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Spargel-Zeit: Mythen und Fakten rund um das beliebte Gemüse

Spargel
Sobald die Spargelernte beginnt, stehen die frisch gestochenen Stangen in vielen Haushalten und in Restaurants hoch im Kurs. Schließlich schmeckt Spargel (lateinisch Asparagus) frisch vom Feld nicht nur unvergleichlich lecker, er enthält auch bedeutend mehr wertvolle Nährstoffe als in konservierter Form. Doch nicht alle Mythen und Weisheiten, die sich um die köstlichen Stangen ranken, sind wissenschaftlich bewiesen.

Endlich wieder Spargelsaison! Spargel ist gesund und hält schlank. Zudem wirkt er harntreibend und erhöht die Libido. Besonders wertvoll ist einheimischer weißer oder grüner Spargel. Und frisch gestochen, direkt vom Feld, schmeckt er am besten. Stimmen diese Aussagen wirklich? Wie viel Wahrheit in den Mythen rund um das Edelgemüse steckt, erläutert der folgende Beitrag.

Spargel unterstützt die gesunde Ernährung

Ob schneeweißer Bleichspargel oder Grünspargel: Die schlanken Stangen bestehen zu mehr als 90 % aus Wasser, enthalten kaum Fett und beinhalten je 100 g nur 13 kcal. Neben 1,7 g Eiweiß je 100g und 1,5 g Kohlenhydrate verbergen sich in frisch gestochenem Asparagus zahlreiche Vitamine, Mineralstoffe und weitere biologisch wirksame Pflanzenstoffe, wie:

  • Betacarotin
  • Folsäure
  • die Vitamine B1, B2, B6, E und Vitamin C
  • Natrium, Kalzium, Kalium,
  • Magnesium, Phosphat
  • Eisen, Zink.

Zudem enthält Spargel beachtliche Mengen an Asparagin. Das ist ein spezieller Eiweißbaustein, der nicht nur Namensgeber des Asparagus ist, sondern auch für den eigenartigen Geruch des Urins nach dem Spargelverzehr sorgt.

Der Cocktail aus Nährstoffen, Vitaminen, Mineralien und Vitalstoffen hat zahlreiche gesundheitliche Vorteile:

  • die Nierentätigkeit wird angeregt
  • durch hohen Kaliumgehalt harntreibend
  • entwässernd
  • entschlackend
  • Entlastung des HerzensSpargel Rezept
  • antibakterielle Wirkung

Zudem fügt sich das Edelgemüse ohne fettige Soßen und Butter so gut in die Kalorienbilanz ein, dass es nach Lust und Laune in beliebigen Mengen verzehrt werden kann. Das Gemüse eignet sich hervorragend als Beilage im Rahmen von Reduktionsdiäten. Grüne Ampel bei Fat-free, grüne Ampel bei Glyx und hervorragend kombinierbar im Rahmen einer Punktediät oder Trennkost.

Vorsicht bei Harnwegleiden und Gicht!

Ob Bleichspargel oder Grünspargel: Beide Spargelsorten enthalten Purine, die vom Körper nach dem Verzehr zu Harnsäure abgebaut werden. Für Gesunde sind diese Verbindungen kein Problem. Sie werden einfach mit dem Urin ausgeschieden. Menschen, die an Harnwegsproblemen, Nierenerkrankungen oder an Gicht leiden, sollten hingegen vorsichtig sein. Uneingeschränkter Spargelverzehr kann im Zusammenhang mit der Grunderkrankung zur Verschlimmerung der Beschwerden bis hin zu schwerwiegenden Komplikationen führen. Deshalb sollten Gichtpatienten und Nierenkranke vor dem Spargelgenuss unbedingt Rücksprache mit ihrem behandelnden Arzt halten und genau abklären, wie viel sie bedenkenlos essen können.

Weißer oder grüner Spargel: Was ist gesünder?

Schneeweiße Stangen, die ausschließlich unter der Erde wachsen, sehen mit ihrer ebenmäßigen Gestalt und dem schneeweißen Köpfchen schöner aus als grüne. Sie werden jedoch genau so zubereitet und schmecken auch nicht anders. Die grüne Färbung entsteht durch das Chlorophyll, welches sich bildet, sobald die Spargelstangen durch den Erdwall hindurch, ans Sonnenlicht drängen.

Über der Erde wachsender, grüner Spargel enthält etwas mehr Nährstoffe als weißer Bleichspargel. So sind beispielsweise der Gehalt an Beta-Carotin, der Vitamin SpargelernteC- und der Vitamin A-Gehalt in grünem Stangenspargel höher als in weißem. Auch die Anteile einiger Spurenelemente, wie Kalium oder Natrium sind ein wenig größer. Inzwischen züchten Spargelbauern auch spezielle Grünspargelsorten, die ohne aufwendig angelegte Dämme, auf ebenen Feldern wachsen.

Sind bittere und rohe Spargelstangen giftig?

Es kommt vor, dass die Spargelstangen in der Nähe des Wurzelstockes mehr Bitterstoffe einlagern als in der Mitte oder am Kopf. Wird das Gemüse dann sehr dicht am Wurzelstock gestochen, schmeckt das daraus zubereitete Spargelgericht ungewöhnlich bitter. Auch ein plötzlicher Kälteeinbruch mit darauffolgend hohen Temperaturen kann dazu führen, dass sich die Bitterstoffmenge erhöht. Obwohl der Geschmack leidet, ist das Gemüse dann keinesfalls giftig! Etwas Zucker im Kochwasser hilft, den Geschmack zu neutralisieren.

Entgegen der landläufigen Meinung sind auch rohe Spargelstangen nicht giftig, sodass zarte, ungekochte Spargelköpfchen problemlos als essbare Dekoration oder im Salat verwendet werden können.

Steigert häufiger Spargelverzehr die Libido?

Seit der Antike wird Bleichspargel eine Lust steigernde Wirkung nachgesagt. Der wichtigste Auslöser für diese Behauptung dürfte die Form und die Phallusoptik des Gemüses sein. Obwohl Spargelsaft und Spargelessenzen in der ayurvedischen Lehre zur Behandlung von Lust- und Potenzstörungen eingesetzt werden, gibt es, trotz zahlreicher Untersuchungen, bis heute keine wissenschaftlichen Beweise für eine aphrodisierende Wirkung.

Was hat es mit dem Quietschtest auf sich?

Frisch geerntete Spargelstangen sind nicht nur empfindlich, sie verlieren nach der Ernte auch sehr schnell ihre Nährstoffe. Deshalb sollten sie am besten sofort nach dem Einkauf zubereitet werden. Ungeschält kann das Gemüse maximal zwei Tage lang im Gemüsefach des Kühlschranks, am besten in ein feuchtes Tuch gewickelt, aufbewahrt werden, ohne dass sich entscheidende Qualitätseinbußen einstellen. Frischer Erntespargel lässt sich daran erkennen, dass die Stangen quietschen, sobald sie aneinander gerieben werden. Ein weiteres Merkmal für die Frische sind eine unverletzt-glänzende Schale sowie eine feuchte Schnittstelle.

frischer SpargelNach der alten Bauernregel: „Kirschen rot, Spargel tot!“ ist in Deutschland traditionell am 24. Juni (Johannistag) die Spargelzeit offiziell zu Ende. Das liegt darin begründet, dass die Spargelpflanze mindestens 100 Tage zur Regeneration benötigt.

Essen Sie häufiger grünen oder weißen Spargel? Haben Sie ein leckeres Rezept? Wir freuen uns auf Ihren Kommentar!

 

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Dieser Inhalt wurde verfasst von

medizinfuchs Redaktion

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