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Augenerkrankungen: Grüner und Grauer Star betrifft häufig Ältere

Autor: medizinfuchs Redaktion
Grüner Star: Rechtzeitige Behandlung verhindert Erblindung
Grüner Star gehört zu den hierzulande am häufigsten vorkommenden Augenkrankheiten. Zusammen mit dem Grauen Star kommt gilt er als eine typische Alterserkrankung. Er tritt meist im höheren Lebensalter auf und ist Folge krankhafter Veränderungen im Bereich des Auges. Diese können angeboren oder durch degenerative Prozesse verursacht sein. Bei rechtzeitiger Behandlung hat der Betroffene eine günstige Prognose. Unter bestimmten Voraussetzungen und bei regelmäßiger Teilnahme an einer Glaukomfrüherkennung sind spätere Behandlungserfolg deutlich erhöht.

Grüner Star

Glaukom Entstehung

Grüner Star (Glaukom) ist eine Augenerkrankung, die in mehreren Formen auftritt. Je nach Ursache unterscheidet man zwischen dem primären und dem sekundären Glaukom. Die sekundäre Form entsteht infolge medizinischer Behandlungen, Augenverletzungen, chronischer Erkrankungen und der Einnahme bestimmter Arzneimittel. Primäre Glaukome können von Geburt an bestehen oder erworben sein. Außerdem gibt es Grünen Star, der mit einer Erhöhung des Augendrucks verbunden ist, und Glaukome mit normalem Augeninnendruck. Das primäre Glaukom zeigt sich als  Offenwinkelglaukom, Glaukomanfall, Normaldruckglaukom oder angeborenes Glaukom.

Bei Personen über 70 Jahre kommt Grüner Star viermal so häufig vor wie bei Patienten zwischen 30 und 40 Jahren. Wird er nicht rechtzeitig behandelt, kann er zu Erblindung führen. Die angeborene Form (primäres kongenitales Glaukom) kommt nur äußerst selten vor. Seine Symptome zeigen sich bereits bei der Geburt oder im Laufe des ersten Lebensjahres.

Risikofaktoren und Symptome

Befinden Sie sich im vierten Lebensjahrzehnt, empfiehlt es sich, an einer Glaukomfrüherkennung teilzunehmen. Haben Sie eine Augenverletzung oder wurde Ihr Auge mit Kortison behandelt, sollten Sie diese Untersuchung ebenfalls durchführen lassen. Bei der alle drei bis fünf Jahre vorgenommenen Früherkennung wird unter anderem der Augendruck gemessen.

Risikofaktoren

  • erbliche Veranlagung
  • höheres Lebensalter
  • schwere Entzündungen im Augenbereich
  • systemische Erkrankungen
  • Kurzsichtigkeit
  • zu dünne Hornhaut kombiniert mit hohem Augeninnendruck
  • lokale Kortison-Behandlung des Auges

Symptome

  • Sehstörungen
  • geschädigter Sehnerv
  • Erhöhung des Augeninnendrucks
  • Gesichtsfeldausfall
  • farbige Sehränder
  • Augenschmerzen
  • Lichtempfindlichkeit
  • Erblindung

Behandlung

Behandlung grüner Star

Der Glaukomanfall muss sofort behandelt werden, da der Erkrankte sonst rasch erblindet. Angeborene Glaukome können zwar gebessert, aber nicht vollständig geheilt werden. Krankhaft hoher Augendruck lässt sich mit Augentropfen gut behandeln. Bei Patienten, deren lokale Therapie nicht anschlägt, setzt man einen speziellen Laser ein, der den Druck vorübergehend leicht senkt. Eine dauerhafte Verringerung des Drucks kann jedoch nur über eine Augen-Operation erzielt werden.

Krankhaft hoher Augendruck lässt sich mit Augentropfen gut behandeln. Bei Patienten, deren lokale Therapie nicht anschlägt, setzt man einen speziellen Laser ein, der den Druck vorübergehend leicht senkt. Eine dauerhafte Verringerung des Drucks kann jedoch nur über eine Augen-Operation erzielt werden. Während des unter Lokalanästhesie vorgenommenen Eingriffs wird ein künstlicher Kammerwasser-Abfluss angelegt.

Grauer Star

Grauer Star, in der medizinischen Fachsprache Katarakt genannt, ist eine Augenerkrankung, bei der eine Linsentrübung eintritt. Sie zeigt sich mit grau verfärbten Pupillen. Grauer Star kommt sehr häufig vor und gilt als eine typische Alterserkrankung. Er schreitet nur langsam voran und wird oft erst in späteren Stadien erkannt. Die Patienten haben Symptome, die einer zunehmenden Kurzsichtigkeit ähneln. Weitere typische Symptome sind: 

Lichtempfindlichekeit Neun von zehn Katarakt-Patienten sind älter als 60 Jahre. Die einzige Möglichkeit, das sich verschlechternde Sehvermögen zu korrigieren, besteht darin, sich einer Operation zu unterziehen.

Ursachen

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Personen, die mehr als 15 Zigaretten täglich rauchen, haben ein erhöhtes Risiko, im Laufe ihres Lebens an Grauem Star zu erkranken. Kinder, die bereits im Mutterleib mit dem Röteln-Erreger infiziert wurden, kommen bereits mit getrübten Augenlinsen zur Welt. Bei Menschen mit erblich bedingtem Katarakt zeigt sich das abnehmende Sehvermögen nicht erst im fortgeschrittenen Alter. Weitere mögliche Ursachen sind schädliche Strahlung, Augenverletzungen, Diabetes oder Medikamente wie Kortison.

Wird ein Baby bereits mit der Augenkrankheit geboren, treten die typischen Symptome bei ihm nicht auf. Im Normalfall stellt man den Katarakt kurz nach der Geburt im Rahmen einer Früherkennungsuntersuchung fest.

Behandlung

Grauer Star kann nur in einer Augenklinik operativ behandelt werden. Der Chirurg verabreicht dem Betroffenen eine örtliche Betäubung per Augentropfen oder Injektion, entfernt die erkrankte Linse vollständig oder teilweise und setzt ihm anschließend ein Linsenimplantat ein. Die künstliche Linse ersetzt die kranke zu 100 Prozent.

Augenerkrankungen vorbeugen

Eine generelle Vorbeugung ist nicht möglich. Sie können jedoch Ihre Augen mit einer geeigneten Sonnenbrille vor starker UV-Strahlung schützen. Auf der Arbeit bewahrt eine Schutzbrille Ihre Augen vor Verletzungen. Um Ihr Katarakt-Risiko zu minimieren, empfiehlt es sich, das Rauchen aufzugeben. Planen Sie eine Schwangerschaft, können Sie das Auftreten der Augenerkrankung bei Ihrem Kind vermeiden, indem Sie sich rechtzeitig gegen Röteln impfen lassen.

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