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Suizid-Prävention: Passende Hilfe zur richtigen Zeit

Suizid-Prävention kann Leben retten! Nicht nur geschulte Psychologen können helfen: Familie und Freunde haben gute Chancen, die Anzeichen zu erkennen und Betroffenen frühzeitig zu helfen. Lesen Sie hier, welche Hilfe die betroffene Person wirklich braucht und wer diese Hilfe leisten kann.

Suizid ist ein schwieriges Thema. Wohl kaum jemand spricht leichten Herzens darüber und für einige Menschen ist Selbstmord sogar ein absolutes Tabuthema. Das erschwert die Suizid-Prävention: Nur wer weiß, welche Anzeichen auf einen geplanten Selbstmord hindeuten, kann rechtzeitig einschreiten.

Anzeichen erkennen

Ein häufiges Anzeichen für Suizidgedanken ist soziale Isolation: Die Person zieht sich mehr und mehr zurück, nimmt nicht mehr an gemeinsamen Aktivitäten teil. Auch Depression und andere psychische Erkrankungen steigern das Suizidrisiko.

Suizidgedanken zu haben heißt selbstverständlich nicht, dass die Person automatisch eine psychische Erkrankung hat. Auch traumatische Ereignisse können dazu führen, dass jemand akut mit dem Leben abschließen möchte. Suizidgefährdete Personen wollen nicht um jeden Preis sterben. Vielmehr suchen sie einen Weg, um dem hohen Leidensdruck zu entkommen.

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Die richtige Hilfe zur richtigen Zeit

Es müssen nicht immer gleich Medikamente gegen Depression sein. Häufig hilft es schon, die Person spüren zu lassen, dass sie nicht alleine ist. Suizidgedanken entstehen häufig bei Menschen, die sich allein gelassen und überwältigt fühlen. Im Notfall sollten gefährdete Personen nicht unbeaufsichtigt bleiben. Sprechen Sie mit der Person und rufen Sie Hilfe (z. B. Notruf, betreuender Psychologe des Betroffenen), um die Behandlung in professionelle Hände zu geben.

Es ist hilfreich, mit Betroffenen über Suizid zu sprechen

Wenn ein Verdacht besteht, sollte das Thema Selbstmord angesprochen werden. Es zu ignorieren und die Person mit düsteren Gedanken allein zu lassen, kann schlimme Konsequenzen nach sich ziehen. Wichtig: Nicht negativ werden oder die Person unter Druck setzen – sachlich bleiben, mehr zuhören als reden und zeigen, dass die Ängste und Probleme ernst genommen werden.

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Manchmal ist eine enge Beziehung hinderlich

Vielen Menschen fällt es schwer, schwierige und sehr intime Themen mit jemandem zu besprechen, der ihnen nahe steht. Suizidgedanken sind meist sehr eng mit Ängsten oder Scham verbunden. Oft befürchtet die betroffene Person zum Beispiel, sich damit lächerlich zu machen oder Konsequenzen zu provozieren und schweigt deshalb lieber.

Neutrale Ansprechpartner wie ein Psychologe oder ein Mitarbeiter der TelefonSeelsorge sind in solchen Fällen besser geeignet, als jemand aus dem persönlichen Umfeld. Sie können sachlich und professionell mit unangenehmen Themen umgehen. Die TelefonSeelsorge ist sogar komplett anonym und 24 Stunden am Tag verfügbar.

Beratung gibt es auch für Angehörige und Freunde

Für Außenstehende ist klar: Selbstmord ist eine permanente, extreme Lösung für temporäre, überwindbare Probleme. Doch für die betroffene Person erscheint der Freitod oft als der einzige noch mögliche Ausweg aus einer vollkommen hoffnungslosen Situation.

Bei derart unterschiedlichen Perspektiven ist es ganz natürlich, dass man als Außenstehender überfordert ist und nicht weiß, wie man helfen kann. Einige Menschen reagieren auch mit Wut auf diese Hilflosigkeit. Wichtig ist, dass man versucht zu helfen, statt es zu ignorieren.

Haben Sie sich schon mal mit Suizid-Prävention beschäftigt, um einem geliebten Menschen zu helfen? Hinterlassen Sie uns einen Kommentar – Ihre Erfahrung kann anderen Lesern helfen.

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Dieser Inhalt wurde verfasst von

medizinfuchs Redaktion

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