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Demenz: Wenn das Gedächtnis beeinträchtigt ist

Demenz: Wenn das Gedächtnis beeinträchtigt ist
Unter einer Demenz ist eine Beeinträchtigung des Denkens, des Gedächtnisses und anderer Gehirnleistungen zu verstehen.
Diese Beeinträchtigung ist entweder fortschreitend oder dauerhaft. Die Ursachen für das Auftreten einer Demenz können verschieden sein. Entsprechend werden verschiedene Formen von Demenz unterschieden. Für die Behandlung einer Demenz stehen medikamentöse und nicht-medikamentöse Therapieformen zur Verfügung. Um einer Demenz vorzubeugen ist es empfehlenswert, Risikofaktoren, die eine Demenz auslösen können, zu vermeiden.

Was ist unter einer Demenz zu verstehen?

Bei einer Demenz handelt es sich um ein Syndrom, also das Auftreten bestimmter Symptome, die verschiedene Ursachen haben können. Der Begriff der Demenz umfasst entsprechend mehr als 50 verschiedene Krankheitsformen, wie beispielsweise die vaskuläre Demenz oder die Alzheimer-Krankheit. Gemeinsam ist allen Demenzformen jedoch eine progressive oder anhaltende Beeinträchtigung des Denkens, des Gedächtnisses oder anderer Hirnleistungen.

Vorkommen und Geschlechterverteilung

Rund 1,5 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Demenz. Die große Mehrheit der Betroffenen ist über 85 Jahre alt. Eine Demenz bereits vor dem 65. Lebensjahr ist hierzulande sehr selten. Frauen sind von einer Demenz häufiger betroffen als Männer. Dies liegt jedoch daran, dass die Wahrscheinlichkeit, an einer Demenz zu erkranken, mit zunehmendem Alter steigt und Frauen durchschnittlich älter werden als Männer.

Welche Ursachen kommen für eine Demenz infrage?

demenz nervenzellen sterben ab

Bei den meisten Fällen von Demenz liegt eine primäre, eigenständige Krankheit vor, die ihren Ursprung im Gehirn hat. Bei Personen, die unter Demenz leiden, sterben nach und nach Nervenzellen ab, sodass die Verbindungen zwischen den Zellen verlorengehen. Die genauen Gründe für diese neurodegenerativen Veränderungen können variieren.

Wenn eine Demenz durch andere Erkrankungen ausgelöst wird, ist von einer sekundären Demenz die Rede. Ursachen hierfür können beispielsweise Alkoholsucht, Erkrankungen der Schilddrüse, Vitamin-Unterversorgungen, Depressionen oder auch Medikamente sein.

Das Risiko, unter einer dementiellen Erkrankung zu leiden, steigt durch genetische Veranlagung sowie höheres Alter. Zu weiteren Risikofaktoren zählen Diabetes mellitus, hoher Cholesterinspiegel, Rauchen, Übergewicht, übermäßiger Alkoholkonsum und Bluthochdruck. Ebenso konnte die Medizin feststellen, dass Personen mit vergleichsweise geringer sozialer, geistiger und körperlicher Aktivität anfälliger für dementielle Erkrankungen sind.

Wie erfolgt die Diagnose bei Demenz?

Es ist nicht unbedingt Anlass zur Sorge, wenn man im zunehmendem Alter öfter mal etwas vergisst. Sollte diese Vergesslichkeit jedoch über Monate hinweg anhalten, ist es ratsam, sich an einen Arzt zu wenden. In einem Anamnese-Gespräch wird der Arzt den Patienten zunächst zu seinem allgemeinen Gesundheitszustand und den auftretenden Beschwerden befragen. Bereits während des Gesprächs wird der Arzt darauf achten, ob sich der Patient auf das Gespräch konzentrieren kann. Auch die Aussagen von Angehörigen des Patienten können für die Diagnosestellung hilfreich sein.

Um andere Erkrankungen als Ursache für die auftretenden Symptome auszuschließen, ist eine körperliche Untersuchung des Patienten wichtig. Hierbei wird der Arzt beispielsweise den Blutdruck messen und die Reaktionen der Pupillen auf Licht sowie die Muskelreflexe prüfen. Zur Diagnose einer Demenz ist zudem eine Blutuntersuchung wichtig. Im Rahmen dieser Untersuchung werden verschiedene Blutwerte ermittelt, um mögliche Auslöser für eine dementielle Erkrankung feststellen zu können, wie etwa eine Erkrankung der Schilddrüse oder ein Mangel an Vitamin B12.

Häufige Fragen zum Thema Demenz

Ein solches Training ist vor allem in mittleren und frühen Krankheitsstadien geeignet, um den Fortschritt der Erkrankung zu bremsen. Schwerpunkt hierbei ist das Trainieren geistiger Fähigkeiten, wie etwa die Aufmerksamkeit, die Orientierung und das Gedächtnis.
Einige Faktoren können das Auftreten einer dementiellen Erkrankung begünstigen. Es gilt daher, bestimmte Risikofaktoren zu meiden oder zumindest zu reduzieren. Zu diesen Risikofaktoren zählen unter anderem Übergewicht, erhöhte Blutfettwerte oder Bluthochdruck.

Nicht nur die Muskeln, sondern auch das Gehirn sollte regelmäßig trainiert werden. Hierfür eignen sich beispielsweise kreative Hobbys, kulturelle Aktivitäten oder mathematische Rätsel.

Wie erfolgt die Behandlung bei einer Demenz?

behandlung demenz verschiedene varianten

Zwar stehen verschiedenste Behandlungsmöglichkeiten bei einer Demenz zur Verfügung, die Erkrankung selbst lässt sich jedoch nicht heilen. Die Therapie zielt daher darauf ab, eine Linderung der Symptome herbeizuführen und ein Voranschreiten der Erkrankung zu bremsen. Hierdurch wird es dem Patienten ermöglicht, lange Zeit ein selbstbestimmtes und eigenständiges Leben führen zu können.

Die Therapie bei einer Demenz setzt sich aus nicht-medikamentösen und medikamentösen Behandlungsoptionen zusammen und wird individuell an den Patienten angepasst. Die Erfolgschancen der Behandlung sind grundsätzlich umso größer, je früher mit der Therapie begonnen werden kann.

Medikamentöse Therapiemöglichkeiten
Hierbei kommen vor allem Antidementiva zum Einsatz. Durch diese lassen sich verschiedene Botenstoffe im Gehirn beeinflussen, was zur Erhaltung der geistigen Leistungsfähigkeit des Patienten führt. Jedoch ist die Wirksamkeit dieser Medikamente oftmals nur über einen begrenzten Zeitraum hinweg möglich. Erfolge konnten mit Antidementiva vor allem in der Therapie der Alzheimer-Demenz erzielt werden.

Verhaltenstherapeutische Möglichkeiten
Eine Verhaltenstherapie ist vor allem für Patienten geeignet, bei denen sich die Demenz noch in einem frühen Stadium befindet. Ziel der Verhaltenstherapie ist es, den Betroffenen dabei zu helfen, besser mit ihrer Erkrankung umzugehen.

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