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Heumann Pharma GmbH & Co. Generica KG
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10169964
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Produktinformation zu CEFUROXIM 500 Heumann Filmtabletten, 14 ST

Indikation

  • Das Arzneimittel ist ein Antibiotikum. Cefuroximaxetil ist ein Cephalosporin zum Einnehmen.
  • Das Präparat wird angewendet bei
    • Infektionen, wenn diese durch Cefuroxim-empfindliche Erreger verursacht sind:
      • Infektionen der oberen Atemwege einschließlich Hals-Nasen- und Ohreninfektionen:
        • Mittelohrentzündung (Otitis media), Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis), Rachen- und Mandelentzündung (Pharyngitis, Tonsillitis),
      • Infektionen der unteren Atemwege (akute Form der chronischen Bronchitis, Lungenentzündung),
      • Infektionen der Haut und des Weichteilgewebes,
      • Infektionen der Nieren und/oder der ableitenden Harnwege,
      • akuter, unkomplizierter Tripper (Gonorrhoe).
  • Sicherheit und Wirksamkeit einer Einnahme des Präparates ist nur für die in der Kategorie ?Dosierung" genannten Dosierungen belegt.

Kontraindikation

  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden
    • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Cefuroximaxetil, andere Cephalosporine oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels sind.
  • Für Kinder unter 5 Jahren sind die Filmtabletten nicht geeignet.
  • Für Kinder unter 3 Monaten liegen bisher keine ausreichenden Erfahrungen vor. Bei Kindern dieser Altersgruppe ist Cefuroximaxetil daher nicht anzuwenden.

Dosierung

  • Nehmen Sie das Arzneimittel immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
  • Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
    • Dosierung und Art der Verabreichung richten sich nach der Schwere der Infektion, der Empfindlichkeit des Erregers und dem Krankheitszustand des Patienten.
    • Erwachsene und Kinder über 12 Jahre
      • Infektionen der oberen Atemwege:
        • einschl. Hals-Nasen- und Ohrenbereich (Mittelohr-, Nasennebenhöhlen-, Rachen- und Mandelentzündung)
          • Dosis und Dosierungsintervall
            • 2 x 300,72 mg - 2 x 601,44 mg Cefuroximaxetil (= 2 x 250 mg - 2 x 500 mg Cefuroxim)
            • entspr. 2-mal täglich 1 Filmtablette 250 mg bis 2-mal täglich 1 Filmtablette 500 mg
      • Infektion der unteren Atemwege:
        • akute Form einer chronischen Bronchitis
          • Dosis und Dosierungsintervall
            • 2 x 300,72 mg - 2 x 601,44 mg Cefuroximaxetil (= 2 x 250 mg - 2 x 500 mg Cefuroxim) in Abhängigkeit von der Schwere des Krankheitsbildes und der Art der Infektion
            • entspr. 2-mal täglich 1 Filmtablette 250 mg bis 2-mal täglich 1 Filmtablette 500 mg
        • Lungenentzündung (Pneumonie)
          • Dosis und Dosierungsintervall
            • 2 x 601,44 mg Cefuroximaxetil (= 2 x 500 mg Cefuroxim)
            • entspr. 2-mal täglich 1 Filmtablette 500 mg
      • Infektionen der Haut und des Weichteilgewebes
        • Dosis und Dosierungsintervall
          • 2 x 300,72 mg - 2 x 601,44 mg Cefuroximaxetil (= 2 x 250 mg - 2 x 500 mg Cefuroxim)
          • entspr. 2-mal täglich 1 Filmtablette 250 mg bis 2-mal täglich 1 Filmtablette 500 mg
      • Infektionen der Nieren und/oder der ableitenden Harnwege
        • Dosis und Dosierungsintervall
          • 2 x 300,72 mg Cefuroximaxetil (= 2 x 250 mg Cefuroxim)
          • entspr. 2-mal täglich 1 Filmtablette 250 mg
      • Unkomplizierter Tripper (Gonorrhoe)
        • Dosis und Dosierungsintervall
          • Stoßtherapie mit 1.202,88 mg Cefuroximaxetil (= 1 g Cefuroxim)
          • entspr. einmalige Einnahme von 2 Filmtabletten 500 mg
    • Für Kinder ab 5 bis 12 Jahren stehen niedriger dosierte Filmtabletten zur Verfügung.
    • Kinder ab 3 Monaten bis 5 Jahren
      • Für diese Altersgruppe stehen andere Darreichungsformen/Dosisstärken zur Verfügung.
    • Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion und bei älteren Patienten
      • Sofern die jeweilige Tageshöchstdosis bei Erwachsenen und bei älteren Patienten nicht überschritten wird, braucht die Dosis bei Vorliegen einer nur leicht bis mäßig eingeschränkten Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance im Bereich von bis zu 30 ml/Minute) nicht herabgesetzt zu werden. Bei einer Einschränkung der Nierenfunktion von < 30 ml/Minute kann eine Vergrößerung des Einnahmeabstands erforderlich sein.
  • Dauer der Anwendung
    • Die Behandlungsdauer (normalerweise 7 - 10 Tage) richtet sich nach der Schwere und dem Verlauf der Erkrankung. Die Behandlung sollte mindestens 2 Tage über das Abklingen der Symptome hinaus durchgeführt werden.
    • Bei Infektionen, die durch beta-hämolysierende Streptokokken (bestimmte Erregerart) verursacht sind, ist sicherheitshalber eine Therapiedauer von mindestens 10 Tagen angezeigt, um Spätkomplikationen in Form von rheumatischem Fieber und Erkrankung der Nierenkörperchen (Glomerulonephritis) vorzubeugen.
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung des Arzneimittels zu stark oder zu schwach ist.
  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • Akute Vergiftungen mit dem Präparat sind bisher nicht bekannt geworden.
    • Bei bestimmten Risikokonstellationen und bei Gabe sehr hoher Dosen können Cephalosporine zentralnervöse Erregungszustände verursachen und zu Schüttelkrämpfen führen.
      • Im Notfall sind alle erforderlichen intensivmedizinischen Maßnahmen angezeigt.
      • Hohe Serumkonzentrationen können durch Hämodialyse (?Blutwäsche") reduziert werden.
      • Bei motorischer Erregung oder Krampfzuständen können Antikonvulsiva (Mittel gegen Krämpfe) gegeben werden.
  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben,
    • sollte diese bis zur nächsten regulären Gabe nachgeholt werden.
  • Wenn Sie die Einnahme abbrechen
    • Um das Fortbestehen bzw. erneute Auftreten der Infektion zu vermeiden, sollten Sie das Präparat regelmäßig und in der von Ihrem Arzt verschriebenen Dosierung einnehmen.
  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Patientenhinweise

  • Besondere Vorsicht bei der Einnahme des Arzneimittels ist erforderlich
    • Bei Penicillin-Überempfindlichkeit oder einer Überempfindlichkeit gegenüber anderen Beta-Lactam-Antibiotika (wie z. B. Penicillinen) kann möglicherweise auch eine Überempfindlichkeit gegen Cefuroximaxetil bestehen.
    • Mit besonderer Vorsicht sollte das Präparat bei Personen angewendet werden, die in ihrer Vorgeschichte an ausgeprägten Allergien oder an Asthma litten oder zuvor eine schockartige allergische (anaphylaktische) Reaktion auf Penicilline entwickelt haben.
    • Für Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion (glomeruläre Filtrationsrate unter 10 ml/min) gelten eigene Dosierungsrichtlinien.
    • Für Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion gelten keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen.
    • Bei Patienten mit allergischer Reaktionsbereitschaft (z. B. Heuschnupfen, Asthma bronchiale, Nesselsucht) ist das Risiko für schwerwiegendere Überempfindlichkeitsreaktionen erhöht, weshalb das Arzneimittel in solchen Fällen mit besonderer Vorsicht angewendet werden sollte.
    • Treten während oder in den ersten Wochen nach Behandlung schwere, anhaltende Durchfälle auf, so ist an eine schwerwiegende Darmentzündung (pseudomembranöse Kolitis) zu denken.
    • Bei Patienten, die gleichzeitig oder anschließend mit möglicherweise nierenschädigenden Arzneimitteln (z. B. Aminoglykosiden) oder stark entwässernd wirkenden Präparaten (z. B. Furosemid und Etacrynsäure) behandelt werden, sollte die Nierenfunktion besonders sorgfältig überwacht werden, da eine Beeinträchtigung der Nierenfunktion durch solche Kombinationsbehandlungen nicht ausgeschlossen werden kann.
    • Bei einer länger als 10 Tage dauernden Therapie sind Blutbildkontrollen durchzuführen.
    • Jede Anwendung von Antibiotika kann zur Vermehrung von Erregern führen, die gegen das eingesetzte Arzneimittel unempfindlich sind.
    • Auf Zeichen einer möglichen Folgeinfektion mit solchen Erregern ist zu achten (z. B. Pilzbefall der Schleimhäute mit Rötung und weißlichen Belägen der Schleimhäute). Folgeinfektionen sind entsprechend zu behandeln.
    • Wenden Sie sich ggf. an Ihren Arzt.
  • Kinder
    • Für Kinder und Säuglinge gelten eigene Dosierungsrichtlinien.
  • Ältere Menschen
    • Für ältere Menschen gelten keine speziellen Vorsichtsmaßnahmen, sofern keine starke Einschränkung der Nierenfunktion vorliegt.
  • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
    • Nach bisherigen Erfahrungen hat das Präparat in niedrigen bis mittleren Dosen keinen Einfluss auf Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit.
    • In Einzelfällen sind Nebenwirkungen (siehe dort) beobachtet worden, die eine Ausübung der genannten Tätigkeiten beeinträchtigen oder unmöglich machen.
    • Daher müssen unter diesen Umständen (z. B. bei anaphylaktischem Schock, Schwindel) die genannten Tätigkeiten unterbleiben.

Schwangerschaft

  • Schwangerschaft
    • Zu einer Anwendung von Cefuroximaxetil am Menschen in der Schwangerschaft liegen bislang keine ausreichenden Erfahrungen vor. Bisher wurden keine schädigenden Wirkungen auf das ungeborene Kind beschrieben. Sie sollten das Arzneimittel dennoch in der Schwangerschaft, insbesondere im ersten Drittel, nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abschätzung durch den behandelnden Arzt einnehmen.
  • Stillzeit
    • Der Wirkstoff geht in die Muttermilch über. Sie dürfen das Arzneimittel daher nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den behandelnden Arzt einnehmen. Der gestillte Säugling sollte auf mögliche Irritation der Darmflora und Sprosspilzbesiedlung hin beobachtet werden.

Einnahme Art und Weise

  • Sie sollen das Präparat im Abstand von 12 Stunden einnehmen. Nehmen Sie das Arzneimittel kurz nach einer Mahlzeit ein, da die Aufnahme aus dem Darm dann am besten ist.
  • Wegen des bitteren Geschmacks sollen Filmtabletten nicht zerdrückt oder zerkaut werden.
  • Für Kinder unter 5 Jahren sollten deshalb andere Darreichungsformen verwendet werden.
  • Zur Behandlung des Trippers (unkomplizierte Gonorrhoe) bei Erwachsenen wird als einmalige Gabe 1202,88 mg Cefuroximaxetil (= 1000 mg Cefuroxim) oral eingenommen.
  • Wenn Sie unter schweren Magen- und Darmstörungen mit Erbrechen und Durchfällen leiden, sollten Sie von der Einnahme von Cefuroxim 500 Heumann absehen, da in diesen Fällen eine ausreichende Aufnahme aus dem Darm nicht gewährleistet ist. Es sollte dann eine Anwendung mittels Spritze in Erwägung gezogen werden.

Wechselwirkungen

  • Bei Einnahme des Präparates mit anderen Arzneimitteln
    • Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
    • Die Wirkung des Arzneimittels kann bei gleichzeitiger Behandlung mit nachfolgend genannten Arzneistoffen bzw. Präparategruppen beeinflusst werden:
      • Cefuroximaxetil/Probenecid
        • Die gleichzeitige Gabe von Probenecid (Mittel gegen Gicht) führt zu einer Erhöhung der Cefuroxim-Konzentration im Serum und damit zu einer Wirkungsverlängerung, weil Probenecid die Ausscheidung von Cefuroxim über die Nieren hemmt.
      • Cefuroximaxetil/Kontrazeptiva
        • Die Sicherheit der empfängnisverhütenden Wirkung von oralen Kontrazeptiva (?Pille") ist bei gleichzeitiger Anwendung von Cefuroxim in Frage gestellt. Daher sollten Sie während der Behandlung mit dem Arzneimittel zusätzlich andere empfängnisverhütende Maßnahmen anwenden.
      • Cefuroximaxetil/möglicherweise nierenschädigende Arzneimittel und Schleifendiuretika
        • Cefuroxim kann die möglicherweise nierenschädigende Wirkung von Aminoglykosiden und von stark wirkenden harntreibenden Medikamenten (wie z. B. Furosemid und Etacrynsäure) verstärken. Lassen Sie daher bei gleichzeitiger Gabe, insbesondere bei eingeschränkter Nierenfunktion, Ihre Nierenfunktion vom Arzt kontrollieren.
      • Beeinflussung von labordiagnostischen Befunden
        • Unter der Behandlung mit dem Arzneimittel kann der Coombs-Test (Test auf bestimmte Antikörper) falsch-positiv ausfallen. Ebenso können nicht enzymatische Methoden zur Harnzuckerbestimmung gestört sein, d. h. ein falsch-positives Resultat ergeben. Deshalb ist der Harnzucker unter der Therapie mit dem Präparat enzymatisch zu bestimmen.
  • Bei Einnahme des Arzneimittels zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
    • Die Aufnahme und Verteilung und somit die Verfügbarkeit des Arzneimittels sind erhöht, wenn die Einnahme nach einer Mahlzeit erfolgt.

Wirksame Bestandteile und Inhaltsstoffe

500 mg

Cellulose, mikrokristallin
Hilfstoff
Croscarmellose, Natriumsalz
Hilfstoff
Crospovidon
Hilfstoff
Hypromellose
Hilfstoff
Methylcellulose
Hilfstoff
Natrium dodecylsulfat
Hilfstoff
Polyoxyethylen monostearat
Hilfstoff
Rizinusöl, hydriert
Hilfstoff
Silicium dioxid, gefällt
Hilfstoff
Talkum
Hilfstoff
Titan dioxid
Hilfstoff


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