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Der Mutterpass – Alle wichtigen Infos über Mutter und Kind

Ultraschall-Bild im Mutterpass
Verfasst von Marie Franke

Für viele Schwangere ist das Ausstellen des Mutterpasses ein besonderer Moment. Auch ich kann mich noch gut an dieses Bauchkribbeln erinnern. Warum Ihr Mutterpass so wichtig ist und ab sofort in Ihre Handtasche gehört, lesen Sie heute bei uns.

In meiner ersten Schwangerschaft war der Mutterpass wie eine große Trophäe für mich. Ein echter Beweis, dass in meinem Bauch ein kleiner Mensch heranwachsen würde. Der Mutterpass dient dazu, alle notwendigen Informationen über Mutter und Kind stetig dabei zu haben. Daher sollten Sie ihn ab jetzt immer in Ihrer Handtasche dabei haben und zu jedem Arztbesuch mitbringen. Auf den 16 Doppelseite werden alle Aspekte der Gesundheit, die von Belangen sind, aufgeführt.

Wann Sie Ihren Mutterpass ausgehändigt bekommen? Das ist von Arzt zu Arzt unterschiedlich. Meine Ärztin hat mir meinen direkt nach der ersten Untersuchung mitgegeben und bei meinem Sohn nach Feststellung eines Herzschlages. Denn auch das ist möglich: ein neuer Mutterpass für eine erneute Schwangerschaft.

Der Mutterpass – Infos über die Mutter

Auf den ersten Seiten werden der Impfstatus von Röteln und die Untersuchung auf Blutgruppenunverträglichkeit, der Antikörper-Suchtest und der Nachweis von möglichen Infektionen mit Chlamydien eingetragen. Im Laufe der Schwangerschaft wird, wenn im ersten Test keine Antikörper gefunden wurden, ein erneuter Test durchgeführt. Auch der Test auf Röteln wird bei einer nicht gefundenen Antikörperzahl wiederholt.

Wichtige Tests in der Schwangerschaft

Zum Standard gehören mittlerweile auch ein Test auf HIV und Syphilis. Das gilt zum einen, um das Ungeborene zu schützen und mögliche weitere Untersuchungen zu machen. Zum anderen schützt die Gewissheit Ärzte, Hebammen und das Krankenhauspersonal vor einer möglichen Ansteckung. Der letzte Wert, der eingetragen wird, ist der Nachweis von Hepatitis. Denn wenn ein positiver Befund vorliegt, kann das Kind direkt nach der Geburt geimpft werden. Auf den nächsten Seiten finden sich Informationen über vorangegangene Schwangerschaften und die allgemeine Krankengeschichte der Mutter.

Mutterpass beim Frauenarzt

Besonderheiten in der Schwangerschaft

Aufgrund der Beurteilung der allgemeinen Krankengeschichte, kann es sein, dass die Mutter als Risikoschwangere eingestuft wird. Im Falle dessen, wird der Arzt eine engmaschigere Betreuung anraten. Ob Sie davon betroffen sind, sollten Sie im Gespräch mit Ihrem Arzt klären.

Mein Tipp: Schreiben Sie sich alle Fragen für die ersten Termine einfach auf. Gerade am Anfang einer Schwangerschaft ist man sehr aufgeregt und vergisst daher leider oft wichtige Details.

Der Geburtstermin

Ebenfalls wichtig ist die Seite 6. Hier wird, aufgrund der Bestimmung des Zyklus und der Berechnung des Arztes, der Termin und der Schwangerschaftsverlauf eingetragen. Alle Infos, die für andere Ärzte notwendig sind, finden hier ihren Platz. Der Termin kann, sofern es nötig ist, noch verändert und neu eingetragen werden.

Mutterpass beim Frauenarzt-Termin nicht vergessen!

Alles rund um die Schwangerschaft

Ein Großteil der Informationen betreffen die Schwangerschaft, ihren Verlauf und die Untersuchungen zum Kind. Ihr Arzt wird alle Auffälligkeiten und Besonderheiten notieren. Auch die Hebammen dürfen wichtige Notizen im Mutterpass eintragen. Das Gravidogramm zeigt einen Überblick über die gesamte Schwangerschaft und die Entwicklung in den 40 Wochen. Eine Doppelseite beschäftigt sich mit den drei großen Ultraschalluntersuchungen, die auch von der Krankenkasse bezahlt werden. Sollten Sie während der Schwangerschaft einen Aufenthalt im Krankenhaus haben, so wird das Krankenhaus auch diesen im Mutterpass notieren.

Geburt und Abschlussuntersuchung

Wenn Sie zur Geburt ins Krankenhaus kommen, werden die Hebammen Ihren Mutterpass in Ihre Akte stecken. Denn auch die Geburt und die Abschlussuntersuchung wird hier eingetragen. Sollten während der Geburt oder im Verlauf der ersten Tage nach der Geburt Besonderheiten auftreten, so kann Ihr betreuender Frauenarzt sofort reagieren. In den meisten Krankenhäusern werden die Infos rund um die Geburt als Aufkleber eingeklebt.

Die Abschlussuntersuchung:
Sie findet am Tag der Entlassung statt. Hier legen die Ärzte besonderen Fokus auf die Rückbildung der Gebärmutter und eine ausreichende Wundheilung. All das finden Sie ganz am Ende Ihres Mutterpasses.

Die letzte Untersuchung:
Diese wird zum Ende des Wochenbettes stattfinden. Ihre Frauenärztin oder Ihr Frauenarzt beurteilt das Wochenbett und die Rückbildung der Schwangerschaft. Für mich fühlte sich diese Untersuchung wie ein richtiger Abschluss mit der Schwangerschaft an.

Der Mutterpass ist etwas Besonderes. Auch meine Mutter hat ihren noch heute und manchmal vergleiche ich die Eintragungen mit meinem.

Für Ihre Schwangerschaft wünsche ich Ihnen alles Gute!

Wie fühlen Sie sich mit Ihrem Mutterpass? Welche wichtigen Infos haben Sie daraus entnommen?

Ihre Marie Franke

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Dieser Inhalt wurde verfasst von

Marie Franke

Marie Franke ist Erziehungswissenschaftlerin, Germanistin, Bloggerin und Mama. Das chaotische Leben mit ihrer 4-jährigen Tochter bietet ihr genug Material für den Blog kalinchens.de. Dort bloggt sie unter dem Pseudonym Märry Raufuss. Irgendwann will sie mal Lehrerin werden, bis dahin gibt sie Einblick in den total normalen Wahnsinn einer studentischen Mama und in einer Patchworkfamilie. In ihrem Studium beschäftigt sie sich mit den Themen Patchwork, Wandel der Familien und neuen Familienmodellen.

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