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Produktinformation zu METOHEXAL 100 retard Tabl. ***

Indikation

  • Dieses Arzneimittel ist ein Beta-Rezeptoren-Blocker.
  • Das Arzneimittel wird angewendet:
    • bei Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)
    • bei Erkrankungen der Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit)
    • bei funktionellen Herzbeschwerden (hyperkinetisches Herzsyndrom)
    • bei Herzrhythmusstörungen mit erhöhter Schlagzahl (tachykarde Herzrhythmusstörungen)
    • zur Langzeitbehandlung nach Herzinfarkt (Reinfarktprophylaxe)
    • zur vorbeugenden Behandlung der Migräne (Migräneprophylaxe)

Kontraindikation

  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
    • wenn Sie allergisch gegen Metoprolol, andere Beta-Rezeptoren-Blocker oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
    • bei Herzmuskelschwäche (dekompensierte oder manifeste Herzinsuffizienz)
    • bei kardiogenem Schock
    • bei Erregungsleitungsstörungen von den Vorhöfen auf die Kammern (AV-Block 2. oder 3. Grades)
    • bei Sinusknoten-Syndrom (sick sinus syndrome)
    • bei plötzlich auftretendem, beklemmenden Brustschmerz als Zeichen eines Herzanfalls
    • bei Erregungsleitungsstörungen zwischen Sinusknoten und Vorhof (sinuatrialer Block)
    • bei einem Ruhepuls von unter 50 Schlägen pro Minute vor Behandlungsbeginn (Bradykardie)
    • bei stark erniedrigtem Blutdruck (Hypotonie; systolisch kleiner als 90 mmHg)
    • bei Übersäuerung des Blutes (Azidose)
    • bei Neigung zu Bronchialverkrampfung (bronchiale Hyperreagibilität, z. B. bei Asthma bronchiale)
    • bei schweren Durchblutungsstörungen in den Armen oder Beinen (periphere Durchblutungsstörungen)
    • bei einem unbehandelten, hormonproduzierenden Tumor des Nebennierenmarks (Phäochromozytom)
    • bei schwerem Lungenasthma oder wenn bei Ihnen bereits eine Verkrampfung der Bronchien in der Vorgeschichte aufgetreten ist
    • bei gleichzeitiger Gabe von MAO-Hemmstoffen (Ausnahme MAO-B-Hemmstoffe).
  • Nach einem Herzinfarkt dürfen Sie das Präparat nicht anwenden, wenn
    • Sie einen Puls von weniger als 45 - 50 Herzschlägen pro Minute haben
    • bei Ihnen bestimmte EKG-Veränderungen (PR Intervall > 0,24 s) beobachtet wurden
    • Ihr systolischer Blutdruck unter 100 mmHg liegt
    • Sie an einer schweren Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) leiden.
  • Während der Behandlung mit dem Präparat dürfen Sie keine Kalzium-Antagonisten vom Verapamil- und Diltiazem-Typ oder andere Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika wie Disopyramid) intravenös erhalten (Ausnahme Intensivmedizin).

Dosierung von METOHEXAL 100 retard Tabl.

  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
  • Die Dosierung sollte individuell, vor allem nach dem Behandlungserfolg, festgelegt werden und darf ohne Anweisung des Arztes nicht geändert werden.
  • Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
    • Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)
      • Nehmen Sie 1-mal täglich 1 Retardtablette (entsprechend 100 mg Metoprololtartrat) ein.
    • Erkrankung der Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit)
      • Nehmen Sie 1-mal täglich 1 - 2 Retardabletten (entsprechend 100 - 200 mg Metoprololtartrat) ein.
    • Funktionelle Herzbeschwerden (hyperkinetisches Herzsyndrom)
      • Nehmen Sie 1-mal täglich 1 Retardtablette (entsprechend 100 mg Metoprololtartrat) ein.
    • Herzrhythmusstörungen mit erhöhter Schlagzahl (tachykarde Herzrhythmusstörungen)
      • Nehmen Sie 1-mal täglich 1 - 2 Retardabletten (entsprechend 100 - 200 mg Metoprololtartrat) ein.
    • Akutbehandlung des Herzinfarktes und Langzeitprophylaxe nach Herzinfarkt (Reinfarktprophylaxe)
      • Das Arzneimittel sollte nur bei hämodynamisch stabilen Patienten (systolischer Blutdruck >/= 100 mmHg, Herzfrequenz >/= 60 Schläge/min, keine Herzinsuffizienzsymptomatik), eingesetzt werden, für die keine Gegenanzeigen für eine Behandlung mit Beta-Rezeptoren-Blockern bestehen.
      • Akutbehandlung
        • Bei akutem Herzinfarkt erfolgt die Behandlung möglichst umgehend nach Krankenhauseinweisung unter kontinuierlicher EKG- und Blutdruckkontrolle. Die Behandlung wird mit 5 mg Metoprololtartrat i. v. begonnen. Je nach Verträglichkeit können in Abständen von 2 Minuten weitere Einzeldosen von 5 mg Metoprololtartrat i. v. bis zu einer maximalen Gesamtdosis von bis zu 15 mg Metoprololtartrat verabreicht werden.
        • Wird die volle Dosis von 15 mg Metoprololtartrat i.v. vertragen, gibt man beginnend 15 Minuten nach der letzten intravenösen Injektion 1-mal oral 50 mg Metoprololtartrat. In den folgenden 48 Stunden wird alle 6 Stunden 50 mg Metoprololtartrat verabreicht.
        • Bei Patienten, die weniger als 15 mg Metoprololtartrat i. v. vertragen haben, sollte die orale Anschlussbehandlung vorsichtig mit 1-mal 25 mg Metoprololtartrat begonnen werden.
      • Erhaltungsdosis
        • Anschließend an die Akuttherapie werden 1-mal täglich 1 - 2 Retardabletten (entsprechend 100 - 200 mg Metoprololtartrat) gegeben.
        • Bei behandlungsbedürftigem Abfall von Herzfrequenz und/oder Blutdruck oder anderen Komplikationen ist das Präparat sofort abzusetzen.
    • Ältere Patienten
      • Für ältere Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich.
    • Kinder und Jugendliche
      • Die Einnahme des Präparates wird für Kinder nicht empfohlen
    • Vorbeugende Behandlung der Migräne (Migräneprophylaxe)
      • Nehmen Sie 1 - 2-mal täglich 1 Retardablette (entsprechend 100 - 200 mg Metoprololtartrat).
    • Eingeschränkte Leberfunktion
      • Bei stark eingeschränkter Leberfunktion ist die Elimination des Präparates vermindert, sodass unter Umständen eine Dosisreduktion erforderlich ist.
    • Eingeschränkte Nierenfunktion
      • Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist keine Dosisanpassung erforderlich.
  • Dauer der Anwendung
    • Über die Dauer der Einnahme entscheidet der behandelnde Arzt.
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung des Präparates zu stark oder zu schwach ist.
  • Wenn Sie eine größere Menge des Arzneimittels eingenommen haben als Sie sollten
    • Verständigen Sie bei Verdacht auf eine Überdosierung sofort einen Arzt/Notarzt, damit dieser über das weitere Vorgehen entscheiden kann.
    • In Abhängigkeit vom Ausmaß der Überdosierung kann es zu starkem Blutdruckabfall (Hypotonie), verminderter Herzschlagfolge (Bradykardie) bis hin zum Herzstillstand, Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) und kardiogenem Schock kommen. Zusätzlich können Atembeschwerden, Bronchospasmen, Erbrechen, Bewusstseinsstörungen, gelegentlich auch generalisierte Krampfanfälle auftreten.
    • Bei Überdosierung oder bedrohlichem Abfall der Herzfrequenz und/oder des Blutdrucks muss die Behandlung mit dem Präparat abgebrochen werden.
  • Wenn Sie die Einnahme des Präparates vergessen haben
    • Sollten Sie die Einnahme des Präparates einmal vergessen haben, nehmen Sie die ausgelassene Tablette unmittelbar dann ein, wenn Sie es bemerken. Sollte der Zeitpunkt der nächsten Gabe allerdings nah sein, nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, sondern setzen Sie die Behandlung mit der verordneten Dosis fort.
  • Wenn Sie die Einnahme des Arzneimittels abbrechen
    • Eine Unterbrechung oder Änderung der Dosierung darf nur auf ärztliche Anweisung erfolgen. Abruptes Absetzen kann zur Minderdurchblutung des Herzmuskels (Herzischämie) mit neuerlicher Verschlimmerung einer Angina pectoris, zu einem Herzinfarkt oder zum Wiederauftreten eines Bluthochdrucks führen.
  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Patientenhinweise

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Präparat einnehmen, wenn einer der folgenden Zustände auf Sie zutrifft:
      • geringgradige Erregungsleitungsstörungen von den Vorhöfen auf die Kammern (AV-Block 1. Grades)
      • längeres strenges Fasten und schwere körperliche Belastung (Zustände mit stark erniedrigtem Blutzucker möglich)
      • bekannter oder vermuteter hormonproduzierender Tumor des Nebennierenmarks (Phäochromozytom; vorherige Therapie mit Alpha-Rezeptoren-Blockern erforderlich)
      • eingeschränkte Leberfunktion
      • zuckerkranke Patienten (Patienten mit Diabetes mellitus) mit stark schwankenden Blutzuckerwerten (Zustände mit stark erniedrigtem Blutzucker möglich)
      • zuckerkranke Patienten (Patienten mit Diabetes mellitus), speziell wenn sie Insulin oder andere blutzuckersenkende Mittel anwenden. Es kann sein, dass das Präparat Anzeichen einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) wie Herzrasen unterdrückt.
      • bestimmte Gefäßerkrankungen (Raynaud-Krankheit oder bestimmte Formen der peripheren Verschlusskrankheit [Claudicatio intermittens])
      • Neigung zu Bronchialverkrampfung
      • bestimmte Art der Angina pectoris (Prinzmetal-Angina)
      • erhöhtes Risiko für schwere Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktische Reaktionen)
      • schwere Überempfindlichkeitsreaktionen in der Vorgeschichte und bei Patienten unter Therapie zur Schwächung bzw. Aufhebung der allergischen Reaktionsbereitschaft (Desensibilisierungstherapie)
        • Hinweis: Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen, die durch andere Mittel verursacht wurden, können während der Behandlung mit dem Präparat besonders schwerwiegend und gegenüber üblichen Dosen von Adrenalin resistent sein.
      • bekannte oder vermutete Schilddrüsenüberfunktion
      • Schuppenflechte (Psoriasis) in der persönlichen oder familiären Vorgeschichte.
    • Wenn Ihr Puls während der Behandlung unter 50 - 55 Schläge pro Minute sinkt, ist die Dosis durch den Arzt schrittweise zu reduzieren bzw. die Behandlung mit dem Präparat ausschleichend zu beenden. Sollten Sie einen unregelmäßigen Herzschlag spüren, suchen Sie bitte Ihren Arzt auf.
    • Die Behandlung mit dem Präparat sollte, speziell bei Patienten mit ischämischer Herzkrankheit, nicht plötzlich abgebrochen werden. Um eine Verschlechterung einer Angina pectoris zu vermeiden, sollte die Dosis durch den Arzt schrittweise über 1 - 3 Wochen erniedrigt werden. Falls erforderlich sollte gleichzeitig eine alternative Behandlung eingeleitet werden.
    • Sollten Sie spontane Blutungen oder blaue Flecken (Hämatome) unter Metoprolol bemerken, informieren Sie bitte umgehend Ihren Arzt.
    • Treten bei Ihnen eine Gelbfärbung von Haut und Augen, Appetitverlust und ein dunkler Urin auf, teilen Sie das bitte umgehend Ihrem Arzt mit.
    • Ihren Arzt sollten Sie auch dann aufsuchen, wenn bei Ihnen Halluzinationen unter Metoprolol auftreten.
    • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Symptome wie trockene Augen, entweder allein oder gleichzeitig mit Hautausschlag, auftreten. In diesem Fall sollte ein Abbruch der Behandlung in Betracht gezogen werden.
    • Wenn Sie dauerhaft mit einem Beta-Rezeptoren-Blocker behandelt werden und operiert werden müssen, sollte ein kardiologisch erfahrener Arzt prüfen, ob der Beta-Rezeptoren-Blocker vor der Operation abgesetzt werden muss. Das Risiko einer Narkose oder eines chirurgischen Eingriffs kann erhöht sein. Die Vorteile der Fortsetzung einer Behandlung mit dem Präparat sollten in jedem Einzelfall gegen die Risiken des Absetzens abgewogen werden. Vor einer Narkose ist der Narkosearzt über die Behandlung mit dem Arzneimittel zu informieren. Wenn es für notwendig erachtet wird, das Präparat vor einem chirurgischen Eingriff abzusetzen, sollte dies schrittweise erfolgen und ca. 48 Stunden vor der Narkose beendet sein.
    • Was ist bei älteren Menschen zu berücksichtigen?
      • Vorsicht ist bei älteren Patienten geboten. Durch zu starke Senkung des Blutdrucks oder der Anzahl der Herzschläge pro Minute kann es zu ungenügender Blutversorgung lebenswichtiger Organe kommen.
  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen (z. B. Schwindel, Müdigkeit oder Sehverschlechterung) kann das Reaktionsvermögen soweit verändert sein, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.
  • Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
    • Die Anwendung des Arzneimittels kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.
    • Eine missbräuchliche Anwendung des Arzneimittels zu Dopingzwecken kann zu einer Gefährdung Ihrer Gesundheit führen.

Schwangerschaft

  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Schwangerschaft
    • Es liegen weitreichende Erfahrungen zur Anwendung von Metoprolol bei Schwangeren vor.
    • Die derzeitigen Erfahrungen mit Metoprolol während der ersten 3 Monate der Schwangerschaft deuten nicht auf ein Fehlbildungsrisiko hin.
    • Sie können Metoprolol während der Schwangerschaft einnehmen, wenn Ihr behandelnder Arzt dies für eindeutig erforderlich hält. In diesem Fall sollte die geringstmögliche Dosis angewendet werden.
    • Es gibt Hinweise darauf, dass Metoprolol die Durchblutung der Plazenta vermindert und so zu Wachstumsstörungen beim ungeborenen Kind führen kann. Eine Wachstumskontrolle Ihres ungeborenen Kindes bei langdauernder Therapie ist daher anzuraten. Nach Gabe anderer Beta-Rezeptoren-Blocker wurden Fehl- und Frühgeburten, Tod des Kindes im Mutterleib und frühzeitige Wehen beobachtet.
    • Neugeborene von Frauen, die während der späten Schwangerschaft mit Metoprolol behandelt werden, können ein erhöhtes Risiko für Bradykardie, Hypoglykämie und (selten) Hypotonie haben. Deshalb müssen Neugeborene 48 - 72 Stunden nach der Entbindung sorgfältig ärztlich überwacht werden.
  • Stillzeit
    • Sie können Metoprolol während der Stillzeit einnehmen. Allerdings sollte Ihr Säugling auf Anzeichen einer Medikamentenwirkung überwacht werden, da Metoprolol in die Muttermilch übergeht.
  • Zeugungs- und Gebärfähigkeit
    • Es liegen keine Studien zur Zeugungs- und Gebärfähigkeit am Menschen vor.

Einnahme Art und Weise

  • Die Retardtabletten sind unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit nach den Mahlzeiten einzunehmen.

Wechselwirkungen bei METOHEXAL 100 retard Tabl.

  • Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
    • Wirkung anderer Arzneimittel auf das Präparat
      • Die Wirkung des Präparates und anderen Arzneimitteln zur Blutdrucksenkung können sich verstärken. Patienten, die gleichzeitig andere Beta-Rezeptoren-Blocker (auch als Augentropfen), Monoaminoxidase(MAO)-Hemmer, Sympathikushemmende Medikamente oder Arzneimittel erhalten, die den Katecholamin-Spiegel senken, sollten sorgfältig überwacht werden.
    • Die folgenden Arzneimittel können die Wirkung des Präparates verstärken
      • Kalzium-Antagonisten wie Verapamil oder Diltiazem
        • Verstärkung der dämpfenden Wirkung auf den Blutdruck und das Herz. Bei gleichzeitiger Anwendung ist daher eine sorgfältige Überwachung angezeigt.
        • Hinweis: Während der Behandlung mit dem Präparat dürfen Sie keine Kalzium-Antagonisten vom Verapamil- und Diltiazem-Typ oder andere Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika wie Disopyramid) intravenös erhalten (Ausnahme Intensivmedizin).
      • Kalzium-Antagonisten vom Nifedipin-Typ
        • Bei gleichzeitiger Anwendung des Präparates und Kalzium-Antagonisten vom Nifedipin-Typ kann es zu einer verstärkten Blutdrucksenkung und in Einzelfällen zur Ausbildung einer Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) kommen.
      • Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen (Amiodaron, Propafenon und andere Klasse-I-Antiarrhythmika wie Chinin und Disopyramid)
        • Verstärkung der dämpfenden Wirkung des Arzneimittels auf den Herzschlag und die Erregungsleitung im Herzen (atrioventrikuläre Überleitung).
      • Andere Arzneimittel, die eine Abnahme der Herzfrequenz verursachen
        • Die gleichzeitige Anwendung von Betablockern mit anderen Arzneimitteln, von denen bekannt ist, dass sie die Herzfrequenz senken, wie Sphingosin-1-Phosphat-Rezeptor-Modulatoren (z. B. Fingolimod), kann zu additiven herzfrequenzsenkenden Effekten führen.
      • Andere Arzneimittel, die den Blutdruck senken
        • Die gleichzeitige Anwendung von Betablockern mit anderen Arzneimitteln, von denen bekannt ist, dass sie den Blutdruck senken, wie z. B. Aldesleukin, kann zu einer verstärkten blutdrucksenkenden Wirkung führen.
      • Bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen (trizyklischen Antidepressiva), Beruhigungsmittel (Barbiturate, Phenothiazine), Glyceroltrinitrat, harntreibende Mittel (Diuretika) oder gefäßerweiternde Mittel (Vasodilatatoren)
        • verstärkte Blutdrucksenkung
      • Narkosemittel
        • Verstärkung der Blutdrucksenkung und der schwächenden Wirkung auf die Herzkraft.
        • Hinweis: Für den Fall, dass Sie operiert werden müssen, muss Ihr Narkosearzt über die Behandlung mit diesem Arzneimittel informiert werden.
      • Der Wirkstoff von diesem Arzneimittel (Metoprololtartrat) wird im Körper durch ein bestimmtes Leberenzym (Cytochrom P450 2D6) abgebaut. Deshalb ist besondere Vorsicht geboten, wenn gleichzeitig mit dem Präparat Arzneimittel angewendet werden, die dieses Enzym hemmen und damit die Wirkung von diesem Präparat verstärken können. Hierzu gehören beispielsweise:
        • Arzneimittel gegen Depressionen wie Fluoxetin, Paroxetin oder Bupropion
        • Arzneimittel gegen psychische Erkrankungen wie Thioridazin
        • Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen wie Chinidin oder Propafenon
        • Arzneimittel gegen Virusinfektionen wie Ritonavir
        • Arzneimittel gegen Allergien (Antihistaminika) wie Diphenhydramin
        • Arzneimittel gegen Malaria wie Hydroxychloroquin oder Chinin
        • Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen wie Terbinafin
        • Arzneimittel gegen Magengeschwüre wie Cimetidin
    • Die folgenden Arzneimittel können die Wirkung des Präparates verringern
      • Bestimmte Schmerzmittel (nicht steroidale Antiphlogistika wie Indometacin)
        • Verminderung der blutdrucksenkenden Wirkung
      • Enzyminduzierende Medikamente wie Rifampicin
        • Erniedrigung des Blutspiegels und dadurch Verringerung der Wirkung des Präparates möglich
    • Wirkung des Präparates auf andere Arzneimittel
      • Prazosin
        • Wenn Sie bereits das Arzneimittel erhalten, kann es zur Verstärkung einer plötzlichen Blutdrucksenkung bei Lagewechsel (z. B. vom Liegen zum Stehen) nach der ersten Gabe von Prazosin kommen. Deshalb ist bei erstmaliger gemeinsamer Gabe von Metoprolol und Prazosin besondere Vorsicht geboten.
      • Digitalis, Reserpin, Alpha-Methyldopa, Guanfacin oder Clonidin
        • verstärktes Absinken der Herzfrequenz bzw. Verzögerung der Erregungsleitung im Herzen
        • Um einen überschießenden Blutdruckanstieg zu vermeiden, darf Clonidin erst dann abgesetzt werden, wenn einige Tage zuvor bereits die Behandlung mit dem Präparat beendet wurde. Anschließend kann Clonidin stufenweise abgesetzt werden.
      • Medikamente, die im Rahmen einer Narkose zur Muskelentspannung eingesetzt werden (periphere Muskelrelaxanzien wie z. B. Suxamethonium, Tubocurarin)
        • Das Präparatl kann die Wirkung dieser Arzneimittel verstärken
      • Sympathikus aktivierende Substanzen (Noradrenalin, Adrenalin oder andere ähnlich wirkende Substanzen, die z. B. in Hustenmitteln, Nasen- und Augentropfen enthalten sind)
        • beträchtlicher Blutdruckanstieg möglich
        • Hinweis: Während der Therapie mit dem Arzneimittel kann es bei der Behandlung allergischer Reaktionen zu einer verminderten Wirkung von Adrenalin kommen.
      • Monoaminoxidase (MAO)-Hemmer
        • Überschießende Blutdrucksteigerung möglich. Deshalb sollten MAO-Hemmer nicht zusammen mit dem Präparat angewendet werden.
      • Insulin und Sulfonylharnstoffe
        • Das Präparat kann bei Diabetikern, die mit Insulin behandelt werden, eine verstärkte oder verlängerte Erniedrigung des Blutzuckerspiegels (Hypoglykämie) herbeiführen oder auch die blutzuckersenkende Wirkung von Sulfonylharnstoffen aufheben. Daher sind regelmäßige Blutzuckerkontrollen erforderlich.
      • Ergotalkaloide
        • Das Präparat kann bei gleichzeitiger Gabe mit Ergotalkaloiden (Medikamentenklasse, die zur Prävention und Therapie von Migräne eingesetzt wird) deren gefäßverengende Wirkung verstärken.
      • Dipyridamol
        • Das Präparat sollte wie alle anderen Betablocker nur mit Vorsicht und unter Überwachung der Herzfrequenz gleichzeitig mit Dipyridamol (einem Mittel zur Vermeidung von Blutgerinnseln) eingesetzt werden.
      • Weitere mögliche Wechselwirkungen
        • Das Präparat kann die Ausscheidung anderer Medikamente (z. B. Lidocain) vermindern und damit deren Wirksamkeit verstärken.
    • Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor Kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.
  • Einnahme des Präparates zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
    • Durch den gleichzeitigen Genuss von Alkohol kann sich die Wirkung des Arzneimittels und des Alkohols verändern.

Wirksame Bestandteile und Inhaltsstoffe

Metoprolol tartrat
100 mg
Metoprolol
78,08 mg
Eudragit RS
Hilfstoff
Hypromellose
Hilfstoff
Lactose 1-Wasser
Hilfstoff
Macrogol 4000
Hilfstoff
Magnesium stearat
Hilfstoff
Maisstärke
Hilfstoff
Silicium dioxid, hochdispers
Hilfstoff
Talkum
Hilfstoff
Titan dioxid
Hilfstoff
Gesamt Kohlenhydrate
0,01 BE Hilfstoff

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