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Lernen im Schlaf – So festigen Sie Ihre Erinnerung

Schlaf Lernen Bett
Verfasst von Christoph Malsburg

Lernen im Schlaf – so einfach wie es sich anhört, ist es leider nicht. Wir können während wir schlafen keine neuen Dinge erlernen. Aber wir verarbeiten und festigen bereits Gelerntes in der Nacht. Wichtig dabei ist, dass wir gut schlafen. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie in Ihrem Schlafverhalten achten sollten, um Ihre Erinnerung zu festigen.

Unser Schlafverhalten beeinflusst unsere geistige und körperliche Leistungsfähigkeit. Damit gelernte Informationen aber auch langfristig abgespeichert werden, ist die Regelmäßigkeit von gesundem Schlaf und vor allem das ungestörte Ablaufen aller Schlafphasen wichtig.

Im Schlaf bildet sich das Gedächtnis

Unser Schlaf läuft in einer Wellenbewegung in 90-minütigen Schlafzyklen ab – so wechseln wir regelmäßig zwischen Leicht-, Tief- und REM-Schlaf. Bei einem gesunden Schlaf gibt es einen durchschnittlichen Anteil von je 20 bis 25 % Tief- und REM-Schlaf pro Nacht. Vor allem in diesen beiden Schlafphasen wird am Tag Gelerntes gefiltert.

Welche Informationen danach vom Kurzzeit- in den Langzeitspeicher überführt werden, hängt von vielen Faktoren ab. Emotionale Ereignisse beispielsweise werden vom Gehirn als wichtiger eingestuft als die letzte gelernte Vokabel. Dieses wiederholte Abrufen und Filtern von gespeicherten Informationen verstärkt die Synapsen zwischen den Nervenzellen. Dadurch kann das Gehirn die Inhalte festigen und mit bestehendem Wissen verknüpfen. So bildet sich das Gedächtnis.

Das Gedächtnis bildet sich im Schlaf.

Foto: Unsplash

Störungsfreier Ablauf aller Schlafphasen

Es empfiehlt sich daher, nach dem Lernen einen Powernap einzulegen und vor allem in der Nacht vor wichtigen Prüfungen ausreichend zu schlafen. Dabei kommt es nicht nur auf die Länge des Schlafes an. Viel wichtiger ist der störungsfreie Ablauf aller Schlafphasen. Denn jede Schlafphase hat eine bestimmte Funktion für die Regeneration des Körpers und sollte durchlaufen werden.

Unterstützen kann man seinen Körper, indem man jeden Tag zur gleichen Zeit schlafen geht. Regelmäßigkeit ist ein unterschätzter Faktor von gutem Schlaf. Oft geht man am Wochenende spät ins Bett und schläft länger als üblich. Dies bringt den Körper durcheinander. Das merken wir meist am Sonntagabend, wenn wir nicht einschlafen können oder am Montagmorgen, wenn wir nicht aufstehen wollen. Versuchen Sie also mit einem gleichbleibenden Tagesablauf für eine störungsfreie Nacht zu sorgen.

Lernen muss man immer noch selber.

Foto: Unsplash

So bringen Sie Lernen und Schlafen optimal zusammen:

  • Gehen Sie regelmäßig zur gleichen Zeit schlafen (auch am Wochenende)
  • Legen Sie nach dem Lernen einen 20-minütigen Powernap ein (Dadurch setzt sich Gelerntes etwas und Ihre Konzentration steigt danach wieder deutlich an)
  • Sprechen Sie über Gelerntes oder schreiben Sie es auf, so erinnern Sie sich leichter daran
  • Nutzen Sie Entspannungsmethoden, Meditation oder Yoga, um besser einzuschlafen
  • Um die Tiefschlafphasen zu erreichen und länger darin zu bleiben, können Sie neue Technologien nutzen, z.B. die digitale Schlafmethode

Lernen im Schlaf ist also nur im weitesten Sinne möglich und nimmt Ihnen keine Arbeit ab. Dennoch kann man seinen Schlaf dahingehend optimieren, dass er die tagsüber gelernten Inhalte in der Nacht problemlos festigt.

Haben Sie noch weitere Tipps, um Gelerntes besser zu behalten? Teilen Sie es gerne mit uns in den Kommentaren.

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Dieser Inhalt wurde verfasst von

Christoph Malsburg

Herr v.d. Malsburg ist seit Anfang 2015 in der Geschäftsführung bei der Infrasonics GmbH für die Entwicklung und Vermarktung von Schlafprodukten zuständig. Innerhalb dieser Funktion ist es ihm wichtig Wissen über gesunden Schlaf mit den Menschen zu teilen und die kulturellen Vorurteile positiv zu verändern. Er hat 20 Jahre Erfahrung aus der Konsumgüterbranche, ist ausgebildeter Schlafcoach und hat sich jetzt darauf spezialisiert den Menschen hilfreiche und leicht anwendbare Produkte für einen gesunden Schlaf zur Verfügung zu stellen.

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