Liebe, Sexualität & Familie

Familienbett – Kuscheln und Schlafen für Fortgeschrittene

Familienbett
Verfasst von Marie Franke

Das Thema Familienbett hat in den letzten Jahren für reichlich Diskussionsbedarf gesorgt. Genau wie die Themen Impfen und Stillen sind Mütter bei dieser Diskussion schnell von ihrer eigenen Meinung überzeugt und sehen keine Alternative. Alles zum Thema Familienbett und der Frage, wieso ich beim zweiten Kind komplett anders darüber denke, lesen Sie heute bei uns!

Unser Sohn ist jetzt etwa 18 Wochen alt und anders, als seine Schwester schläft er direkt neben mir. Zum nächtlichen Stillen muss ich nicht quer durch die Wohnung laufen und kann einfach sofort wieder einschlafen. Also eigentlich bin ich mittlerweile ein großer Fan vom Familienbett. Doch das war lange Zeit nicht so. Warum? Weil ich das Gefühl hatte keine Zeit mehr für mich und auch für meinen Partner zu haben. Doch manchmal kommt eben alles anders.

Das Familienbett – Schlafen mit Tradition

Bis zum Ende des 20. Jahrhunderts war das Familienbett in den meisten Familien Gang und Gebe. Durch die gegebene Wohnsituation, meist nie mehr als ein Raum für die gesamte Familie, schliefen Babys und auch Kinder immer im Bett der Eltern. Bis heute lebt die Mehrheit der Menschheit in Häusern und Wohnungen, die nur aus einem Raum bestehen. Das Familienbett ist also in vielen Kulturen der Welt noch heute üblich. Natürlich können Sie jetzt argumentieren, dass wir aufgrund unser Kultur kein Familienbett mehr brauchen und es als Luxus ansehen müssen, dass unsere Kinder eigene Zimmer besitzen. Doch haben Sie sich mal näher mit den veränderten Schlaf-Eigenschaften von Säuglingen und ihren Müttern beschäftigt? Ich bin wirklich überrascht, wie viele Studien es zu diesem Thema gibt und kann viele der gestellten Thesen nur bejahen.

Familienbett

Guter Schlaf für alle

Dass das Familienbett einen positiven Einfluss auf den Schlaf von Mama und Baby hat, ist nicht abzustreiten. Auch wenn die Nächte kurz sind, Baby und Mama passen ihren Schlaf aufeinander ab. Wenn Sie jetzt denken, Frau Franke denkt sich das gerade aus und spinnt vielleicht ein bisschen, dann kann ich Sie gut verstehen. Als ich diese These zum ersten Mal las, ging es mir ebenso. Doch nach vier Monaten Stillzeit und Familienbett kann ich Ihnen verraten, dass es genau so ist. Mein Sohn wacht nachts nicht richtig auf, er macht sich jedoch bemerkbar, wir stillen schnell und danach schlafen wir einfach weiter. Oft weiß ich gar nicht, wie oft wir nachts wach waren. Mein Schlaf ist sehr leicht gerade dann, wenn auch sein Schlaf leicht ist. Kennen Sie diese Art des Schlafes?Familienbett

Kinder brauchen Nähe

Nach 40 Wochen Schwangerschaft sind die ersten Wochen auf der Welt für viele Kinder sehr anstrengend. Das Ankommen kostet Kraft. Daher ist es doch ganz normal, dass Babys gerade am Anfang sehr viel Nähe und Vertrautes brauchen. Auch wenn das nächtliche Aufwachen viele Eltern müde macht, so hat es einen natürlichen Sinn. Babys kontrollieren so, dass sie in der Nacht nicht alleine sind und alle wichtigen Personen noch da sind. Bei meiner großen Tochter kam das Familienbett für mich nicht in Frage, beim zweiten Kind bin ich ein großer Fan. Die Nähe zwischen mir und meinem Sohn ist einmalig und mal unter uns, die Zeit der schlaflosen Nächte geht auch irgendwann vorbei. Wie alles im Leben mit Baby ist auch das nur eine Phase…

Vielleicht probieren Sie das Familienbett einfach aus? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Ich freue mich über Ihre Meinungen zum Thema Familienbett!

Ihre Marie Franke

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Dieser Inhalt wurde verfasst von

Marie Franke

Marie Franke ist Erziehungswissenschaftlerin, Germanistin, Bloggerin und Mama. Das chaotische Leben mit ihrer 4-jährigen Tochter bietet ihr genug Material für den Blog kalinchens.de. Dort bloggt sie unter dem Pseudonym Märry Raufuss. Irgendwann will sie mal Lehrerin werden, bis dahin gibt sie Einblick in den total normalen Wahnsinn einer studentischen Mama und in einer Patchworkfamilie. In ihrem Studium beschäftigt sie sich mit den Themen Patchwork, Wandel der Familien und neuen Familienmodellen.

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