Hilfe zum Preisvergleich Tel: 030 - 94 888 740 Di-Do von 10-15 Uhr

nach oben

Brustbein-Schmerzen: Symptom diverser Erkrankungen

Brustbein-Schmerzen: Kann Symptom vieler Erkrankungen sein
Brustbein-Schmerzen können ein Symptom vieler Erkrakungen sein. Findet man die Ursache, erfolgt eine lindernde Therapie.
Verspürt man direkt hinter dem Brustbein Schmerzen, denkt man wohl zuerst an einen akuten Herzinfarkt oder eine andere schwere Erkrankung. Vom Herzmuskel ausgehende Schmerzen sind nicht nur stark und ausstrahlend, sondern auch konstant und lassen sich durch eine veränderte Atmung oder Bewegungen nicht verringern. Stellt der Betroffene derartige Beschwerden bei sich fest, ist er ein medizinischer Notfall und muss sofort ins Krankenhaus gebracht werden. Andere Erkrankungen, die sich in Brustschmerzen äußern, lassen sich in der Regel gut mit einer ambulanten Behandlung bessern. Wichtig ist jedoch, dass der Betroffene möglichst bald einen Facharzt aufsucht.

Was sind Brustbein-Schmerzen?

Brustbein-Schmerzen sind Beschwerden, die unmittelbar hinter dem Brustbein (Sternum) entstehen. Der Mediziner bezeichnet diese Art Brustschmerzen auch als retrosternale Schmerzen. Sie haben diverse Ursachen und zeigen sich je nach Grunderkrankung in unterschiedlicher Form und mit verschiedenen Begleitsymptomen.  Auslösende Organe sind:
  • Lungen (Lungenentzündung, Pleuritis)
  • Herz (Herzinfarkt, Perikarditis)
  • Magen (Gastritis)
  • Speiseröhre (Reflux Krankheit)
  • Bereich zwischen den Rippen (Interkostalneuralgie)
Je nach vorliegender Grunderkrankung treten die Brustbein-Schmerzen als Brennen, Stechen, Ziehen oder Druckgefühl auf. Manchmal werden sie auch als Engegefühl im Brustkorb wahrgenommen.

Was sind mögliche Ursachen für Brustbein-Schmerzen?

Brustbein Schmerzen

Auslöser für Brustbein-Schmerzen können unterschiedliche Erkrankungen sein:

Reflux Erkrankung
Das Symptom ist ein Brennen hinter dem Brustbein bedingt durch eine gestörte Magenfunktion und Aufsteigen des Magensaftes in die Speiseröhre. Nach Mahlzeiten verstärkt sich das Sodbrennen. Auch die Aufnahme von Flüssigkeiten können bereits Schmerzen auslösen.
Gastritis
Bei der Entzündung der Magenschleimhaut gehen die Schmerzen häufig vom Sternum aus. Während und nach der Nahrungsaufnahme sind sie am stärksten. Sie werden oft von Übelkeit und Völlegefühl begleitet. 

Angina Pectoris
Ein anfallartiges Engegefühl ist das Symptom einer koronaren Herzkrankheit, ausgelöst durch unelastisch gewordene, arteriosklerotische verengte Blutgefäße. Die Schmerzen strahlen oft bis in die Schulter, die Arme und den Rücken aus. Auch ist ein starker Druck im Brustkorb nicht selten. 
Akuter Herzinfarkt
Starke und stechende Schmerzen in der linken Brust oder hinter dem Sternum, die in den linken Arm ausstrahlen: der Patient leidet an Übelkeit, Erbrechen und Atemnot und hat Todesangst.

Weitere mögliche Ursachen für Brustbein-Schmerzen


Interkostalneuralgie
Die Schmerzen, häufig empfunden als länger andauerndes Ziehen oder starkes Stechen, gehen von den zwischen den Rippen befindlichen Bereich aus. Auslöser dafür sind bestimmte Nervenreizungen, die durch Lungen-, Wirbelsäulen-, Herz- und Leberkrankheiten hervorgerufen werden. Auch kann eine Gürtelrose (Herpes zoster) dafür verantwortlich sein. Husten und tiefes Einatmen verstärken die Schmerzen.

Brustwirbelsäulen-Syndrom
Degenerativ bedingte Schäden der Brustwirbelsäule (BWS-Syndrom) verursachen starke Brust - und Ausstrahlungsschmerzen (Rückenbereich).
Behandlung Brustbein Schmerzen

Wie diagnostiziert man Brustbein-Schmerzen?


Für eine genaue Diagnose muss der Patient seine Schmerzen detailliert beschreiben:
  • Wann treten die Schmerzen in Erscheinung?
  • Welche Intensität haben die Schmerzen?
  • Was verstärkt die Schmerzen (z.B. Bewegung, Atmung etc.)?
  • Strahlen die Schmerzen auf andere Körperbereiche aus?

Welche Untersuchungen werden durchgeführt?

Bei Verdacht auf:
  • Reflux/ Gastritis: Magenspiegelung
  • Herzerkrankung: Kurzzeit-, Langzeit-EKG oder Belastungs-EKG
  • Lungenerkrankung: Röntgen des Brustkorbs, evtl. CT
  • Orthopädische Ursache: Ganzheitliche körperliche Untersuchung, evtl. Röntgen der Brustwirbelsäule

Wie behandelt man Brustbein-Schmerzen?


Abhängig von der Diagnose wird der Arzt eine entsprechende Therapie verordnen. Die Erstversorgung erfolgt oft über schmerzlindernde Medikamente.

Reflux oder Gastritis:
  • Medikamentöse Einschränkung der Magensaftproduktion
Koronare Herzkrankheiten:
  • Langwierige Therapie mit konstanter Medikation
  • Operative Eingriffe
Herzinfarkt:
  • Verabreichung von Präparaten zur Erweiterung der Blutgefäße, Verlangsamung des Herzschlags und zur Schmerzlinderung
  • Senkung möglichen Bluthochdrucks und Blutfettwerte
  • Blutverdünnung zur Entlastung der Pumpfunktion des Herzmuskels
BWS-Syndrom
  • Herkömmliche Schmerzmittel (NSAR)
  • Bei chronischer Erkrankung ist häufig eine Operation notwendig

Häufige Fragen zum Thema Brustbein-Schmerzen

Bei einer Lungenembolie verstopft ein aus einem anderen Bereich des Körpers stammendes Blutgerinnsel ein wichtiges Lungengefäß, sodass der Betroffene an akuter Luftnot, Husten und Brustschmerzen leidet. Die Beschwerden lassen sich gut über die Atmung beeinflussen. Ähnliche Symptome treten auch bei einem Pneumothorax auf. Er wird durch das Eindringen von Luft in den Lungenfellraum verursacht und hat einen Lungenkollaps zur Folge. Die Schmerzen treten häufig beim Einatmen auf und werden durch körperliche Anstrengungen noch verschlimmert.
Kleinere Lungenembolien zeigen zunächst kaum Beschwerden. Schreitet die Krankheit fort, sind folgende Symptome typisch:
  • Atemnot
  • Brustschmerzen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Angst - und Unruhezustände
  • Schweißausbrüche
  • Schwindel
  • Kreislaufzusammenbruch
Die lebensbedrohliche Lungenembolie sollte unverzüglich mit blutgerinnungshemmenden Medikamenten (Heparin) behandelt werden, um den Thrombus aufzulösen.

Artikel empfehlen:

Bestseller Brustbein-Schmerzen

› mehr