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Malignes Melanom: Früh erkannt mit guter Prognose

Malignes Melanom: früh erkannt mit guter Prognose
Maligne Melanome kommen zwar in mitteleuropäischen Breiten nicht so oft vor wie der weiße Hautkrebs, sind aber wegen ihrer frühzeitigen Metastasierung besonders gefürchtet.
Erkennt und behandelt man sie nicht bereits in einem frühen Stadium, hat der Betroffene eine nur geringe Überlebenschance. Allerdings gibt es verschiedene Möglichkeiten, die bösartigen Hautveränderungen schon im Vorfeld als solche zu identifizieren.

Was ist ein malignes Melanom?

Ein malignes Melanom (Melanoma maligna, schwarzer Hautkrebs) ist eine selten vorkommende Form des Hautkrebses. Die bösartige Erkrankung tritt hierzulande immer häufiger auf und betrifft in jüngster Zeit vor allem jüngere Menschen. Aktuellen Statistiken zufolge erkranken jedes Jahr zirka 22.000 Bundesbürger an einem malignen Melanom. Der schwarze Hautkrebs ist vor allem deshalb so gefährlich, weil er im Gegensatz zu anderen Hautkrebs-Erkrankungen schon in einem frühen Stadium und bei kleinen Tumoren Metastasen bildet. Schwarzer Hautkrebs entsteht hauptsächlich auf Hautpartien, die während des Sonnenbads unbedeckt sind.

Wie entsteht ein malignes Melanom?

sonnenbad mittags meiden

Ein normaler Umgang mit Sonnenlicht hat positive Auswirkungen auf den menschlichen Körper. Setzt man seine Haut jedoch häufig, sehr lange und über Mittag der prallen Sonne aus, wirkt zu viel UV/A- und UV/B-Licht auf die Hautoberfläche ein. Es kommt zum Sonnenbrand. Wie Mediziner vor kurzem herausfanden, haben vor allem Personen, die bereits in ihrer Kindheit häufig Sonnenbrand hatten, ein erhöhtes Risiko, später an schwarzem Hautkrebs zu erkranken.
Die Hautveränderung besteht aus Melanin produzierenden Pigmentzellen (Melanozyten). Als Melanin bezeichnet man den Farbstoff, der der Hautoberfläche ihre charakteristische Tönung verleiht. Wachsen diese Oberhautzellen übermäßig und sogar in benachbartes Gewebe hinein, kommt es zur Entstehung eines Tumors. Außer auf gesundem Hautgewebe können Melanome auch auf Leberflecken entstehen.

Wie sehen maligne Melanome aus und welche Typen gibt es?

Schwarzer Hautkrebs unterscheidet sich von gutartigen Hautverfärbungen durch sein(e)
  • asymmetrisches Wachstum
  • unregelmäßige, unscharfe Begrenzung
  • Färbung (schwarzbraun, grau, rötlich, weiß und mehrfarbig)
  • Größe
  • Tumordicke und
  • langsames Wachstum
Zu den hierzulande am häufigsten auftretenden Formen gehören halbkugelartig gewölbte (noduläre) Melanome, unregelmäßig flache (superfiziell spreitende) und Lentigo-Maligne-Melanome. Die flachen Verfärbungen wachsen im weiteren Krankheitsverlauf senkrecht nach oben. Bei Lentigo-Melanomen werden aus flachen Melanomen knotige, bräunlich-schwarze Tumore.

Wie diagnostiziert man ein malignes Melanom?

untersuchung beim facharzt

Um zu erkennen, ob Sie an schwarzem Hautkrebs leiden, wendet der Facharzt die Auflichtmikroskopie an. Das Dermatoskop, eine Speziallupe, lässt eine genaue Untersuchung der Hautveränderungen zu. Besteht der Verdacht, dass der Krebs bereits gestreut hat, untersucht der Arzt Ihren Bauchraum und Ihre Lymphknoten mithilfe eines Ultraschalls. Außerdem macht er eine MRT des Kopfes, ein Röntgen des Brustbereichs und eine Knochen-Szintigrafie.

Häufige Fragen zum Thema malignes Melanom

Außerdem sind
  • eine genetische Disposition für Krebs
  • bereits bei der Geburt vorhandene große Leberflecke (Nävi)
  • eine zunehmende Anzahl von Leberflecken
  • helle Haut
  • ein geschwächtes oder medikamentös unterdrücktes Immunsystem und
  • häufige Aufenthalte in geschlossenen Räumen
weitere Risikofaktoren.
Die Krebserkrankung zeigt sich anfangs ohne Symptome. Später kommt es zu blutenden oder juckenden Leberflecken. Senkrecht wachsende bösartige Melanome werden in frühen Stadien noch durch die sogenannte Basalmembran (unterste Oberhaut-Schicht) von den darunter befindlichen Kapillargefäßen und Lymphbahnen getrennt. Schafft es der Tumor jedoch, sie zu durchdringen, streuen die krankhaft veränderten Zellen über Blut und Lymphe. Dann besiedeln sie Leber, Lunge, Lymphknoten, Gehirn, Knochen und andere Organe.
Operierte Patienten sollten während der ersten fünf Jahre nach dem klinischen Eingriff unbedingt regelmäßig alle drei Monate zur Kontrolluntersuchung gehen. Danach reicht es aus, sich alle halbe Jahre vom Facharzt untersuchen zu lassen.

Wie behandelt man ein malignes Melanom?

Wird der schwarze Hautkrebs durch eine Operation beseitigt und hatte er zuvor noch keine Metastasen gebildet, ist die Prognose gut. Die Operation wird unter lokaler Betäubung vorgenommen. Man trägt den Tumor unter Einhaltung eines Sicherheitsabstands von maximal 2 cm um ihn herum ab. Ist er dicker, muss nach dem Eingriff noch eine Therapie mit Interferon Alpha erfolgen. Sie dient der Stärkung des Abwehrsystems. Hat sich das maligne Melanom bereits auf nahe gelegene Lymphknoten ausgebreitet, müssen auch sie entfernt werden. Der Patient erhält noch zusätzlich eine Chemotherapie, Strahlenbehandlung und/oder Interferon-Alpha-Anwendung. Tochter-Geschwülste im Gehirn können nur bestrahlt werden. Patienten mit einem bestimmten mutierten Protein verabreicht man eine Kombination aus Dabrafenib und Trametinib. Sie macht das Eiweiß unschädlich und hemmt das Wachstum des Hautkrebses.
sonnenschutz von klein auf wichtig

Wie beugt man einem malignen Melanom vor?

Um der Entstehung von schwarzem Hautkrebs vorzubeugen, empfiehlt es sich, keinesfalls in der Mittagshitze ein Sonnenbad zu nehmen. Sie verwenden am besten einen Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor und bedecken Ihren Körper und Kopf ausreichend. Menschen, in deren Familie bereits mehrere Fälle von Hautkrebs aufgetreten sind, sollten regelmäßig an der Früherkennung (Hautkrebs-Screening) teilnehmen. Auf diese im Abstand von zwei Jahren durchgeführte klinische Untersuchung haben alle gesetzlich Krankenversicherten über 35 einen Anspruch.

Risikopatienten können sich einmal pro Jahr auf Hautkrebs untersuchen lassen.
Außerdem ist es ratsam, in regelmäßigen Abständen die gesamte Hautoberfläche auf bestimmte verräterische Anzeichen zu untersuchen. Das können Sie zuhause selbst machen. Bei schwer einsehbaren Stellen (Rücken, Kopfhaut) ist die Hilfe einer weiteren Person erforderlich. Finden Sie Hautstellen mit andersartigem Aussehen oder sind einige Leberflecke gewachsen und zeigen noch weitere Farben, ist es ratsam, umgehend einen Facharzt für Dermatologie oder Onkologie aufzusuchen.

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