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Hersteller/Vertrieb
Janssen-Cilag GmbH
Packung
100 Milliliter | N1
Verschreibungspflicht
verschreibungspflichtig
Rezeptgebühr
Rezeptgebühr (5,00 €)
PZN
03829609
Indikation

Das Präparat ist ein Arzneimittel gegen Durchfall. Es wird angewendet zur Behandlung der Beschwerden bei Durchfällen, sofern keine…

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Produktinformation zu IMODIUM N Lösung zum Einnehmen, 100 ML

Indikation

  • Das Präparat ist ein Arzneimittel gegen Durchfall.
  • Es wird angewendet
    • zur Behandlung der Beschwerden bei Durchfällen, sofern keine ursächliche Therapie zur Verfügung steht. Eine langfristige Anwendung bedarf der ärztlichen Verlaufsbeobachtung.

Kontraindikation

  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
    • wenn Sie allergisch gegen Loperamidhydrochlorid oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
    • bei Zuständen, bei denen eine Verlangsamung der Darmtätigkeit wegen des möglichen Risikos von Folgeerscheinungen zu vermeiden ist, z. B. aufgetriebener Leib, Verstopfung und Darmverschluss. Das Arzneimittel muss bei Auftreten von Verstopfung, aufgetriebenem Leib oder Darmverschluss sofort abgesetzt werden.
    • von Kindern unter 2 Jahren
  • Das Arzneimittel sollte primär nicht eingenommen werden bei
    • Durchfällen, die mit Fieber und blutigem Stuhl einhergehen (z. B. akuter Dysenterie)
    • einem akuten Schub einer Colitis ulcerosa (geschwüriger Dickdarmentzündung)
    • einer bakteriellen Darmentzündung, die durch in die Darmwand eindringende Erreger (z. B. Salmonellen, Shigellen und Campylobacter) hervorgerufen wird
    • Durchfällen, die während oder nach der Einnahme von Antibiotika auftreten (pseudomembranöse [Antibiotika-assoziierter] Colitis)

Dosierung

  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Die empfohlene Dosis beträgt:
    • Erwachsene
      • Bei akuten Durchfällen zu Beginn der Behandlung 20 ml (entsprechend 4 mg Loperamidhydrochlorid) und danach nach jedem ungeformten Stuhl jeweils 10 ml (entsprechend 2 mg Loperamidhydrochlorid).
      • Eine tägliche Dosis von 80 ml (entsprechend 16 mg Loperamidhydrochlorid) soll nicht überschritten werden.
      • Bei chronischen Durchfällen: 20 ml (entsprechend 4 mg Loperamidhydrochlorid) täglich.
    • Kinder über 8 Jahre
      • Bei akuten Durchfällen zu Beginn der Behandlung und nach jedem ungeformten Stuhl jeweils 10 ml (entsprechend 2 mg Loperamidhydrochlorid).
      • Eine tägliche Dosis von 40 ml (entsprechend 8 mg Loperamidhydrochlorid) soll nicht überschritten werden.
      • Bei chronischen Durchfällen: 10 ml (entsprechend 2 mg Loperamidhydrochlorid) täglich.
    • Kinder zwischen 2 und 8 Jahre
      • Bei Kindern zwischen 2 und 8 Jahren beträgt die empfohlene Dosierung 0,2 ml (entsprechend 0,04 mg Loperamidhydrochlorid) pro kg Körpergewicht täglich.
  • Dauer der Anwendung
    • Wenn bei akuten Durchfällen 48 Stunden nach Behandlungsbeginn der Durchfall weiterhin besteht, sollten Sie das Arzneimittel nicht weiter einnehmen und einen Arzt aufsuchen.
    • Das Arzneimittel sollte ohne ärztliche Aufsicht nicht länger als 4 Wochen eingenommen werden.
  • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist.
  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • Folgende Beschwerden können Zeichen einer Überdosierung sein:
      • Eine Beeinträchtigung des zentralen Nervensystems, die sich als Erstarrung des gesamten Körpers bei gleichzeitigem Wachsein (Stupor), als Störung der Koordination von Bewegungsabläufen (Choreoathetose, Ataxie), Krämpfe, Apathie, Schläfrigkeit, Pupillenverengung, erhöhte Muskelspannung oder Herabsetzung der Atmung (Atemdepression) äußern kann. Außerdem kann es zu Verstopfung, Darmverschluss oder Harnverhaltung kommen.
      • Das zentrale Nervensystem von Kindern reagiert eventuell auf Überdosierung stärker als das von Erwachsenen.
      • Beim Auftreten von Zeichen einer Überdosierung ist auf jeden Fall ein Arzt aufzusuchen.
      • Dieser wird entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten. Die Behandlung richtet sich nach den Überdosierungserscheinungen und dem Krankheitsbild.
  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Nehmen Sie die vergessene Dosis nach dem nächsten ungeformten Stuhl ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
  • Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Patientenhinweise

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen.
    • Im Folgenden wird beschrieben, wann Sie das Arzneimittel nur unter bestimmten Bedingungen und nur mit besonderer Vorsicht anwenden dürfen. Befragen Sie hierzu bitte Ihren Arzt. Dies gilt auch, wenn diese Angaben bei Ihnen früher einmal zutrafen.
    • Bei Durchfall kann es, insbesondere bei Kindern, zu großen Flüssigkeits- und Salzverlusten kommen. Deshalb muss als wichtigste Behandlungsmaßnahme bei Durchfall auf Zufuhr von Flüssigkeit und Salzen (Elektrolyten) geachtet werden.
    • Besondere Vorsicht ist erforderlich, wenn Sie AIDS haben und zur Durchfallbehandlung mit Loperamid behandelt werden. Sie sollten bei den ersten Anzeichen eines aufgetriebenen Leibes die Einnahme beenden und Ihren Arzt aufsuchen. Es liegen Einzelberichte zu Verstopfungen mit einem erhöhten Risiko für eine schwere entzündliche Erweiterung des Dickdarms (toxisches Megacolon) bei AIDS-Patienten vor. Diese litten unter einer durch virale und bakterielle Erreger verursachten infektiösen Dickdarmentzündung (Kolitis) und wurden mit Loperamid behandelt.
    • Loperamid führt zu einer Beendigung des Durchfalls, wobei die Ursache nicht behoben wird. Wenn möglich, sollte auch die Ursache behandelt werden. Sprechen Sie deshalb mit Ihrem Arzt.
    • Nehmen Sie das Arzneimittel nicht weiter ein, wenn innerhalb von 48 Stunden nach der Einnahme keine Besserung des Durchfalls eintritt, und informieren Sie Ihren Arzt.
  • Kinder
    • Kinder unter 2 Jahren dürfen nicht mit Loperamid-haltigen Arzneimitteln, wie z. B. diesem Arzneimittel, behandelt werden.
    • Bei Kindern zwischen 2 und 8 Jahren muss die Dosierung nach dem Körpergewicht berechnet werden.
  • Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
    • Das Arzneimittel darf nur nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden, wenn eine Lebererkrankung besteht oder durchgemacht wurde, weil bei schweren Lebererkrankungen der Abbau von Loperamid verzögert und das Risiko für Nebenwirkungen erhöht sein kann.
    • Sprechen Sie vor der Einnahme des Arzneimittels mit Ihrem Arzt, wenn Sie an einer Lebererkrankung leiden.
  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Bei Durchfällen kann es zu Müdigkeit, Schwindel und Schläfrigkeit kommen. Daher ist im Straßenverkehr oder bei der Arbeit mit Maschinen Vorsicht angeraten.

Schwangerschaft

  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Schwangerschaft
    • Auch wenn bei einer begrenzten Anzahl von Frauen (ca. 800), die während der Schwangerschaft den Wirkstoff dieses Arzneimittels einnahmen, keine eindeutigen Hinweise auf eine fruchtschädigende Wirkung gefunden wurden, sollten Sie Loperamid in der Schwangerschaft nicht einnehmen.
  • Stillzeit
    • Da geringe Mengen des Wirkstoffs in die Muttermilch übergehen können, sollten Sie Loperamid in der Stillzeit nicht einnehmen.
  • Zeugungsfähigkeit
    • Tierexperimentelle Untersuchungen ergaben keine Hinweise auf eine Beeinträchtigung der Zeugungsfähigkeit.

Einnahme Art und Weise

  • Die Lösung sollte mit etwas Flüssigkeit eingenommen werden.
  • Dem Arzneimittel ist eine Dosierhilfe beigepackt, welche vor allem bei Kindern eine genau angepasste Dosierung gestattet. Die Dosierung (ml) richtet sich dabei nach dem Körpergewicht des Kindes (kg).
  • Weitere Informationen siehe Gebrauchsinformation.

Wechselwirkungen

  • Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt vor allem dann, wenn Sie einen oder mehrere der folgenden Wirkstoffe regelmäßig oder auch gelegentlich einnehmen müssen:
      • Ritonavir (Arzneimittel zur Behandlung einer HIV-Infektion)
      • Itraconazol, Ketoconazol (Arzneimittel zur Behandlung einer Pilzinfektion)
      • Chinidin (Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen)
      • Gemfibrozil (Arzneimittel zur Behandlung erhöhter Blutfette)
      • Desmopressin (Arzneimittel zur Behandlung von vermehrtem Harnlassen)
    • Es ist zu erwarten, dass Arzneimittel mit einem ähnlichen Wirkmechanismus wie diesem dessen Wirkung verstärken können und Arzneimittel, die die Magen-Darm-Passage beschleunigen, dessen Wirkung vermindern können.

Warnhinweise bei Hilfsstoffen

Enthält Parabene als Konservierungsmittel. Das Arzneimittel kann Überempfindlichkeitsreaktionen hervorrufen.

Wirksame Bestandteile und Inhaltsstoffe

0,19 mg

Citronensäure 1-Wasser
Hilfstoff
Cochenillerot A
Hilfstoff
Ethanol 96% (V/V)
Hilfstoff
Glycerol
Hilfstoff
Saccharin, Natriumsalz
Hilfstoff
Vanillin
Hilfstoff
Wasser, gereinigt
Hilfstoff
Methyl 4-hydroxybenzoat
Hilfstoff
Propyl 4-hydroxybenzoat
Hilfstoff
Himbeer Aroma
Hilfstoff
Johannisbeer Aroma
Hilfstoff


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