäßwänden des Herzens im Laufe der Zeit immer höher, sodass es zu Durchblutungsstörungen (koronarer Herzkrankheit, KHK) kommt. Reißen diese Plaques ein, werden sie von Blutplättchen wieder verschlossen. Verstopfen diese Blutgerinnsel das Gefäß vollständig, kommt es zum Herzinfarkt.
Da auch andere Herzerkrankungen wie Herzrhythmusstörungen, Kammerflimmern und Herzinsuffizienz mit Schmerzen im Brustkorb einhergehen, muss der Arzt diese zuerst ausschließen. Um festzustellen, ob sein Patient einen Herzinfarkt hatte, entnimmt er ihm Blut. Findet sich darin eine erhöhte Anzahl spezieller Herzenzyme (CK-MB, Troponin, Troponin T), liegt tatsächlich ein Infarkt vor. Ein Elektrokardiogramm (EKG) zeigt, ob die vordere oder hintere Herzwand betroffen ist und ob es sich um einen frischen oder länger zurückliegenden Infarkt handelt. Weitere Hinweise zur Diagnose liefert eine EBT-Untersuchung. Diese spezielle Computertomografie zeigt das Ausmaß der Arteriosklerose in den Herzkranzgefäßen.

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