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Schwangerschaftsdiabetes – Wenn der Zucker verrückt spielt

Schwangerschaftsdiabetes
Verfasst von Marie Franke

Im Laufe der Schwangerschaft kann es zu einigen Komplikationen kommen. Schwangerschaftsdiabetes ist einer der nervigeren und manchmal auch schlimmeren Komplikationen. Gerade deshalb wird in jeder Schwangerschaft ein Blutzuckerbelastungstest durchgeführt. Was Sie beachten sollten, lesen Sie heute bei uns.

Vorab sollten Sie wissen, ich bin keine Ärztin, habe aber lange Zeit im medizinischen Bereich gearbeitet und viele Menschen mit Diabetes betreut. Alle meine Infos sind daher nicht ärztlich, aber gut recherchiert. Schwangerschaftsdiabetes taucht bei vielen Frauen im Laufe der Schwangerschaft auf. Dabei ist es egal, ob Sie dick oder dünn sind, es kann jede Frau treffen. Eine gute Freundin, die bisher noch nie gesundheitliche Probleme hatte, hat die gesamte Schwangerschaft mit verrückten Blutzuckerwerten zu kämpfen gehabt und hatte auch nach der Schwangerschaft Probleme mit ihrem Zucker. Sie sehen also, Komplikationen kann es immer geben.Schwangerschaftsdiabetes

Schwangerschaftsdiabetes – Wann, Wie und Was?

Etwa ab der 24. Schwangerschaftswoche wird bei Ihnen der Blutzuckerbelastungstest durchgeführt. Ihr Frauenarzt wird Ihnen eine Lösung zu trinken geben und nach einer bestimmten Zeit wird Ihnen Blut abgenommen. Allerdings sollten Sie wissen, dass die Lösung ziemlich ekelig schmeckt und es zur Übelkeit kommen kann. Ist der Wert erhöht werden Sie zu einem Diabetologen überwiesen, der den weiteren Verlauf mit Ihnen individuell besprechen wird.

Diagnose Gestationsdiabetes – Und nun?

Besteht eine Schwangerschaftsdiabetes, auch Gestationsdiabetes genannt, fließt mehr Zucker durch die Nabelschnur und in vielen Fällen kommt es zu starken Wachstumsschüben beim ungeborenen Kind. Daher kommt es immer wieder zu großen und schweren Kinder, die häufig etwas dicker sind. Dementsprechend kann es auch während der Geburt zur Komplikationen kommen. Gerade die Schulterpartie ist bei diesen Kindern größer und kann dadurch zu Problemen führen. Aus diesem Grund werden Sie ab jetzt noch ein wenig genauer betreut und auch das Krankenhaus möchte vor der Geburt mit Ihnen sprechen.

Risiko für die Mutter

Folglich haben Sie als Betroffene jetzt ein erhöhtes Risiko und sollten die Blutzucker-Selbstkontrolle sehr ernst nehmen. Bis zu sechs Mal am Tag müssen Sie Ihren Wert messen und in einer Liste eintragen. Ob Sie Insulin benötigen, wird Ihr Diabetologe entscheiden. Bis dahin sollten Sie aber Ihre Ernährung umstellen. Fettarme Nahrungsmitteln sind zu bevorzugen und der Zuckeranteil einer jeden Mahlzeit sollte begrenzt werden.

Schwangerschaftsdiabetes

Kaiserschnitt notwendig?

Statistisch gesehen, entbinden Frauen mit einem Schwangerschaftsdiabetes gehäuft mit Kaiserschnitt. Ob das bei Ihnen notwendig ist, entscheiden die Ärzte. Ich kann Ihnen nur empfehlen beim Planungsgespräch im Krankenhaus alle Fragen zu stellen und sich ausgiebig beraten zu lassen. Jetzt nach zwei Kaiserschnitten, davon einer ungeplant, kann ich Ihnen aber verraten, dass es am Ende auch vollkommen ok ist.

Rat suchen

Auch wenn die Diagnose jetzt sehr plötzlich für Sie kommt, atmen Sie erst einmal in Ruhe durch. Das Wichtigste ist jetzt eine vernünftige Beratung zu suchen und am Ende auch zu bekommen. Notieren Sie sich doch sämtliche Fragen und nehmen am besten Ihren Partner oder eine Freundin mit. 4 Ohren hören einfach besser und stellen manchmal auch bessere Fragen.

Sie schaffen das! Natürlich ist es total blöd und nervig, aber viele Schwangere betrifft es. Ich glaube fest an Sie!

Haben Sie Erfahrungen mit einer Schwangerschaftsdiabetes gemacht? Ich freue mich über Ihren Kommentar.

Ihre Marie Franke

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Dieser Inhalt wurde verfasst von

Marie Franke

Marie Franke ist Erziehungswissenschaftlerin, Germanistin, Bloggerin und Mama. Das chaotische Leben mit ihrer 4-jährigen Tochter bietet ihr genug Material für den Blog kalinchens.de. Dort bloggt sie unter dem Pseudonym Märry Raufuss. Irgendwann will sie mal Lehrerin werden, bis dahin gibt sie Einblick in den total normalen Wahnsinn einer studentischen Mama und in einer Patchworkfamilie. In ihrem Studium beschäftigt sie sich mit den Themen Patchwork, Wandel der Familien und neuen Familienmodellen.

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