Rennie Kautabletten
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Inhalt pharmazeutisch geprüft durch
Apotheker Sascha Haupt
RENNIE Kautabletten sind ein Antazidum zur symptomatischen Behandlung säurebedingter Magenbeschwerden. Die Wirkstoffe Calciumcarbonat und Magnesiumcarbonat binden überschüssige Magensäure und tragen dadurch zur Neutralisation der Magensäure bei.
Das Arzneimittel ist für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren vorgesehen. Das Produkt eignet sich insbesondere zur symptomatischen Behandlung von Sodbrennen und säurebedingten Magenbeschwerden. Außerdem kann das Präparat bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren angewendet werden.
Die Kautabletten werden gekaut oder gelutscht. Eine zusätzliche Flüssigkeit ist für die Einnahme nicht erforderlich.
Die Zubereitung kann bei Bedarf bei Sodbrennen oder säurebedingten Magenbeschwerden eingenommen werden. Besonders geeignet ist die Einnahme etwa eine Stunde nach den Mahlzeiten oder vor dem Schlafengehen.
Eine Kautablette enthält 680 mg Calciumcarbonat, entsprechend 272 mg Calcium und 80 mg schweres, basisches Magnesiumcarbonat, entsprechend 20 mg Magnesium.
Als Hilfsstoffe werden Saccharose, Stärke, Magnesiumstearat, Talkum, dünnflüssiges Paraffin, Pfefferminz-Aroma und Zitronen-Aroma verwendet.
Eine Kautablette enthält 0,475 g Saccharose (Zucker). Dies sollte insbesondere bei Personen mit Diabetes mellitus sowie bei bestimmten Zuckerunverträglichkeiten berücksichtigt werden.
Die empfohlene Einzeldosis bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren ist 1 bis 2 Kautabletten. Die Tabletten werden gekaut oder gelutscht.
Es wird die Einnahme etwa eine Stunde nach den Mahlzeiten oder vor dem Zubettgehen empfohlen. Die Höchstdosis von 11 Kautabletten innerhalb von 24 Stunden darf nicht überschritten werden.
Die Einnahme wird für Kinder unter 12 Jahren nicht empfohlen.
Ohne ärztliche Untersuchung sollte das Arzneimittel nicht länger als 14 Tage angewendet werden. Wenn die Beschwerden länger als 14 Tage bestehen bleiben, sich verschlimmern oder nur teilweise zurückgehen, sollte ein Arzt die Ursache der Beschwerden abklären.
Zwischen der Einnahme von RENNIE und anderen Arzneimitteln sollte grundsätzlich ein Abstand von 1 bis 2 Stunden eingehalten werden.
Dies ist wichtig, weil Calcium- und Magnesiumsalze die Aufnahme verschiedener Arzneistoffe im Magen-Darm-Trakt vermindern können.
RENNIE darf nicht eingenommen werden bei Überempfindlichkeit oder Allergie gegen Calciumcarbonat, Magnesiumcarbonat oder einen der sonstigen Bestandteile,erhöhtem Calciumspiegel im Blut (Hypercalcämie), stark eingeschränkter Nierenfunktion, vermindertem Phosphatspiegel im Blut (Hypophosphatämie), erhöhter Calciumausscheidung über den Urin (Hypercalciurie) und calciumhaltigen Nierensteinen bzw. entsprechender Neigung dazu.
Besondere Vorsicht ist bei eingeschränkter Nierenfunktion erforderlich. Bei längerer Einnahme können insbesondere bei diesen Patienten erhöhte Calcium- und Magnesiumspiegel auftreten.
Sehr selten können Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten. Dazu gehören beispielsweise Hautausschlag, Nesselsucht, Juckreiz, Schwellungen, insbesondere Angioödeme, Atemnot und schwere allergische Reaktionen (Anaphylaxie).
Weitere mögliche Nebenwirkungen sind Übelkei, Erbrechen, Magenbeschwerden, Verstopfung, Durchfall oder Muskelschwäche.
Bei längerfristiger Anwendung hoher Dosen, insbesondere bei eingeschränkter Nierenfunktion, können erhöhte Calcium- oder Magnesiumspiegel sowie Störungen des Phosphathaushalts auftreten. In diesem Zusammenhang kann es unter anderem zu einer Knochenerweichung (Osteomalazie) kommen.
Bei einem sogenannten Milch-Alkali-Syndrom können unter anderem Geschmacksverlust, calciumhaltige Ablagerungen in der Niere, allgemeine Schwäche, Kopfschmerzen und erhöhte Konzentrationen harnpflichtiger Stoffe im Blut auftreten.
Bei starken allergischen Beschwerden, insbesondere Atemnot oder ausgeprägten Schwellungen, ist unverzüglich ärztliche Hilfe erforderlich.
Das Produkt ist vor starker Hitze und direkter Sonneneinstrahlung zu schützen und für Kinder unzugänglich bei unter 25° Celsius aufzubewahren.
Nach Ablauf des Verfallsdatums sollte das Präparat nicht mehr verwendet werden. Nach Anbruch ist die in der Packungsbeilage angegebene Haltbarkeit zu beachten.
Das Präparat sollte nach Ablauf des Verfallsdatums nicht mehr verwendet und immer in der Orginal-Verpackung aufbewahrt werden. Die Verpackung ist nach jeder Anwendung sorgfältig zu verschließen.
Wiederkehrendes oder länger anhaltendes Sodbrennen kann auf eine behandlungsbedürftige Erkrankung hinweisen. Deshalb sollte RENNIE ohne ärztliche Untersuchung nicht länger als 14 Tage angewendet werden. Wenn die Beschwerden nach 14 Tagen nicht verschwunden sind oder sich verschlimmern, ist eine ärztliche Abklärung erforderlich.
Bei schwarzem, teerartigem Stuhl, Blut im Stuhl oder Bluterbrechen sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden. Diese Beschwerden können auf eine Blutung im Magen-Darm-Bereich hinweisen.
Bei eingeschränkter Nierenfunktion sollte vor der Einnahme ärztlicher oder pharmazeutischer Rat eingeholt werden. Bei längerer Anwendung können Kontrollen der Calcium-, Magnesium- und Phosphatwerte erforderlich sein.
Während der Anwendung hoher Dosen sollten größere Mengen Milch oder Milchprodukte vermieden werden, da dadurch die Calciumzufuhr deutlich erhöht werden kann.
RENNIE kann während der Schwangerschaft angewendet werden, sofern es entsprechend der Gebrauchsinformation eingenommen wird.
Die empfohlene Höchstdosis darf nicht überschritten werden und das Arzneimittel sollte während der Schwangerschaft nicht länger als 2 Wochen angewendet werden.
Um eine übermäßige Calciumaufnahme zu vermeiden, sollte eine zusätzliche sehr hohe Aufnahme von Milch und Milchprodukten vermieden werden.
Calcium und Magnesium gehen in die Muttermilch über. Bei therapeutischer Dosierung sind jedoch keine Auswirkungen auf gestillte Säuglinge zu erwarten.
RENNIE kann die Aufnahme verschiedener Arzneimittel vermindern. Dies betrifft unter anderem:
Auch bei verschiedenen anderen Arzneimitteln sind Wechselwirkungen möglich.
Deshalb sollte grundsätzlich ein Abstand von 1 bis 2 Stunden zwischen RENNIE und anderen Arzneimitteln eingehalten werden.
Bei gleichzeitiger Einnahme von Thiazid-Diuretika kann das Risiko für erhöhte Calciumspiegel steigen. Bei einer Behandlung mit herzwirksamen Glykosiden kann eine Erhöhung des Calciumspiegels das Risiko von Herzrhythmusstörungen erhöhen.
Eine Kautablette enthält 0,475 g Saccharose. Personen mit einer seltenen hereditären Fructose-Intoleranz, Glucose-Galactose-Malabsorption oder einem Saccharase-Isomaltase-Mangel dürfen das Präparat nicht einnehmen. Bei Diabetes sollte der enthaltene Zucker bei der Ernährung berücksichtigt werden.
RENNIE hat nach den Angaben der Fachinformation keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
RENNIE 680 mg / 80 mg Kautabletten
Wirkstoffe: Calciumcarbonat / schweres, basisches Magnesiumcarbonat
Darreichungsform: Kautabletten
Anwendungsgebiete: Zur symptomatischen Behandlung von Erkrankungen, bei denen die Magensäure gebunden werden soll, insbesondere bei Sodbrennen und säurebedingten Magenbeschwerden sowie bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren (Ulcus ventriculi oder Ulcus duodeni).
Wirkstoffe je Kautablette:
680 mg Calciumcarbonat, entsprechend 272 mg Calcium
80 mg schweres, basisches Magnesiumcarbonat, entsprechend 20 mg Magnesium
Sonstige Bestandteile: Saccharose, vorverkleisterte Stärke aus Mais, Kartoffelstärke, Magnesiumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich], Talkum, dünnflüssiges Paraffin, Pfefferminz-Aroma, Zitronen-Aroma.
Altersgruppe: Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren.
Packungsgrößen: 24, 36, 60, 96 oder 120 Kautabletten; möglicherweise werden nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Pharmazeutischer Unternehmer:
Bayer Vital GmbH
51368 Leverkusen
Deutschland
Hersteller:
Delpharm Gaillard
33, Rue de l'industrie
74240 Gaillard
Frankreich
Bayer Bitterfeld GmbH
Salegaster Chaussee 1
06803 Bitterfeld-Wolfen
Deutschland
Stand der Gebrauchsinformation: Januar 2024.
Wichtiger Hinweis: Bei länger anhaltenden oder wiederkehrenden Beschwerden sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen. Bei Blut im Stuhl, schwarzem Stuhl oder Bluterbrechen ist unverzüglich ein Arzt aufzusuchen.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
Die Produktbewertungen zu RENNIE beinhalten die persönlichen Erfahrungen der Medizinfuchs-Nutzer. Sie dienen nicht als Ersatz für eine persönliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.
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