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Gliederschmerzen, Symptome ernstnehmen und Ursachen behandeln

gliederschmerzen
Als Gliederschmerzen werden schmerzhafte Empfindungen in den Gliedmaßen bezeichnet, die zumeist die Muskeln oder die Gelenke betreffen. Sie haben vielfältige Ursachen.

Was sind Gliederschmerzen?

Unter Gliederschmerzen wird ein Symptom verstanden, das bei zahlreichen Erkrankungen auftritt. Dabei leiden die betroffenen Personen unter Schmerzen in ihren Armen und Beinen. Verursacht werden sie durch die unterschiedlichsten Leiden, die von einer harmlosen Erkältung über eine schwere Grippe (Influenza) oder Rheuma bis hin zu lebensbedrohlichen Tumorerkrankungen reichen können. Nicht selten wird der Gliederschmerz auch durch weitere Symptome wie Rückenschmerzen, Kopfschmerzen oder Fieber begleitet.

In der Medizin werden sämtliche Muskel- und Gelenkschmerzen als Gliederschmerzen bezeichnet, die in den Armen oder Beinen auftreten. Dabei kann es sich um die oberen oder unteren Arme, die Hände, den Ober- oder Unterschenkel, die Kniegelenke oder die Füße handeln. Aber auch Schmerzen in den Ellenbogen oder Muskelkater gelten als Gliederschmerz. Weiterhin wird die Bezeichnung für Myalgien (Muskelschmerzen), Ostealgien (Knochenschmerzen) oder Arthralgien (Gelenkschmerzen) gebraucht.

Unterschiedliche Gliederschmerz-Arten

Gliederschmerzen sind überaus unterschiedlich ausgeprägt. So handelt es sich bei ihnen um ziehende und schleichende Beschwerden, die mitunter nur sehr schwach, in manchen Fällen aber auch sehr stark ausgeprägt sind. Bei einigen Patienten zeigen sie sich nur an einem Arm oder Bein, während andere an beiden Gliedmaßen unter den Schmerzen leiden. Darüber hinaus ist sowohl ein einseitiges als auch ein symmetrisches Auftreten möglich. Auch die Dauer des Gliederschmerzes ist von Mensch zu Mensch verschieden.

beschwerden kommen mit dem Alter

Zu unterscheiden ist außerdem zwischen akuten und chronischen Beschwerden. So werden akute Schmerzen in der Regel durch eine Infektion oder eine akute Verletzung von Gelenken, Sehnen oder Muskeln verursacht. Sie zeigen sich bei Personen sämtlicher Altersgruppen. Bei chronischen Gliederschmerzen spielen dagegen Alter und Geschlecht oft eine bedeutende Rolle. So sind Arme und Beine von Frauen häufiger von Beschwerden betroffen als die von Männern. Bei beiden Geschlechtern zeigen sie sich jedoch häufiger mit zunehmendem Lebensalter. Fallen die Gliederschmerzen stark aus oder halten auf die Dauer an, kann dies das Leben der betroffenen Personen erheblich beeinträchtigen. In solchen Fällen ist ein Arztbesuch unumgänglich. Bei den meisten Betroffenen sind die Gliederbeschwerden jedoch harmlos und verschwinden nach einiger Zeit wieder.

Uterschiede bei den Arten von Gliederschmerzen, sind auch die Dauer der Symptome. 
Akute Gliederschmerzen dauern nur einige Stunden oder Tage an, wohingegen chronische Gliederschmerzen mehrere Monate oder gar Jahre andauern können.

Ursachen für Gliederschmerzen

  • grippaler Infekt (Erkältung) oder eine Grippe, andere Infektionen wie Masern oder FSME (Frühsommermeningoenzephalitis), Überlastungen bei sportlichen Aktivitäten, Sportverletzungen, chronische Fehlhaltungen im Körper wie beim langen Arbeiten am Computer, Entzündungen in den Sehnen oder Nervenreizungen oder Medikamente wie PDE-5-Hemmer oder Heparin
  • eine Arthrose, Durchblutungsstörungen, Rheuma bzw. eine rheumatoide Arthritis in den Gelenken,eine Spondylarthropathie (Wirbelsäulenentzündung), Neuralgien (Nervenschmerzen) durch Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) oder eine Infektion mit Herpes Zoster entstehen, Entzündungen oder Verletzungen an den Sehnen, Krebskrankheiten, bei denen ein Tumor oder eine Tochtergeschwulst (Metastase) in den Knochen für Schmerzen sorgen.

Diagnose

Krankengeschichte kann diagnose beschleunigen

Um Informationen zu sammeln, befasst sich der behandelnde Arzt zunächst mit der Anamnese (Krankengeschichte) des Patienten. Dabei erkundigt er sich danach, wie lange die Symptome bestehen und an welcher Stelle sie sich zeigen. Ebenfalls von Bedeutung ist die Art des Schmerzes, also ob er brennend, reißend oder ziehend empfunden wird. Außerdem möchte der Mediziner wissen, welche sportlichen Betätigungen in letzter Zeit stattfanden, ob der Patient einen Unfall in der Vergangenheit erlitten hat und welche Bedingungen an seinem Arbeitsplatz herrschen.

Liegt Verdacht auf einen orthopädischen Schmerzauslöser vor, untersucht der Mediziner den Körper des Patienten genau. Dabei stehen dessen Rückenhaltung und Gangbild im Fokus. Von Bedeutung sind außerdem die Gelenkfunktionen von Schulter, Arm und Hand im Falle von Armschmerzen oder von Hüfte, Knie und Fuß bei Beinbeschwerden. Dabei überprüft er auch Muskeln und Sehnen. Zur Absicherung der Diagnose werden ferner Blutgefäße und Lymphknoten unter die Lupe genommen sowie sensorische Tests durchgeführt. Gibt es Hinweise auf einen Virus als Auslöser, verschafft sich der Arzt durch das Untersuchen von Schleimhaut und Lunge sowie durch einen Blutest Gewissheit. Örtliche Infektionen lassen sich zudem durch Schwellungen, Rötungen sowie einen fest eingegrenzten Schmerzbereich entdecken. Als weitere sinnvolle Untersuchungsmethoden gelten:

  • eine Elektromyographie (EMG)
  • eine Röntgenuntersuchung des betroffenen Arms oder Beins
  • das Messen der Nervenleitgeschwindigkeit
  • eine Computertomographie (CT)

Häufige Fragen zum Thema Gliederschmerzen

Ist sicher, dass keine ernsthafte Ursache für die schmerzhaften Gliederprobleme vorliegt, braucht keine ärztliche Behandlung zu erfolgen. Anders sieht es jedoch aus, wenn die Gliederbeschwerden einen chronischen Verlauf nehmen oder sich verschlimmern. So besteht die Gefahr, dass sie durch therapiebedürftige Krankheiten oder Verletzungen wie Diabetes oder Tumore ausgelöst werden. Darüber hinaus ist es wichtig, einer Schmerzchronifizierung entgegenzuwirken, was sich am besten durch eine frühzeitige medizinische Behandlung erreichen lässt.
Die Behandlung der Gliederschmerzen richtet sich nach ihren Auslösern. So muss die verursachende Grunderkrankung entsprechend behandelt werden, damit die Gliederbeschwerden wieder zurückgehen. Ist eine Nervenentzündung für das Leiden ursächlich, können entzündungshemmende Medikamente wie Phenylbutazon oder eine Blockade des Plexus (Nervengeflecht) helfen. Dabei erfolgt eine lokale Betäubung des verantwortlichen Nervs. Im Falle eines grippalen Infekts lassen sich für einige Tage schmerzlindernde Arzneimittel wie Paracetamol, Acetylsalicylsäure (ASS) oder Ibuprofen einnehmen. Eine Operation muss nur äußerst selten zur Therapie des Gliederleidens vorgenommen werden. Dies kann zum Beispiel bei einem chronischen Karpaltunnelsyndrom notwendig sein.
Erkältungsbäder entspannen Gliederschmerzen

Welche Hausmittel helfen gegen Gliederschmerzen?

Als hilfreich gelten verschiedene Hausmittel. Bei einer Erkältung bekämpfen beispielsweise Wadenwickel nicht nur den Schmerz in den Gliedern, sondern auch vorhandenes Fieber. Als entzündungshemmende pflanzliche Mittel empfehlen sich Kamille, Arnika, Goldrutenkraut und Weidenrinde. Überaus wohltuend sind zudem heiße Bäder. So regen sie die Durchblutung an und fördern die Gesundheit.

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