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Rosenwurz (Rhodiola rosea) für mehr Leistung und Stärkung der Psyche bei Stress
Rhodiola rosea (Rosenwurz) wird seit langem als pflanzliches Anti-Stress-Mittel in der Volks- und Erfahrungsheilkunde verwendet. Es erhöht auf natürliche Weise die Widerstandskraft des Organismus und lindert physische und psychische Symptome bei Überarbeitung und Stress.
Vorkommen und Herkunft
Die zu den Dickblattgewächsen (Crassulaceae) gehörende Rhodiola rosea (Rosenwurz) ist in den polnahen arktischen Gebieten der nördlichen Hemisphäre beheimatet. Die Hauptverbreitungsgebiete sind dabei vor allem Skandinavien sowie das Ural-, Altai- und Sayangebirge in Russland. Die sukkulente Hochgebirgspflanze wächst auf trockenen und sandigen Böden in Höhenlagen von bis zu 4500 Metern. Ihren Namen verdankt sie dem Rosenduft, der sich beim Anschneiden der frischen Wurzeln entfaltet.
Phenylpropanoide wie Zimtalkoholderivate (Rosavin, Rosin und Rosarin)
Phenylethanoide wie Salidrosid und p-Tyrosol
Flavonoide
Polyphenole wie Gallussäure
Mono- und Triterpene
phenolische Säuren wie Äpfel-, Ascorbin-, Citronen und Oxalsäure
Polysaccharide
In aller Regel werden die Wurzeln des Rosenwurz (Rhodiolae roseae radix) arzneilich genutzt. Für diese sind insbesondere zwei Gruppen von Inhaltsstoffen charakteristisch: die Phenylpropanoide beziehungsweise Zimtalkoholderivate Rosavin, Rosin und Rosarin sowie die Phenylethanoide Salidrosid und p-Tyrosol. Diese werden auch für die Hauptwirkung der Heilpflanze verantwortlich gemacht.
Pharmakologische Wirkung
Aufgrund ihrer adaptogenen Wirkung verbessert die Heilpflanze die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit, das Konzentrationsvermögen und die Aufmerksamkeit. Daneben ist sie als Radikalfänger wirksam und schützt die Zellen vor oxidativem Stress. Sie senkt zudem den Sauerstoffverbrauch des Herzen. Dabei wird vermutet, dass Rhodiola rosea den Stoffwechsel und die Freisetzung von Neurotransmittern (Serotonin, Dopamin, Acetylcholin) beeinflusst und die Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke für Vorstufen dieser Neurotransmitter steigert. Zugleich wird der Heilpflanze eine regulierende Wirkung in Bezug auf einige Stresshormone der HPA-Achse (Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse) zugewiesen. Auf diese wird die Erhöhung der Stresstoleranz durch die Anwendung zurückgeführt.
Anwendungsgebiete
Aufgrund der pharmakologischen Wirkung kommen Zubereitungen aus Rhodiola rosea in folgenden Bereichen zur Anwendung:
zur vorübergehenden Verbesserung von Stresssymptomen wie Leistungsschwäche und Müdigkeit
zur Steigerung der kognitiven Leistung (Konzentration, Aufmerksamkeit, Lang- und Kurzzeitgedächtnis)
unterstützend zur Konzentrationssteigerung bei hyperaktiven Kindern
Anwendung
Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel der Europäischen Arzneimittel-Agentur (HMPC) empfiehlt eine Tagesdosis von 144 bis 400 mg Rhodiola rosea-Extrakt. Rhodiola rosea-Zubereitungen werden zur innerlichen Anwendung als standardisierte wässrig-ethanolische Trockenextrakte beziehungsweise Pulver in Kapselform angeboten. Die Kapseln können dabei rein vegetarisch sein oder Gelatine (Zusatzbezeichnung: GPH) enthalten. Teeaufgüsse aus Rhodiola rosea sind eher ungebräuchlich, da der Tee einen äußerst bitteren Geschmack aufweist.
Kapseln mit 200 mg Rhodiola rosea-Extrakt
Zumeist enthalten die angebotenen Kapseln 200 mg des Rosenwurz-Extrakts mit 3 % Rosavin und zwischen ein und zwei Prozent Salidrosid. Die Kapseln werden in verschiedenen Packungsgrößen von 30 bis 1750 Stück zur Verfügung gestellt. Nehmen Sie von diesen ein- bis zweimal täglich jeweils eine Kapsel mit reichlich Flüssigkeit (bspw. ein großes Glas Wasser) ein.
Kapseln mit 100 oder 400 mg Rhodiola rosea-Extrakt
Daneben sind auch Kapseln mit 100 mg (von Pro Medico) sowie 400 mg des Rosenwurz-Extrakts (von Phytochem Nutrition und Hanoju) auf dem Markt. Passen Sie die Dosierung den HMPC-Empfehlungen entsprechend an und halten Sie sich an die Angaben der Hersteller in den Packungsbeilagen.
Kombinationspräparate
Einige Hersteller (Sanatur) bieten auch Rhodiola rosea-Kapseln mit B-Vitaminen an. Diese unterstützen zusätzlich das Nervensystem, reduzieren Müdigkeit und tragen zu einer normalen Funktion der psychischen Funktionen bei.
Extrakte aus den Wurzeln des Rosenwurz sind zumeist als Nahrungsergänzungsmittel im Handel erhältlich. Daher machen die Hersteller in aller Regel keine Angaben zu einer Alterstbeschränkung. Gemäß dem Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel der Europäischen Arzneimittel-Agentur (HMPC) sollte Rhodiola rosea aufgrund fehlender Daten zur Anwendungssicherheit und Wirkung nicht bei Kindern und Jugendlichen vor dem 18. Lebensjahr zur Anwendung kommen.
Darüber hinaus ist die Heilpflanze während der Schwangerschaft und bei Frauen, die ihrem Kind die Brust geben, kontraindiziert. Auch Personen mit einer schweren Einschränkung der Leber- und/oder Nierenfunktion sollten von einer Anwendung absehen.
Nebenwirkungen
Bei entsprechend veranlagten Personen kann Rhodiola rosea zu Überempfindlichkeitsreaktionen führen. Auch sehr seltene Fälle von Hypoglykämie (Unterzuckerung) sind beobachtet worden. Der Kausalzusammenhang ist allerdings bislang ungeklärt. Ferner kann die Anwendung von Rhodiola rosea mit Schlaflosigkeit (analog zur Koffeinwirkung) einhergehen.