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Die häufigsten Kinderkrankheiten in den ersten Jahren mit Kind.

Kind krank Medizin
Verfasst von Marie Franke
Die ersten Kinderkrankheiten lassen nicht lange auf sich warten und stellen Sie vor neue Herausforderungen. Die wichtigsten Krankheiten, ihre Symptome und den einen oder anderen Tipp von Oma, haben wir heute für Sie zusammengefasst.

Kinderkrankheiten gehören schon seit Anbeginn der Zeit zum Menschen dazu. Der Großteil der Kinder geht heute schon mit etwa 12 Monaten in eine Kita. Ab diesem Moment warten die Keime, Bakterien und Viren nur darauf, Ihr Kind anzuspringen. Im ersten Kitajahr war meine Tochter nicht einen Monat am Stück in ihrer Einrichtung. Wir haben wirklich einiges mitgenommen und tatsächlich hörte dieser Spuk um den zweiten Geburtstag schlagartig auf. Das Gute an Kinderkrankheiten ist die lebenslange Immunität. Man bekommt eine bestimmte Krankheit also genau einmal und ist danach sein ganzes Leben davor geschützt.

Die bekanntesten Kinderkrankheiten

Kinderkrankheiten

Der Klassiker ist das Drei-Tage-Fieber. Es wird durch einen Herpesvirus ausgelöst und äußert sich mit plötzlich auftretendem hohen Fieber. Nach ca. drei Tagen verschwindet das Fieber so plötzlich, wie es aufgetreten ist und ein Ausschlag macht sich auf der Haut breit. Dieser Ausschlag juckt nicht und verursacht auch keine Schmerzen. Nach etwa drei bis vier Tagen verschwindet er wieder und Ihr Kind hat das Drei-Tage-Fieber überstanden. Wie Sie ihrem Kind helfen können? Geben Sie reichlich Flüssigkeit und beobachten Sie das Verhalten genau. Bei sehr hohem Fieber können Sie mit gutem Gewissen ein Fieberzäpfchen geben. Denn gerade zur Nacht erhöht sich die Temperatur nochmal und damit Sie genug Schlaf bekommen, empfiehlt sich ein fiebersenkendes Medikament. Ich kann Ihre Unruhe und Angst verstehen, habe ich doch die ersten Nächte am Bett meiner Tochter gesessen und panische Angst gehabt. Wichtig ist, dass Sie ruhig bleiben und bei Komplikationen einen Arzt aufsuchen.

Kinderkrankheiten

Ein weiterer Klassiker ist die Hand-Fuß-Mund-Krankheit. Wir sind tatsächlich ohne diese Krankheit bis zum heutigenTag gekommen, ich hatte aber immer großen Respekt vor ihr. Denn die Kinder leiden wirklich sehr und auch wir Eltern haben anstrengende Tage vor uns. Charakteristisch sind Bläschen und rote Flecken rund um den Mund, in den Handinnenflächen und an den Fußsohlen. Oftmals treten auch Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen auf. Die Bläschen können jucken und wehtun, das Trinken kann unangenehm und die Stimmung kann allgemein etwas betroffen sein. Auch hier können Sie Fieberzäpfchen geben. Für Bläschen im Mund, die das Trinken und Essen oftmals erschweren, kann ich Ihnen Bloxaphte Junior-Gel empfehlen. Einfach auf die Bläschen auftragen, kurz abwarten und Ihr Kind wird wieder trinken und essen. Da diese Kinderkrankheit hoch ansteckend ist, darf Ihr Kind etwa eine Woche nicht in eine Gemeinschaftseinrichtung.

Kinderkrankheiten: Kita-Kinder häufig betroffen

Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft wir eine Bindehautentzündung hatten. Immer wieder wechselten sich die Kinder in unserer Kita Gruppe mit entzündeten Augen ab. Die ersten Anzeichen zeigen sich durch ein gerötetes Auge. Oftmals schwillt es an und fängt an zu jucken. Häufig ist das Auge am Morgen verklebt, denn durch die bakterielle Entzündung tritt ein Sekret aus, welches zum Verkleben führt. Bei den ersten und frühen Anzeichen, ein juckendes und rotes Auge, empfehle ich gerne Euphrasia Augentropfen. Sollte das Auge aber stark anschwellen und tritt Sekret auf, müssen Sie zum Kinderarzt um eine antibiotische Augensalbe oder Tropfen zu erhalten. Das klebrige Auge am Morgen können Sie mit einem lauwarmen, sauberen Waschlappen ganz vorsichtig auswaschen. Dabei sollten Sie darauf achten, mit dem Waschlappen von außen nach innen zu gehen. Auch diese Kinderkrankheit ist sehr ansteckend, daher darf Ihr Kind mindestens 2-3 Tage nicht in die Kita oder Spielgruppe gehen.

Kind krank Kopfschmerzen

Wenn ich mich aber entscheiden müsste, welche Kinderkrankheit nun die gemeinste ist, dann ist das eindeutig die Mundfäule. Mundfäule gilt als Erstinfektion mit dem Herpes-Simplex-Virus (Wir Erwachsenen kennen typischerweise die Herpesbläschen auf den Lippen). Meine Tochter hatte mit fast zwei auf einmal sehr hohes Fieber, teilweise bis zu 40.6 Grad, unglaublich geschwollene Lymphknoten und eine unausstehliche Laune. Das Schlimmste waren aber die Bläschen im Mund, die so wehtaten, dass selbst das Trinken kaum möglich war. Immer wieder gab ich ihr mit dem Löffel einige Tropfen Wasser in den Mund und nach zwei Tagen konnte sie endlich wieder ein wenig aus dem Becher trinken.Kinderkrankheiten

Omas Geheimwaffe

Das Fieber bekamen wir mit lauwarmen Waschlappen auf dem Oberkörper in den Griff. Das ist eigentlich die absolute Geheimwaffe von Oma: Sie nehmen einen Waschlappen, feuchten ihn lauwarm an, wringen ihn gut aus und legen ihn dann auf den Oberkörper. Danach kuscheln Sie sich einfach in eine warme Decke und legen über den Waschlappen ein Handtuch. Der fiebersenkenden Wirkung können Sie fast zuschauen. Die Flüssigkeitsaufnahme ist bei Mundfäule unglaublich wichtig, Sie dürfen daher gerne in die Trickkiste greifen. Ob mit dem Löffel, einer Spritze oder mit einem Strohhalm: Hauptsache Ihr Kind bekommt Flüssigkeit.

Eltern sind verunsichert

Kinderkrankheiten sind fies, unangenehm und reizen die Stimmung. Ich kann Ihnen nur positive Gefühle schicken. Wenn Sie Fragen oder Ängste haben, sprechen Sie Ihren Kinderarzt jederzeit an. Oftmals hilft schon das Gespräch mit den Arzthelferinnen am Empfang, diese haben durch jahrelange Erfahrung oft die besten Ideen und Tricks in der Hinterhand.

Welche Tipps würden Sie anderen Eltern geben?

Ihre Marie Franke

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Dieser Inhalt wurde verfasst von

Marie Franke

Marie Franke ist Erziehungswissenschaftlerin, Germanistin, Bloggerin und Mama. Das chaotische Leben mit ihrer 9-jährigen Tochter und ihrem 3-jährigen Sohn bietet genug Material für den Blog frauraufuss.de. Dort bloggt sie unter dem Pseudonym Märry Raufuss. Irgendwann will sie mal Lehrerin werden, bis dahin gibt sie Einblick in den total normalen Wahnsinn einer studentischen Mama und in einer Patchworkfamilie. In ihrem Studium beschäftigt sie sich mit den Themen Patchwork, Wandel der Familien und neuen Familienmodellen.

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