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Grüner Star: Rechtzeitige Behandlung verhindert Erblindung

Grüner Star: Rechtzeitige Behandlung verhindert Erblindung
Grüner Star ist eine häufig vorkommende Augenkrankheit, die unbedingt behandelt werden muss. Alles über Ursachen & Behandlung lesen Sie hier.
Grüner Star gehört zu den hierzulande am häufigsten vorkommenden Augenkrankheiten. Er tritt meist im höheren Lebensalter auf und ist Folge krankhafter Veränderungen im Bereich des Auges. Diese können angeboren oder durch degenerative Prozesse verursacht sein. Manche Glaukome entstehen durch chronische Erkrankungen. Bei rechtzeitiger Behandlung hat der Betroffene eine günstige Prognose. Unter bestimmten Voraussetzungen und ab dem 40. Lebensjahr kann er durch die regelmäßige Teilnahme an einer Glaukomfrüherkennung den späteren Behandlungserfolg deutlich erhöhen.

Was ist Grüner Star?

Glaukom Entstehung

Grüner Star (Glaukom) ist eine Augenerkrankung, die in mehreren Formen auftritt. Je nach Ursache unterscheidet man zwischen dem primären und dem sekundären Glaukom. Die sekundäre Form entsteht infolge medizinischer Behandlungen, Augenverletzungen, chronischer Erkrankungen und der Einnahme bestimmter Arzneimittel. Primäre Glaukome können von Geburt an bestehen oder erworben sein. Außerdem gibt es Grünen Star, der mit einer Erhöhung des Augendrucks verbunden ist, und Glaukome mit normalem Augeninnendruck. Das primäre Glaukom zeigt sich als  Offenwinkelglaukom, Glaukomanfall, Normaldruckglaukom oder angeborenes Glaukom.

Bei Personen über 70 Jahre kommt Grüner Star viermal so häufig vor wie bei Patienten zwischen 30 und 40 Jahren. Wird er nicht rechtzeitig behandelt, kann er zu Erblindung führen. Die angeborene Form (primäres kongenitales Glaukom) kommt nur äußerst selten vor. Seine Symptome zeigen sich bereits bei der Geburt oder im Laufe des ersten Lebensjahres.

Wie entsteht Grüner Star?

Der Ziliarkörper, ein Teil der mittleren Augenhaut, ist für die fortlaufende Bildung von Kammerwasser verantwortlich. Die durchsichtige Flüssigkeit befindet sich in der vorderen Augenkammer. Kann sie nicht, wie normalerweise üblich, abfließen, sind eine Steigerung des Augeninnendrucks und Schädigung des Sehnervs die Folge. Es kommt zu Sehstörungen (Gesichtsfeldausfällen).

Grüner Star erkennen

Hat der Patient einen normalen Kammerdruck, können trotzdem Entzündungen am Sehnerv auftreten. Die genauen Ursachen des Normaldruckglaukoms sind noch nicht geklärt. Die Mediziner vermuten, dass eine unzureichende Durchblutung des Nervs dafür verantwortlich ist. Eine mögliche Erklärung dafür wären Gefäßerkrankungen (Arteriosklerose).

Das primäre Offenwinkelglaukom entwickelt sich im Laufe von Jahren und Jahrzehnten. Es ist statistisch gesehen die am häufigsten belegte Form des Grünen Stars.

Risikofaktoren

  • erbliche Veranlagung
  • höheres Lebensalter
  • schwere Entzündungen im Augenbereich
  • systemische Erkrankungen
  • Kurzsichtigkeit
  • zu dünne Hornhaut kombiniert mit hohem Augeninnendruck
  • lokale Kortison-Behandlung des Auges

Symptome

  • Sehstörungen
  • geschädigter Sehnerv
  • Erhöhung des Augeninnendrucks
  • Gesichtsfeldausfall
  • farbige Sehränder
  • Augenschmerzen
  • Lichtempfindlichkeit
  • Erblindung

Wie behandelt man Grünen Star?

Behandlung grüner Star

Der Glaukomanfall muss sofort behandelt werden, da der Erkrankte sonst rasch erblindet. Angeborene Glaukome können zwar gebessert, aber nicht vollständig geheilt werden. Voraussetzung einer günstigen Entwicklung des sekundären Grünen Stars ist die erfolgreiche Behandlung der zugrunde liegenden Krankheit.

Krankhaft hoher Augendruck lässt sich mit Augentropfen gut behandeln. Bei Patienten, deren lokale Therapie nicht anschlägt, setzt man einen speziellen Laser ein, der den Druck vorübergehend leicht senkt. Eine dauerhafte Verringerung des Drucks kann jedoch nur über eine Augen-Operation erzielt werden. Während des unter Lokalanästhesie vorgenommenen Eingriffs wird ein künstlicher Kammerwasser-Abfluss angelegt.

Bei einem akuten Glaukom verringert der Arzt den Augeninnendruck mittels Verabreichung bestimmter Medikamente. Kurze Zeit später wird der Patient operiert. Angeborener Grüner Star kann grundsätzlich nur mittels Operation gebessert werden. Sekundäre Glaukome werden nach der Behandlung der Grunderkrankung mit Augentropfen therapiert.

Wie kann man Grünem Star vorbeugen?

Befinden Sie sich im vierten Lebensjahrzehnt, empfiehlt es sich, an einer Glaukomfrüherkennung teilzunehmen. Haben Sie eine Augenverletzung oder wurde Ihr Auge mit Kortison behandelt, sollten Sie diese Untersuchung ebenfalls durchführen lassen. Bei der alle drei bis fünf Jahre vorgenommenen Früherkennung wird unter anderem der Augendruck gemessen.

Häufige Fragen zum Thema Grüner Star

Beim Normaldruckglaukom verschlechtert sich die Funktionalität des Sehnervs ebenfalls nach und nach. Als Glaukomanfall (akutes Glaukom) bezeichnet man einen plötzlich auftretenden Grünen Star. Patienten mit erblicher Veranlagung für Glaukome und einem zu kurzen Augapfel haben ein höheres Risiko, einen akuten Grünen Star zu erleiden.
Der Patient erleidet in fortgeschrittenen Stadien einen Gesichtsfeldausfall, das heißt, er kann den Bereich, den man normalerweise ohne Kopf- und Augenbewegungen sieht, nicht mehr erkennen. Hat der an einem primären Offenwinkelglaukom Erkrankte noch zusätzlich erhöhten Augendruck, ist die Entstehung eines Epithelödems möglich. Dabei bildet sich Wasser in der Hornhaut. Die Folge: Der Kranke sieht farbige Ränder um Lichtquellen.
Bei einem möglichen Offenwinkelglaukom nimmt der Augenarzt eine Messung des Augeninnendrucks und eine Untersuchung des Augenhintergrunds und des Gesichtsfelds vor. Erleidet der Patient einen Glaukomanfall, wird die Diagnose nach einer Augendruck-Messung und einer Überprüfung des Kammerwinkels und des gesamten vorderen Augenbereichs gestellt. Der Kammerwinkel befindet sich zwischen Hornhaut und Regenbogenhaut (Iris). An dieser Stelle fließt das Kammerwasser üblicherweise ab.

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