Hilfe zum Preisvergleich Tel: 030 - 94 888 740 Di-Do von 10-15 Uhr

nach oben

Plantarfasziitis: Besonders für Sportler ein Problem

Plantarfasziitis: Besonders für Sportler ein Problem
Die Plantarfasziitis gehört zu den bei Sportlern gefürchteten Verletzungen. Die Entzündung tritt oft zusammen mit einem Fersensporn auf.
Die Entzündung des Sehnenplatten-Ansatzes tritt oft zusammen mit einem Fersensporn auf und ist mit starken Schmerzen und einer zunehmenden Bewegungsunfähigkeit verbunden. Der Betroffene hat beim Anlaufen, Laufen, Springen und sogar im Ruhezustand heftige Beschwerden und muss letztendlich sein sportliches Training auf die Zeit nach seiner Krankheit verschieben. Allerdings kann er sich mit der Hoffnung trösten, dass in den meisten Fällen bereits eine konservative Behandlung hilfreich ist.

Was ist eine Plantarfasziitis?

Als Plantarfasziitis oder plantare Fasziitis bezeichnet man in der Medizin die Entzündung des unter der Fußsohle befindlichen Sehnenstranges (Plantarfaszie), der vom Fersenbein ausgeht. Die Reizung, die später in eine Entzündung übergeht, wird oft durch einen Fersensporn verursacht und befindet sich unmittelbar am Ansatz der Muskeln (Sehnenplatte). Ein Fersensporn ist ein aus Knochengewebe bestehender, dornartiger Fortsatz des Fersenbeins, der in Richtung Zehen gekrümmt ist und selbst keine oder nur geringe Schmerzen auslöst.

Der knöcherne Dorn entsteht durch sportliche Überlastung, degenerative Prozesse oder Fehlbelastung des Fußes durch Übergewicht. Eine unbehandelte Plantarfasziitis hat chronische Fersenschmerzen zur Folge. Ein hohes Risiko, an ihr zu erkranken, haben Läufer: Bei ihnen ist jeder Zehnte betroffen. Riskant sind außerdem Ballsportarten wie Fußball, Basketball, Tennis und Tanzen.

Wie entsteht eine Plantarfasziitis?

plantare Fasziitis durch sportliche Überbelastung

Die plantare Fasziitis wird durch sportliche Überbelastung ausgelöst. Besonders gefährdet sind Personen, die während ihres Trainings laufen und springen. Ein deutlich erhöhtes Risiko, eine Fersenentzündung zu erleiden, haben über 40-Jährige, da die Erkrankung dann noch zusätzlich durch degenerative Vorgänge begünstigt wird. Die Reizung und nachfolgende Entzündung betrifft entweder den Faszienbereich am Ansatz der Sehnenplatte oder es handelt sich um eine Schleimbeutelentzündung der Achillessehne. Erstere wird meist durch eine zu kurze Achillessehne oder einen Fersensporn verursacht. Außerdem kann eine Verletzung der Ferse Auslöser der Plantarfasziitis sein.

Welche Symptome treten bei einer Plantarfasziitis auf?

Die orthopädische Krankheit löst zu Beginn nur bei Belastung einen Druckschmerz in der Fersenregion aus, sodass der Betroffene sie zunächst nicht als Erkrankung wahrnimmt. Im weiteren Verlauf hat er auch im Ruhezustand und bei den ersten Schritten nach dem morgendlichen Aufstehen Schmerzen unter der Ferse. Nach kurzer Anlaufphase lassen sie jedoch wieder nach. In späteren Stadien bereitet die entzündliche Veränderung so starke Beschwerden, dass der Patient zunehmend immobil wird. Bei Läufern kommt es zum Auftreten von Belastungsschmerzen, die nach der Aufwärmphase zurückgehen. Ruht sich der Betroffene danach aus, macht sich der Schmerz wieder bemerkbar. Beim Springen und Sprinten sind die Fersenschmerzen besonders stark. Dann muss er sein Lauftraining abbrechen.

Vorbeugung und Symptome der Plantarfasziitis

Vorbeugung

  • vor dem Lauftraining Dehnübungen machen und sich gut aufwärmen
  • nicht zu eng sitzende Laufschuhe anziehen
  • Übergewicht reduzieren oder, falls nicht vorhanden, vermeiden
  • bei der Arbeit Ihre Körperhaltung von Zeit zu Zeit verändern (aufstehen, herumlaufen)

Symptome

  • Druckschmerz durch Belastung
  • Schmerzen in der Ferse
  • entzündliche Veränderung sorgt für dauerhafte Schmerzen
  • besonders starke Schmerzen bei sportlicher Betätigung

Wie behandelt man eine Plantarfasziitis?

Bahndlung von Plantarfasziitis

Die Sportverletzung lässt sich mithilfe mehrerer Behandlungsmethoden konservativ und auch mithilfe einer Operation therapieren. Dennoch gibt es Fälle, bei denen man mit der Behandlung keine Heilung erzielt. Zur konservativen Therapie gehört die Anpassung der sportlichen Übungen. Sie sollen die Ferse entlasten helfen, sodass die darin befindliche Entzündung zurückgeht und der Betroffene möglichst keine Schmerzen mehr verspürt. Spezielle Dehnübungen helfen Ihnen, die Muskeln von Wade und Fußsohle zu trainieren und Ihre Schmerzen zu verringern: Sie rollen Ihre Fußsohle mehrmals über eine mit Eis gefüllte Flasche ab oder wickeln ein Handtuch um Zehen und Ballen und ziehen es dann zum Kopf hin.

Häufige Fragen zum Thema Plantarfasziitis

Die Diagnostik der Fersen-Entzündung erfolgt im Normalfall bereits kurz nach der Anamnese. Der untersuchende Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie schaut sich die Fußsohle des Betroffenen genau an, um eine Faszien-Ruptur auszuschließen. Um herauszufinden, ob sich sein Verdacht bestätigt, bedient er sich bildgebender Verfahren wie MRT, Ultraschall und Röntgen. Ein von der Seite aufgenommenes Röntgenbild lässt bei der Hälfte der Patienten einen Fersensporn erkennen. Das Längsschnitt-Ultraschallbild zeigt die verdickte, entzündete Faszie sehr deutlich.

Um das genaue Ausmaß der Veränderung und ihre exakte Position festzustellen, macht er nach einer Kontrastmittel-Injektion eine Kernspintomografie. Eine derartige Untersuchung ist vor allem dann hilfreich, wenn der Patient operiert werden soll. Auf diese Weise lassen sich Komplikationen wie Sehnen-Fehlbildungen und Frakturen schon im Vorfeld erkennen.
Spricht der Patient nach einem halben Jahr konservativer Therapie auf keine der Behandlungsmethoden an, was recht selten vorkommt, ist eine Operation Mittel der Wahl. Während des chirurgischen Eingriffs kerbt der Chirurg die Plantarsehne an ihrem Ursprung an der druckschmerzhaftesten Stelle ein. Ein vorhandener Fersensporn wird dabei natürlich entfernt. Der Operierte muss mit einer sportlichen Zwangspause von wenigstens vier Monaten rechnen. Die Prognose bei operativen Eingriffen an der Plantarfaszie ist generell günstig.

Artikel empfehlen: