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Dr. Friedrich Eberth Arzneimittel GmbH
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Produktinformation zu AZITHROMYCIN Dr.Eberth 500 mg Plv.Inf.-Lsg.-Herst., 1 ST

Indikation

  • Das Arzneimittel gehört zu einer Gruppe von Antibiotika, den so genannten Makroliden.
  • Es wird angewendet zur Behandlung von lokalen Infektionen in verschiedenen Körperteilen, welche durch Bakterien hervorgerufen werden.
  • Welche Erkrankungen werden mit dem Arzneimittel behandelt?
    • Das Arzneimittel ist zur Behandlung schwerwiegender Infektionen angezeigt oder wenn eine orale Behandlung nicht in Betracht kommt. Es wird angewendet zur Behandlung der Pneumonie (Lungenerkrankung) und der Adnexitis (Infektionen der Fortpflanzungsorgane), hervorgerufen durch Azithromycin-empfindliche Erreger.

Kontraindikation

  • Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
    • wenn Sie allergisch gegen Azithromycin oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
    • wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen andere Makrolidantibiotika (wie Erythromycin oder Clarithromycin) oder Ketolid-Antibiotika (Makrolidderivate) sind.
    • wenn Sie Ergotaminderivate wie Ergotamin (eingesetzt zur Behandlung der Migräne) einnehmen, da diese Arzneimittel nicht zusammen mit Azithromycin angewendet werden dürfen.

Dosierung

  • Die Verabreichung des Arzneimittels erfolgt durch Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal.
  • Ihr Arzt wird die Dosierung und Dauer der Behandlung festlegen, welche für Sie geeignet ist.
  • Die folgende Tabelle gibt die Dosierung an, welche üblicherweise für Erwachsene zur Behandlung einer Pneumonie (Lungeninfektion) und einer Adnexitis empfohlen wird.
    • Pneumonie
      • 500 mg angewendet als tägliche intravenöse Einmalgabe über einen Zeitraum von mindestens zwei Tagen, gefolgt von einer oralen Gabe Azithromycin. Den geeigneten Zeitpunkt zum Wechsel auf die orale Therapie sollte in der Verantwortung Ihres Arztes liegen.
    • Adnexitis (Infektion der Fortpflanzungsorgane)
      • 500 mg angewendet als tägliche intravenöse Einmalgabe über einen Zeitraum von ein oder zwei Tagen, gefolgt von einer oralen Gabe Azithromycin. Den geeigneten Zeitpunkt zum Wechsel auf die orale Therapie sollte in der Verantwortung Ihres Arztes liegen.
  • Spezielle Patientengruppen
    • Das Arzneimittel wird nicht für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen empfohlen.
    • Patienten mit Leber- oder Nierenerkrankungen:
      • Sie sollten Ihren Arzt darüber informieren, wenn Sie an Nieren- oder Lebererkrankungen leiden, da Ihr Arzt dann die Dosierung anpassen wird.
    • Für ältere Patienten ist keine Dosisanpassung notwendig.
  • Durchschnittliche Dauer der Behandlung
    • Die Dauer der Behandlung hängt von der Schwere der Infektion ab. Ihr Arzt wird Sie darüber informieren.
  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

Patientenhinweise

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Azithromycin anwenden,
      • wenn sie eine allergische Reaktionen haben, wie z. B. rote oder weiße Flecken auf der Haut, Juckreiz und Hautirritationen, Schwellungen der Haut, des Kehlkopfes (Hals) oder der Zunge oder wenn Sie an Atemproblemen leiden, sollten Sie die Behandlung mit dem Arzneimittel sofort unterbrechen
      • wenn Sie an Nierenerkrankungen leiden oder in der Vorgeschichte gelitten haben
      • wenn Sie an Lebererkrankungen leiden oder in der Vorgeschichte gelitten haben: Ihr Arzt sollte in diesem Falle eine Überprüfung der Leberfunktion durchführen oder die Behandlung abbrechen
      • wenn Sie an nicht erklärbaren Herzrhythmusstörungen mit einem verlängertem QT-Syndrom (wird bei der Aufzeichnung eines Elektrokardiogramms oder bei einer Untersuchung mit einem EKG-Gerät sichtbar) leiden oder in der Vorgeschichte gelitten haben
      • wenn Sie an Herzstolpern oder wenn Sie an nicht erklärbaren Herzschlagrhythmus leiden oder wenn Sie sich benommen oder schwach fühlen, wenn Sie dieses Arzneimittel anwenden, sollten Sie umgehend Ihren Arzt informieren
      • wenn Sie eine Diarrhö oder dünnflüssigen Stuhlgang während oder nach der Behandlung bekommen. In diesen Fällen besteht die Möglichkeit, dass Sie an einer schwerwiegenden Darmentzündung leiden, welche als pseudomembranöse Kolitis bekannt ist. Nehmen Sie in diesem Falle keinerlei Arzneimittel ein, die den Durchfall stoppen können, ohne vorher den Arzt konsultiert zu haben.
    • Weitere wichtige Vorsichtsmaßnahmen:
      • Pilzinfektionen können während einer Behandlung mit Azithromycin auftreten
      • In seltenen Fällen können schwerwiegende allergische Reaktionen auftreten
      • Ergotaminderivate wie Ergotamin oder Dihydroergotamin (Arzneimittel, die zur Behandlung der Migräne oder zur Verminderung des Blutdurchflusses eingesetzt werden) sollten nicht zusammen mit Azithromycin angewendet werden
      • Vorsicht sollte ebenfalls angezeigt sein, wenn Sie an neurologischen oder psychiatrischen Erkrankungen leiden
      • eine Verschlechterung der Symptome wurde bei Patienten beobachtet, die an Myasthenia gravis litten und gleichzeitig Azithromycin angewendet haben.
  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Es können Nebenwirkungen auftreten, die Ihre Fähigkeiten zum Führen eines Fahrzeugs oder zum Bedienen von Maschinen beeinflussen. Sie sollten nicht Auto fahren und keine Maschinen bedienen, während Sie das Arzneimittel anwenden.

Schwangerschaft

  • Bitte fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker bevor Sie irgendwelche Arzneimittel einnehmen.
  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Einnahme Art und Weise

  • Das Arzneimittel wird als intravenöse Infusion verabreicht.
  • Dieses Arzneimittel soll gemäß den genannten Anweisungen rekonstituiert und verdünnt werden. Die Anwendung soll als intravenöse Infusion über einen Zeitraum von mindestens 60 Minuten erfolgen.
  • Weitere Informationen siehe Gebrauchsinformation.

Wechselwirkungen

  • Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie bitte Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen.
    • Arzneimittel können einander beeinflussen oder können mit anderen Substanzen unerwartete Wirkungen zeigen oder können in einigen Fällen eine Ab- oder Zunahme der erwarteten Wirkung hervorrufen. Deshalb sollten Sie Ihren Arzt über alle Arzneimittel informieren, die Sie einnehmen oder eingenommen haben. Dies gilt insbesondere für:
      • Ergotaminderivate wie Ergotamin (eingesetzt zur Behandlung der Migräne)
      • Digoxin (eingesetzt zur Behandlung von Herzinsuffizienz)
      • Warfarin oder vergleichbare Arzneimittel zur Vorbeugung einer Blutverdickung
      • Ciclosporin (eingesetzt zur Unterdrückung der Immunantwort des Organismus, um ein neuimplantiertes Organ oder Knochenmarkszellen zu schützen und zu behandeln)
      • Terfenadin (bei Heuschnupfen oder Allergien der Haut)
      • Nelfinavir (eingesetzt zur Behandlung einer HIV Infektion (AIDS))
      • Zidovudin (bei HIV). Azithromycin kann die Blutspiegel von Zidovudin senken und sollte daher mindestens 1 - 2 Stunden vor oder nach Gabe von Zidovudin angewendet werden
      • Rifabutin (bei HIV oder Tuberkulose)
      • Theophyllin (bei Atembeschwerden)
    • Sie sollten das Arzneimittel nicht zusammen mit Antazida (angewendet bei Magenverstimmung) anwenden.

Wirksame Bestandteile und Inhaltsstoffe

500 mg

Citronensäure, wasserfrei
Hilfstoff
Natrium hydroxid Lösung 30%
Hilfstoff
Natrium Ion
168,2 mg Hilfstoff


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