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Magenschmerzen: Schnelle Hilfe bei Sodbrennen, Reizdarm und Gastritis

Autor: medizinfuchs Redaktion
Magenschmerzen: Schnelle Hilfe bei Sodbrennen, Reizdarm und Gastritis

Das Gefühl von Magensäure in der Speiseröhre ist eine der unangenehmsten Erkrankungen, die zwar nicht direkt das Leben bedrohen, aber doch sehr lähmend sein können. Ob durch Sodbrenne oder, einen Reizdarm, die Schmerzen können unterschiedlich ausgeprägt sein und den Alltag der Betroffenen stark belasten. Behandeln Sie Ihre Probleme nicht, kann es zu schweren Erkrankungen wie eienr Gastritis kommen. 

Magenschmerzen durch Sodbrennen

Magenschmerzen durch Sodbrennen

Sodbrennen, auch Reflux oder saures Aufstoßen, ist eine unangenehme Erkrankung, die einen vorübergehend oder chronisch ereilen kann. Tritt Sodbrennen auf, kann saurer Magenbrei aus dem Mageninneren fälschlicherweise in die Speiseröhrenregion dringen, meistens schafft sie es aber nicht weit nach oben. Sie verbleibt vielmehr an der Stelle der Brust, an der Sie das Herz vermuten würden. Deshalb äußern sich die ersten Schmerzen auch in dieser Region und werden häufig mit einem Herzinfarkt verwechselt. Da es dort nur noch eine dünne Schleimhaut gibt, die nicht auf Säuren vorbereitet ist, tut das so lange weh, bis die Säure entweder verschwindet oder neutralisiert wird.

Entstehung Sodbrennen

Die Beschwerden, die wir als Sodbrennen kennen, haben unterschiedliche Auslöser. Es müssen jedoch mehrere Faktoren zusammenkommen, damit es entstehen kann. Zunächst betrifft das den Magenschließmuskel, der aus irgendeinem Grund nicht oder nicht mehr dazu in der Lage ist, den Mageninhalt dort zu halten, wo er hingehört und keinen Schaden anrichtet. 

Bei Babys:
Bei einem Baby kann der Reflux daran liegen, dass das Verdauungssystem schlichtweg noch nicht ausgereift ist. Die Symptome werden also wieder verschwinden, sobald das Kind etwas älter ist, auch wenn die Zeit bis dahin natürlich kein Spaziergang wird.

Bei Schwangeren:
Auch Frauen in der Schwangerschaft kämpfen oft mit vorübergehend saurem Aufstoßen, denn das Kind drückt von unten auf den vollen Magen und dieser kann nach großen Mahlzeiten nur noch wenig tun, um den Mageninhalt unterhalb des Magenschließmuskels zu halten.

Durch die Ernährungs- oder Lebensweise:
Der Schaden am Schließmuskel kann aber auch selbst verschuldet sein. Kaffee, Alkohol und Zigaretten stehen im Verdacht, ihn langfristig zu schwächen - und das bleibt nicht ohne Folgen für die Gesundheit. Bestehende Krankheiten wie eine Magenschleimhautentzündung oder sogar ein Magengeschwür können als Krankheitszeichen ebenfalls sodbrennenartige Probleme verursachen.

Magenschmerzen in Schwangerschaft

Tipps gegen Sodbrennen

  • Auf die linke Seite legen, da die Speiseröhre leicht rechts angelegt ist
  • kleine Portionen, verteilt auf mehrere Mahlzeiten
  • Reduktion von Kaffee, Zigaretten und Alkohol
  • Verzicht auf fettige, scharfe, stark gewürzte oder sehr salzige Nahrung
  • ballaststoffreiche, gemüsehaltige Ernährung

Trotz dieser Informationen sollten Sie niemals auf den Arztbesuch verzichten, wenn Sie erstmalig oder wiederholt unter Sodbrennen leiden. 

Behandlung von Sodbrennen

Wenn Hausarzt, Gynäkologe oder Kinderarzt die Diagnose gestellt haben, gibt es einige Hausmittel und Tipps, die Sie gegen dieses unangenehme Problem helfen können. Dazu brauchen Sie zunächst aber einen kleinen Grundkurs in der Anatomie des Menschen, um zu verstehen, warum die richtige Schlaf- und Liegeposition Sie oder einem Baby so große Erleichterung verschaffen können. Zunächst sollte bei Sodbrennen-Patienten der Kopf etwas höher gelagert werden. Dadurch kann die Magensäure schwerer nach oben fließen und verbleibt eher im Magen, auch wenn der Magenschließmuskel kein verlässlicher Schutz mehr ist.

Magenschmerzen durch Reizdarm

Magenschmerzen durch Reizdarm

Der Reizdarm, oder auch das Reizdarmsyndrom, ist keine spezifische Einzelerkrankung, sondern beschreibt eine ganze Gruppe von funktionellen Erkrankungen im Darm. Oft ist speziell das Colon, also der Dickdarm, von den unangenehmen Symptomen beim Reizdarmsyndrom betroffen. Die Anzeichen äußern sich oft plötzlich und verharren dauerhaft und sind beim Reizdarmsyndrom und bei anderen Darmerkrankungen sehr ähnlich. Ein Reizdarm ist zwar äußerst unangenehm, jedoch nach Ausschluss maligner Grunderkrankungen und Ursachen völlig ungefährlich.

Auslöser des Reizdarms

Auffällig ist, dass häufig Stress eine tragende Rolle innerhalb des Krankheitsbildes zu spielen scheint. Speziell Frauen klagen über ein häufiges Auftreten der Symptome, wenn sie unter beruflichen oder emotionalen Belastungen stehen. Eine psychosomatische Komponente beim Reizdarmsyndrom muss also wenigstens bei einem Teil der Betroffenen angenommen werden.
Multimorbide Faktoren: So wird im Zusammenhang mit Depressionen Burn-Out-Syndrom, Migräne, chronischen Kopfschmerzen, Angststörungen oder Fatigue-Syndrom (anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung) oftmals auch ein Reizdarm festgestellt. 
Infektionen: Einige Ansätze beschreiben eine bakterielle oder virale Infektion als Ursache beim Reizdarm. Jedoch wird bei weitem nicht die Hälfte aller dokumentierten Fälle von Reizdarm durch eine Magen-Darm-Grippe ausgelöst, sodass dieser Ansatz nicht ausreichend belegt werden kann. 

Typen des Reizdarmsyndroms

Typen des Reizdarmsyndroms

Grundlegend gibt es vier Typen des Reizdarmsyndroms, diese sind der Diarrhoe-Typ (Durchfall), der Dolor-Typ (Schmerz), der Obstipations-Typ (Verstopfung) und der Flatulenz-Typ (Blähungen). Welchem Typ Sie angehören, ist abhängig von dem Symptom, welches Sie bei auftretendem Reizdarm am stärksten plagt. Es ist auch möglich, dass Sie einem Mischtypen angehören, wenn bei Ihnen zwei oder mehr Hauptbeschwerden gleich stark ausgeprägt auftreten. Die auftretenden Symptome sind bei jedem Betroffenen anders ausgeprägt und werden unterschiedlich schlimm empfunden.

Reizdarm behandeln

Die Therapie eines Reizdarms ist so unterschiedlich wie seine Symptome, daher hier nur ein paar allgemeine Informationen. In vielen Fällen werden spezielle Diäten oder eine Umstellung der Ernährung zur Behandlung verordnet, um den Darm zu entlasten. Allgemein sollten Betroffene darauf achten, dass Sie
  • möglichst wenig Hülsenfrüchte,
  • fettige Speisen 
  • starke Gewürze
  • Milchprodukte
zu sich zu nehmen. 
  • Auch bei Alkohol und Nikotin ist Vorsicht geboten
  • Es wird empfohlen, zu festen Zeiten zu essen 
  • lieber viele kleine Portionen zu sich zu nehmen
  • Über den Tag verteilt eine große Menge Flüssigkeit zugeführt werden, am besten stilles Mineralwasser
  •  bei kurzfristigen Erscheinungen wird in den meisten Fällen eine medikamentöse Behandlung empfohlen
  • Auch dauerhafte Therapien durch Medikamente, die die Darmtätigkeit unterstützen, sind denkbar

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Magenschmerzen durch Gastritis

Magenschmerzen durch Gastritis

Neueste Schätzungen ergaben, dass in den Industriestaaten mehr als 50% der älteren Menschen an einer chronischen Magenschleimhautentzündung leiden. Mediziner unterscheiden zwischen einer akuten und einer chronischen Gastritis. Die akute Erkrankung ist in der Regel nach einigen Tagen wieder abgeklungen. Bei der chronischen Form gibt es je nach Ursache drei verschiedenen Typen. Da die Erkrankung anfangs keine Beschwerden verursacht, führen sie ihr stressiges und ungesundes Leben weiter wie bisher. Wird die Gastritis dann entdeckt, müssen sie zeit ihres Lebens medikamentös behandelt werden. Im Fall von Komplikationen kann sogar eine schnelle intensivmedizinische Behandlung erforderlich sein.

Ursachen und Symptome einer Gastritis

Ursachen

  • Einnahme hochdosierter Arzneimittel
  • starkes Rauchen
  • Alkoholmissbrauch
  • Lebensmittelvergiftungen
  • magenreizende Genussmittel (Kaffee)
  • zu stark gewürzte Speisen
  • zu viel Stress
  • Verletzungen im Magenbereich
  • bestimmte Infektionenoperative Eingriffe

Symptome

  • Übelkeit bis hin zum Erbrechen
  • Sodbrennen (saurem Aufstoßen)
  • Völlegefühl
  • Appetitlosigkeit
  • Blähungen
  • Schmerzen im Bereich des Oberbauchs
  • Magendruck und Bauchschmerzen
  • Durchfall

Gastritis behandeln

Erhält der an einer akuten Gastritis erkrankte Patient das geeignete Medikament, klingt die Entzündung innerhalb kurzer Zeit ab. Bei einem Magensäure-Überschuss verordnet der Arzt meist Säureblocker (Protonenpumpenhemmer). Wird die chronische Gastritis von einer Infektion mit Helicobacter pylori verursacht, führt man die Triple-Therapie durch. Dabei muss der Kranke sieben Tage lang täglich zwei Antibiotika und einen Protonenpumpenhemmer einnehmen.

Gastritis behandeln

 

Gastritis vorbeugen

Haben Sie einen empfindlichen Magen, sollten Sie unbedingt auf Nahrungsmittel verzichten, die Ihre Magenschleimhaut reizen könnten.
  • Ersetzen Sie Röstkaffee durch magenfreundliche Kaffeesorten
  • Schwarztee durch Kräutertees.
  • Alkohol- und Zigarettenkonsum reduzieren
  • Entspannungsübungen machen
  • Nicht notwendige Aktivitäten streichen oder verschieben
  • Eine gesunde, fettarme Ernährung kann helfen
  • Kleinere Mahlzeiten überlasten den Magen nicht
  • Essen Sie nicht zu hastig und kauen Sie die Speisen ausreichend
  • Verzichten Sie auf scharfe Gewürze und Heißes

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