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Haarausfall bei Frauen – was wirklich hilft

Haarausfall bei Frauen - Frau schaut erschrocken in den Spiegel
Verfasst von Marie Franke
Wer kennt die vielen Haare im Badezimmer nach dem Kämmen nicht. Gerade dann, wenn Frauen einen Hormonwechsel durchmachen, was im Laufe eines Lebens mehrfach vorkommt, kann es zu Haarausfall bei Frauen kommen. Welche Gründe es gibt und was Sie dagegen tun können, lesen Sie heute bei uns.

Wie sehr ich meine dichten und gut fallenden Haare aus der Schwangerschaft vermisse. Durch die Geburt und das lange Stillen habe ich eine große Menge an Haaren verloren und mein Haar ist heute viel dünner, als noch vor einigen Jahren. Da ich weiss, dass viele meiner Freundinnen auch betroffen sind, geht es Ihnen wohlmöglich ähnlich. Haarausfall bei Frauen kann im ersten Moment zu Scham und Unwohlsein führen. Plötzlich ist das eigene Erscheinungsbild ein anderes und das Selbstbild leidet. Für Sie als Betroffene kann das ein langer und oftmals auch kompliziert Weg sein. Aber Sie sind damit nicht alleine!

Haarausfall bei Frauen – Erblich bedingt

Durch die verminderte Aktivität des Enzyms Aromatase und eine genetisch bedingt Überempfindlichkeit der Haarfollikel kommt es zu erblich bedingtem Haarausfall. Die Haarfollikel besitzen in diesem Fall mehr männliche Sexualhormone, die Haarausfall begünstigen. Das Östrogen, weibliches Hormon, hingegen hat eine positive Wirkung auf Haarwachstum. Der erblich bedingt Haarausfall tritt häufig im Scheitelbereich auf, hier dünnt das Haar aus. 
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. In vielen Fällen helfen spezielle Haarwassern, zum Beispiel Minoxidil, was bei zweimal täglicher Benutzung die lokal werdenden Stellen wieder anregt. Diese Haarwasser stoppen das Fortschreiten des Haarausfalles und im besten Falle regen sie neues Haarwachstum an.
Auch ein Arzt kann Ihnen helfen: Mit sogenannten Antiandrogenen kann die Wirkung von männlichen Sexualhormonen aufgehoben werden. 

Schwangerschaft und Entbindung

Etwa jede fünfte Frau ist von Haarausfall nach der Geburt betroffen. Schuld daran ist das große Hormonchaos nach der Geburt. Nach der Geburt ist ein sehr starker Abfall des Östrogens zu beobachten, das bedingt den Haarausfall bei Frauen. Im besten Fall hört dieser von alleine auf, nach etwa sechs bis neun Monaten. Während der Schwangerschaft sind die Haare häufig sehr dick und besonders glänzend. Auch in der Zeit vor der Periode entsteht dieser Eindruck. Jetzt ist die Produktion von Progesteron und Östrogen besonders hoch.

Temporärer Haarausfall

Der zeitlich beschränkte Haarausfall, auch als temporärer Haarausfall bekannt, taucht in anstrengenden und stressigen Phasen auf. Möglich ist es auch dann, wenn die Seele leidet und der Körper sich bemerkbar macht. Das positive daran ist aber: der temporäre Haarausfall ist irgendwann beendet. Um dem Körper und dem Haarwachstum etwas Gutes zu tun, können Sie spezielle Kuren auftragen. Bei Mangelzuständen, Stress und Erschöpfungen hilft Phytocyane das Haar zu schützen und zu kräftigen. Zusätzlich spendet es Feuchtigkeit und regt das Haarwachstum wieder an. Über 3 Monate lang wird eine Ampulle pro Woche aufgetragen. 

Kreisrunder Haarausfall bei Frauen – Alopecia areata

Haarlose Flecken auf dem Kopf und kahle Stellen weisen auf kreisrunden Haarausfall, alopecia areata, hin. Auch der kreisrunde Haarausfall kann auf einen Ernährungsmangel oder psychische Anspannung zurückgeführt werden. Leider tritt er auch nach besonderen medikamentösen Behandlungen, wie zum Beispiel nach Chemotherapien auf. Durch die überschießende Immunreaktion werden die Haarwurzeln angegriffen. In Deutschland sind etwa eine Million Menschen davon betroffen. Um den Haarausfall zu behandeln kann Ihr Arzt eine lokale Therapie mit Cortison anordnen oder spezielle Medikamente verschreiben, die neues Haarwachstum anregen.

Generell sollten Sie bei langanhaltendem Haarausfall Ihren Hausarzt aufsuchen, um eine Blutkontrolle zu machen. Hier können verschiedenste Hormone bestimmt und die Ursache behandelt werden.

Sind Sie persönlich von Haarausfall betroffen? Welche Tipps haben Sie für andere Betroffene?

Ihre Marie Franke

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Dieser Inhalt wurde verfasst von

Marie Franke

Marie Franke ist Erziehungswissenschaftlerin, Germanistin, Bloggerin und Mama. Das chaotische Leben mit ihrer 4-jährigen Tochter bietet ihr genug Material für den Blog kalinchens.de. Dort bloggt sie unter dem Pseudonym Märry Raufuss. Irgendwann will sie mal Lehrerin werden, bis dahin gibt sie Einblick in den total normalen Wahnsinn einer studentischen Mama und in einer Patchworkfamilie. In ihrem Studium beschäftigt sie sich mit den Themen Patchwork, Wandel der Familien und neuen Familienmodellen.

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