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Vincristinsulfat-Teva 1mg/ml Injektionslösung

1 ml
  • verschreibungspflichtig
  • Durchstechflaschen
  • PZN: 05505911
  • Rezeptgebühr

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Vincristinsulfat-Teva 1mg/ml Injektionslösung, 1 ML

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Produktinformation zu Vincristinsulfat-Teva 1mg/ml Injektionslösung ***

Indikation

  • Vincristinsulfat gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als antimitotische Zytostatika bezeichnet werden. Diese Arzneimittel hemmen das Wachstum von Krebszellen.
  • Vincristinsulfat wird üblicherweise zusammen mit anderen Arzneimitteln angewendet zur Behandlung:
    • der akuten lymphatischen Leukämie, ein schnell wachsender Tumor, bei dem der Körper eine große Anzahl an unreifen weißen Blutzellen produziert
    • der Hodgkin-Krankheit, ein Tumor der Lymphgefäße
    • von Non-Hodgkin-Lymphomen, einer Tumorerkrankung der Lymphknoten, die nicht auf die Hodgkin-Krankheit zurückzuführen ist
    • von Tumoren der Lunge (kleinzelliges Bronchialkarzinom)
    • von Rhabdomyosarkomen, einer bestimmten Art von Muskeltumoren
    • des Ewing-Sarkoms, einer bestimmten Art von Knochentumoren
    • von Hämatomen (innere Blutungen) mit verminderter Plättchenzahl (idiopathische thrombozytopenische Purpura)
    • von Tumoren des Nebennierenmarks (ein Teil der Nebenniere)
    • des primitiven neuroektodermalen Tumors, ein Tumor eines bestimmten Teils des Nervensystems
    • des Wilms-Tumors, eine Art von Nierentumor
    • von Brustkrebs, der sich auf andere Körperteile ausgebreitet hat
    • des multiplen Myeloms, ein Tumor der Zellen des Immunsystems
    • des Retinoblastoms, einer bestimmten Art von Augentumoren.

Kontraindikation

  • Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden, wenn
    • Sie allergisch gegen Vincristinsulfat oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
    • Sie an einer Nerven- und Muskelkrankheit, wie z. B. dem Charcot-Marie-Tooth-Syndrom, leiden
    • Ihre Leberfunktion stark eingeschränkt ist
    • Sie an Verstopfung leiden oder ein Risiko für einen Darmverschluss (Ileus) vorliegt, besonders bei Kindern
    • Sie eine Strahlentherapie der Leber erhalten.

Dosierung von Vincristinsulfat-Teva 1mg/ml Injektionslösung

  • Richten Sie sich genau nach den Anweisungen Ihres Arztes, wenn Sie das Arzneimittel erhalten. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
  • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist.
  • Die empfohlene Dosis ist
    • Erwachsene
      • Die übliche Dosis für Erwachsene ist 1,4 mg pro Quadratmeter Körperoberfläche (höchstens 2 mg) einmal wöchentlich.
    • Kinder
      • Bei Kindern ist die übliche Dosis 1,5 - 2,0 mg pro Quadratmeter Körperoberfläche eimal wöchentlich. Bei Kindern, die 10 kg oder weniger wiegen, ist die Angangsdosis 0,05 mg pro Kilogramm Körpergewicht einmal wöchentlich.
    • Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
      • Wenn Ihre Leber nicht einwandfrei arbeitet, wird der Arzt Ihre Dosis, wenn erforderlich, anpassen.
  • Wenn Sie eine größere Menge erhalten haben, als Sie sollten
    • Wenn Sie besorgt sind, zu viele Vincristin erhalten zu haben, wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt oder Apotheker. Wenn zu viel angewendet wurde, können die beschriebenen Nebenwirkungen stärker auftreten und eventuell schwerwiegende Folgen haben.
    • Es gibt keine wirksame Behandlung für eine Vincristin Überdosierung. Im Falle einer Überdosierung wird Ihr Arzt Sie unterstützend behandeln und sorgfältig überwachen.
    • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
  • Wenn Sie die Anwendung vergessen haben
    • Ihr Arzt entscheidet, wann Sie dieses Arzneimittel bekommen. Wenn Sie vermuten, dass eine Gabe ausgelassen wurde, wenden Sie sich bitte so bald wie möglich an Ihren Arzt.

Patientenhinweise

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Vincristinsulfat darf nur uner der strengen Aufsicht eines Arztes angewendet werden, der in der Behandlung mit Zytostatika (Arzneimittel zur Behandlung von Krebs) erfahren ist.
    • Das Arzneimittel darf nur über eine Vene (intravenös) und auf keinem anderen Weg verabreicht werden. Eine andere Anwendungsart kann zum Tod führen.
    • Sie müssen darauf achten, Vincristinsulfat nicht in die Augen zu bekommen. Wenn es doch zum Augenkontakt gekommen ist müssen Sie die Augen sofort mit reichlich Wasser spülen und wenn eine Reizung bestehend bleibt, Ihren Arzt um Rat fragen.
    • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn einer der folgenden Warnhinweise für Sie gelten könnten oder in der Vergangenheit für Sie galt:
      • wenn Sie an Krankheiten des Nervensystems leiden
      • wenn ihre Leber nicht einwandfrei arbeitet
      • wenn Sie irgendwelche Arzneimittel anwenden, die schädlich für das Nerensystem sein können. Ihr Arzt wird Sie dann während der Behandlung sorgfältig überwachen.
      • wenn Sie durch die Behandlung eine Verstopfung bekommen. Ihr Arzt wird etwas zur Vorbeugung von Verstopfung unternehmen, z. B. Ihre Ernährung ändern oder Ihnen Arzneimittel zur Verbesserung der Darmbewegung geben (Abführmittel, insbesondere Lactulose)
      • wenn Sie an Erkrankungen des Herzens wie z. B. ischämische Herzerkrankungen (Zirkulationsstörungen des Blutkreislaufs) leiden
      • wenn Sie eine Infektion entwickeln. Informieren Sie in diesem Fall Ihren Arzt.
      • wenn sie sexuell aktiv sind. Während der Behandlung und 6 Monate nach Beendigung der Behandlung müssen sowohl Sie selbst als auch Ihr Partner/Ihre Partnerin Verhütungsmittel anwenden, damit keine Schwangerschaft eintritt.
  • Verkehrstüchtigkeit und Fährigkeit zum Bedinen von Maschinen
    • Die Behandlung mit dem Arzneimittel kann manchmal zu Nebenwirkungen am Nervensystem führen, z. B. in Form von verminderten Reflexen, Muskelschwäche und Sehstörungen. Wenn Sie diese Nebenwirkungen bemerken, dürfen Sie sich nicht an das Steuer eines Fahrzeuges setzen oder irgendwelche Maschinen bedienen, die Ihre Aufmerksamkeit verlangen.

Schwangerschaft

  • Schwangerschaft
    • Die Behandlung mit Vincristin wird während einer Schwangerschaft nicht empfohlen.
    • Männer und Frauen müssen während der Behandlung und 6 Monate nach Beendigung der Behandlung Maßnahmen zur Empfängnisverhütung anwenden.
    • Wenn Sie eine Schwangerschaft vermuten oder sich ein Kind wünschen, müssen Sie sich sofort an Ihren Arzt wenden.
    • Es liegen keine hinreichenden Daten für die Anwendung von Vincristinsulfat während der Schwangerschaft vor, die eine Einschätzung der möglichen schädlichen Auswirkungen erlauben. In tierexperimentellen Studien erwies sich dieses Arzneimittel als schädlich
    • Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Stillzeit
    • Stillen Sie nicht, solange Sie mit dem Arzneimittel behandelt werden.
    • Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Zeugungs-/Gebärfähigkeit
    • Vincristin kann sich dauerhaft ungünstig auf die Fruchtbarkeit auswirken. Daher wird männlichen Patienten geraten, sowohl während der Behandlung als auch bis 6 Monate nach der Behandlung kein Kind zu zeugen und sich vor der Behandlung über eine Spermakonservierung beraten zu lassen.
    • Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Einnahme Art und Weise

  • Vincristin wird mittels einer Infusion oder einer langsamen Injektion durch den Schlauch einer fließenden Infusion in eine Vene (intravenös) eingebracht. Vincristin darf nur unter der strengen Aufsicht eines Arztes angewendet werden, der in der Behandlung mit zellschädigenden Arzneimitteln erfahren ist.

Wechselwirkungen bei Vincristinsulfat-Teva 1mg/ml Injektionslösung

  • Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Vorsicht: Die folgenden Hinweise gelten auch für Arzneimittel, die Sie momentan anwenden oder in den letzten Wochen angewendet haben oder die Sie möglicherweise in den Wochen nach Ihrer Behandlung anwenden werden.
    • Die in diesem Abschnitt erwähnten Arzneimittel sind Ihnen vielleicht unter einem anderen Namen bekannt, der oft der Markenname des Präparates ist. In diesem Abschnitt wird nur der Name des Wirkstoffs oder der Wirkstoffgruppe, zu der das Arzneimittel gehört, genannt - nicht der Markenname. Sehen Sie sorgfältig auf der Verpackung oder in der Packungsbeilage aller Arzneimittel, die Sie einnehmen/anwenden, nach wie der Wirkstoff heißt.
    • Wenn Arzneimittel gleichzeitig angewendet werden, können sie sich gegenseitig in ihrer Wirkung und/oder ihren Nebenwirkungen beeinflussen. Dies bezeichnet man als eine Wechselwirkung.
    • Eine Wechselwirkung kann auftreten, wenn dieses Arzneimittel zusammen angewendet wird mit:
      • bestimmten Arzneimitteln, die Leberenzyme blockieren, z. B. Ritonavir (zur Behandlung von HIV), Nelfinavir (zur Behandlung von HIV), Ketoconazol (zur Behandlung von Pilzinfektionen), Itraconazol (zur Behandlung von Pilzinfektionen), Erythromycin (zur Behandlung von Infektionen) und Nefazodon (zur Behandlung von Depressionen):
        • eine gleichzeitige Anwendung mit Vincristin kann zu einer vorzeitigen Verschlechterung und/oder höherem Schweregrad von Muskelkrankheiten führen.
      • bestimmten Arzneimitteln, die ein bestimmtes Protein - das so genannte p-Glycoprotein - blockieren, z. B. Nifedipin (zur Behandlung von Bluthochdruck):
        • die im Blut vorhandene Vincristinmenge kann ansteigen, wodurch es zu mehr und schwereren Nebenwirkungen kommen kann.
      • bestimmten Arzneimitteln zur Behandlung von Epilepsie, z. B. (FOS)phenytoin:
        • durch Vincristin kann die im Blut vorhandene Menge an Phenytoin abnehmen.
      • bestimmten Arzneimitteln zur Behandlung von Krebs und andere knochenmarkshemmende Arzneimittel, z. B. Doxorubicin (besonders in Kombination mit Prednison):
        • Wirkung, Nebenwirkungen und die das Knochenmark unterdrückende Wirkung können sich verstärken.
      • bestimmten Arzneimitteln, die das Nervensystem schädigen können, z. B. Isoniazid (ein Wirkstoff zur Behandlung von Tuberkulose), L-Asparaginase (ein Wirkstoff zur Behandlung von Blutkrebs) und Cyclosporin A (ein Wirkstoff, der das Immunsystem unterdrückt):
        • diese Wirkstoffe können möglicherweise die schädlichen Wirkungen von Vincristin auf das Nervensystem verstärken.
      • Impfstoffe:
        • Vincristin unterdrückt das körpereigene Immunsystem und beeinflusst möglicherweise die Fähigkeit des Körpers, auf den Impfstoff zu reagieren.
      • Digoxin (ein Wirkstoff zur Behandlung von Herzschwäche und Herzrhythmusstörungen):
        • Vincristin kann die Wirkung von Digoxin abschwächen.
      • Mitomycin C (ein Wirkstoff zur Behandlung von bestimmten Tumorformen):
        • gleichzeitige Anwendung kann Atemprobleme verursachen.
      • Strahlentherapie:
        • eine Strahlentherapie kann die Nebenwirkungen von Vincristin auf das Nervensystem verstärken.
      • Ciclosporin, Tacrolimus:
        • bei gleichzeitiger Anwendung kann Ihr Immunsystem den Körper möglicherweise nicht mehr vor Krankheiten schützen (Immunsuppression); es besteht die Gefahr, dass bestimmte Zellen sich vermehren (Lymphoproliferation).
      • GM-CSF und G-CSF (Wirkstoffe, die nach einer Chemotherapie das Wachstum von Blutzellen anregen):
        • gleichzeitige Anwendung kann eine Nervenkrankheit (Neuropathie) verursachen.
      • Dactinomycin:
        • bei Patienten mit Nierentumor (Wilms-Tumor) wurde über schwere Nierenschäden berichtet.
      • Bleomycin:
        • diese Kombination kann eine Krankheit verursachen, bei der der Blutfluss zu den entfernteren Körperteilen, z. B. Finger, Zehen, Nase und Ohren, bei Temperaturveränderungen oder Stress gestört ist (Raynaud-Syndrom).
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Wirksame Bestandteile und Inhaltsstoffe

Vincristin sulfat
1 mg
Vincristin
0,89 mg
Mannitol
Hilfstoff
Natrium hydroxid
Hilfstoff
Schwefelsäure
Hilfstoff
Wasser, für Injektionszwecke
Hilfstoff
Quelle: ifap Service-Institut für Ärzte und Apotheker GmbH***

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