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Durchfall bei Kindern: Wenn die Windel nichts mehr hält

Durchfall bei Kindern
Verfasst von Marie Franke

Das gemeinste – neben fiesen Bakterien – sind virale Infektionen, insbesondere bei Babys. Viel schlimmer sind jedoch nur Infektionen, die den Darm betreffen. Warum Durchfall bei Kindern und kleinen Babys sehr schnell gefährlich werden kann und welche Hausmittel bei größeren Kindern wirklich helfen, erfahren Sie heute bei uns.

Vor wenigen Wochen hatte der Sohn meiner besten Freundin über Wochen anhaltende Durchfall-Attacken. Nach fünf Nächten überwies der Kinderarzt die beiden in die Notaufnahme des Krankenhauses und der kleine musste für 10 Tage stationär beobachtet werden. Durchfall bei Kindern ist aufgrund der schnellen Austrocknung  eine Erkrankung, die Sie als Eltern sehr ernst nehmen sollten.

Viren sind für Babys und Kinder gefährlich

Nach wenigen Stunden war klar: Der kleine Mann litt unter dem SAPO Virus, einem kleinem Bruder des NORO Virus, der nur für kleine Menschen gefährlich werden kann. Was das Krankenhaus gemacht hat? Auf genügend Flüssigkeitszufuhr geachtet und den kleinen Mann ganz langsam wieder aufgepeppelt.

Durchfall bei Kindern

Durchfall bei Kindern: Die Ursachen

Durchfall bei Kindern kann viele Ursachen haben. Wie oben beschrieben, kann der kleine Körper von gemeinen Viren befallen werden und schafft es nicht, diese aus dem Körper zu treiben. Neben Viren sind häufig auch bakterielle Infektionen oder die Einnahme von Antibiotika Schuld an übermäßigem und weichem Stuhlgang.

Sollte Ihr Kind noch sehr klein sein und unter wiederkehrenden Durchfällen leiden, ist es sinnvoll einen Arzt aufzusuchen und die Beschwerden abzuklären.

Die Symptome von Durchfall kennt jeder

Die Symptome sehen alle Eltern ganz deutlich vor Augen: Der Stuhl kommt in wässrigem Zustand, in großen Mengen und ganz oft. Meistens sind sogar die Windeln mit den Mengen überfordert. Was Sie jetzt unbedingt brauchen sind Desinfektionsmittel, Handschuhe, Rheum Globulis und jede Menge Ruhe. Denn das ist es, was immer an erster Stelle stehen sollte: Sie als Eltern müssen Ruhe ausstrahlen und dürfen nicht hektisch werden.

Durchfall bei KindernSchnelle Hilfe bei Bauchschmerzen

Bei kleinen Kindern ist der Gang zum Arzt unumgänglich und Sie sollten da nicht lange zögern. Achten Sie aber immer auf den Allgemeinzustand. Bei einem zufriedenen Baby, welches nur 1 bis 2 volle Windeln hatte und trotzdem einen guten Eindruck macht, können Sie entspannter bleiben. Sollten Sie aber ein schlechtes Bauchgefühl haben – bei mir meldet sich der Bauch sofort – ist das Abklären ziemlich sinnvoll.

Bei größeren Kindern hilft ein geriebener Apfel zusammen mit Zwieback und Milch. Dazu den Zwieback in Milch einweichen, quetschen und den Apfel hinzugeben. Wichtig ist auch hier die ausreichende Zufuhr von Wasser! Bei Babys im ersten Lebensjahr können Sie drei Mal täglich ein Globuli Rheuma in der Potenz D12 geben. Ab dem zweiten Lebensjahr zwei Globulis und das drei Mal täglich. Kommt ein Brechreiz hinzu, gilt die gleiche Anwendung auch für Colocynthis.

Nach dem Durchfall

Beobachten Sie Ihr Kind ganz genau und fangen Sie nur langsam wieder mit „normaler“ Nahrung an. In den ersten Stunden reichen trockenes Brot, Zwieback und Salzstangen völlig aus. Salzstangen sind gut, um den Mineralstoffhaushalt wieder aufzufüllen.

Sollten Sie ein Baby haben, dass schon feste Nahrung zu sich nimmt, empfiehlt meine Oma gerne frische Kartoffel mit ein wenig Salz. Babys sollten so wenig Salz wie möglich zu sich nehmen, im Kartoffelbrei darf aber ein ganz klein wenig auftauchen. Auch ein Reisbrei kann den Appetit wieder anregen. Probieren Sie es einfach aus und beobachten Ihr Kind dabei ganz genau.

Sollten Sie Fragen haben, ist das Gespräch mit Ihrem Kinderarzt sehr zu empfehlen. Welche Tipps haben Sie?

Ihre Marie Franke

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Dieser Inhalt wurde verfasst von

Marie Franke

Marie Franke ist Erziehungswissenschaftlerin, Germanistin, Bloggerin und Mama. Das chaotische Leben mit ihrer 4-jährigen Tochter bietet ihr genug Material für den Blog kalinchens.de. Dort bloggt sie unter dem Pseudonym Märry Raufuss. Irgendwann will sie mal Lehrerin werden, bis dahin gibt sie Einblick in den total normalen Wahnsinn einer studentischen Mama und in einer Patchworkfamilie. In ihrem Studium beschäftigt sie sich mit den Themen Patchwork, Wandel der Familien und neuen Familienmodellen.

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