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Blähungen bei Kindern

Blähungen bei Kindern
Verfasst von Marie Franke
Ein schmerzhafter Bauch, ist gerade bei Kindern sehr unangenehm und kann auch die Eltern sehr belasten. Warum Blähungen bei Kindern immer beobachtet werden sollten, berichte ich Ihnen aus meiner persönlichen Erfahrung.

Mein kleines Kind hat seit seiner Geburt Probleme im Magen-Darm-Trakt, die mittlerweile chronisch und an vielen Tagen schmerzhaft sind. Die Gasbildung die gastrointestinal auftreten, bereiten uns viele schlaflose Nächte und verweinte Augen. Damit es Ihnen besser ergeht, möchte ich einige Tipps, die sich bei uns bewährt haben, mit Ihnen teilen. Denn die Blähungen bei Kindern sind auch für Eltern häufig mit vielen Sorgen verbunden.

Bitte beachten Sie aber immer: Kommen Fieber, Erbrechen oder Durchfall hinzu, sollten Sie immer einen Kinderarzt um Rat fragen. Denn in seltenen Fällen stecken hinter den Symptomen ernsthafte Erkrankungen oder organische Ursachen, die immer abgeklärt werden sollten.

Entstehung von Blähungen bei Kindern

Gerade bei Neugeborenen Kindern treten häufig Probleme in Bezug auf den Bauch und die Verdauung auf. Durch das Trinken an der Flasche oder der mütterlichen Brust wird Luft mitaufgesaugt. Diese zusätzliche Luft, die aufgesaugt wird, kann zu Schmerzen im Darm führen und sollte daher vermieden werden.
Ein Bäuerchen nach dem Trinken ist daher mein erster Tipp an dieser Stelle.
Bei Flaschenkindern können Sie zudem darauf achten, dass bei der Zubereitung so wenig Luft wie möglich durch Schütteln der Flasche entsteht.
Auch sollte zuerst das Wasser in die Flasche gegeben werden und dann das Milchpulver. So entstehen weniger Blasen, die Blähungen auslösen könnten. 

Bei größeren Kindern, die sich schon mit fester Nahrung ernähren, kann die Ernährungsweise Einfluss auf Blähungen bei Kindern haben. Eine ballaststoffreiche Ernährung, also viele Vollkornprodukte, Gemüse und Obst, führen eher zu Blähungen. Aus diesem Grund sollte die Einführung der Beikost langsam und behutsam begleitet werden, um auf eventuell auftauchende Blähungen sofort reagieren zu können. 

Entstehung von Blähungen bei Kindern

Vorbeugung und Linderung der windigen Geräusche

Zusätzlich zu den bereits verratenen Tipps schwöre ich auf die sanfte Bauchmassage rund um den Nabel mit einem Kümmelöl. Im Uhrzeigersinn können Sie so sanft dafür sorgen, dass die gemeinen Gase sich ganz schnell aus dem Körper verabschieden.
Auch das Tragen im Fliegergriff, das Baby liegt hier mit dem Bauch auf ihrem Arm und die Beine können strampeln, hilft fast immer.
Bei hastig trinkenden Kindern kann es auch helfen, die kleinen Beinchen auf dem Wickeltisch vorsichtig in Richtung Bauch zu schieben.
Aber Achtung: bitte unbedingt eine Windel anziehen! Die Bewegung kann zu einer Darmentleerung führen 😉

Bei älteren Kindern sollten Sie immer auf viel Ruhe und Zeit beim Essen achten. Alles muss gut durchgekaut werden und runterschlingen führt zu noch mehr Bauchweh. Kinder, bei denen bekannt ist, dass sie zu Blähungen neigen, sollten lieber auf Kohlensäure verzichten und generell auch langsam trinken.
Mein Tipp: Fenchel-Anis-Kümmel-Tee schmeckt nicht nur gut, er hilft auch unglaublich gut bei aufgeblähten Bäuchlein. 

Gase – Bildung und Abtransport

Die im Magen-Darm Trakt entstehenden Gase werden zum Teil über das Blut abtransportiert und anschließend über die Lunge ausgeatmet. Zum Schluss werden die Überreste als Windabgang über den Darm ausgeschieden. Das Verschlucken von Luft und das zu hastige Aufnehmen von Nahrung sind die Hauptgründe für Blähungen bei Kindern. Im ersten Schritt führt das zu einem unangenehmen Völlegefühl, welches bei Babys zu Schreiattacken und Unwohlsein führt. Denn das Druckgefühl im Bauch ist schmerzhaft und die rumorenden Geräusche machen Angst und sind unheimlich.
Mein Tipp: Sprechen Sie mit Ihrem Kind. Auch Babys lieben die beruhigende Stimme von Mama und Papa und fühlen sich so geborgen. Auch wenn die Schmerzen so nicht direkt verschwinden, Geborgenheit ist aber trotzdem sehr wichtig. 

Homöopathie und wirksame Helfer gegen Blähungen bei Kindern

Falls die ersten kleinen Helferlein nicht den gewünschten Effekt bringen, kann es sinnvoll sein homöopathische Mittel zu verabreichen oder auf sanfte Medikamente zurückzugreifen. Seit den ersten Tagen mit meinem Sohn haben wir immer eine Flasche Lefax als Pump-Liquid im Haus.

Ältere Kinder können den Lefax-Wirkstoff Simeticon ab 6 Jahren als Kautablette zu sich nehmen.

Homöopathische Mittel: Carbo vegetabilis D12, Carum Carvi-Zäpfchen und BiGaia-Tropfen können helfen und die Symptome lindern.
Gegen Bauchschmerzen und Blähungen bei Säuglingen kann eine 4-Wöchige Kur mit BiGaia-Tropfen unterstützend helfen, die Darmabläufe schmerzfreier zu gestalten.

Homöopathie und wirksame Helfer gegen Blähungen bei Kindern

Lebensmittelunverträglichkeiten

Dauern die Beschwerden an oder ist Blut im Stuhl kann es sein, dass Ihr Kind unter einer Lebensmittelunverträglichkeit leidet. Denn neben Bauchweh können diese Unverträglichkeiten einen Blähbauch und Blähungen auslösen. Der stark faulige Geruch der Blähungen ist häufig ein Indiz für den Kinderarzt. Aufgrund des nicht Vertragens bestimmter Lebensmittel kommt es zu den funktionellen Bauchschmerzen. Bei Babys liegt häufig eine spät bemerkte Eiweiß oder Kuhmilchproteinallergie vor. Da wir selbst davon betroffen sind, kann ich Ihnen nur den Tipp geben, bei einem Verdacht den Kinderarzt aufzusuchen und Ihre Sorgen mitzuteilen.

Da ich selbst betroffen bin, freue ich mich sehr von Ihren Tipps und Ratschlägen rund um das Thema Blähungen zu lesen!

Ihre Marie Franke

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Dieser Inhalt wurde verfasst von

Marie Franke

Marie Franke ist Erziehungswissenschaftlerin, Germanistin, Bloggerin und Mama. Das chaotische Leben mit ihrer 4-jährigen Tochter bietet ihr genug Material für den Blog kalinchens.de. Dort bloggt sie unter dem Pseudonym Märry Raufuss. Irgendwann will sie mal Lehrerin werden, bis dahin gibt sie Einblick in den total normalen Wahnsinn einer studentischen Mama und in einer Patchworkfamilie. In ihrem Studium beschäftigt sie sich mit den Themen Patchwork, Wandel der Familien und neuen Familienmodellen.

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